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24. März, Serbien gedenkt den Opfern der NATO - Bombardierung

Erstellt von Singidun, 24.03.2011, 14:49 Uhr · 56 Antworten · 5.255 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Singidun

    Registriert seit
    05.07.2009
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    10.113

    24. März, Serbien gedenkt den Opfern der NATO - Bombardierung

    Dan sećanja na poginule u NATO bombardovanju

    NOVI SAD -Dan sećanja na poginule u NATO bombardovanju, koje je počelo 24. marta 1999. godine, obeležava se danas širom Srbije odavanjem pošte i polaganjem venaca na spomen obeležja. Šutanovac položio venac na spomenik žrtvama bombardovanja


    Komemoracija u Sremskoj Mitrovici


    Đilas odao počast stradalim radnicima RTS-a


    Cveće stradaloj deci


    Gradski arhitekta Beograda polaže venac vojnicima Gardijske brigade i pacijentima KBC

    Novi Sad pretrpeo najobimnija i najteža razaranja

    Zgrada RTV NS na Mišeluku potpuno razorena, RTV od tada podstanar

    Tragovi NATO bombardovanja ostali na Ponikvama i lokalitetu

    Radio Television der Vojvodina

    Godišnjica NATO bombardovanja


    Srbija obeležava 24. mart kao Dan sećanja na žrtve NATO bombardovanja. Odluka o početku napada na SRJ doneta je bez odobrenja Saveta bezbednosti UN, a bombardovanje je okončano 78 dana kasnije, usvajanjem Rezolucije 1244.

    Radio Television Serbiens

    Serbia marks anniversary of NATO bombing

    BELGRADE -- Serbia today marks the 12th anniversary since NATO launched its air campaign against targets in then Federal Republic of Yugoslavia (SRJ).

    The campaign, code-named Operation Allied Force, involved 19 NATO countries and began March 24, 1999.

    It lasted 78 days, resulting in 2,500 civilian deaths, 89 of whom were children, and 1,031 dead soldiers and police officers, Tanjug reports.

    Around 6,000 civilians were injured, of whom 2,700 were children. The military and police had 5,173 injured. NATO's losses have never been made public.

    More than half of the casualties from NATO attacks were among the Kosovo Albanians, although the western officials had claimed the intervention was necessary to protect them and named it “Merciful Angel”.

    The data on the material damage caused by NATO's strikes differs. Authorities in Belgrade at the time said it was close to USD 100bn, and asked for compensation, while then opposition group of economists G17 said the damage done to Serbia was equal to USD 29.6bn.

    A third of the country's electric energy capacity was destroyed, while refineries in Pančevo and Novi Sad were also attacked.

    The decision to go forward with the campaign was made without the consent of the UN Security Council, which was something that had never happened before. The NATO forces were commanded by now retired U.S. General Wesley Clark, who received the order to begin the campaign from Javier Solana, NATO's secretary general at the time.

    Yugoslavia was attacked after being blamed for the failure of the negotiations on Kosovo's status, held in Rambouillet and Paris. The Serbian authorities, headed by Slobodan Milošević, refused to accept the military annex to the proposed agreement, which was interpreted as a permission to occupy the country.

    The bombing destroyed whole residential blocks in a number of towns and cities, like Aleksinac, Kuršumlija, Ćuprija, Niš, Novi Sad, Murin, Valjevo and Surdulica, which resulted in hundreds of civilian casualties.

    The campaign ended when the Yugoslav authorities signed the Military Technical Agreement in Kumanovo, Macedonia, June 9, 1999. Three days later, the Yugoslav forces began withdrawing from Kosovo.

    Solana gave the official order to stop the bombing on June 10.

    The same day, the UN Security Council adopted Resolution 1244, which confirmed Serbia's sovereignty over Kosovo, while NATO established the Kosovo Force (KFOR) and sent 37,200 troops from 36 countries to the territory.


    B92

    Heute vor zwölf Jahren hatte die Nato die damalige Bundesrepublik Jugoslawien angegriffen. Die 78 Tage währenden Bombenangriffe haben nach serbischen Angaben 2.500 Zivilisten das Leben gekostet.
    Die Nato-Bombardements waren die größte Militäraktion auf dem Balkan seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach serbischen Schätzungen flogen die Kampfjets des Nordaltantikpaktes mehr als 35.000 Angriffe, feuerten 10.000 Flügelraketen ab und warfen rund 79.000 Tonnen Bomben ab, darunter auch Streu- und Graphitmunition, die aus humanitären Gründen stark kritisiert wird.
    Dabei kamen nach serbischen Angaben mehr als 2.500 Zivilisten, darunter 89 Kinder ums Leben. Rund 12.500 Menschen erlitten Verletzungen. Zerstört wurden hunderte Wohnhäuser und Schulen.


    Die Nato hatte vom 24. März bis 8. Juni 1999 Luftangriffe gegen Jugoslawien geflogen. Anlass für die Aggression, die ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrats begonnen wurde, waren Vorwürfe gegen die jugoslawische Armee, ethnische Säuberungen im Kosovo durchzuführen. Laut westlichen Angaben waren während der Einsätze der jugoslawischen Truppen gegen die terroristische Kosovo-Befreiungsarmee UCK rund 800.000 Albaner aus dem Kosovo geflohen.
    Seit Beginn der Nato-Angriffe flohen nach UN-Angaben bis zu 230.000 Serben und andere Nichtalbaner aus dem Kosovo. Derzeit sind die Albaner mit einem Anteil von 90 Prozent die dominierende Nation im Kosovo, wo insgesamt zwei Millionen Menschen leben.


    Die serbische Regierung schätzte den Wirtschaftsschaden auf 100 Milliarden US-Dollar. Die Schätzung der internationalen Expertengruppe G-17 lautet 30 Milliarden Dollar. Die Nato-Staaten lehnten jegliche Schadenersatzansprüche ab, nahmen jedoch an einigen Wiederaufbauprojekten teil.

    Laut Umfragen sind die meisten Serben ablehnend gegen die Nato eingestellt. Die einzige Parlamentspartei, die für eine Einbindung Serbiens in die Nato plädiert, ist die Liberal-Demokratische Partei, die bei der jüngsten Wahl auf acht Prozent der Stimmen kam.

  2. #2
    IbishKajtazi
    Gibt es denn auch ein Gedenken an die Opfer des serbischen Militärs im Kosovo?

    RIP an die Unschuldigen Opfer des Krieges.

  3. #3

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    Beiträge
    17.122
    NATO = north atlantic terrorist organization

    Tritt Serbien der NATO bei, verbrenne ich meinen Passport.

  4. #4
    Babsi
    Heute vor zwölf Jahren hatte die Nato die damalige Bundesrepublik Jugoslawien angegriffen. Die 78 Tage währenden Bombenangriffe haben nach serbischen Angaben 2.500 Zivilisten das Leben gekostet.
    Die Nato-Bombardements waren die größte Militäraktion auf dem Balkan seit dem Zweiten Weltkrieg. Nach serbischen Schätzungen flogen die Kampfjets des Nordaltantikpaktes mehr als 35.000 Angriffe, feuerten 10.000 Flügelraketen ab und warfen rund 79.000 Tonnen Bomben ab, darunter auch Streu- und Graphitmunition, die aus humanitären Gründen stark kritisiert wird.
    Dabei kamen nach serbischen Angaben mehr als 2.500 Zivilisten, darunter 89 Kinder ums Leben. Rund 12.500 Menschen erlitten Verletzungen. Zerstört wurden hunderte Wohnhäuser und Schulen.

  5. #5
    Feuerengel
    Nato hat nie wirklich so viele Tage Serbien bombardiert.
    Ist doch alles nur Gelaber. Wenn es tatsächlich 78 Tage
    gewesen wären, hätte somit die Nato die gesamte Bevölkerung
    Serbiens vernichtet. Leere Kasernen wurden befeuert und nicht
    mal vollständig zerstört. Ist viel zu hochgestapelt, finde ich.

    MfG

  6. #6

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    20.935
    War echt unnötig die vielen Toten, man schaue sich das an, verstehe nicht wieso Züge bombardiert wurden --> Video (Achtung, enthält anstößige Inhalte)

  7. #7

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    edit

  8. #8
    Babsi
    Zitat Zitat von LS_89 Beitrag anzeigen
    Nato hat nie wirklich so viele Tage Serbien bombardiert.
    Ist doch alles nur Gelaber. Wenn es tatsächlich 78 Tage
    gewesen wären, hätte somit die Nato die gesamte Bevölkerung
    Serbiens vernichtet
    . Leere Kasernen wurden befeuert und nicht
    mal vollständig zerstört. Ist viel zu hochgestapelt, finde ich.

    MfG
    Die Toten sind Kollateralschaden...die hatten es ja nicht auf die Bevölkerung abgesehen. Vergiss nicht, dass unter den Toten auch Albaner sind...

  9. #9
    Avatar von Singidun

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    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Gibt es denn auch ein Gedenken an die Opfer des serbischen Militärs im Kosovo?

    RIP an die Unschuldigen Opfer des Krieges.
    Ich weiß es nicht, ich sehne aber den Tag herbei, an dem man alle unschuldigen Opfer des Krieges gedenkt und nicht nur seine eigenen. Was soll ich sagen ? Thats Balkan, leider.

  10. #10
    Avatar von Ludjak

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    3.577
    Sowohl zu den Opfern auf albanischer als auch auf serbischer Seite gibt es bis heute nur unterschiedliche und widersprüchliche Angaben. In einem Bericht für das UN-Kriegsverbrechertribunal von 2002 wurde die Zahl der albanischen Kriegsopfer auf über 10.000 geschätzt.[80] Bis Ende 2001 wurden im Kosovo 4.211 Leichen exhumiert.[80] Im gleichen Jahr schätzte die serbische Regierung die Zahl der serbischen und anderen nicht-albanischen Opfer auf 2.000 bis 3.000.[81]


    Die VJ hatte im Konflikt 514 Tote, bei NATO-Luftangriffen starben 164, in Gefechten mit der UCK 291 und durch Unglücksfälle ohne Kampfeinwirkung 59 Soldaten. Dazu kommen noch Opfer unter den Einheiten des MUP (Polizei) sowie Freischärler und zivile Opfer. Die NATO hatte nach offiziellen Darstellungen keine Opfer. Informationen legen aber nahe, dass bei verdeckten Operationen durch Delta Forces und weiteren Spezialeinheiten, die während des Krieges im Kosovo operierten (so die britische SAS)[82], und insbesondere bei den schweren und mehrere Wochen dauernden Gefechten am Grenzposten Košare, auch Soldaten aus Spezialeinheiten des westlichen Bündnisses umgekommen sind.[83]


    Die NATO-Bombenangriffe töteten auch viele Zivilisten, unter anderem durch versehentliche Bombardements von Flüchtlingstrecks.

    Die Bombardierung mehrerer Chemieanlagen führt zu einer teilweise starken Schädigung der Umwelt. Große Mengen von giftigen Chemikalien verschmutzen Flüsse und das Erdreich. Durch einen Irrläufer wurde ein Wohnviertel auf dem Hoheitsgebiet Bulgariens durch die Bundeswehr bombardiert.[84]
    Bei einem weiteren Vorfall am 29. April 1999 um 21:45 wurde ein zweistöckiges Wohnhaus im Sofioter Viertel Gorna Banja von einer Rakete der NATO zerstört, allerdings ohne Todesopfer. Die Regierung versuchte unmittelbar nach dem Geschehnis die Rakete auf ein angebliches serbisches Flugzeug zurückzuführen. In einem darauffolgenden Interview erklärte der Vorsitzende der Eurolinken Alexandar Tomow, die NATO verwende Bulgarien als einen Mülleimer.


    Durch die Bombardierung der offenen Städte von Belgrad, Niš und Novi Sad[91] wurden von NATO-Bombern und Marschflugkörpern insgesamt neben 54 Objekten der Verkehrsinfrastruktur 148 Gebäude, 300 Schulen, Krankenhäuser und Verwaltungseinrichtungen sowie 176 Kulturdenkmäler, darunter 23 mittelalterliche Klöster beschädigt.
    Zu den größten kulturellen Verlusten zählt die Vernichtung eines Teils des Depots der weltweit einzigartigen und zu den fünf größten Filmarchiven zählenden Sammlung der Jugoslawischen Kinemathek (Jugoslovenska kinoteka) im Belgrader Vorort Bubanj potok, wobei 80.000 Bänder verloren gingen.

    Nach den Regelungen der Charta der Vereinten Nationen ist ausschließlich der Sicherheitsrat befugt, militärische Zwangsmaßnahmen gegen einen Staat zu verhängen. Allerdings lag für den NATO-Einsatz kein Beschluss der Vereinten Nationen vor, da Russland einer militärischen Intervention nicht zustimmte. Viele Völkerrechtler sind der Ansicht, dass die NATO dem in Artikel 2 Abs. 4 der UN-Charta formulierten Gewaltverbot zuwidergehandelt habe und der Angriffskrieg gegen Jugoslawien völkerrechtswidrig erfolgt sei.


    Am 13. Dezember 2001 befand ein Militärgericht in Paris den französischen Commandant Pierre-Henri Bunel des Verrats für schuldig, und verurteilte ihn zu einer von fünf auf zwei Jahre verkürzten Haftstrafe. Bunel war der Weitergabe streng geheimer Zielkoordinaten und operativer Daten der NATO an den serbischen Agenten und Obersten Jovan Milanovic[66] in Brüssel im Jahre 1998 angeklagt. Als Motiv für die Tat, derer er geständig war, gab er an, Serbien von der Authentizität der Drohungen der NATO überzeugen und damit eine humanitäre Katastrophe im Land abwenden zu wollen.[67][68] Der Guardian sah Bunels Antrieb in seiner schleppend verlaufenden Militärkarriere.[66] Der BBC zufolge beschuldigten andere NATO-Mitglieder Frankreich aufgrund seiner historisch bedingten Sympathien für Serbien, die im französischen Offizierskorps besonders stark anzutreffen gewesen seien, die Luftangriffe zu erschweren.[69][70]
    Das tatsächlich von Bunel verursachte Risiko für Soldaten des Nordatlantikbündnisses stellte sich als gering heraus, da die von ihm herausgegebenen Informationen vorläufiger Natur waren.[71] Demgegenüber bezichtigte der Independent Bunel des „Antiamerikanismus[72] anstelle bestimmter Sympathien.

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