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albanische urgebiete

Erstellt von Hamëz Jashari, 12.03.2009, 23:04 Uhr · 1 Antwort · 488 Aufrufe

  1. #1
    Hamëz Jashari

    albanische urgebiete

    für die leute die behaupten albaner sind in das kosovo und mazedonien eingewandert



    Hermann Ölberg
    ,

    Innsbruck
    DIE URSPRÜNGLICHENWOHNSITZE
    DER ALBANER AUF DER
    BALKANHALBINSEL
    Kurzfassung des Impulsreferates
    Georg Stadtmüller hat die Bevölkerungsverhältnisse im 1.
    Jahrtausend nach Chr. im Raum des heutigen Albanien
    folgendermaßen beschrieben:
    Das romanisierte Küstenland des heutigen Albaniens
    (römische Provinzen Praevalis, Epirus Nova und Epirus Verus)
    wurde im 4. und 5. Jh. von Süddalmatien (Metropole Salona) aus
    christianisiert. Im Verlaufe des 5. Jh. drang dann die
    Christianisierung auch in die Berglandschaften vor. Vor der
    slawischen Landnahme (um 600 n.Chr.) gab es im Gebiet des
    heutigen Albaniens die Metropole Scodra (Skutari) und mehrere
    Bistümer. Die slawische Landnahme brachte einen großen
    Rückschlag: die albanischen Flußtäler und Küstenebenen wurden zu
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    Dardania 2
    slawischem Siedlungsboden, das romanisierte Bauerntum wurde
    verdrängt, die kirchliche Organisation vernichtet, währen die in den
    Gebirgen lebenden, von der Romanisierung nur teilweise erfaßten,
    von den Illyriern abstammenden Uralbaner zum Teil wieder in das
    Heidentum zurücksanken und zwischen dem 7. und dem 11. Jh. ein
    fast geschichtsloses Leben führten.
    Theolog. Realenzyklopädie 2, 1978
    Diese meines Erachtung treffende Beschreibung der
    Bevölkerungsverhältnisse und Bevölkerungswandlungen hellt die
    noch immer umstrittene Frage nach der sogenannten "Urheimat"
    oder Balkanheimat der Albaner auf: Die eine Position, daß die
    Albaner autochthon, vor den Slawen, in zumindestens Teilen des
    heutigen Siedlungsgebietes angesiedelt waren (stellvertretend
    Eqrem Çabej für diese Ansicht), andererseits daß die Albaner erst
    nach den Slawen sich hier niedergelassen hätten (etwa Ivan
    Popovic).
    Ich kann in den wenigen Minuten, die mir zur Verfügung
    stehen, nur Ergebnisse meiner Ansichten zur Autochthonie der
    Albaner bringen:
    1. Zu den lateinischen Lehnwörtern: Lateinische
    Lehnwörter werden als Neutra übernommen:
    rete, oleum, linum,
    aurum, damnum
    , *fällig signum. Da schon bei Petronius (60 n.Chr.)
    lat. Neutra als Masculina erscheinen, wie z.B.
    balneus, fatus, vinus,
    schon bei Plautus
    dorsus, so müssen obige lat. Neutra schon in
    ältester Zeit übernommen worden sein. Der lat. Einfluß beginnt im
    2. Jh. v.Chr., 167 v.Chr. wird das Reich des Gentius (Süddalmatien
    - Nordalbanien) römische Besitzung. Lateinische Lehnwörter selbst
    zeigen hohe Altertümlichkeit.
    Im Bereich der Lautlehre weisen die lateinischen Lehnwörter
    noch eindeutig den Unterschied von Längen und Kürzen im
    Vokalismus auf, das lateinische Vokalsystem in den Lehnwörtern
    des Albanischen ist älter als das rumänische.

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    Ölberg: "Ursprüngliche Wohnsitze der Albaner" 3
    2. Altgriechische Lehnwörter müssen vor den
    lateinischen Lehnwörtern ins Albanische gekommen sein. So wird
    altgriech.
    a im Alb. noch zu o entwickelt, was bei den latein.
    Lehnwörtern nicht mehr der Fall ist, daher altgr.
    maxana > alb.

    mokën, mokër
    "Mühlstein", aber lat. fatum > alb. fat "Schicksal".
    Auf welchem Weg die altgriech. Lehnwörter ins Alb. gelangten, läßt
    sich nur vermuten; da an der Küste alte griechische Niederlassungen
    vorhanden waren - Korkyra, Apllonia (588 v.Chr. gegründet),
    Epidamnos (627 v.Chr.) und etliche andere-, ist es naheliegend, daß
    die griech. Lehnwörter auf diesemWege ins Alban. gelangten.
    3. Die Christianisierung des Illyricums ging von den
    Hauptstädten der Provinzen Dalmatien und des Epirus aus, etwa
    von Salona. Im 3. bis 5. Jh. sind als Bischofssitze öfters
    Dyrrhachium, Doklea, Scodra, Lissus, Scampa (Elbassan), Amantia,
    Apollonia, usw. genannt. Die christliche Terminologie ist durch und
    durch lateinisch geprägt, z.B.
    missa, altare, angelus, spiritus,
    Christi natale, diabolus, crucem, episcopus,
    usw. Sie entstammt
    einer jüngeren Lehnwortschicht, denn Wörter wie
    peccatum,
    evangelium, caelum, infernum
    sind im Alban. nicht mehr Neutra,
    sondern fast durchwegs Masculina. Die Bezeichnung des Sonntags
    ist
    dies solis, e diel und ist somit älter als eine Lehnprägung du

    dominica
    .
    Die angesprochenen drei Argumente sprechen meines
    Erachtens eindeutig dafür, daß Albaner bereits in vorchristlicher
    Zeit im Küstenbereich saßen und vor allem unter massivem
    römischen Einfluß standen. Wären sie zu jener Zeit noch im
    Ostbalkan, in Südserbien, Nordmakedonien gesessen, wie Popovic
    meint, so wären mir die angeführten drei Punkte unverständlich.
    Natürlich ist die albanische Zwischenstufe bei der Entwicklung des
    Ortsnamens
    Naissus zu Nis sicher und niemand bestreitet diese
    Tatsache und die Verbreitung der Albanier in Dardanien. Aber eher
    scheint es, daß durch die slawische Landnahme, wie sie eingangs
    Stadtmüller beschrieb, eine Bewegung der Albaner ins Landesinnere

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    Dardania 4
    erfolgte und nach der dichten slawischen Landnahme in Albanien
    auch die Albaner wieder in ihre autochthonen Sitze zurückkamen,
    die sie sicherlich nie vollständig geräumt hatten. Daher die vielen
    slawischen Ortsnamen in Albanien, die ins Albanische übergegangen
    sind.
    4. Daß antike Ortsnamen im Küstenbereich den
    Albanern bekannt waren, läßt sich nicht abstreiten.
    Durrës kann
    sicherlich nicht über slaw.
    Drác erklärt werden, da damit die alb.
    Erstsilbenbetonung nicht erklärt ist.
    Drisht, Ishëm, Pulët sind
    direkte Übernahmen ins Albanische ohne slawische Vermittlung.
    Ganz allgemein scheint es mir methodisch nicht gerechtfertigt, die
    Analyse der Ortsnamen zum Hauptargument gegen die Autochthonie
    der Albaner zu machen, ich würde sie in meiner Wertung an
    die 4. Stelle setzen. Ebenso ist die Behauptung Weigands, daß die
    Terminologie der Schiffahrt und des Fischfanges fremden Ursprungs
    sei, von Çabej in dieser Form der Verallgemeinerung widerlegt
    worden.
    Zusammenfassend würde ich sagen, daß an der
    Autochthonie der Albaner nicht zu zweifeln ist, d.h. daß sie um die
    Zeitwende herum bereits in dem Raum wohnhaft waren, wo sie
    auch heute anzutreffen sind.

    4. Juni 1993

  2. #2
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Warum nehmt ihr nicht gleich halb Europa ?

    "Wenn schon, denn schon.."

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