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Alexander der Große – Grieche, Mazedone, Slawe?

Erstellt von Hamburg1711, 11.10.2014, 11:27 Uhr · 645 Antworten · 28.104 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    27.10.2013
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    5.303

    Alexander der Große – Grieche, Mazedone, Slawe?

    Alexander der Große – Grieche, Mazedone, Slawe?

    Zwischen Albanern und Griechen sucht die Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien ihre Identität. Das sorgt für Streit.










    Spätestens seit sich Collin Farrel die Haare blondierte und seine ödipalste Rolle abgab, indem er seine Filmmutter Angelina Jolie becircte, weiß man als Zeitgenosse ganz genau Bescheid über den antiken Herrscher Alexander den Großen. Sein wahrer Vater ist Zeus gewesen, Aristoteles sein Hauslehrer, sein unzähmbares Pferd Bukephalos bändigte er als Kind im Handumdrehen, schlug dann die Perser und errichtete ein Weltreich von bisher nicht gesehener Größe und Pracht. Aus dem antiken Mazedonien stammt er, und dass er ein Grieche gewesen ist, steht ja wohl außer Frage. Oder nicht?

    Ganz so einfach ist die Nationalitätenfrage nicht, und schon gar nicht auf dem Balkan der Gegenwart. Hier sprossen in den letzten zwanzig Jahren mehr als sieben Länder mit daher gehenden Sprachen und sonst alldem, was zum "Nation Building" so dazugehört.
    Offiziell heißt Mazedonien "FYROM"

    Auf bizarre Weise lässt sich das erfahren, wenn man auf dem Flughafen von Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, landet. Dieser trägt den Namen "Alexander der Große". Offiziell heißt Mazedonien "FYROM", was für "Former Yugoslavian Republic of Macedonia" (Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien) steht. Eine Anerkennung ohne das erniedrigende Präfix verhindert Griechenland, da eine nordgriechische Provinz ebenfalls Mazedonien heißt, wenn auch erst seit 1988 – und FYROM könnte ja territoriale Ansprüche stellen.
    Der Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland dauert nun schon Jahre an, und Griechenland hindert Mazedoniens Vorankommen in internationalen Organisationen. Jüngstes Beispiel: Auf dem EU-Gipfel im Dezember 2009 blockierte es einen Termin für den Beginn der EU–Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien. Man kann dazu stehen, wie man will, Athen sitzt als EU-Mitglied nun einmal am längeren Hebe

    Die Politiker in der Hauptstadt Mazedoniens, Skopje, verlangen, dass Athen seine mazedonische Minderheit anerkennt und nicht weiterhin von slawophonen Griechen spricht. Offiziell gibt es keine ethnischen Minderheiten in Griechenland, slawophone schon gar nicht. Das sind und waren Griechen, deren Vorfahren vor langer Zeit nach Griechenland eingewandert sind – offiziell. Inoffiziell könnte man eine Gedenktafel in der nordgriechischen Stadt Achlade ins Auge fassen, auf der ein "Nicholaos Grouios" steht: Ein "Griechischer Held", der 1940 sein Leben im Italo-Griechischen Krieg für Griechenland ließ. Einige Jahre später emigrierte Gruois' Witwe ins jugoslawische Mazedonien. Ihr Enkel, Nikola Gruevski, ist seit 2006 Ministerpräsident Mazedoniens. Unter seiner Regierung gab es einen Rechtsruck mit dem Ziel, sich auf die historischen Wurzeln der Mazedonen zu besinnen.

    Der Anfang wurde mit der Umbenennung des Flughafens gemacht. Als Begründung führte man an, dass Alexander schließlich Mazedone gewesen sei. Nach wissenschaftlichen Maßstäben ist die Behauptung, Alexander sei "Grieche" oder "slawischer Mazedone" gewesen, in etwa so haltbar wie die Aussage, Arminius sei ein "Deutscher" und Julius Cäsar ein "Italiener" gewesen.
    Geburtsort von Mutter Teresa

    Skopje, am Fluss Vardar gelegen und im Ausland vor allem als die Geburtsstadt Mutter Theresas bekannt, hat eine Investition in das Stadtbild bitter nötig. Dieses ist geprägt von osmanischer Städtebaukunst und sozialistischer Architektur. Eine typisch mazedonische Note fehlt. Im Jahre 1963 zerstörte ein Erdbeben große Teile der historischen Altstadt. Der für den Wiederaufbau engagierte japanische Architekt Kenzo Tange wird Skopje sicherlich nicht zu seinen Glanzleistungen zählen.
    Unter dem Projektnamen "Skopje 2014" entstehen nun viele Denkmäler "mazedonischer Helden". Dazu gehören eine 22 Meter hohe Reiterstatue Alexanders des Großen und eine neue mazedonisch-orthodoxe Kirche auf dem neuen Hauptplatz "Macedonia Square", um nur einige zu nennen. Auf YouTube findet sich ein offizielles Video, das alle geplanten Monumente zeigt. Die Stadt ist zu einer riesigen Baustelle mutiert.
    Kontrovers wird in der mazedonischen Öffentlichkeit über das Projekt diskutiert, es gab sogar Demonstrationen gegen "Skopje 2014". Zeitweise sind die Bauarbeiten vom Verfassungsgericht ausgesetzt worden – mit der Begründung, dass die Ausschreibungen oftmals nicht vorschriftsmäßig abgelaufen seien. Die Regierung revidierte das Urteil, und alles ging ganz normal weiter. Einen Hauch von Stuttgarter Verhältnissen bekommt das Ganze allerdings schon, besonders wenn man die explodierenden Kosten betrachtet, die sich mittlerweile von anfangs geplanten 80 auf über 200 Millionen Euro gesteigert haben sollen.
    Eine riesige Büste auf dem Flughafen

    Kritiker fragen berechtigterweise, ob das Geld nicht sinnvoller in den Ausbau der maroden Infrastruktur investiert worden wäre. Die überwiegend muslimischen Albaner – größte Minderheit im Lande mit 25 Prozent, Tendenz steigend – fühlen sich diskriminiert und außen vorgelassen, da nur christliche Bauten im Projekt vorgesehen sind. Die Renovierung muslimischer Bauten muss größtenteils privat oder mit Geld aus muslimischen Ländern finanziert werden.
    Seit Gruevskis Wiederwahl 2008 ist eine albanische Partei Koalitionspartner, die den EU–Beitritt in weite Ferne rücken sieht und befürchtet, dass die ethnischen Gräben wieder tiefer werden könnten, die das Land 2001 bereits einmal an den Rand eines Bürgerkrieges geführt haben. Die Partei fordert für jedes mazedonische Denkmal ein albanisches Pendant. Eine entsprechende Liste soll es schon geben. Da schon Denkmäler von Mutter Theresa und dem albanischen Nationalhelden Skenderberg stehen, bleibt die Frage spannend, was uns an weiteren Monumenten erwartet. Vielleicht wird eine Statue der Blues-Brothers aufgestellt, sind die Belushi-Brüder doch albanischer Herkunft.
    Wie das Ergebnis aussehen und welchen Einfluss "Skopje 2014" auf die politische Zukunft des Landes nehmen wird, muss sich zeigen. Einen Vorgeschmack darauf gibt die riesige Büste Alexanders am Flughafen Skopjes.

    http://www.welt.de/kultur/history/article12779652/Alexander-der-Grosse-Grieche-Mazedone-Slawe.html


    Zufälligerweise bin ich auf den interessanten Artikel gestoßen.


    Ich verstehe nicht warum die Griechen Alexander den Großen als Makedonier nicht akzeptieren

  2. #2
    Avatar von Zoran

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    27.754
    Makedonier

    Pozdrav

  3. #3

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    23.630
    Natürlich Makedone, und damit Grieche.


    an Chabo Mr. Z:
    - weder Slawe
    - noch Roma

  4. #4
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Natürlich Makedone, und damit Grieche.


    an Chabo Mr. Z:
    - weder Slawe
    - noch Roma

    Schwachsinn.

    Pozdrav

  5. #5

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    5.303
    und schon haben wir für die nächsten Wochen ruhe

  6. #6

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    23.630
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Natürlich Makedone, und damit Grieche.


    an Chabo Mr. Z:
    - weder Slawe
    - noch Roma
    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Schwachsinn.
    Es ist bekannt, dass Du an Schwachsinn leidest.

  7. #7
    Avatar von Vali

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    6.167
    Illyrer = Albaner

  8. #8
    Dzek Danijels
    Da der erste Mensch serbe waf erübrigt sich die frage was aleks war

  9. #9
    Avatar von Zoran

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    10.08.2011
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    27.754
    Ja genau das.

    Albaner sagen er war Albaner
    Serben sagen er war Serbe
    Bulgaren sagen er war Bulgare
    Griechen sagen er war Grieche.

    Nur wir Makedonier lachen uns ein ab.

    Pozdrav

  10. #10
    Avatar von Vali

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    6.167
    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Ja genau das.

    Albaner sagen er war Albaner
    Serben sagen er war Serbe
    Bulgaren sagen er war Bulgare
    Griechen sagen er war Grieche.

    Nur wir Makedonier lachen uns ein ab.

    Pozdrav
    nicht mazedonier ?

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