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Tödlicher Durchfall?

Erstellt von Cobra, 23.05.2011, 17:27 Uhr · 49 Antworten · 3.992 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Cobra

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    Tödlicher Durchfall?

    EHEC-Bakterium

    EHEC-Bakterium: Darm-Infektion überrollt Deutschland vom Norden - Nachrichten Gesundheit - WELT ONLINE

    Darm-Infektion überrollt Deutschland vom Norden


    Der ungewöhnlich aggressive Durchfallerreger EHEC alarmiert die Gesundheitsbehörden in Deutschland. Einige Patienten liegen auf Intensivstationen.




    An diesem Darminfekt ist vieles anders als gewöhnlich: das Tempo, mit dem er sich ausbreitet, das Alter der Betroffenen, die Orte, an denen er sich zeigt. Seit einigen Tagen alarmiert ein ungewöhnlich aggressiver Durchfallerreger die Gesundheitsbehörden in Deutschland. Mehr als 130 Menschen haben sich mit dem EHEC-Keim (Enterohämorrhagische Escherichia coli) infiziert. Er verursacht ungewöhnlich schweren Durchfall mit Nierenleiden. Einige Patienten liegen auf Intensivstationen.



    Foto: dpa Im Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt werden Problen auf EHEC-Befall untersucht
    Normalerweise erkranken vor allem Kinder unter fünf Jahren an dem EHEC-Erreger – vor allem in Süddeutschland ist der Keim seit langem bekannt. Der aktuelle Erreger breitet sich dagegen hauptsächlich im Norden Deutschlands aus – und macht vor allem Erwachsene krank, Frauen offenbar häufiger als Männer.






    Foto: Infografik Welt Online Besonders betroffen ist Hamburg, wo seit gestern mehr als 30 Patienten in Krankenhäusern behandelt werden, teilweise auf der Intensivstation. Mehr als 50 Verdachtsfälle zählen die Gesundheitsämter in Niedersachsen und Bremen, in Schleswig-Holstein und Hamburg jeweils rund 20. Hessen meldete am Wochenende 16 Verdachtsfälle, Mecklenburg-Vorpommern vier, das Saarland vier und Berlin zwei Betroffene.



    Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) spricht von einer „sehr ungewöhnlichen Häufung schwerer Verläufe in einem kurzen Zeitraum“, auch die betroffenen Altersgruppen seien untypisch. In den vergangenen Jahren habe es noch nie so viele Fälle in so kurzer Zeit und so vielen kranken Erwachsenen gegeben, erklärte das RKI.



    Ein Experten-Team des Instituts untersucht den Verlauf der Infektionswelle in Hamburg und sucht nach der Infektionsquelle. Wo sich die Betroffenen angesteckt haben ist derzeit völlig unklar. Bisher sei kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert worden, erklärte das RKI gestern. „Aktuell kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Infektionsquelle noch aktiv ist“, hieß es.







    Der Durchfallkeim EHEC ist eine aggressive Variante des weit verbreiteten Darmbakteriums Escherichia coli und wächst üblicherweise in Rindermägen heran. Der aktuelle EHEC-Keim besitzt zusätzlich ein spezielles Gen, das seine Pathogenität noch erhöht – es verleiht den Bakterien die Fähigkeit, ein Gift zu produzieren, das Darmwand und Blutgefäße zerstört und für den ungewöhnlich komplizierten Krankheitsverlauf bei den Betroffenen verantwortlich ist, dem enteropathische hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), das seit 2001 zu den meldepflichtigen Krankheiten in Deutschland gehört.
    In Deutschland werden jährlich um die 1000 EHEC-Fälle gemeldet.
    Der Erreger kommt weltweit überall dort vor, wo Kühe, Schafe und Ziegen gehalten werden. Mit Kot und Gülle-Dünger gelangt er in Flüsse, Seen, Futtermittel, Milch und Fleisch sowie auf Obstwiesen und Gemüseäcker – und damit in die Nahrungskette des Menschen.







    Warum die Fallzahlen seit einigen Jahren in Deutschland leicht steigen, ist unklar. Die verschlechtere Durchfall-Statistik könnte sich möglicherweise auf das verbesserte Meldesystem zurückführen lassen – jedoch auch eine Nebenwirkung der intensiven Landwirtschaft mit Stallhaltung und Silofutter sein.
    „Draußen auf der Weide machen Kühe einen weiten Bogen um ihren Dung“, sagt Jürgen Heesemann, Professor für Bakteriologie und Hygienespezialist am Max von Pettenkofer-Institut in München, „im Stall dagegen werden sie mit EHEC-Keimen überschwemmt“. Obendrein sei die Übermäßige Düngung der Wiesen mit Jauche ein Problem, sagt Heesemann, ebenso wie die Umstellung von Heu auf Silage.
    „Durch Silage übersäuert der Kuhmagen“, sagt Heesemann, „das saure Milieu bekommt den hämorrhagischen Bakterien ausgesprochen gut“. Hygienische Schlampigkeiten im Schlachthof besorgten den Rest.







    n den USA seien die Farmer seit einigen Jahren dazu übergegangen, ihren Rindern vier Wochen vor der Schlachtung trockenes Heu statt Silage zu füttern, um deren Mägen von bedrohlichen Durchfallkeimen zu säubern – mir guten Ergebnissen für die menschliche Gesundheit: Die Zahl der EHEC-Fälle ist Studien zufolge zurückgegangen. Doch auch Hirsche, Rehe und Ziegen können EHEC übertragen, und so stecken oft Kinder häufig in Streichelzoos an. Auch Badeseen können gefährlich sein, scheiden als Infektionsquelle jedoch zunehmend aus, da sie mehr und mehr meist der peniblen behördlichen Kontrolle unterliegen.
    „Seltsamerweise kann man nur selten die Infektionskette lückenlos nachvollziehen“, sagt Heesemann, „selbst wenn ein Betroffener sich erinnert, riskante Milch getrunken zu haben, findet man bei der nachträglichen Untersuchung dann häufig keine gefährlichen Keime in der Probe“.





    Was ist der EHEC-Erreger?


    Für eine Ansteckung reichen offenbar nur wenige Keime; nur 100 Bakterien sind schon genug, um krank zu machen – so lautet die derzeit vorläufige Faustregel der Mediziner – was die Ermittlungen des Berliner Spezialisten-Teams zusätzlich erschweren dürfte.
    Besonders Rohmilch, Lammfleisch und rohe Fleisch- und Wurstprodukte – beispielsweise Zwiebelmett-, Streichmett- oder Teewurst – gelten als risikobehaftet. Bislang gibt es laut Berliner RKI jedoch keinen Hinweis darauf, dass rohes Fleisch oder Rohmilch Ursache des Ausbruchs sind. „Bisher konnte kein konkretes Lebensmittel als Quelle ausgemacht werden“, heißt es.
    Einen Verdacht gibt es jedoch: Rohkost – frisches Obst, Gemüse, Salat. Obst oder Gemüse können zum Beispiel über Düngung mit Jauche den Erreger erhalten. In der Vergangenheit kamen häufig Blattgemüse wie Spinat oder Sprossen als Quelle für Durchfallerreger in Frage.
    Gemüse als Ansteckungsherd – das könnte auch erklären, warum so viele Frauen unter den Durchfall-Erkrankten sind. „Frauen bereiten häufiger Lebensmittel zu, und da können sie sich möglicherweise bei der Reinigung von Gemüse oder anderen Lebensmitteln infizieren“, sagt der Epidemiologe Gérard Krause vom RKI.





    Doch eine genaue Spurensuche gestaltet sich momentan noch schwierig, da es den meisten Frauen zu schlecht geht, um einen detaillierten Speiseplan der Tage vor Krankheitsbeginn zu erstellen.
    Ob alle Erkrankte aber mit dem gleichen Erreger infiziert sind, wird derzeit in Laboren überprüft. Dafür spricht, dass die Fälle seit der zweiten Maiwoche gehäuft auftreten. Von Mensch zu Mensch übertragen sich Durchfallerreger zwar häufig – die EHEC-Erreger allerdings offenbar eher selten. Nur durch „grob unhygienisches Verhalten“ komme dieser Weg der Ansteckung in Frage, sagen Experten.
    Die Bakterien werden mit dem Stuhl ausgeschieden und finden sich bei schlechter Hygiene etwa auf den Händen wieder – Seife und Desinfektionsmittel können schützen.





    Eine Gefahr für die weite Bevölkerung sieht das RKI derzeit aber nicht. Dennoch sollte man vor allem auf regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren Acht geben.
    Die Epidemiologen empfehlen außerdem, bei der Verarbeitung von Gemüse auf gute Küchenhygiene zu achten sowie Bretter und Messer gründlich zu reinigen. Vor allem Bio-Gemüse solle sorgfältig gewaschen werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie.
    Grundsätzlich gilt, dass leicht verderbliche tierische Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte im Kühlschrank aufbewahrt werden sollen. Wer Fleisch zubereitet, sollte darauf achten, dass es gut durchgegart ist (das bedeutet: mindestens zehn Minuten bei 70 Grad Celsius).

    Typische Symptome

    Patienten, die an den typischen Symptomen leiden – wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und starke Bauchschmerzen – „sollten umgehend einen Arzt aufsuchen“, rät das RKI. Wichtig sei es, das Blutbild zu überwachen und im Auge zu behalten, dass die Nieren weiter funktionieren. Bei ersten Anzeichen von Komplikationen sollte der Arzt den Patienten „an geeignete Behandlungszentren überweisen“.
    Der Zeitraum zwischen der Infektion und den ersten Durchfallsymptomen beträgt durchschnittlich drei bis vier Tage. Die Anzeichen von schweren HUS-Verläufen beginnen im Durchschnitt erst eine Woche nach Beginn des Durchfalls. Erst dann hat das Gift des Erregers die roten Blutkörperchen und die feinen Blutgefäße der Niere soweit zerstört und verklebt, dass es zu Blutarmut und Nierenversagen kommen kann.
    Infolge dessen können auch andere Organe geschädigt werden, manche Betroffenen erleiden eine gefährliche Schwellung des Gehirns. Antibiotika helfen kaum, da die Bakterien sehr schnell unempfindlich werden. Schwerkranke Patienten bekommen eine Blutwäsche, eine so genannte Apherese. Wird sie früh genug eingeleitet, sind lebensbedrohliche Komplikationen wie Hirnödeme und Schäden wie das bleibende Nierenversagen abwendbar.







    Das Verfahren, das sonst häufig bei Autoimmunerkrankungen und chronisch Nierenkranken eingesetzt wird, wäscht die schädlichen Stoffe aus dem Blut und ersetzt körpereigenes Plasma.
    „Derzeit sind die Apherese-Kapazitäten in den betroffenen Gebieten nahezu erschöpft“, meldet die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie, deshalb würden Patienten aus den stark betroffenen Großstädten inzwischen in andere Regionen überwiesen oder die entsprechenden Blutwäschemaschinen eingeflogen.
    Das Robert-Koch-Institut hat Informationen zu EHEC auf seiner Internetseite zusammengestellt.

  2. #2
    Sonny Black
    Möge es keinen treffen man...

  3. #3
    Avatar von Sheqa

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    Gott sei Dank lebe ich nicht in Norddeutschland

  4. #4
    Avatar von Ramnicu

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    6.509
    Scheiße in Hamburg sind 20 Patienten im Krankenhaus wegen diesem Durchfall ,hoffentlich verbreitet es sich nicht weiter

  5. #5
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von ramnicu valcea Beitrag anzeigen
    Scheiße in Hamburg sind 20 Patienten im Krankenhaus wegen diesem Durchfall ,hoffentlich verbreitet es sich nicht weiter
    Bislang sind 80 Fälle in D registriert registriert, zwei Patienten liegen im Koma.

  6. #6
    Makani
    kranke Scheisse.

  7. #7

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    3.930
    Durch was wurde es hervor gerufen? Tier oder so?

  8. #8
    Balkanbabe
    kenn jemand der genau die symptome hat....

  9. #9
    Balkanbabe
    Zitat Zitat von Vuki Beitrag anzeigen
    Durch was wurde es hervor gerufen? Tier oder so?

    im tv sagten sie wahrscheinlich gemüse

  10. #10
    Chavo
    Die Armen kacken ab

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