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Weine aus Makedonien

Erstellt von H3llas, 27.10.2011, 09:46 Uhr · 144 Antworten · 17.873 Aufrufe

  1. #141

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    Anbaugebiete Griechenlands – Makedonien

    Florina ist die kühlste Weinbauregion Griechenlands. Die Weinberge liegen auf einer Höhe zwischen 550 und 750 Metern. Hier befindet sich die OPAP Region von Amyndeo, die nur Xinomavro zulässt. Aus dieser Rebsorte werden hier elegante Weine mit weichen Tanninen hergestellt. Mit dem Alpha Estate befindet sich einer der Top Weinerzeuger in dieser Präfektur.Kozani liegt auf einem Plateau welches rundum von Bergen umgeben ist. Die wichtigsten Rebsorten sind Xinomavro, Moschomavro und Stavroto. Yiannis Vogiatzi, der auch der Produktionsdirektor für Boutari ist, betreibt hier ein Boutique Weingut, dessen elegante Weine ich durchaus schätze.Grevena hat lediglich circa 200 ha Weinberge, es werden Rosé- und Rotweine produziert.In Pella ist das Klima schon etwas wärmer als im Westen von Makedonien, die Präfektur liegt auch deutlich niedriger. Weinanbau fand schon zu Zeiten Philip II, dem Vater von Alexander dem Großen, statt. Xinomavro und die weiße Roditistraube sind die wichtigsten Rebsorten. Der organische Produzent Liga Estate ist hier ansässig.Zu Imathia gehört die wichtige OPAP Region von Naoussa, in der nur Xinomavro zugelassen ist. Hier lassen sich die besten Xinomavro Weine ausfindig machen, maskuliner im Stil als in Florina. Die Weinberge befinden sich auf einer Höhe von 150 bis 400 Metern, die Ernte beginnt Ende September und erstreckt sich über drei Wochen. Die wichtigsten und besten Produzenten sind Argatia, Boutari, Dalamara, Karyda, Kir Yianni und Thimiopoulos. Für mich eines der wichtigsten Gebiete Griechenlands.In Kilkis liegt eine weitere OPAP Region, Goumenissa, das Gesetz schreibt einen Mindestanteil von 20% Negoska und dem Rest Xinomavro vor. Schon seit der Antike wird Weinbau betrieben. Die Weine sind etwas weicher als die von Naoussa, die Weinberge liegen weniger hoch, und das Klima ist etwas wärmer. Boutari ist seit den siebziger Jahren aktiv, Tatsi ist ein kleines Familienweingut.In Thessaloniki befindet sich die gleichnamige Stadt, nach Athen die größte des Landes. Viele Weingüter haben ihren geschäftlichen Hauptsitz in der Stadt. Wein wird fast in der gesamten Präfektur angebaut. Zu empfehlen sind unbedingt Arvantidi und Gerovassiliou.Chalkidiki grenzt an Thessaloniki an, ist ansonsten komplett vom Meer umgeben. Im Süden formen sich die bekannten „drei Finger“ Kassandra, Sithonia, und Athos. Letzteres ist praktisch ein eigener Staat, in dem das Herzstück der griechisch orthodoxen Kirche seit über tausend Jahren ansässig ist. Das Klima in Chalkidiki ist für den Weinbau optimal. Die OPAP Region Cotes de Meliton (rot und weiß) ist hier zu finden. Es werden hauptsächlich Assyrtiko, Athiri, Limnio, Xinomavro und Grenache Rouge angebaut. Port Carras und Tsantali sind alt eingesessene Weingüter, Claudia Papayianni dagegen entstand erst vor circa 5 Jahren.Serres ist zwar eine der größten Präfekturen in Makedonien, die meiste Weinproduktion ist aber für den Eigenverbrauch bestimmt.Drama ist eine recht arme Präfektur, allerdings ist sie in den vergangenen Jahren immer wichtiger für tolle Qualitätsweine geworden. Heute dürfte Drama eines der bekanntesten Gebiete für spannende Weine in Griechenland darstellen. Produzenten wie Nico Lazaridi, dessen Bruder Costa Lazaridi, und vor allem auch neuere Weingüter wie Pavlidis und Wine Art Estate sind hierfür verantwortlich.Kavala ist eine Küstenregion die relativ niedrig liegt. Die Weinberge übersehen das Ägäische Meer, es werden pouläre Rebsorten wie Roditis, Assyrtiko, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Syrah kultiviert. Der bekannteste Produzent dürfte Biblia Chora sein.
    Anbaugebiete Griechenlands – Makedonien « Würtz-Wein

  2. #142

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    Weine aus Makedonien!

  3. #143

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  4. #144

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  5. #145
    Avatar von Dikefalos

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    Griechischer Wein überrascht im Test

    04.04.2013 | 18:14 Uhr
    Griechische Weine im Test: Hier begutachtet Panagiotis Tsitsas einen Rotwein.Foto: Martin Möller/WAZ-FotoPool

    Gladbeck. Der griechische Wein kämpft gegen sein schlechtes Image, das nicht zuletzt durch den geharzten Retsina geprägt ist. Dafür kamen die Winzer nach Gladbeck und präsentierten Originalität und Qualität. Das Ergebnis überrascht. Griechischer Wein ist durchaus trinkbar.
    Retsina, der geharzte Weißwein aus Griechenland, kann wunderbar sein. Nämlich dann, wenn man an einer Strandpromenade auf Kreta sitzt, die Sonne gerade untergeht und gegrillter Octopus auf dem Teller liegt.

    Retsina kann furchtbar sein. Nämlich dann, wenn er im griechischen Restaurant um die Ecke neben der Dionysus-Platte lauwarm im Glas schwappt und draußen Schneeregen fällt. Im Supermarkt gibt es die Zwei-Liter-Flasche für 4,98 Euro. Geschmack: Harz Vier! Manche glauben tatsächlich, so müsste Griechenland schmecken.
    „So ein Quatsch“, sagt Martin Darting. Darting ist ein Wein-Profi. Er ist Winzer, hat sich zum Sensorik-Experten weiter gebildet und fliegt als Weinmacher um die Welt. Südafrika, Frankreich, USA, an diesem Abend: Gladbeck.
    „Als das Thema Griechenland aufkam, dachte ich erst: Ach nee, lieber nicht. Dann bin ich zwei Wochen losgezogen und habe mit vor Ort soviel wie möglich angesehen“, erzählt er. Er hat Sachen gesehen, die ihm als Winzer einen Schreckens-Schauer über den Rücken jagten. Und er hat Sachen gesehen, die ihn begeistert haben.
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    Die Risiken durch Alkohol werden unterschätzt: Deutsche trinken 9,6 Liter reinen Alkohol jährlich. Das sind umgerechnet rund 325 Flaschen Bier, 27 Flaschen Wein, fünfeinhalb Flaschen Schaumwein und mehr als sieben Flaschen Spirituosen. 74.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen.



    Weil das Gute überwog, hat Darting den „Griechischen Weinpreis“ mitorganisiert, und er hat griechische Winzer nach Deutschland mitgebracht, um „regionale und originelle Weine zu vernünftigen Preisen“ vorzustellen.
    Es wird Zeit zum Probieren

    Genug der Worte, es wird Zeit, endlich zu probieren. Was können die griechischen Winzer tatsächlich? Fangen wir mit einem Weißwein an: Assyrtiko Sur Lie von 2011 aus der Kellerei Evharis, Silber beim Weinpreis, die Flasche für 10,50 Euro.
    In der Nase Apfel, Limone, frische Kräuter. Könnte ein Grauburgunder sein, ist es aber nicht. Wie der Name schon sagt: Der Wein ist zu 100 Prozent aus der Rebsorte Assyrtiko gekeltert, eine der vielen autochthonen Trauben Griechenlands. Also der Trauben, die nur in dieser Region wachsen.
    Probiert man den Assyrtiko, überrascht er. Kräftig, frisch, säurebetont. Ein Powerwein, die wunderbare Alternative für den gegrillten Octopus auf dem Teller an der Strandpromenade. Oder beim Griechen nebenan.
    Warum bestellen die Restaurantbesucher in der Pizzeria ohne großartig mit der Wimper zu zucken eine Flasche Wein für 30 Euro und begnügen sich beim Griechen mit einem Glas Retsina?
    Nicht nur Frankreich und Italien machen guten Wein

    „Es hat mit Klischees zu tun“, glaubt Evangelos Chatzivarytis. Chatzivarytis ist Winzer und ein wenig ist er auch Künstler. Er trägt einen schwarzen Schlapphut, den er selbst bei der Weinprobe nicht absetzt. Sein Biowein Goumenissa 2007 hat beim Weinpreis ebenfalls Silber gewonnen. Doch kaum einer weiß es. „Die Deutschen und alle anderen gucken nach Frankreich und Italien“, sagt er. „Dabei gibt es viele viele Nationen, die guten Wein machen. Leider ist das den meisten noch gar nicht richtig bewusst.“
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    Ihre Nachbarschaft an der Marktstraße ist unmittelbar, ihre Kooperation in Sachen griechischer Wein naheliegend: Weinhändler Martin Volmer und die Gastronomen Vicki und Evangelos Vassiliou vom griechischen Restaurant Artemis wollen den Gladbeckern den Rebensaft aus der Ägäis näher bringen.



    Doch daran lässt sich arbeiten. So, wie es zum Beispiel Martin Darting macht. Bei seinem Besuch auf dem Weingut Evharis in Attika fragte ihn der Besitzer mit Blick auf die Weinberge voller Syrah-Trauben: Niemand will meinen Wein kaufen, was soll ich machen?
    Man muss vielleicht etwas schräg und groß denken, wenn Ideen funktionieren sollen. Und so riet Darting dem Griechen: Mach’ aus den roten Syrah-Trauben einen weißen Wein, entwerfe ein modernes Etikett und gehe mit dem ungewöhnlichen Produkt werbemäßig nach vorn!
    Die schräge, große Idee

    Die Griechen schauten leicht irritiert, setzten die Idee aber um, und das Resultat steht in Gladbeck auf dem Tisch: „White Syrah“. Ein leichter, angenehmer Weißwein für die Sommerabende auf der Terrasse, sogar mit „Silber“ dekoriert, zum Preis für 9,90 Euro.
    Aber der weiße Syrah ist mehr: Er ist ein Türöffner. „Wir wollten damit den deutschen Weingeschmack treffen“, so Darting. Das haben die Griechen geschafft, und wer den weißen Syrah mag, der schaut möglicherweise auch nach anderen Weinen aus Griechenland.
    Etwa nach den Roten. Im Glas: Der „Bond 2010“ von Rira Tsitas. Ein anderer Stil, nicht aus den autochthonen Griechenlands gekeltert, sondern aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Klingt nach Bordeaux, schmeckt ein wenig nach Bordeaux, hat nicht die Größe von Bordeaux, kostet aber auch nicht soviel wie Bordeaux: Für 8,90 Euro ein spannender Wein.
    Vassilios Christodoulatos exportiert die Weine seiner Heimat in alle Welt und weiß, dass nicht von heute auf morgen alle Menschen griechischen Wein kaufen werden. „Unsere Weinkultur ist ein paar tausend Jahre alt“, sagt er. „Da werden wir doch jetzt nicht wegen ein paar Jahren mehr oder weniger die Nerven verlieren.“ Gute Einstellung, guter Wein: Jamas – Prost!

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    Griechischer Wein überrascht im Test

    04.04.2013 | 18:14 Uhr
    Griechische Weine im Test: Hier begutachtet Panagiotis Tsitsas einen Rotwein.Foto: Martin Möller/WAZ-FotoPool

    Gladbeck. Der griechische Wein kämpft gegen sein schlechtes Image, das nicht zuletzt durch den geharzten Retsina geprägt ist. Dafür kamen die Winzer nach Gladbeck und präsentierten Originalität und Qualität. Das Ergebnis überrascht. Griechischer Wein ist durchaus trinkbar.
    Retsina, der geharzte Weißwein aus Griechenland, kann wunderbar sein. Nämlich dann, wenn man an einer Strandpromenade auf Kreta sitzt, die Sonne gerade untergeht und gegrillter Octopus auf dem Teller liegt.

    Retsina kann furchtbar sein. Nämlich dann, wenn er im griechischen Restaurant um die Ecke neben der Dionysus-Platte lauwarm im Glas schwappt und draußen Schneeregen fällt. Im Supermarkt gibt es die Zwei-Liter-Flasche für 4,98 Euro. Geschmack: Harz Vier! Manche glauben tatsächlich, so müsste Griechenland schmecken.
    „So ein Quatsch“, sagt Martin Darting. Darting ist ein Wein-Profi. Er ist Winzer, hat sich zum Sensorik-Experten weiter gebildet und fliegt als Weinmacher um die Welt. Südafrika, Frankreich, USA, an diesem Abend: Gladbeck.
    „Als das Thema Griechenland aufkam, dachte ich erst: Ach nee, lieber nicht. Dann bin ich zwei Wochen losgezogen und habe mit vor Ort soviel wie möglich angesehen“, erzählt er. Er hat Sachen gesehen, die ihm als Winzer einen Schreckens-Schauer über den Rücken jagten. Und er hat Sachen gesehen, die ihn begeistert haben.
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    Es wird Zeit zum Probieren

    Genug der Worte, es wird Zeit, endlich zu probieren. Was können die griechischen Winzer tatsächlich? Fangen wir mit einem Weißwein an: Assyrtiko Sur Lie von 2011 aus der Kellerei Evharis, Silber beim Weinpreis, die Flasche für 10,50 Euro.
    In der Nase Apfel, Limone, frische Kräuter. Könnte ein Grauburgunder sein, ist es aber nicht. Wie der Name schon sagt: Der Wein ist zu 100 Prozent aus der Rebsorte Assyrtiko gekeltert, eine der vielen autochthonen Trauben Griechenlands. Also der Trauben, die nur in dieser Region wachsen.
    Probiert man den Assyrtiko, überrascht er. Kräftig, frisch, säurebetont. Ein Powerwein, die wunderbare Alternative für den gegrillten Octopus auf dem Teller an der Strandpromenade. Oder beim Griechen nebenan.
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    Die schräge, große Idee

    Die Griechen schauten leicht irritiert, setzten die Idee aber um, und das Resultat steht in Gladbeck auf dem Tisch: „White Syrah“. Ein leichter, angenehmer Weißwein für die Sommerabende auf der Terrasse, sogar mit „Silber“ dekoriert, zum Preis für 9,90 Euro.
    Aber der weiße Syrah ist mehr: Er ist ein Türöffner. „Wir wollten damit den deutschen Weingeschmack treffen“, so Darting. Das haben die Griechen geschafft, und wer den weißen Syrah mag, der schaut möglicherweise auch nach anderen Weinen aus Griechenland.
    Etwa nach den Roten. Im Glas: Der „Bond 2010“ von Rira Tsitas. Ein anderer Stil, nicht aus den autochthonen Griechenlands gekeltert, sondern aus Cabernet Sauvignon und Merlot. Klingt nach Bordeaux, schmeckt ein wenig nach Bordeaux, hat nicht die Größe von Bordeaux, kostet aber auch nicht soviel wie Bordeaux: Für 8,90 Euro ein spannender Wein.
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