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60. Todestag von Stalin

Erstellt von papodidi, 05.03.2013, 00:25 Uhr · 93 Antworten · 5.335 Aufrufe

  1. #81
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Am 09.05

    Das spielt sicher Verschiedenstes hinein. Für uns war der Krieg schon etwas, was sich auch als Trauma stark ins "nationale" Gedächtnis eingeprägt hat. Und letztendlich erinnern sich alle tendenziell viel mehr an erlittenes Leid als das, was anderen zugefügt wurde. V.a. vielleicht durch die "eigenen". Das soll man nicht per se verurteilen, das gehört vielleicht zu unseren menschlichen Schwächen. Und Stalin verbindet sich stark mit dem Sieg.

    Auch darfst du nicht vergessen, dass immer noch ein guter Teil der Russen zu Zeiten zur Schule ging, wo das mit dem Krieg verbundene Leid vermittelt wurde. Verbrechen des Stalinismus abgesehen von einer kleinen "Tauphase" unter Chruschtschow jedoch tabu waren. Viele sind sich nach wie vor der Verbrechen gar nicht bewusst. Sie wissen es gar nicht besser.

    Und ja, das Sowjetimperium in der Form, wie es dann zu Zeiten des Kalten Krieges bestand, wurde duch ihn geschaffen. Für etliche mag er sich auch mit Sehnsucht nach verlorener Größe, Macht etc. verbinden. Vielleicht Auswirkungen einer Art postimperialistischen Traumas.

    Na gut, bis später

    ich rede nicht von anderen ,sondern von den Russen selbst, die durch Stalin gelitten haben.Als ob dies nie geschehen wäre...

  2. #82
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Josip Frank Beitrag anzeigen
    ich rede nicht von anderen ,sondern von den Russen selbst, die durch Stalin gelitten haben.Als ob dies nie geschehen wäre...
    Ich kann natürlich nicht für alle sprechen.
    Wie soll ich sagen, zum einen war das halt tabu. Wenn, hat man max. in den Familien darüber geredet. Und so, die Auswirkungen von Barbarossa waren einfach sichtbarer und breithin spürbarer gewesen. Davon waren auch wesentlich mehr Menschen betroffen.

    Und selbst unter etlichen russischen Stalinopfern wirst du trotzdem eine Dankbarkeit finden, dass der Krieg nicht "durchging". Vielleicht weil das zumindest gefühlt an die Existenz des gesamten Volkes ging.

  3. #83
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen

    In die Tonne kloppen? Für so eine tolle Idee wäre das etwas zu schade. Es ist nicht vereinbar, heutzutage nicht und war auch damals unter den Bedingungen nicht realisierbar. Man kann aber Teile des Kommunismus versuchen in die Gesellschaft und heutige Politik zu integrieren, da ja die Ideologie ansich nichts schlechtes an sich hat, nichts diskrimminierendes, nichts diktatorisches usw.


    Das wären aber nicht teile des Kommunismus sondern eine Sozialpolitik, die es schon ihre kleinen Anfänge mit Friedrich schon vor Marx hatte.


    Wenn ich von Kommunismus rede meine ich den Vollschwangeren und nicht den halbschwangeren.

  4. #84
    Esseker
    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Das wären aber nicht teile des Kommunismus sondern eine Sozialpolitik, die es schon ihre kleinen Anfänge mit Friedrich schon vor Marx hatte.


    Wenn ich von Kommunismus rede meine ich den Vollschwangeren und nicht den halbschwangeren.
    Ziel des Kommunismus ist die klassenlose Gesellschaft, Beschäftigung für alle und die Anschaffung der Klassen, des Staates, der Lohnarbeit (somit, dass Geld überflüssig wäre). Wenn wir hier nun einpaar Teile nehmen wie Unterschied zwischen Reich-Arm verringern, bzw. zu versuchen einzudämmen, mehr inländische Produktionen, fairer Lohn für dementsprechende Arbeit, dann haben wir schon einpaar Grundideen, die vor Marx etc. nicht umgesetzt wurden (und auch nicht konnten, aufgrund der langen Monarchie).

    Der Kommunismus kann nicht in vollschwanger und halbschwanger eingeteilt werden. Es ist wahr, dass ein kommunistischer Staat, und das wirklich nach dem Prinzip von Marx, nicht durchgeführt werden kann, zumindest in den nächsten Jahrhunderten nicht, aber sehr wohl wichtige Ansätze davon nehmen kann, sie dem Kapitalismus entsprechend anpassen kann (oder den Kapitalismus entsprechend an den Ansätzen anpassen). Der Sozialstaat ist zwar schön und gut, aber das ist ein Futzerl heutzutage gegen das, was ich als Beispiel nahm.

  5. #85
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Ziel des Kommunismus ist die klassenlose Gesellschaft, Beschäftigung für alle und die Anschaffung der Klassen, des Staates, der Lohnarbeit (somit, dass Geld überflüssig wäre). Wenn wir hier nun einpaar Teile nehmen wie Unterschied zwischen Reich-Arm verringern, bzw. zu versuchen einzudämmen, mehr inländische Produktionen, fairer Lohn für dementsprechende Arbeit, dann haben wir schon einpaar Grundideen, die vor Marx etc. nicht umgesetzt wurden (und auch nicht konnten, aufgrund der langen Monarchie).

    Der Kommunismus kann nicht in vollschwanger und halbschwanger eingeteilt werden. Es ist wahr, dass ein kommunistischer Staat, und das wirklich nach dem Prinzip von Marx, nicht durchgeführt werden kann, zumindest in den nächsten Jahrhunderten nicht, aber sehr wohl wichtige Ansätze davon nehmen kann, sie dem Kapitalismus entsprechend anpassen kann (oder den Kapitalismus entsprechend an den Ansätzen anpassen). Der Sozialstaat ist zwar schön und gut, aber das ist ein Futzerl heutzutage gegen das, was ich als Beispiel nahm.
    Ich glaube in "Reinform" auch nicht in jahrhunderten.^^ Wenn man als Grundideen des Kommunismus mal die Klassenlose Gesellschaft und die Aufhebung von Privateigentum an Produktionsmitteln nimmt, ich halte es nicht für realisierbar. Allein schon dass jedem Menschen "Selbsterhaltungstrieb", "Egoismus" nicht mal extrem, sondern in "gesunder Form" auch eigen ist. Selbst wenn man berücksichtigt, dass es Gesellschaften gibt, in denen tendenziell mehr individualistische, in anderen auch mehr kollektivistische Denkweisen und Wertvorstellungen vorherrschen. Bzw. man sich vielleicht auch vorstellt, dass und wie sie sich zukünftig wandeln. Gewisse dem Menschen inhärente Ur"instinkte" werden immer bleiben. Für mich ist das einer der Gründe, warum es nicht funktionieren kann. Denn dazu musst du einen eigentlich künstlichen" neuen Typ Menschen schaffen. Mit Erziehen geht es nicht, das zeigt die historische Erfahrung. Nur wenn du wirklich irgendwie Charakter/Instinkte in Zukunft irgendwie "herstellen" oder manipulieren kannst. Eine Horrorvorstellung

  6. #86

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Ist kein Unsinn, denn warst du ethnischer Russe und hast dem System gehorcht, wurdest du in Ruhe gelassen. Warst du Jude, Roma oder sonst eine Minderheit und ebenfalls ruhig wurdest du dennoch nicht in Ruhe gelassen. Da ja der User Shalakov meinte, dass Stalin achso beliebt sei in Russland, bis heute noch, um ihn als Person zu rechtfertigen, kam mein Satz "Den Russen ging es ja auch gut". Tat es auch, denn die hatten zumindest die Chance in Ruhe gelassen zu werden, die anderen nicht.
    Du bist von der Propaganda schon so hingewaschen dass du zwischen Hitler und Stalin nicht mehr unterscheiden kannst.

  7. #87
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich glaube in "Reinform" auch nicht in jahrhunderten.^^ Wenn man als Grundideen des Kommunismus mal die Klassenlose Gesellschaft und die Aufhebung von Privateigentum an Produktionsmitteln nimmt, ich halte es nicht für realisierbar. Allein schon dass jedem Menschen "Selbsterhaltungstrieb", "Egoismus" nicht mal extrem, sondern in "gesunder Form" auch eigen ist. Selbst wenn man berücksichtigt, dass es Gesellschaften gibt, in denen tendenziell mehr individualistische, in anderen auch mehr kollektivistische Denkweisen und Wertvorstellungen vorherrschen. Bzw. man sich vielleicht auch vorstellt, dass und wie sie sich zukünftig wandeln. Gewisse dem Menschen inhärente Ur"instinkte" werden immer bleiben. Für mich ist das einer der Gründe, warum es nicht funktionieren kann. Denn dazu musst du einen eigentlich künstlichen" neuen Typ Menschen schaffen. Mit Erziehen geht es nicht, das zeigt die historische Erfahrung. Nur wenn du wirklich irgendwie Charakter/Instinkte in Zukunft irgendwie "herstellen" oder manipulieren kannst. Eine Horrorvorstellung


    Meine Rede!

    Obwohl...es sollte mql ein klienes Dorf in Afrika gegeben haben....ob dass nun passend ist....


    Ab der 1:30 wo er im Taxi sitzt erklärt er das mit dem Völkchen aus Afrika. Ich kanns hier in der Arbeit leider nicht hören.


    Auch gut was er ab 2:45 Min sagt.






    vielleicht findet ihr irgendwo den kompletten Bericht.

  8. #88
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich glaube in "Reinform" auch nicht in jahrhunderten.^^ Wenn man als Grundideen des Kommunismus mal die Klassenlose Gesellschaft und die Aufhebung von Privateigentum an Produktionsmitteln nimmt, ich halte es nicht für realisierbar. ...
    Mit Erziehen geht es nicht, das zeigt die historische Erfahrung. Nur wenn du wirklich irgendwie Charakter/Instinkte in Zukunft irgendwie "herstellen" oder manipulieren kannst. Eine Horrorvorstellung
    Für mich zeigt die historische Erfahrung nur, das es mit den praktizierten Erziehungsmethoden nicht funzt, auch eine Errungenschaft des Stalinismus!!!
    Die geistig-kulturelle Aufbruchsstimmung in der SU der 20er Jahre bis zum Beginn der "Säuberungen" muss ich gerade Dir nicht näher bringen, aber das wurde eben radikal abgeschnitten. Und wenn auch nach Stalin der direkte Terror nicht mehr in dem Ausmass angewendet wurde, blieben doch andere stalinistische Methoden der Einschüchterung, Unterwerfung etc. in der gesamten Gesellschaft wirksam.
    Menschen wie Stalin und Mao haben die sozialistischen Ideen auf Jahrzehnte in Verruf gebracht, und ob es je gelingt, diese Ideen neu zu beleben, bleibt abzuwarten...

    PS: Das ein User Tito in in eine Reihe mit Hitler und Stalin stellt, iss wohl auch nur im BF möglich...

  9. #89
    Avatar von Buntovnik

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    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Nein, gab es nie. Solange es kapitalistische Nachbarländer gibt, funktioniert kein rein marxistischer Staat dieser Welt.
    Wie ich dir gerade eine Dankecombo für deine Aufklärungsarbeit gegeben habe

  10. #90

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    Also, noch mal zu Stalin und seiner Beziehung zum Kommunismus: dass seine wichtigste theoretische Errungenschaft der "Sozialismus in einem Land" war, sagt schon viel. Ich will jetzt nicht den Experten in marxistischen Theorie spielen, aber irgendwie scheint es mir nur dadurch klar, dass er mit der Vision einer kommunistischen Weltordnung nach Marx wenig zu tun hatte.

    Nach marxistischer Theorie sollte der Kommunismus erst in hochentwickelten kapitalistischen Industrieländer kommen, oder? Russland war das natürlich nicht. So weit ich weiß, Lenin und Trotzky haben immer darauf bestanden, dass ihre Revolution als Anlass für die kommenden Revolutionen in den Westen dienen sollte, sonst konnte sie nicht erfolgreich werden. Stalin versuchte dagegen, die Sowjetunion zu erhalten auch ohne eine Weltrevolution. Und als dann nach 2. WK sein System in anderen Ländern angewendet hat, waren das Kriterium dabei nicht ihre soziale oder wirtschaftliche Struktur, sondern dass diese Länder um die Sowjetunion herum lagen. Ansonsten hatte er nicht viele Probleme, mit kapitalistischen Führern zusammenzuarbeiten.
    Irgendwie kann ich aus dieser ganzen Geschichte schwer glauben, dass sein Ziel die Weltrevolution und der Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft war. Auch wenn man die Ergebnisse des sowjetischen Sozialismus sieht.



    Jetzt, ob Kommunismus im Prinzip möglich ist, in der marxistischer oder anderen neuen Varianten, ist eine andere Frage. Ich schließe das nicht aus. Gerade weil der Mensch auch Egoismus und Selbsterhaltungstrieb hat. Aus meiner Sicht stehen sie nicht im Gegensatz zu den Grundprinzipien des Kommunismus. Die Frage ist eher, ob der Mensch rationell genüg ist. Da bin ich mir leider nicht so sicher..

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