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50 Jahre Kennedy-Attentat

Erstellt von Dinarski-Vuk, 21.11.2013, 12:25 Uhr · 35 Antworten · 2.507 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    50 Jahre Kennedy-Attentat

    Enttäuschung über den fremden Freund

    Der Tag, an dem Kennedy starb, gehört zum Welterinnerungserbe - besonders in der Bundesrepublik. Heute hat sich die Romantik der deutsch-amerikanischen Beziehungen verflüchtigt.

    Die Historiker sind sich noch immer nicht einig darin, welchen Rang John F. Kennedy unter den amerikanischen Präsidenten des 20. Jahrhunderts einnimmt. Allgemein wird gewürdigt, wie er die Kuba-Krise im Oktober 1962 bewältigt hat, dass er für einen Aufbruch in den Weltraum warb und wie er für die Bürgerrechtsbewegung eintrat. Während seiner Präsidentschaft wurden freilich auch die deutsche und damit die europäische Teilung zementiert; den Bau der Mauer nahm Kennedy hin. Zudem begab sich Amerika unter ihm auf die abschüssige Bahn des Vietnam-Krieges, der knapp sechzigtausend Amerikaner und Millionen Vietnamesen das Leben kostete
    .

    50 Jahre Kennedy-Attentat: Enttäuschung über den fremden Freund - Amerika - FAZ

  2. #2
    Avatar von Rockabilly

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    2. Bester Präsident der USA nach Clinton.

  3. #3

  4. #4
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Gjin Vinçesteri Beitrag anzeigen
    2. Bester Präsident der USA nach Clinton.
    Kommt darauf an wie man sein politisches Handeln zuordnet. Wenn wir eine Bilanz ziehen, bzw. in seinen 1000 Tagen als amerikanischer Präsident war er mit vielen aussenpolitischen Krisen auf Kuba, in Berlin und in Südostasien konfrontiert - alles andere als einfach. Wie stehst du zu seiner Unterstützung paramilitärischer Einheiten in Lateinamerika, wobei Bürgerkriege und politische Morde in Kauf genommen wurden? Die Invasion in Kubas Schweinebucht endete in einem militärischen und politischen Debakel. Welchen weiteren Verlauf das Engagement in Vietnam genommen hätte, wenn Kennedy eine zweite Amtsperiode erreicht hätte, ist rein spekulativ.

    Innenpolitisch lavierte er zwischen dem "civil rights movement" der Schwarzen und seiner Wählergunst in den Südstaaten, ebenfalls ein ewiger Konftliktherd. Ihm blieb gar nichts anderes übrig, da er bei einem uneingeschränkten Eintritt für freien Hochschulzugang und für das Wahlrecht der Schwarzen im Süden der angeblich "ältesten Demokratie der Welt" seine Wiederwahlchancen zugunsten eines Hardliners wie Barry Goldwater erheblich gefährdet hätte.

  5. #5

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    Zitat Zitat von Gjin Vinçesteri Beitrag anzeigen
    2. Bester Präsident der USA nach Clinton.
    eher der zweitschlechteste nach Bush. Ein Großmaul, ein Weiberheld, einfach ein unfähiger Mann, der nur durch seine Beziehungen und sein Image als junger, aufstrebender Politiker allerdings ohne besondere Fähigkeiten, es geschafft hat die Medien und vor allem jungen Menschen zu begeistern.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Kommt darauf an wie man sein politisches Handeln zuordnet. Wenn wir eine Bilanz ziehen, bzw. in seinen 1000 Tagen als amerikanischer Präsident war er mit vielen aussenpolitischen Krisen auf Kuba, in Berlin und in Südostasien konfrontiert - alles andere als einfach. Wie stehst du zu seiner Unterstützung paramilitärischer Einheiten in Lateinamerika, wobei Bürgerkriege und politische Morde in Kauf genommen wurden? Die Invasion in Kubas Schweinebucht endete in einem militärischen und politischen Debakel. Welchen weiteren Verlauf das Engagement in Vietnam genommen hätte, wenn Kennedy eine zweite Amtsperiode erreicht hätte, ist rein spekulativ.

    Innenpolitisch lavierte er zwischen dem "civil rights movement" der Schwarzen und seiner Wählergunst in den Südstaaten, ebenfalls ein ewiger Konftliktherd. Ihm blieb gar nichts anderes übrig, da er bei einem uneingeschränkten Eintritt für freien Hochschulzugang und für das Wahlrecht der Schwarzen im Süden der angeblich "ältesten Demokratie der Welt" seine Wiederwahlchancen zugunsten eines Hardliners wie Barry Goldwater erheblich gefährdet hätte.
    Er hat bezüglich der "civil rights moverment" lange Zeit nichts unternommen, das hat letztlich alles sein Nachfolger durchgeführt.

  6. #6
    Avatar von Rockabilly

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    Euch sollte man wegen Blasphemie auf dem Scheiterhaufen verbrennen (Ironie).


    Zum Attentat:
    Es gibt die These das mehr als nur ein Attentäter beteiligt war. Nicht nur Oswald. Bzw. soll Oswald ein Spion der CIA gewesen sein (auch interessant wie er ja später ohne eine Aussage zu machen von einem "Zivilisten" erschossen wurde). Ich gehe auch davon aus, dass der zweite Schütze auf dem Hügel war. Man sieht ja wie die Kugel von Vorne reingeht und dann hinten ein Stück seines Schädels auf den Kofferraum landet. Oswald hat die erste Kugel gefeuert, die durch Kennedys Hals durchdringte und weiter zum Bürgermeister in seinem Brustkorb flog und die unbekannte Person feuerte dann vom Hügel direkt auf seinen Kopf.

  7. #7
    Avatar von Arbeiter

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    Möge er in Frieden ruhen.

  8. #8
    Avatar von papodidi

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    Für uns West-Berliner war das natürlich ein besonderer Schock, hatten wir ihn doch am 26. Juni live in der Stadt:



    Ich stehe übrigens in Reihe 36, 47ster von links...

    Aus dem Abstand von 50 Jahren ist es natürlich einfacher, über die politische Bedeutung Kennedys zu schreiben, deshalb hier mal einige Anmerkungen:

    Mittel- und Südamerika: Seit Ende des 19. Jahrhunderts betrachteten die USA diesen Teil ihres Kontinents als ihren "Hinterhof" und leiteten daraus ihr Recht ab, diese Staaten direkt und indirekt zu beherrschen. Man muss auch den schon pathologischen Antikommunismus dabei berücksichtigen, der in den USA herrschte.

    Schweinebucht: Die Operation wurde noch von der Eisenhower-Administration beschlossen und geplant, und die neue Regierung wollte daran nichts ändern, zumal der Einfluss des militärisch-wirtschaftlichen Komplexes auf die US-Politik auch damals schon sehr stark war. Als aber das Scheitern der Operation abzusehen war, weigerte sich Kennedy immerhin, amer. Kampftruppen zu Hilfe zu schicken.

    Berliner Mauer:
    Wir in Berlin hatten damals auch auf aktive Schritte der Amis gehofft, aber im Nachhinein waren die Entscheidungen wohl richtig: Ein ständiger Krisenherd im kalten Krieg war ruhig gestellt, ein heißer Krieg mit der UdSSR wurde vermieden, und West-Berlin blieb erhalten.

    Vietnam: Eisenhowers Außenminister Dulles hatte in den 50ern die "Domino-Theorie" aufgestellt: Fällt ein Land in Südost-Asien, so fallen alle weitern bis zu den Philippinen in die Hand des "Welt-Kommunismus" - wie Dominosteine. Dieser Theorie fühlte sich auch Kennedy verpflichtet, war aber nur bereit, die südvietnamesiche Regierung materiell und mit Beratern zu unterstützen, keineswegs aber mit Kampftruppen. Das hat dann erst sein Nachfolger Johnson geändert...
    Eine Theorie besagt ja, dass er erschossen wurde, weil er nach seiner Wiederwahl 1965 das Engagement in Vietnam beenden wollte, lässt sich aber nicht eindeutig belegen...

    Trotz allem, damals wirkte er auf viele, besonders jüngere, Menschen wie eine Befreiung, ein Aufbruch in eine bessere Welt...übrigens auch auf mich...

  9. #9
    Avatar von Arbeiter

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Für uns West-Berliner war das natürlich ein besonderer Schock, hatten wir ihn doch am 26. Juni live in der Stadt:



    Ich stehe übrigens in Reihe 36, 47ster von links...

    Aus dem Abstand von 50 Jahren ist es natürlich einfacher, über die politische Bedeutung Kennedys zu schreiben, deshalb hier mal einige Anmerkungen:

    Mittel- und Südamerika: Seit Ende des 19. Jahrhunderts betrachteten die USA diesen Teil ihres Kontinents als ihren "Hinterhof" und leiteten daraus ihr Recht ab, diese Staaten direkt und indirekt zu beherrschen. Man muss auch den schon pathologischen Antikommunismus dabei berücksichtigen, der in den USA herrschte.

    Schweinebucht: Die Operation wurde noch von der Eisenhower-Administration beschlossen und geplant, und die neue Regierung wollte daran nichts ändern, zumal der Einfluss des militärisch-wirtschaftlichen Komplexes auf die US-Politik auch damals schon sehr stark war. Als aber das Scheitern der Operation abzusehen war, weigerte sich Kennedy immerhin, amer. Kampftruppen zu Hilfe zu schicken.

    Berliner Mauer:
    Wir in Berlin hatten damals auch auf aktive Schritte der Amis gehofft, aber im Nachhinein waren die Entscheidungen wohl richtig: Ein ständiger Krisenherd im kalten Krieg war ruhig gestellt, ein heißer Krieg mit der UdSSR wurde vermieden, und West-Berlin blieb erhalten.

    Vietnam: Eisenhowers Außenminister Dulles hatte in den 50ern die "Domino-Theorie" aufgestellt: Fällt ein Land in Südost-Asien, so fallen alle weitern bis zu den Philippinen in die Hand des "Welt-Kommunismus" - wie Dominosteine. Dieser Theorie fühlte sich auch Kennedy verpflichtet, war aber nur bereit, die südvietnamesiche Regierung materiell und mit Beratern zu unterstützen, keineswegs aber mit Kampftruppen. Das hat dann erst sein Nachfolger Johnson geändert...
    Eine Theorie besagt ja, dass er erschossen wurde, weil er nach seiner Wiederwahl 1965 das Engagement in Vietnam beenden wollte, lässt sich aber nicht eindeutig belegen...

    Trotz allem, damals wirkte er auf viele, besonders jüngere, Menschen wie eine Befreiung, ein Aufbruch in eine bessere Welt...übrigens auch auf mich...

  10. #10
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Arbeiter Beitrag anzeigen
    Das war so einer der wenigen "Gänsehaut-Momente" in meinem Leben...

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