1000 US-Soldaten beginnen Manöver
General Garrett: Übung "Immediate Response 2008" soll Partnerschaft zwischen US- und georgischen Truppen stärken
Wasiani - Rund 1000 US-Soldaten haben am Dienstag ein Manöver in der früheren Sowjetrepublik Georgien begonnen. An der Übung "Immediate Response 2008" (Sofortige Reaktion 200

auf dem Stützpunkt Wasiani bei Tiflis nehmen auch 600 georgische Soldaten sowie kleinere Kontingente aus der Ukraine, Aserbaidschan und Armenien teil. "Der Hauptzweck dieser Manöver ist es, die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen US- und georgischen Truppen zu stärken", sagte Brigadegeneral William B. Garrett. Ein Zusammenhang mit den jüngsten russisch-georgischen Spannungen bestand nach Angaben von US-Vertretern nicht. Das Manöver sei seit Monaten geplant gewesen.
Georgien arbeitet in militärischen Fragen eng mit den USA zusammen. Das Land bemüht sich mit US-Unterstützung um eine Mitgliedschaft in der Nato und unterstützt die US-geführten Truppen im Irak mit 2000 Mann. Die USA wiederum helfen Georgiens Militär mit Ausrüstung und Ausbildungshilfe.
Zwischen den Regierungen in Tiflis und Moskau herrscht wegen des Streits um die abtrünnigen georgischen Gebiete Abchasien und Südossetien eine angespannte Stimmung. Sie hatte sich vergangene Woche verschärft, als Georgien aus Protest gegen Verletzungen seines Luftraums durch die russische Luftwaffe seinen Botschafter aus Moskau zu Konsultationen abberief. Russland wirft Georgien vor, die Kontrolle über die Gebiete gewaltsam zurückbekommen zu wollen. Georgien bezeichnet diese Darstellung als Vorwand zur faktischen Annexion georgischen Territoriums.
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer zeigte sich am Dienstag "besorgt über die jüngste Eskalation der Spannungen". Die von der Regierung in Moskau eingeräumten ungenehmigten Überflüge stellten Russlands Rolle als Friedensbewahrer und Unterstützer von Verhandlungen in Frage. (Reuters)
