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Alt 06.03.2005, 09:32
lupo-de-mare
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Standard Tirana: BND Mann erschlagen, der wegen den Visas ermittelte

Die Albanischen Zeitungen brachten damals die Story auch, aber dort hiess es das der BND - Mann an einem Herz Infarkt gestorben sei. Schon damals war die gesamte Geschichte mehr wie komisch.


Finsteres Tirana
BND-Mann angeblich erschlagen
| 05.03.05 |
Die Korruptionsermittlungen gegen zwei in Visahandel verstrickte Diplomaten an der deutschen Botschaft in Albanien liefern offenbar neue Hintergründe zum Tod eines hohen deutschen Geheimdienstbeamten.

Wie FOCUS berichtet, fiel der im Mai 2004 in Tirana gestorbene Resident des Bundesnachrichtendienstes, Willy W., womöglich einem Gewaltverbrechen zum Opfer. In der BND-Sicherheitsabteilung seien im Oktober 2004 vertrauliche Hinweise eingegangen, dass der 49-Jährige in Mafiageschäfte verstrickt gewesen sei. Kriminelle Kreise in Tirana hätten den an der Botschaft stationierten BND-Oberregierungsrat mit Geld bestochen. Ihm seien angeblich auch zwei Prostituierte zugeführt worden. Da W. sich nicht an Absprachen gehalten habe, sei er erschlagen worden. Ein Arzt vor Ort hatte bei W. einen natürlichen Tod attestiert.

Deckname Willi Liesmann

Wie FOCUS weiter berichtet, wollte der BND nach dem Hinweis im Oktober 2004 den Leichnam des BND-Residenten exhumieren und obduzieren. W. sei jedoch nach seinem Tod eingeäschert worden. Derzeit sei unklar, ob die Verbrennung des Toten bereits in Tirana oder erst nach der Überführung in Deutschland erfolgt sei.

Bei Willy W. handelt es sich laut FOCUS um den BND-Mitarbeiter mit dem Decknamen Willi Liesmann, der in der Plutoniumaffäre aus dem Jahr 1994 eine zentrale Rolle gespielt hatte. W. hatte seinerzeit dazu beigetragen, Nuklearhändler mit 238 Gramm Plutonium nach Deutschland zu locken. Das Münchner Amtsgericht verurteilte W. im Januar 1997 wegen einer uneidlichen Falschaussage zu einer Geldbuße von 9000 Mark.

Ein leitender Berliner Justizbeamter sagte FOCUS, der BND habe seinerzeit keine Angaben zum Tod seines Mitarbeiters gemacht. Deshalb habe es auch keine Ermittlungsansätze gegeben. Das Berliner Landeskriminalamt ermittelt derzeit gegen den früheren Leiter der Visastelle sowie gegen den Ex-Chef der Rechts- und Konsularabteilung, die in bis zu 350 Fällen illegale deutsche Reisepapiere ausgestellt haben sollen.

http://focus.msn.de/hps/fol/newsausg...e.htm?id=12230
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