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Albanien - Erbe Illyriens

Erstellt von Gentos, 05.04.2011, 17:34 Uhr · 1.341 Antworten · 100.890 Aufrufe

  1. #211

    Registriert seit
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    ok jetzt habt ihr euch selbst depeinigt wie kann man nur behaupten das die griechen älter als die albaner sind

    ihr habt vom thema null ahnung da habt ihr spätestens mit dieser aussage bestätigt

  2. #212
    Avatar von H3llas

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    16.644
    bestimmt habe sich die slawen gedacht, wir dürfen nur bis zu grenze kosovo und albanien..da sie sonst keine reinrassigen ilyrer sein können

    leute, spass bei seite, keiner sagt das ihr es nicht seit ilyrer..aber bleibt mal auf dem teppich und macht ein licht im kopfe an..

  3. #213
    Avatar von hippokrates

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    Zitat Zitat von Crazy_Kosovar Beitrag anzeigen
    ok jetzt habt ihr euch selbst depeinigt wie kann man nur behaupten das die griechen älter als die albaner sind

    ihr habt vom thema null ahnung da habt ihr spätestens mit dieser aussage bestätigt
    Man trifft selten Menschen, die ein so geringes Selbstwertgefühl haben wie du. Deine Minderwertigkeitskomplexe sind besorgniserregend kleiner Mann.



    Hippokrates

  4. #214
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von Gentleman Beitrag anzeigen
    Die albanischen Stämme entstanden beim Zerfall des illyrischen Reiches sowie bei der Eingliederung ins römische Reich.

    Kennst du irgendwelche albanischen Wochentage?Monatsnamen?Volkstrachten?Volksmythen?


    Ein Freund von mir ist Albaner aus Elbasan. Habe ab und zu ein paar albanische Brocken mitgekriegt, aber zu behaupten ich könne deswegen albanisch wäre wohl vermessen. Viele Wörter im Albanischen sind jedenfalls lateinischen Ursprungs.

    Soweit ich weiss gibt es bezüglich der albanischen Ethnogenese zwei Theorien. Eine verbindet aufgrund gewisser sprachlicher Parallelen das Albanische und das Rumänische. Demnach seien Rumänen und Albaner beide Nachfahren von teilweise romanisierten Dakern und/oder Thrakern, die sich als Ethnien in der Zeit nach der Völkerwanderung (7. bis 9. Jh.) gebildet hätten. Demnach wären die Albaner aus dem heutigen Rumänien eingewandert.

    Die zweite Theorie hält die Albaner für das Ergebnis einer Verschmelzung von romanisierten Illyrern, Griechen und Romanen aus der illyrischen Küste, mit (noch)nichtromanisierten Resten der Illyrer aus den albanischen Bergregionen und mit zugewanderten Slawen. Gestützt wird diese These durch die im Albanischen zahlreich vorhandenen lateinischen Einflüsse und Lehnwörter, und durch die (freilich weniger zahlreichen) Altgriechischen und Slawischen. Diese Verschmelzung soll während des Frühmittelalters (6. bis 9. Jh.) stattgefunden haben, wonach sich dann die Albaner durch Wanderungen bis nach Attika und Süditalien verbreitet hätten.

    Ich persönlich tendiere eindeutig für die zweite These.

    Heraclius

  5. #215

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    Zitat Zitat von Heraclius Beitrag anzeigen
    Ein Freund von mir ist Albaner aus Elbasan. Habe ab und zu ein paar albanische Brocken mitgekriegt, aber zu behaupten ich könne deswegen albanisch wäre wohl vermessen. Viele Wörter im Albanischen sind jedenfalls lateinischen Ursprungs.

    Soweit ich weiss gibt es bezüglich der albanischen Ethnogenese zwei Theorien. Eine verbindet aufgrund gewisser sprachlicher Parallelen das Albanische und das Rumänische. Demnach seien Rumänen und Albaner beide Nachfahren von teilweise romanisierten Dakern und/oder Thrakern, die sich als Ethnien in der Zeit nach der Völkerwanderung (7. bis 9. Jh.) gebildet hätten. Demnach wären die Albaner aus dem heutigen Rumänien eingewandert.

    Die zweite Theorie hält die Albaner für das Ergebnis einer Verschmelzung von romanisierten Illyrern, Griechen und Romanen aus der illyrischen Küste, mit (noch)nichtromanisierten Resten der Illyrer aus den albanischen Bergregionen und mit zugewanderten Slawen. Gestützt wird diese These durch die im Albanischen zahlreich vorhandenen lateinischen Einflüsse und Lehnwörter, und durch die (freilich weniger zahlreichen) Altgriechischen und Slawischen. Diese Verschmelzung soll während des Frühmittelalters (6. bis 9. Jh.) stattgefunden haben, wonach sich dann die Albaner durch Wanderungen bis nach Attika und Süditalien verbreitet hätten.

    Ich persönlich tendiere eindeutig für die zweite These.

    Heraclius
    Die zweite klingt auch logischer. Ich nehme an, es gab eine Art "illyrische Wanderung" von Nordillyrien in den Süden, in das heutige Gebiet wo wir Albaner bewohnen.

    In unseren Gebieten, leben ja auch vorallem auch die Aromunen. Im albanischen wie im rumänischen gibt es zahlreiche gemeinsame Wörter die vorrömisch sind. Unser altes nordalbanische Gheg hat mehr lateinische Einflüsse als das südalbanische Tosk ( Elbasan, Gjirokastra, Saranda, Epirus, Attika ).

    Illyrisch und Lateinisch bilden die Basis der modernen albanischen Sprache. Zahlreiche Einflüsse aus dem altgriechischen(Nachbarschaft) sowie zahlreiche Entlehnungen aus dem italienischen,türkischen und slawischen Sprachen.

  6. #216

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    Die Frühalbanische Kultur von Koman

    Das beste Beispiel der illyrisch-albanischen Kontinuität hat die Arbër-Kultur von Koman geliefert. Die ersten Entdeckungen dieser Kultur gehen auf das Ende des vergangenen Jahrhunderts zurück, als das Gräberfeld von Dalmaca bei dem Dorf Koman im Drintal, heute Bezirk Shkodra, gefunden wurde. Daher bezog diese Kultur auch ihren Namen. Nachdem zunächst der französische Konsul in Shkodra, A. Degrand, hier ausgegraben hatte, bemühten sich in zunehmendem Maße Archäologen um diesen Fundplatz, darunter auch der deutsche Archäologe Paul Träger aus Berlin, der in den Jahren 1899 und 1900 zehn Gräber freilegte. In der Diskussion um die Träger dieser Kultur wurden von den Pelasgern über romanisierte Illyrer bis zu Awaren und Slawen eine ganze Reihe von Völkerschaften bemüht.

    In den fünfziger Jahren begann die albanische Archäologie, ihre Forschungen auch auf mittelalterliche Siedlungen und Gräberfelder auszudehnen. Innerhalb eines Vierteljahrhunderts erfolgte die Freilegung von 25 größeren und kleineren Grüberfeldern, die dem der Burg von Dalmaca ähneln. Sie liegen im wesentlichen in Nord- und Mittelalbanien, in den Bezirken Shkodra, Kukes, Lezha, Durres, Tirana, Mat und Mirdita. Am bedeutendsten sind die Gräber bei den Burgen von Kruja, Lezha und Shurdhah sowie die bäuerlichen Gräberfelder bei Bukli und Prosek im Bezirk Mirdita. Auf dem großen Gräberfeld von Dalamca sind in den Jahren 1981 – 1984 über 200 Gräber untersucht worden. Interessante Ergebnisse erbrachten die frühalbanischen Gräber im Bezirk Kukes in Nordostalbanien, einer Gegend, die im Altertum zu Westdardania gehört hat. Die Koman-Kultur greift über die Staatsgrenzen der Sozialistischen Volksrepublik Albanien hinaus, so nach Mijele am Ufer des Shkodrasees in Montenegro (Jugoslawien), ein Gebiet, das von den illyrischen Labeaten bewohnt war, aber auch vier Ortschaften in der Umgebung von Ochrid in Makedonien im Bereich der illyrischen Dassereten haben Koman-Funde erbracht. Als ein südlicher Punkt der Diaspora dieser Kultur ist das Gräberfeld von Aphiona auf Korfu zu betrachten. Das reiche archäologische Material bot die Möglichkeit, die Koman-Kultur vor einem weitgespannten geographischen Hintergrund und auf einer reichhaltigen materiellen Basis zu untersuchen.

    Das Grabinventar in Form von Werkzeug, Waffen, Keramik und besonders Schmuck führt eine einheitliche materielle und geistige Kultur vor Augen. Die Verzierungen des Metallschmucks z.B., bei denen zahlreiche illyrische Elemente aufgegriffen werden, stimmen überein. Die Gräber haben die Form einer Kiste, der ausgestreckte Körper des Toten lag direkt auf der Erde mit mehr oder minder gleicher Ausrichtung: Ost-West oder Nord-Süd. Sowohl die Form der Gräber aus auch die Bestattungsbräuche bewahren uralte, bereits in den Hügelgräber seit der letzten Periode der Bronzezeit festgestellte Eigenheiten.

    Eingehende Untersuchungen anhand der archäologischen Funde haben inzwischen zur Festlegung der ethnischen albanischen Zugehörigkeit, des einheitlichen Charakters der materiellen und geistigen Kultur und ihrer Datierung in das 7. und 8. Jahrhundert geführt. Der Prozess ihrer autochthonen Herausbildung konnte verfolgt und geklärt werden. Die frühmittelalterliche Kultur vom Koman bildete die unmittelbare Fortsetzung der Kultur der Spätantike. Die Grabbeigaben ahmen bekannte Formen aus dem 4. – 6. Jh. n.Chr. nach und liefern überdies den Beweis, dass sie im Lande hergestellt worden sind. Sie bestätigen damit nicht nur eine Kontinuität in Bereichen des Handwerks, wie Schmiedekunst, Silberbearbeitung oder Töpferei, eine natürliche Erscheinung im Prozess der autochthonen Entwicklung der materiellen Kultur, sondern auch eine starke Belebung dieser Zweige des Handwerks in der Übergangsperiode zum Feudalismus. Teile der Kleidungsschmucks stammen dem Bestand der illyrischen Kultur der Eisenzeit. Zwar besaß dieser Schmuck nun nicht mehr den mit dem illyrischen Sonnenkult zusammenhängenden direkten Amulettcharakter, die tiefere Symbolik blieb jedoch erhalten. Die Wurzeln der Koman-Kultur reichen demnach zurück bis zu den Frühillyrern. Im Bestand der Koman-Kultur finden sich daneben auch Objekte der altbyzantinischen Kultur oder solche, die von ihr beeinflußt sind. Eins der Zentren, aus denen diese Gegenstände stammen bzw. der jeweilige Einfluss herrührt, war die Stadt Dyrrachium, wo ebenfalls Stücke gefunden worden sind. Das am stärksten von byzantinischen Vorbildern beeinflusste Genre sind die Ohrringe, die bei den Albanern des Frühmittelalters äußerst beliebt waren. In einigen albanischen Siedlungen und Städten waren sogar Werkstätten tätig, die auf die Herstellung von Ohrringen spezialisiert waren.

    Die Wissenschaft ist zu der Überzeugung gelangt, dass die albanische Koman-Kultur konservative und moderne Züge zugleich besitzt, dass es sich um eine Kultur mit neuem Inhalt handelt. Sie hat sich im Verlauf von mehreren Jahrhunderten zu einer Zeit, in der das Byzantinische Reich eine politische und religiöse Krise durchlief und seine Autorität in den Balkanprovinzen gesunken war, entwickelt und fällt mit dem Prozess der Heuausbildung des albanischen Volkes zusammen. Die Koman-Kultur hängt daher mit den ebengebildeteen frühalbanischen Gemeinschaften zusammen, in deren Mitte die Gesetze der sozial-ökonomischen Differenzierung zu wirken begonnen hatten. Somit hatte die Kultur von Koman nichts mit awarischen oder slawischen Völkerschaften zu tun, auch wen in den Gräbern hin und wieder Einzelstücke gefunden worden sind, die Beziehungen zu ihnen aufweisen.

    Elemente der römischen Provinzial-Kultur, die bei den Illyrern der Spätantike erhalten blieben, setzten sich auch im Frühmittelalter fort. Das Vorkommen von altbyzantinischen Objekten oder von Einflüssen der byzantinischen Kultur haben den autochthonen Charakter der frühalbanischen Kultur von Koman nicht geschwächt, sie sind vielmehr ein Zeichen dafür, dass sich diese Kultur im gleichen Raum und in Kontakt mit Byzanz entwickelt hat, und dass ihre Träger, die Frühalbaner, über ihre Vorgänge, die Spätillyrer, in ihrer Heimat die provinziale Kultur der Spätantike und die frühbyzantinische Kultur kennen gelernt hatten, was eine spätere Einwanderung in diese Gebiete ausschließt.

    Ach Gräberfelder Südalbaniens haben Zeugnisse über die illyrisch-albanische Kontinuität geliefert. In Südalbanien ist diese frühmittelalterliche Kultur bisher in den Tumuli von Piskova, Rapcka, Grabova im Bezirk Permet, im Hügelgrab von Rehova im Bezirk Kolonja sowie im einigen kleinen Gräberfeldern im Bezirk Skrapar zum Vorschein gekommen. Außer der Grabform und den traditionellen Bestattungsitten ist bei diesen Grüberfeldern allein schon die Tatsache wichtig, dass im Mittelalter erneut Tumuli als Grabstätten in gebrauch kamen. In den Gräbern wurden Bronzeschmuck, Terrakottagefäße und andere Gegenstände gefunden, die mit der Spätantike zusammenhängen und den Objekten der Koman-Kultur ähneln. Gewisse Unterschiede zwischen den nördlichen und der südlichen Kulturgruppe des Frühmittelalters bestätigen eine altes Phänomen: ungefähr an derselben Grenze verlief auch in der Vorgeschichte die Trennungslinie der beiden großen Kulturgruppen, nämlich der Mat-Kultur im Norden und der Devoll-Kultur im Süden. Diese Grenze trennt auch die beiden großen Dialekte des Albanischen, das Gegische und das Toskische die ethnographischen Gebiete der Gegeria und Toskeria.

  7. #217
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von Gentleman Beitrag anzeigen
    Die zweite klingt auch logischer. Ich nehme an, es gab eine Art "illyrische Wanderung" von Nordillyrien in den Süden, in das heutige Gebiet wo wir Albaner bewohnen.

    In unseren Gebieten, leben ja auch vorallem auch die Aromunen. Im albanischen wie im rumänischen gibt es zahlreiche gemeinsame Wörter die vorrömisch sind. Unser altes nordalbanische Gheg hat mehr lateinische Einflüsse als das südalbanische Tosk ( Elbasan, Gjirokastra, Saranda, Epirus, Attika ).

    Illyrisch und Lateinisch bilden die Basis der modernen albanischen Sprache. Zahlreiche Einflüsse aus dem altgriechischen(Nachbarschaft) sowie zahlreiche Entlehnungen aus dem italienischen,türkischen und slawischen Sprachen.



    Stimmt. Wobei noch zu sagen ist, dass das Rumänische eine eindeutig romanische Sprache ist, eng verwandt mit Italienisch, im Gegensatz zum nur teilweise romanischen Albanisch.

    Die Aromunen sind soweit ich weiss ein anderes paar Schuhe. Sie sind die Reste der romanisierten Provinzialbevölkerung des Römischen Reichs, und sind demnach Romanen wie die Rumänen. Überhaupt ein Wunder, dass sie nach so langer Zeit überhaupt noch ihre Latinität behalten konnten.

    Heraclius

  8. #218

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