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Die Kosovo-Frage lässt die Serben kalt

Erstellt von Yutaka, 20.01.2008, 10:38 Uhr · 23 Antworten · 1.682 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Yutaka

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    Die Kosovo-Frage lässt die Serben kalt

    Die Kosovo-Frage lässt die Serben kalt


    Obwohl morgen eine Richtungswahl ansteht, sind die Bürger kaum zu mobilisieren

    Belgrad - Im Minutentakt wechseln auf den großflächigen Werbetafeln an der Belgrader Terazije die Fotos der Kandidaten und ihre Wahlbotschaften. Stark, stabil und anders soll Serbien nach der Präsidentenkür werden. Doch die Stimmenhatz lässt viele Serben diesmal kalt, obwohl es am Sonntag um eine grundsätzliche Ausrichtung des Landes geht.
    Stellvertretend für viele seiner Altersgenossen erklärt das der 23-jährige Student Milan so: "Die Kandidaten taugen alle nichts, ich bleibe am Wahltag zu Hause." Natürlich wünsche er sich Reisefreiheit und soziale Gerechtigkeit. Doch nur vor den Wahlen würden Politiker Studienstipendien und andere Wohltaten versprechen: "Aber sie tun nichts. Und es ändert sich auch nichts."



    Wieder einmal steht das zerrissene Land vor einer Richtungswahl. Doch die Frage, ob Serbien mit der Bestätigung von Präsident Boris Tadic weiter auf EU-Kurs bleibt oder mit der Wahl des Nationalisten Tomislav Nikolic einen eher isolationistischen Kurs einschlägt, dürfte allenfalls die Hälfte der 6,7 Millionen Wahlberechtigten in die Wahllokale locken.



    Wahlverdrossenheit und eine "apathische und pessimistische Einstellung" gegenüber der Politik seien vor allem unter Jugendlichen stark verbreitet, erzählt Maja Bobic. Die Generalsekretärin der Europäischen Bewegung Serbien will ihre Landsleute motivieren, wählen zu gehen. Doch das sei schwierig: "Es ist in den vergangenen Jahren vielleicht das zehnte Mal, dass Serbien am Scheideweg steht. Viele sind inzwischen einfach müde." Auch die vage Verheißung einer besseren EU-Zukunft könne das "klaustrophobische Gefühl" in Serbiens "mentalem Getto" kaum mehr lindern. Selbst unter den Studenten seien 70 Prozent noch nie im Ausland gewesen. Neben hohen Reisekosten sei es vor allem das Visum-Regime, das Jugendliche daran hindere, "praktische europäische Erfahrungen" zu machen: "Das ist sehr entmutigend. Sie fühlen sich isoliert - von Europa nicht gewollt."



    Schon früh am Morgen haben sich rund 100 Antragsteller vor dem deutschen Konsulat in der Ulica Bircaninova aufgereiht. Landschaftsarchitektin Aleksandra Vucicevic will ihre Freunde in Hamburg besuchen. Die Formulare hat die 27-Jährige ausgefüllt, einen Berg übersetzter Dokumente eingereicht. Doch sicher, dass sie das begehrte Visum "in ein paar Tagen oder Wochen" erhält, ist sie nicht. Sie werde für Tadic und Europa stimmen, sagt die hochgewachsene Frau, denn junge Leute könnten weder frei ins Ausland reisen noch dort arbeiten oder studieren.



    Ergraute Mietskasernen überragen das Zentrum von Nis. Nur wenige Passanten schlendern am Abend durch die Fußgängerzone der Obrenoviceva. Wie der gesamte Süden des Landes hat Serbiens drittgrößte Stadt ihre beste Zeit hinter sich. Der Zerfall Jugoslawiens und die Schließung der großen Industriekombinate hatte die 230 000-Einwohner-Metropole in den 90er-Jahren genauso hart getroffen wie der Krieg im Kosovo und die Verlagerung wichtiger Verwaltungsbehörden nach Belgrad. Das Durchschnittseinkommen ist in der Hauptstadt inzwischen auf über 500 Euro geklettert, in Nis liegt es bei 320 Euro. Die Hauptstadt helfe dem Süden kaum und absorbiere alle Investitionen, klagt der Armee-Angestellte Ivan über die "Belgradisierung" des Landes. Der Kosovo-Konflikt sei "nur eine Nebenfrage", sagt der Mittvierziger: Einst habe allein die Elektronik- und Eisenbahnindustrie der Stadt fast 50 000 Menschen beschäftigt, nun seien die Betriebe fast alle geschlossen.



    Mehr Arbeitsplätze, die Verbesserung des Lebensstandards und den Kampf gegen die Korruption empfinden die Serben laut Umfragen als ihre dringlichsten Anliegen. Nur ein Viertel plädiert dafür, dass Belgrad den Kampf um den Verbleib des Kosovo in Serbien zum vorrangigsten Ziel machen solle. Der Kosovo-Konflikt spiele zwar in allen Reden der Kandidaten eine zentrale Rolle, so Marko Blagojevic vom Meinungsforschungsinstitut CeSID, "doch die Prioritäten der Politiker weichen deutlich von denen der Bevölkerung ab".
    Seine Frührente von umgerechnet 70 Euro sei einfach zu wenig, um über die Runden zu kommen, erklärt in Nis Ljubisa Radovic. Mit dem Verkauf von CD-Kopien und Kalendern verdient er sich ein kleines Zubrot. Der 56-Jährige will aber wählen gehen, "denn Serbien muss sich ändern". 20 Prozent der Bevölkerung seien reich, für den Rest sei das Leben eine Katastrophe. Auf den Westen ist er indes nicht gut zu sprechen: "Erst haben sie uns bombardiert. Und nun will Österreich auch noch als erstes Land ein unabhängiges Kosovo anerkennen." Maronenverkäufer Nasser ergänzt: Das Wichtigste für sein Land seien Arbeitsplätze, ein besseres Leben, gute Straßen - und dass Serbien endlich nach Europa komme. Denn bisher "schlagen sich die kleinen Leute alleine durch. Die Reichen haben ohnehin ein ganz anderes Leben."



    Allg. sehr interessant, die Kosovo Fragen sind nicht die Haupthematiken in Serbien, der grösste Teil lebt in absoluter Armut (reiche CECA Schlampe + Co natürlich ausgeschlossen).


    Für euch Diaspora Serben die natürlich in schönen und reichen Länder wie die Schweiz, D und Österreich leben + aufgewachsen sind, sind solche Problematiken ein Fremdwort.:

  2. #2
    Avatar von Yutaka

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    Präsidentenwahl in Serbien begonnen

    Belgrad (dpa) - In Serbien hat die Wahl des neuen Präsidenten begonnen. Rund 6,7 Millionen Wahlberechtigte sollen entscheiden, wer die nächsten vier Jahre an der Spitze des Landes stehen soll. Die besten Aussichten werden dem nationalistischen Oppositionsführer Tomislav Nikolic eingeräumt. Auf den zweiten Platz soll nach allen Prognosen der amtierende Staatschef Boris Tadic kommen. Die Wahl gilt als politische Weichenstellung. Nikolic setzt auf ein Großserbien und ein Bündnis mit Russland, Tadic steht für die Westbindung.







  3. #3
    Avatar von CHIKA

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    NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC
    I LOVEEEE YOUUUUUUUUUUUUUUUU NIKOLIC 4 LIFE ----SVUBSIS---- NIKOLIC


    FUCK OF TADIC FUCK OF TADIC FUCK OF TADIC
    tadic is ein typischer schwanzlutscher der eu !

  4. #4
    Avatar von Yutaka

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    Zitat Zitat von CHICA Beitrag anzeigen
    NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC NIKOLIC
    I LOVEEEE YOUUUUUUUUUUUUUUUU NIKOLIC 4 LIFE ----SVUBSIS---- NIKOLIC


    FUCK OF TADIC FUCK OF TADIC FUCK OF TADIC
    tadic is ein typischer schwanzlutscher der eu !

    Dir sollte man am besten den Ö Pass abnehmen und dich per Eilpost im Packet nach Serbien verfrachten.

    Was macht ihr so soltze Serben in Europa, geht doch nach Hause ins hochgelobte Serbien:

  5. #5
    Avatar von CHIKA

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    wer sagt das ich auf serbien stolz bin!

    so wie es jetzt ist ist es ein von idijoten regierter misthaufen von dem jeder ein stück abnimmt wies ihm grad passt!

    und auf so was soll ich stolz sein???? lächerlich!

    aber wenn nikolic wirklich gewinnt!
    und mit russland alles klappt!
    kann mir die ganze welt gestohlen bleiben ich verpiss mich nach serbien!

  6. #6
    Avatar von CHIKA

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    und mit nikolic an unserer seite und der SRS als regierende partei, kanns nur so laufen wie sich die serben schon seit längerem das ganze vorstellen und wünschen!


    schließt von meiner aussage jetzt nicht wieder auf irgendein großserbien oder auf kriege!
    es geht um was ganz anderes!

  7. #7
    vwxyz
    tadic ist also ein schwanzlutscher ?!

    immerhin sind seit 2004 weder kriegerische Auseinandersetzungen ausgebrochen, noch wurde Staatsterritorium "verloren"...

    er ist auf dem richtigen Weg und sollte wiedergewählt werden!!!

  8. #8
    Avatar von CHIKA

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    Zitat Zitat von raza Beitrag anzeigen
    tadic ist also ein schwanzlutscher ?!

    immerhin sind seit 2004 weder kriegerische Auseinandersetzungen ausgebrochen, noch wurde Staatsterritorium "verloren"...

    er ist auf dem richtigen Weg und sollte wiedergewählt werden!!!

    komm bitte dem kosovo fehlt e nur mehr ein minischritt bis in die unabhängigkeit!

    tadic hatte seine chance er hat sie versaut! ne zweite chance gibts bei uns nicht!

    bei den auseinandersetzungen hast du ja recht....aber er hätte beim kosovo sofort was unternehmen sollen!
    und nicht warten bis es eindeutig zu spät ist!

  9. #9
    Avatar von CHIKA

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    er kann nicht dafür sein zur EU dazu zugehören
    und gleichzeitig gegen das unabhängige kosovo sein!

    die zwei aspekte können nicht zusammen gehn entweder EU und kosovo wird unabhängig oder Kosovo belibt bei serbien und serbien scheisst auf die eu ....

    es gibt keine dritte variante!

  10. #10
    vwxyz
    Zitat Zitat von CHICA Beitrag anzeigen
    er kann nicht dafür sein zur EU dazu zugehören
    und gleichzeitig gegen das unabhängige kosovo sein!

    die zwei aspekte können nicht zusammen gehn entweder EU und kosovo wird unabhängig oder Kosovo belibt bei serbien und serbien scheisst auf die eu ....

    es gibt keine dritte variante!
    es gibt IMMER mehr als die zwei Varianten schwarz oder weiß!!!

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