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19. Mai - Völkermord an den Pontiern

Erstellt von Yunan, 19.05.2012, 14:45 Uhr · 1.204 Antworten · 60.967 Aufrufe

  1. #111
    Avatar von Lilith

    Registriert seit
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    19.299
    Unabhängig von der Einordnung
    Zitat Zitat von Destan Beitrag anzeigen
    Ach ja stimmt, so wie die berühmten "gr. Statistiken". Sofern sie das Licht der Öffentlichkeit erblicken zerfallen sie vor lauter Scham in ihre molekularen Bausteine.
    Der Spruch, glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, trifft sicher nicht nur auf griechische zu...

    Aber natürlich nicht. Seit knapp hundert Jahren hatte man weder die Zeit, noch wollte man die Beziehungen belasten oder man konnte sich halt die Portokosten nicht leisten.....
    Der Tatbestand des Völkermordes bzw. die entsprechende Konvention sind als solche erst seit 1948 in Kraft. "Ideengeber" bzw. Verfasser ist Rafael Lemkin, der damals in Berlin als Jurastudent dem Mordprozess Soghomon Tehlirians an Talaat Pascha beiwohnte und diese unter dem Eindruck dieser Tage verfasste.

    Definitiv. Und wir alle wissen weshalb....
    Es müssen nicht zwangsläufig juristische Gründe sein...

    Schönen Abend

  2. #112

    Registriert seit
    28.03.2012
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    654
    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Destan du kannst es glauben oder nicht:

    Wichtig ist das die IAGS es als Völkermord anerkannt hat:
    Im Dezember 2007 verabschiedete die Internationale Vereinigung der Völkermordforscher (IAGS), eine Organisation der weltweit führenden
    Genozidforscher und Völkermordexperten, eine Resolution welche bestätigt, dass die Kampagnen gegen osmanische Griechen von 1914 bis 1923 einen Völkermord darstellten.

    Na wenn das für deiner einer wichtig ist und genügt, bitteschön. Habe absolut nichts dagegen.... Nur sollte man sich nicht wundern dass dies bei seeeeeehr seeeehr vielen höchstens zu einem Schmunzeln reicht.... Wie dem auch sei, ich drücke euch ganz fest die Daumen und Zehen damit ihr auch weiterhin so erfolgreich sein möget wie die letzten hundert Jahren. Oder villeicht doch tausend

  3. #113
    Avatar von Sonne-2012

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    20.12.2012
    Beiträge
    4.554
    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Du hast ne schlimme Zunge, Destan
    Das schreibt nur jemand der keine Argumente hat , kleine Kinder die haben auch oft eine schlimme Zunge

    Zum Thema:

    Historiker Wilhelm Baum
    Buch die Türkei und ihre christlichen Minderheiten

    Die Griechische Bevölkerungsgruppe im Pontus wurde in drei Wellen vernichtet; die
    erste begann 1915 mit den ersten Umsiedlungsaktionen der Jungtürken. Diese
    Deportationen dauerten so lange, bis die Russen in der ersten Jahreshälfte 1916 die
    Stadt Trapezunt erreichten. Über 600 Flüchtlinge suchten im April 1916 Zuflucht im
    noch heute bestehenden Kloster Wassilona. Mit dem Vorwand, sie sympathisierten
    mit den Russen, wurden zahlreiche griechische Dörfer im Gebiet von Sinope und
    Giresun deportiert; nach Ansicht des Erzbischofs Germanos von Trapezunt drohte
    über 100.000 Griechen der Tod. In vielen Dörfern wurden griechische Frauen
    zwangsislamisiert. Österreichische und amerikanische Diplomaten protestierten
    dagegen bei der türkischen Regierung. Nach dem Zusammenbruch der russischen
    Front glaubten die Türken, jetzt keine Rücksicht mehr nehmen zu müssen. Erzbischof
    Chrysanthos von Trapezunt legte dem Patriarchat im Oktober 1918 einen
    umfassenden Bericht über die Massaker vor, ebenso der Bischof Polykarp von
    Neokessareia, der über die Massaker in Kolonia und Tokat berichtete. Im Mai 1919
    besuchte der Archimandrit Panaretos das Pontus-Gebiet, um das Ausmaß der
    Massaker festzustellen. Mit der Ankunft Kemal Paschas in Pontus begann der Kampf
    der Briganten ("çeteler") von Topal Osman mit dem Krieg gegen die Christen. Diese
    Taktik, mit den Tscheteler - also nicht regulären Einheiten der Armee oder Polizei -
    ermöglichte es der Regierung bis heute, immer wieder nach außen hin die "Unschuld"
    zu beteuern.

    Am 29.5.1919 erhielt Osman von Kemal den Auftrag zu seinen Mordaktionen.[1] Das
    ganze Unternehmen begann mit Massakern und der Deportation von Griechen aus
    der Stadt Samsun und 394 griechischen Dörfern in der Umgebung. Im Archiv des
    griechischen Außenministeriums werden zahlreiche Dokumente zu diesen Gräueln
    aufbewahrt; bis zum Kriegeintritt Griechenlands berichteten auch griechische Konsuln
    über diese Ereignisse. Der amerikanische Botschafter Henry Morgenthau prangerte
    diese Unmenschlichkeiten an.[2]Mehr als 100.000 Griechen wurden von Herbst 1917
    bis zum Kriegsende ermordet.[3]


    Zwischen Februar und August 1920 wurden die Pontus-Griechen von kemalistischen
    Truppen und Freischärlern ("Ceteler") zum großen Teil vernichtet. Die 6000
    Bewohner von Bafra, die sich in den Kirchen verschanzt hatten, verbrannten dort, als
    die Kemalisten die Kirchen anzündeten. Von den 25.000 Griechen in der Gegend von
    Bafra und Aazam wurden etwa 90 % massakriert, der Rest ins Landesinnere
    deportiert. Die Elite wurde in Strafprozessen vor den so genannten
    "Unabhängigkeitsgerichten in Amasya verurteilt und erschossen. Die schönsten
    Mädchen und Knaben wurden in die Harems gebracht. Aber auch an der Westküste
    Kleinasiens wüteten die "Chettés"
    http://www.kitab-verlag.com/webshop/pi3/pd9.html

  4. #114
    Avatar von Macedonian

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    24.05.2005
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    5.739
    Ein paar ethnographische Karten zum Thema














    Macedonian

  5. #115
    Avatar von Ts61

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    25.12.2010
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    11.170
    Die Karten sind nicht ganz richtig wie ich finde.Was suchen die Lasen so weit im Westen und warum gibt es dort so wenig türken? Trotzdem finde ich Karten immer interessant vielen dank.

  6. #116

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    654
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Unabhängig von der Einordnung

    Der Spruch, glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, trifft sicher nicht nur auf griechische zu...
    Nur eben jene hatten es ziemlich in sich.....und passt irgendwie zum Thema....

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Der Tatbestand des Völkermordes bzw. die entsprechende Konvention sind als solche erst seit 1948 in Kraft. "Ideengeber" bzw. Verfasser ist Rafael Lemkin, der damals in Berlin als Jurastudent dem Mordprozess Soghomon Tehlirians an Talaat Pascha beiwohnte und diese unter dem Eindruck dieser Tage verfasste.
    Das hättest du doch besser unserem "Sonne, Mond u. Sterne" schreiben sollen. Seine "Theorien" bzgl. des wieso u. weshalb sind da eine gänzlich andere.....

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Es müssen nicht zwangsläufig juristische Gründe sein...

    Schönen Abend
    Sicherlich....das mit den Portokosten ist für mich derzeit immer noch die glaubwürdigste...

  7. #117
    Kejo
    Zitat Zitat von Macedonian Beitrag anzeigen
    Ein paar ethnographische Karten zum Thema














    Macedonian
    Nimm das hinzu, dann wird es noch interessanter. Genel Seçim 2011

  8. #118
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von Destan Beitrag anzeigen
    Na wenn das für deiner einer wichtig ist und genügt, bitteschön. Habe absolut nichts dagegen.... Nur sollte man sich nicht wundern dass dies bei seeeeeehr seeeehr vielen höchstens zu einem Schmunzeln reicht.... Wie dem auch sei, ich drücke euch ganz fest die Daumen und Zehen damit ihr auch weiterhin so erfolgreich sein möget wie die letzten hundert Jahren. Oder villeicht doch tausend
    Du solltest besser auf meine Quellen eingehen

    Hier Destan geht es weiter im Buch von Wilhelm Baum

    1920; der Grieche Nikolaos Tsaikopulos beschreibt dies in dem Buch "Mein
    Dorf: Fulaziki (Nikomedeia), Kleinasien". Die letzten organisierten Gräuel fanden im
    Juni 1921 statt und wurden vom nationalistischen Gouverneur Jemil Bey mit Hilfe der
    Chettés durchgeführt. Die Regierung setzte zwar eine Untersuchungs-Kommission
    ein, aber dem verantwortlichen Topal Osman Agha geschah nichts.[4] Die
    Operationen der griechischen Flotte an der Schwarzmeerküste steigerten die
    Bemühungen der Türken zur "Endlösung" der "pontischen Frage". Am 27.7.1921
    erhielt der britische Hochkommissar in Konstantinopel Kenntnis von den Massakern.
    Toynbee bezeichnete die Opfer in Pontus wie die Armenier in Kilikien als Opfer der
    Politik von Venizelos und Lloyd George.[5] Curzon sprach von schwerwiegenden
    Folgen, wenn die Türkei es verabsäume, den griechischen und armenischen
    Minderheiten nach der schlechten Behandlung in der Vergangenheit keinen Schutz
    gewähre. Am

    4.8.1921 berichtete Curzon an Lord Hardinge in Paris über muslimische Exzesse
    gegen die Christen in Pontus, die sich in der Form der Deportationen und Massaker
    nicht von den Ereignissen während des Krieges unterschieden; es wurde klar, dass
    die kemalistische Regierung die Ausrottung der Christen plante. Solange diese
    Gräuel andauerten, lehnte England jede Verhandlung mit den Kemalisten ab.[6] In
    Bafra spielten die Chettés Katze und Maus mit den noch nicht deportierten Griechen.
    Es kam aber auch vor, dass die Gräuel von den militärischen Führern unterbunden
    wurden. Am 18. und 22.10.1921 berichtete die "Times" über die Massaker.
    Vergeblich appellierten die Schriftsteller und Künstler Griechenlands am 22.11.1921
    an die Welt.

    Unterdessen hatten die Türken die Griechen, die vor dem Krieg an der
    Schwarzmeerküste in Pontus lebten, bereits im Sommer 1921 zum überwiegenden
    Teil systematisch ermordet. Ihre Lage verschlechterte sich zusehends, seitdem
    Nurettin Pascha Kommandeur der neuen Zentralarmee wurde, ein grausamer und
    xenophober Schlächter, der mit Zustimmung Mustafa Kemals alle Männer von 18 bis
    50 ins Landesinnere deportieren ließ. Die Massaker wurden von der griechischen
    Flotte im Schwarzen Meer mit der Beschießung von Küstenstädten beantwortet. Auf
    einen Protest des amerikanischen Hochkommissars wegen der Massaker leugnete
    Kemal diese und meinte, es seien nur die deportiert worden, die Waffen getragen
    hätten.[7] Hochkommissar Rumboldt berichtete auch von Verschleppungen von
    Christen aus Antalya von 300 Griechen aus Trapezunt ins Landesinnere.[8] Das
    griechische Kriegsschiff "Kilkis" beschoss den Hafen Ineboli. Vor einem Gericht in
    Samsun wurden zwischen August und Dezember 1921 485 Todesurteile gefällt.[9]
    Die Griechen bildeten Geheimbünde, die muslimische Dörfer angriffen und vergeblich
    auf eine Invasion der Griechen warteten.[10] Die Griechen konzentrierten jedoch
    alle Kräfte an der Sakarya-Front.

    Der Genozid an den Pontus-Griechen wurde auch im britischen Parlament und im
    US-Senat erörtert. Am 7.11.1921 befasste sich das britische Unterhaus mit der Frage
    des Genozids in Pontus. Der irische Abgeordnete Thomas Power O'Connor fragte
    dabei, was die Regierung gegen diese Massaker und im Fall eines Abzuges der
    Franzosen in Kilikien unternähmen. Am 22.12.1921 erörterte auch der amerikanische
    Senat die Problematik der Deportation der Griechen, dabei hieß es:
    "Hunderttausende wurden niedergemetzelt oder von ihren Wohnstätten entwurzelt
    und in Wüsten und unfruchtbare Landstriche geführt, wo der Tod eine Erlösung von
    den Schrecken und der Folter, der sie ausgesetzt waren, bedeutete."[11] Im
    griechischen Parlament fand am 18.5.1922 eine Sondersitzung über die Vertreibung
    der Griechen aus Kleinasien statt, bei der Außenminister Alexander Baltatsis über
    die Geschehnisse berichtete.

    Ismet Inönü gab die Massaker am 21.5.1922 auf einer Sitzung des türkischen
    Parlamentes zu: "Der Nationalpakt wird keinen Griechen ungestraft lassen, und wir
    werden sie auch nicht länger auf türkischem Boden Handel treiben lassen. Wir
    werden sie vertreiben, Venizelos und Lloyd George: sie sollen wissen, dass uns die
    Flotte Englands keine Angst einjagt, der Orient hat eine Armee und viele Waffen zur
    Verfügung.[12]

    Insgesamt wurden in Pontus mehr als 353.000 Griechen umgebracht.[13] Auch die
    türkische Nationalversammlung beschäftigte sich mit den Massakern; am

    21.8.1922 distanzierte sich der Abgeordnete Hakki Hami Bey von Sinope davon:
    "Unser Antlitz wird wegen der Umsiedlung für ewig von Schande befleckt sein.

    Wenn die Umsiedlungen vorgenommen werden, damit menschliche Seelen ermordet
    werden, . ist dies eine zutiefst verabscheuenswürdige Sache. Vor den Augen der
    gesamten Welt beschmutzen uns diese Taten."[14] Auch auf türkischer Seite gab es
    neben Nationalisten andere Menschen, die sich von der Politik ihrer politischen
    Führer und ihrer Propaganda distanzierten.


    Morgen werden wir die Deutschen Dokumente anschauen, waren ja verbündete der Türkei damals.

    Gute Nacht Destan

  9. #119
    Kejo
    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Du solltest besser auf meine Quellen eingehen

    Hier Destan geht es weiter im Buch von Wilhelm Baum

    1920; der Grieche Nikolaos Tsaikopulos beschreibt dies in dem Buch "Mein
    Dorf: Fulaziki (Nikomedeia), Kleinasien". Die letzten organisierten Gräuel fanden im
    Juni 1921 statt und wurden vom nationalistischen Gouverneur Jemil Bey mit Hilfe der
    Chettés durchgeführt. Die Regierung setzte zwar eine Untersuchungs-Kommission
    ein, aber dem verantwortlichen Topal Osman Agha geschah nichts.[4] Die
    Operationen der griechischen Flotte an der Schwarzmeerküste steigerten die
    Bemühungen der Türken zur "Endlösung" der "pontischen Frage". Am 27.7.1921
    erhielt der britische Hochkommissar in Konstantinopel Kenntnis von den Massakern.
    Toynbee bezeichnete die Opfer in Pontus wie die Armenier in Kilikien als Opfer der
    Politik von Venizelos und Lloyd George.[5] Curzon sprach von schwerwiegenden
    Folgen, wenn die Türkei es verabsäume, den griechischen und armenischen
    Minderheiten nach der schlechten Behandlung in der Vergangenheit keinen Schutz
    gewähre. Am

    4.8.1921 berichtete Curzon an Lord Hardinge in Paris über muslimische Exzesse
    gegen die Christen in Pontus, die sich in der Form der Deportationen und Massaker
    nicht von den Ereignissen während des Krieges unterschieden; es wurde klar, dass
    die kemalistische Regierung die Ausrottung der Christen plante. Solange diese
    Gräuel andauerten, lehnte England jede Verhandlung mit den Kemalisten ab.[6] In
    Bafra spielten die Chettés Katze und Maus mit den noch nicht deportierten Griechen.
    Es kam aber auch vor, dass die Gräuel von den militärischen Führern unterbunden
    wurden. Am 18. und 22.10.1921 berichtete die "Times" über die Massaker.
    Vergeblich appellierten die Schriftsteller und Künstler Griechenlands am 22.11.1921
    an die Welt.

    Unterdessen hatten die Türken die Griechen, die vor dem Krieg an der
    Schwarzmeerküste in Pontus lebten, bereits im Sommer 1921 zum überwiegenden
    Teil systematisch ermordet. Ihre Lage verschlechterte sich zusehends, seitdem
    Nurettin Pascha Kommandeur der neuen Zentralarmee wurde, ein grausamer und
    xenophober Schlächter, der mit Zustimmung Mustafa Kemals alle Männer von 18 bis
    50 ins Landesinnere deportieren ließ. Die Massaker wurden von der griechischen
    Flotte im Schwarzen Meer mit der Beschießung von Küstenstädten beantwortet. Auf
    einen Protest des amerikanischen Hochkommissars wegen der Massaker leugnete
    Kemal diese und meinte, es seien nur die deportiert worden, die Waffen getragen
    hätten.[7] Hochkommissar Rumboldt berichtete auch von Verschleppungen von
    Christen aus Antalya von 300 Griechen aus Trapezunt ins Landesinnere.[8] Das
    griechische Kriegsschiff "Kilkis" beschoss den Hafen Ineboli. Vor einem Gericht in
    Samsun wurden zwischen August und Dezember 1921 485 Todesurteile gefällt.[9]
    Die Griechen bildeten Geheimbünde, die muslimische Dörfer angriffen und vergeblich
    auf eine Invasion der Griechen warteten.[10] Die Griechen konzentrierten jedoch
    alle Kräfte an der Sakarya-Front.

    Der Genozid an den Pontus-Griechen wurde auch im britischen Parlament und im
    US-Senat erörtert. Am 7.11.1921 befasste sich das britische Unterhaus mit der Frage
    des Genozids in Pontus. Der irische Abgeordnete Thomas Power O'Connor fragte
    dabei, was die Regierung gegen diese Massaker und im Fall eines Abzuges der
    Franzosen in Kilikien unternähmen. Am 22.12.1921 erörterte auch der amerikanische
    Senat die Problematik der Deportation der Griechen, dabei hieß es:
    "Hunderttausende wurden niedergemetzelt oder von ihren Wohnstätten entwurzelt
    und in Wüsten und unfruchtbare Landstriche geführt, wo der Tod eine Erlösung von
    den Schrecken und der Folter, der sie ausgesetzt waren, bedeutete."[11] Im
    griechischen Parlament fand am 18.5.1922 eine Sondersitzung über die Vertreibung
    der Griechen aus Kleinasien statt, bei der Außenminister Alexander Baltatsis über
    die Geschehnisse berichtete.

    Ismet Inönü gab die Massaker am 21.5.1922 auf einer Sitzung des türkischen
    Parlamentes zu: "Der Nationalpakt wird keinen Griechen ungestraft lassen, und wir
    werden sie auch nicht länger auf türkischem Boden Handel treiben lassen. Wir
    werden sie vertreiben, Venizelos und Lloyd George: sie sollen wissen, dass uns die
    Flotte Englands keine Angst einjagt, der Orient hat eine Armee und viele Waffen zur
    Verfügung.[12]

    Insgesamt wurden in Pontus mehr als 353.000 Griechen umgebracht.[13] Auch die
    türkische Nationalversammlung beschäftigte sich mit den Massakern; am

    21.8.1922 distanzierte sich der Abgeordnete Hakki Hami Bey von Sinope davon:
    "Unser Antlitz wird wegen der Umsiedlung für ewig von Schande befleckt sein.

    Wenn die Umsiedlungen vorgenommen werden, damit menschliche Seelen ermordet
    werden, . ist dies eine zutiefst verabscheuenswürdige Sache. Vor den Augen der
    gesamten Welt beschmutzen uns diese Taten."[14] Auch auf türkischer Seite gab es
    neben Nationalisten andere Menschen, die sich von der Politik ihrer politischen
    Führer und ihrer Propaganda distanzierten.


    Morgen werden wir die Deutschen Dokumente anschauen, waren ja verbündete der Türkei damals.

    Gute Nacht Destan
    In jedem Thread postest Du mehrfach diese Quelle und Verlag + Link. Soll das Werbung sein?

  10. #120

    Registriert seit
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    654
    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Du solltest besser auf meine Quellen eingehen

    Hier Destan geht es weiter im Buch von Wilhelm Baum
    Habe ich doch. Sogar meine Meinung dürftest du nun kennen. Wie gesagt ich bin eigentlich auf "eurer" Seite wobei ich auch auf "eure" bisherigen Leistungen, welches ihr erreicht habt, gaaanz gaaanz Stolz bin. Bitte weiter so... Falls ich "euch" sonst nocht irgendwie behilflich sein kann, nur zu.......

    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Morgen werden wir die Deutschen Dokumente anschauen, waren ja verbündete der Türkei damals.

    Gute Nacht Destan
    Oh je, tu uns das bitte nicht an. Das wird sicherlich den Ausgang der Weltgeschichte beinflussen und die Türken für mind. 400+ Jahre in geiselhaft nehmen...
    Iyi geceler....

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