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1911: Serbien ersucht Aufnahme in Habsburgerreich?

Erstellt von Schiptar, 02.02.2007, 11:35 Uhr · 52 Antworten · 3.196 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
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    Serbien wollte 1911 ganz sicher nicht Österreich beitreten. Das wär übrigens auch eine Schnapsidee gewesen.

    PS.: Der Trialismus hätte sich nur auf die Südslawen bezogen, und nicht auf die Tschechen. Und selbst in der Form wäre der mit den Ungarn nicht zu machen gewesen, daher hätte man Ungarn militärisch niederkämpfen müssen, um einen solchen Trialismus herzustellen. Hätte man die Tschechen in den Trialismus einbeziehen wollen, nun, man hätte auch die Deutschen militärisch niederkämpfen müssen - fragt sich nur, mit wem? :wink:

    Das Problem war ja, dass die Tschechen immer vom böhmischen Staatsrecht geschwafelt haben, dh sie wollten sich nicht mit ihren ethnischen Mehrheitsgebieten zufriedengeben, sondern immer GANZ Böhmen und GANZ Mähren, dh auch die deutschen Gebiete, egal, was die dort lebenden Deutschen davon hielten. Irgendwelche mittelalterlichen Rechte für den modernen Nationalismus zu instrumentalisieren - das war ja damals ein Volkssport der Ungarn, und die Tschechen wolltens denen nachmachen.

    PPS.: Vernünftig wäre damals sowieso gewesen, diese schreckliche Monarchie aufzulösen, und sich mit dem Gebiet des heutigen Österreich, dem Sudetenland und Südtirol zu verabschieden. Inklusive Heimkehrrecht für die Sprachinseldeutschen. Es war einfach ein Wahnsinn, sich lauter fremde Völker gegen deren Willen aufzuhalsen.

  2. #42
    Avatar von Ivo2

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    Zitat Zitat von Heishiro_Mitsurugic
    Aber was meint ihr welche Gründe Serbien gehabt hätte 1911 der k.u.k. Monarchie Beizutreten? Ich seh bis jetzt noch keinen. Zumal sahen die Serben damals schon Russland als ihre Schutzmacht und nicht mehr die Ösis.
    Es war nicht 1911, sondern noch im 19. Jahrhundert. Da hatte Fürst Obrenovic angeboten, Serbien der KuK Monarchie anzuschliessen. Die Gründe waren wirtschaftlich und Intelektuelle.
    1878 hatte Serbien eine Analphabetenrate von 96%. Zur Jahrhundertwende waren es noch 86%. Obrenovic selber war auch Analphabet.
    Durch die Vertreibung der nichtserbischen Bevölkerung (Juden, Osmanen, Albaner) wurden damit auch die Handwerker, Kaufleute, Banker und Gelehrte vertrieben. Serben selber waren fast ausschliesslich Bauern. Von einer Landwirtschaft im damals modernen Sinne kann man aber nicht sprechen. Industrie war sowieso ein Fremdwort.

  3. #43
    Lance Uppercut
    hah kinder, kinder.......

    vorstellen kann ich mir das nicht, da serbien immer wieder versucht hat, sein terretorium auf kosten der doppelmonarchie zu erweitern...

    es gab schon lange pläne die slawen den österreichern und den ungarn gleich zu stellen, aber die ungarn wehrten sich immer heftig dagegen und hätte es kaiser doch gewagt, dann käme es zum bürgerkrieg.
    kaiser karl I hätte es am ehesten gewagt, nur kam der große krieg dazwischen....


    und nochwas, jeder der princip als helden feiert, sollte mal bedenken, dass wegen diesem arschloch die großmächte europas endlich einen grund gehabt haben sich gegeseitig abzuschlachten.
    bravo princip, dank deiner heldenhaften tat starben millionen von menschen und ein ganzer kontinent wurde zerstört!

    er war ein jämmerlicher niemand, eine marionette und kein volksheld!

  4. #44

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    3.795
    Zu der Zeit waren die Slawen in Österreich vollkommen gleichgestellt, nur in Ungarn nicht. Die Gleichstellung in Österreich wurde sogar manchmal zu weit getrieben, siehe 1907.

  5. #45
    Avatar von Ivo2

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    19.006
    Das stand in der Wiener Zeitung
    Zitat Zitat von Ivo2
    Die Fürsten Obrenovic "waren mit den Habsburgern befreundet und machten einmal sogar das Angebot, ihr Fürstentum/Königreich Serbien in den Habsburgerstaat einzugliedern, den Habsburgern also quasi zu »schenken«".
    Dies wurde jedoch vom Hof in Wien abgelehnt. Wie Herr Dr. Hanel betont, "auf Betreiben der Ungarn, welche die bereits in ihrem Königreich vorhandenen Slawen (Kroaten, Dalmatiner) nicht gestärkt haben wollten", denn "zahlenmäßig befanden sich die Ungarisch-Sprechenden im Königreich Ungarn in der Minderheit".
    Zum Bruch Österreich-Serbien habe dann offiziell der blutig verlaufende Machtwechsel in Serbien von der Dynastie Obrenoviæ zur russisch-panslawistisch gesinnten Dynastie Karadjordjeviæ geführt.
    Herr Dr. Josip Sersic hat in der "Enciklopedija Jugoslavije" ebenfalls nähere Informationen zum serbischen Adeligen gefunden: "Der Fürst war Analphabet", außerdem sei er laut dieser Enzyklopädie Jugoslawiens "eigentlich in Topèider, damals bei Belgrad", gestorben.
    Der komplette Artikel, es geht nicht um den Anschluss an Österreich-Ungarn, sondern um Versicherungen, findet man hier
    Wiener Zeitung

  6. #46

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    16.12.2006
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    1.896
    Zitat Zitat von Ivo2
    Das stand in der Wiener Zeitung
    Zitat Zitat von Ivo2
    Die Fürsten Obrenovic "waren mit den Habsburgern befreundet und machten einmal sogar das Angebot, ihr Fürstentum/Königreich Serbien in den Habsburgerstaat einzugliedern, den Habsburgern also quasi zu »schenken«".
    Dies wurde jedoch vom Hof in Wien abgelehnt. Wie Herr Dr. Hanel betont, "auf Betreiben der Ungarn, welche die bereits in ihrem Königreich vorhandenen Slawen (Kroaten, Dalmatiner) nicht gestärkt haben wollten", denn "zahlenmäßig befanden sich die Ungarisch-Sprechenden im Königreich Ungarn in der Minderheit".
    Zum Bruch Österreich-Serbien habe dann offiziell der blutig verlaufende Machtwechsel in Serbien von der Dynastie Obrenoviæ zur russisch-panslawistisch gesinnten Dynastie Karadjordjeviæ geführt.
    Herr Dr. Josip Sersic hat in der "Enciklopedija Jugoslavije" ebenfalls nähere Informationen zum serbischen Adeligen gefunden: "Der Fürst war Analphabet", außerdem sei er laut dieser Enzyklopädie Jugoslawiens "eigentlich in Topèider, damals bei Belgrad", gestorben.
    Der komplette Artikel, es geht nicht um den Anschluss an Österreich-Ungarn, sondern um Versicherungen, findet man hier
    Wiener Zeitung
    Weil Obrenovic diese Bezihungen zu Österreich/Ungarn pflegte mag ich diese dynastie nicht, Karadjordjevic's sind die wahren Könige und Gott sei dank sind sie immernoch da.

  7. #47

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    1.894
    Zitat Zitat von Schiptar
    Ich finde auch nicht, daß man Princip eine Alleinschuld am 1. Weltkrieg geben kann. Diesen Mist haben viele, viele Leute gemeinsam verbockt...
    Die Crna Ruka Serben waren der Tropfen, die das Fass zum überlaufen gebracht hat... gefüllt wurde es allerdings durch dämliche außenpolitik von wilhelm II im deutschen Reich sowie Imperealismus und übertriebenen Nationalismus von allen europäischen Seiten.

  8. #48
    Avatar von Sousuke-Sagara

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    7.770
    Zitat Zitat von mi_srbi
    ...Karadjordjevic's sind die wahren Könige und Gott sei dank sind sie immernoch da.
    Zum Glück! Sonst gäbe es in der serbischen Gewaltenteilung keine "vierte Gewalt" mehr wie es in jeder parlamentarischen Monarchie der Fall ist.

  9. #49
    Avatar von Ravnokotarski-Vuk

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    8.141
    Zitat Zitat von Tornado
    Zitat Zitat von Schiptar
    Ich finde auch nicht, daß man Princip eine Alleinschuld am 1. Weltkrieg geben kann. Diesen Mist haben viele, viele Leute gemeinsam verbockt...
    Die Crna Ruka Serben waren der Tropfen, die das Fass zum überlaufen gebracht hat... gefüllt wurde es allerdings durch dämliche außenpolitik von wilhelm II im deutschen Reich sowie Imperealismus und übertriebenen Nationalismus von allen europäischen Seiten.
    Die Crna Ruka wurde vom deutschen Reich unterstützt? Ich dachte immer die Deutschen seien auf Habsburger-Seite gewesen :?

  10. #50

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    Wo hab ich das geschrieben? Ich meinte lediglich, dass Serben der unmittelbare Auslöser für 1. WK waren, aber die Hauptverantwortlichen waren die Kriegstreiber in den Führungsriegen der großen Mächte in Europa, wie zum Beispiel der deutsche Kaiser. Der hatte natürlich nix mit Serben am Hut.

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