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1919 – Beginn des Türkischen Unabhängigkeitskrieges

Erstellt von Almila, 19.05.2012, 17:41 Uhr · 1.053 Antworten · 62.630 Aufrufe

  1. #671

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    Zitat Zitat von blacksea Beitrag anzeigen
    Und Armenien wird Weltmeister.
    Aha, Aufschwung auch im Osten.

  2. #672

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    @ afroditi kommt ihr diesmal allein?

  3. #673
    Avatar von Toruko-jin

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    Wie ich diese periodischen Diskussionen hasse.

    Ich kann bis zu einem gewissen Grad verstehen, dass die Griechen die Eroberung des griechischsprachigen Raumes durch die Türken nicht verkraften können.

    Mir würde es wahrscheinlich ähnlich ergehen, wäre ich Grieche. Ich sehe sogar einen Versuch, die verlorenen Gebiete zurückzuerobern als legitim. Nur müssen die Griechen dann bereit sein, den Preis für solch eine Aktion zu bezahlen.

    Länder haben nun einmal keinen Grundbucheintrag. Die Grenzen verändern sich also fortwährend.

    Was mir bei den hiesigen Griechen fehlt, ist die nüchterne Herangehensweise bei der Kontextualisierung der Geschichte.
    Ihr hattet auch eine Expansionsphase, die ihr sehr gerne mal außer acht lasst. Alexander ist bis Indien vorgedrungen, weil er schlicht und einfach die Macht dazu hatte. Das Gleiche gilt auch für uns.

  4. #674

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    Wie ich diese periodischen Diskussionen hasse.

    Ich kann bis zu einem gewissen Grad verstehen, dass die Griechen die Eroberung des griechischsprachigen Raumes durch die Türken nicht verkraften können.

    Mir würde es wahrscheinlich ähnlich ergehen, wäre ich Grieche. Ich sehe sogar einen Versuch, die verlorenen Gebiete zurückzuerobern als legitim. Nur müssen die Griechen dann bereit sein, den Preis für solch eine Aktion zu bezahlen.

    Länder haben nun einmal keinen Grundbucheintrag. Die Grenzen verändern sich also fortwährend.

    Was mir bei den hiesigen Griechen fehlt, ist die nüchterne Herangehensweise bei der Kontextualisierung der Geschichte.
    Ihr hattet auch eine Expansionsphase, die ihr sehr gerne mal außer acht lasst. Alexander ist bis Indien vorgedrungen, weil er schlicht und einfach die Macht dazu hatte. Das Gleiche gilt auch für uns.
    Das ist so nicht richtig.

    Um Dein Beispiel heranzuziehen hat z.B. Alex kein Volk vertrieben oder gar ausrotten wollen (die Ägypter fühlten sich sogar befreit, daß Alex die Perser besiegt und vertrieben hatte), eher hat er alles unternommen, damit den Menschen Kultur und Lebensqualität zukomme und sie sich freiwillig näherkommen, bis hin zur interethnischen Verehelichung.

    Alexander hat nicht so gedacht, daß er es geschafft hätte, ein Volk aus seinem Lebensraum zu entwurzeln.
    Atatürk hat es dagegen nicht nur gedacht, nein gleich erheblich schlimmer, er hat es getan.

    Insoweit kann man sich als Türkei bzw. Türke nicht dem Beispiel Alex' gleichsetzen.
    Hier klaffen zwei Bewußtseinsebenen auseinander, hier die Vernichtende und doer die Aufbauende.

  5. #675
    Avatar von Toruko-jin

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    Um Dein Beispiel heranzuziehen hat z.B. Alex kein Volk vertrieben oder gar ausrotten wollen, eher hat er alles unternommen, damit den Menschen Kultur und Lebensqualität zukomme und sie sich freiwillig näherkommen, bis hin zur interethnischen Verehelichung.
    und kannst du mir sagen, wie sein Weggefährte darauf reagierte? Es war raffiniert von ihm, die Völker der eroberten Gebiete mit den griechischen Soldaten zu verbinden. Ob die persischen Frauen die griechischen Soldaten nach der Niederbrennung von Persepolis mit offenen Armen entgegengenommen haben, ist durchaus fraglich.

    Alexander hat nicht so gedacht, daß er es geschafft hätte,ein Volk aus seinem Lebensraum zu entwurzeln.
    Nochmal, der türkische Unabhängigkeitskrieg ist eine Reaktion auf den griechischen Versuch, die alten griechischen Wirkungsstätte zurückzuerobern. Venizelos war derjenige, der die "große Idee" verinnerlichte aber als er feststellen musste, dass sich seine Vorstellungen nicht mit den harten demographischen Fakten der besagten Gebiete deckten, hat er diesen Völkeraustausch vorgeschlagen. Leider wart ihr gar nicht auf so eine Menschenmasse vorbereitet, so dass viele auf dem Weg gestorben sind.

    Wenn du wissen willst, was ich darüber denke, hier meine Antwort. Ich halte den Fehler von Venizelos für einen Glücksfall, andernfalls hätte man höchstwahrscheinlich noch ein Griechenproblem in der TR.

  6. #676
    Avatar von DZEKO

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  7. #677
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    und kannst du mir sagen, wie sein Weggefährte darauf reagierte? Es war raffiniert von ihm, die Völker der eroberten Gebiete mit den griechischen Soldaten zu verbinden. Ob die persischen Frauen die griechischen Soldaten nach der Niederbrennung von Persepolis mit offenen Armen entgegengenommen haben, ist durchaus fraglich.



    Nochmal, der türkische Unabhängigkeitskrieg ist eine Reaktion auf den griechischen Versuch, die alten griechischen Wirkungsstätte zurückzuerobern. Venizelos war derjenige, der die "große Idee" verinnerlichte aber als er feststellen musste, dass sich seine Vorstellungen nicht mit den harten demographischen Fakten der besagten Gebiete deckten, hat er diesen Völkeraustausch vorgeschlagen. Leider wart ihr gar nicht auf so eine Menschenmasse vorbereitet, so dass viele auf dem Weg gestorben sind.

    Wenn du wissen willst, was ich darüber denke, hier meine Antwort. Ich halte den Fehler von Venizelos für einen Glücksfall, andernfalls hätte man höchstwahrscheinlich noch ein Griechenproblem in der TR.
    Während meiner Reisen in der Heimat habe ich aber so einige Griechen getroffen und sie haben mir auch ganz freimütig erzählt, woher sie stammen. Ein Griechenproblem hat man nicht. Sie sind gut integriert und arbeiten für ihr Geld.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Nein keine Turkophobie. Es geht nicht um Rassismus sondern um Gerechtigkeit.

  8. #678

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    Zitat Zitat von Toruko-jin Beitrag anzeigen
    und kannst du mir sagen, wie sein Weggefährte darauf reagierte? Es war raffiniert von ihm, die Völker der eroberten Gebiete mit den griechischen Soldaten zu verbinden. Ob die persischen Frauen die griechischen Soldaten nach der Niederbrennung von Persepolis mit offenen Armen entgegengenommen haben, ist durchaus fraglich.
    Das ist richtig, was Du schreibst. Alexander hat jedoch die iranische Kultur geschätzt und dies (leider) nicht verheimlicht. Persepolis wurde auch aus wichtigem Grund in Schutt & Asche gesetzt, der Dir bekannt ist.

    Nochmal, der türkische Unabhängigkeitskrieg ist eine Reaktion auf den griechischen Versuch, die alten griechischen Wirkungsstätte zurückzuerobern. Venizelos war derjenige, der die "große Idee" verinnerlichte aber als er feststellen musste, dass sich seine Vorstellungen nicht mit den harten demographischen Fakten der besagten Gebiete deckten, hat er diesen Völkeraustausch vorgeschlagen. Leider wart ihr gar nicht auf so eine Menschenmasse vorbereitet, so dass viele auf dem Weg gestorben sind.
    Auch das ist so nicht richtig. Richtig ist, daß das Osmanische Reich zugrundegegangen ist, und es war zudem ein klassischer Vielvölkerstaat. Die Griechen haben in Kleinasien nur das gemacht, was auch auf dem Balkan gemacht wurde: die Massen binden. Am besten sieht man es am beispiel der Republik Pontos, die eine über 90% griechische bevölkerungsstruktur hatte (und über die historisch islamisierten Griechen an sich weiterhin hat).

    Es gab keine Türkei, daß man einen Krieg mit der Türkei hätte führen können, um ein Land Türkei zu besetzen, wissend, daß die dort lebenden Menschen einst militärisch besetzt wurden.

    Wenn du wissen willst, was ich darüber denke, hier meine Antwort. Ich halte den Fehler von Venizelos für einen Glücksfall, andernfalls hätte man höchstwahrscheinlich noch ein Griechenproblem in der TR.
    Ein Fehler war, daß während der militärischen Phasen in Griechenland sich die Politiker wie Deppen benommen haben und jede Unterstützung verweigerten, nicht mehr für den notwendigen Nachschub sorgten.

    Daß sich noch manches ändern könnte, davon ist die Türkei doch selber überzeugt, andernfalls hätte sie den Osten der Türkei nicht in Richtung Bosporus verschleppt, um ein Bollwerk zu schaffen, damit die Großmächte nicht irgendwann auf gewisse Gedanken kommen. Und nur die Großmächte werden etwas ändern können, dem sich weder Griechenland noch die Türkei werden entziehen können. Deren Vorgehen erleben wir via TV täglich.

  9. #679
    Avatar von Toruko-jin

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    Während meiner Reisen in der Heimat habe ich aber so einige Griechen getroffen und sie haben mir auch ganz freimütig erzählt, woher sie stammen. Ein Griechenproblem hat man nicht. Sie sind gut integriert und arbeiten für ihr Geld.
    Trotzdem würden sie eine Gefahr für die Integrität der Türkei darstellen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Auch das ist so nicht richtig. Richtig ist, daß das Osmanische Reich zugrundegegangen ist, und es war zudem ein klassischer Vielvölkerstaat. Die Griechen haben in Kleinasien nur das gemacht, was auch auf dem Balkan gemacht wurde: die Massen binden. Am besten sieht man es am beispiel der Republik Pontos, die eine über 90% griechische bevölkerungsstruktur hatte (und über die historisch islamisierten Griechen an sich weiterhin hat).

    Es gab keine Türkei, daß man einen Krieg mit der Türkei hätte führen können, um ein Land Türkei zu besetzen, wissend, daß die dort lebenden Menschen einst militärisch besetzt wurden.
    Es gab 13 Millionen Menschen in der Türkei, die Mehrheit stellte die türkische Bevölkerung. Venizelos hatte versucht, die besagten Gebiete zurückzuerobern und scheiterte kläglich dabei. Wir diskutieren nicht über den Tathergang. Ich beschuldige weder Venizelos, noch die griechischen Generäle. Fakt ist, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Gesamtheit die Türken darstellten und diese haben sich natürlicherweise gewehrt.

    Dass Venizelos und seine Gurkentruppe die Fähigkeiten der griechischen Soldaten total überschätzte, steht außer Frage. Die Geschichte zeigt, dass nur wenige Kommandanten die Fähigkeiten der eigenen Soldaten richtig einschätzen konnten.

    Daß sich noch manches ändern könnte, davon ist die Türkei doch selber überzeugt, andernfalls hätte sie den Osten der Türkei nicht in Richtung Bosporus verschleppt, um ein Bollwerk zu schaffen, damit die Großmächte nicht irgendwann auf gewisse Gedanken kommen. Und nur die Großmächte werden etwas ändern können, dem sich weder Griechenland noch die Türkei werden entziehen können. Deren Vorgehen erleben wir via TV täglich.
    Grenzen können sich jederzeit ändern aber in der nächsten Zeit wird sich innerhalb türkischer Grenzen nicht Vieles ändern.

  10. #680
    Avatar von TuAF

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    Zitat Zitat von afroditi Beitrag anzeigen
    Die zeit kommt, und wir Griechen werden was uns genommen wurde wieder zurück erobern.
    wieder die badehosen einpacken, dieses mal geht ins ionische meer

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