Der ehemalige Toyota-Rennstall hofft wieder, BMW-Nachfolger Sauber dagegen bangt: Der zum Ausstieg entschlossene japanische Autobauer Toyota wolle den Rennstall zum Nulltarif einem serbischen Investor überlassen, berichtete das Fachmagazin "auto, motor und sport" am Sonntag online. Das Team könnte unter dem Namen Stefan GP in der Königsklasse den noch offenen 13. Startplatz von Toyota übernehmen.
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Wird Toyota serbisch? Laut "ams" könnte der in Köln beheimatete Rennstall an Zoran Stefanovich gehen.
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Trotz des angekündigten Ausstiegs von Toyota hat das Toyota-F1-Team noch immer den 13. Startplatz im Teilnehmerfeld der Formel 1 für 2010. Käme es tatsächlich zur Übernahme des in Köln ansässigen Rennstalls durch den Serben Zoran Stefanovich, wäre allerdings der BMW-Nachfolger Sauber aus dem Rennen, sofern nicht ein weiteres Team aussteigen sollte.
Am 9. Dezember findet die Weltratssitzung des Automobil-Weltverbands FIA statt, dann soll das endgültige Teilnehmerfeld für die kommende Saison benannt werden. Für Toyota wäre eine Übernahme seines Teams wohl vor allem deshalb attraktiv, weil dem Unternehmen ansonsten Strafzahlungen drohen. Der Autokonzern hatte sich zunächst zu einem Grand-Prix-Start in den kommenden drei Jahren vertraglich verpflichtet, ehe er sich doch zum Rückzug entschied. Sollten die Japaner die zugesicherte Lizenz nicht wahrnehmen, müssen sie angeblich rund 100 Millionen Euro an Formel-1-Chef Bernie Ecclestone zahlen.

Medienberichten zufolge verhandelt der Serbe Zoran Stefanovich seit längerem mit Toyota. Der Geschäftsmann hat demnach bereits einen Teil des Budgets für ein Formel-1-Projekt zusammen. Laut "ams" könnte Stefan GP die ersten zwei Jahre Toyota-Motoren für jeweils fünf Millionen Euro pro Saison kaufen. Das Toyota-F1-Team hat in Absprache mit dem Mutterkonzern in Tokio Stefanovich angeboten, alle Zeichnungen am für nächstes Jahr geplanten Toyota TF110 zu übernehmen und das Personal sowie die Einrichtungen in Köln zu nutzen. Der Serbe bekäme den Nachlass von Toyota gratis, wenn er das Budget für die nächstjährige Saison garantiert.
Etwa 200 der 650 Mitarbeiter in Köln sollen übernommen werden. Als Fahrer ist der ehemalige Toyota-Ersatzpilot Kamui Kobayashi im Gespräch. Der Japaner hatte bei den letzten zwei Saisonrennen den verletzten Stammfahrer Timo Glock (Wersau) vertreten und beim Finale in Abu Dhabi als Sechster sogar drei WM-Punkte geholt.



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