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(ALT-)ALBANISCH: Lebendiger Einfluss einer toten Sprache?

Erstellt von FREEAGLE, 19.05.2008, 14:40 Uhr · 71 Antworten · 9.923 Aufrufe

  1. #1

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    (ALT-)ALBANISCH: Lebendiger Einfluss einer toten Sprache?

    (ALT-)ALBANISCH: Lebendiger Einfluss einer toten Sprache?

    Wien, 19.05.2008 - Altalbanisch hat die Entwicklung vieler Balkansprachen maßgeblich beeinflusst. In einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF ist das die zentrale These, die intensive Untersuchungen nun belegen sollen. Zu diesem Zweck wird die bisher kaum bekannte Sprache nun erstmals anhand aller zugänglichen Texte erforscht und anschließend mit anderen Balkansprachen verglichen. Ein Ergebnis der Forschungsarbeiten wird ein Lexikon sein, welches einen Überblick über alle altalbanischen Verben gibt.

    Verschiedene Sprachen aus einem geografischen Gebiet besitzen oftmals Ähnlichkeiten zueinander, obwohl ein gemeinsamer Ursprung nicht vorliegt.

    Dieses als "Sprachbund" bekannte Phänomen ist auch auf dem Balkan anzutreffen, wo die Sprachen Albanisch, Neugriechisch, Bulgarisch, Mazedonisch und Rumänisch gemeinsame Wörter und Strukturen aufweisen. Doch haben sich diese Sprachen gegenseitig beeinflusst bzw. hat eine der Sprachen die anderen wesentlich geprägt?

    Dass es die (alt-)albanische Sprache war, die einen maßgeblichen Einfluss auf die anderen Balkansprachen ausgeübt hat, will nun ein Projekt des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Wien nachweisen. Dabei leisten die beiden Linguisten Dr. Stefan Schumacher und sein Kollege Dr. Joachim Matzinger Pionierarbeit auf gleich zwei Gebieten: In einem ersten Schritt unterziehen sie die altalbanische Sprache selbst einer tiefgehenden Untersuchung, da diese Sprache im Gegensatz zum modernen Albanisch bisher kaum erforscht ist. Dabei wird das altalbanische Verbalsystem erstmals anhand sämtlicher schriftlicher Quellen analysiert. In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse mit den Verbalsystemen der anderen Balkansprachen verglichen um zu sehen, wo Ähnlichkeiten bestehen.

    EINFLÜSSE AUS ALBANIEN

    Bereits jetzt führen die Untersuchungen zu ersten Erkenntnissen, wie Projektleiter Dr. Schumacher ausführt: "Unsere bisherige Arbeit zeigt, dass das Altalbanische zahlreiche modale Abstufungen kannte, die es dem Sprecher oder der Sprecherin ermöglichen, einen Standpunkt zu dem Gesagten auszudrücken. Diese Abstufungen sind umfangreicher und feingliedriger, als bis dato bekannt und in der bisherigen Literatur beschrieben worden ist.

    Zudem haben wir zahlreiche heute ausgestorbene oder durch Umstrukturierung verloren gegangene Verbalformen gefunden, die bisher kaum wahrgenommen oder bestenfalls falsch eingeordnet worden sind." Diese Verbalformen sind wichtig für die Erklärung der Sprachgeschichte des Albanischen, also des internen Sprachgebrauchs.

    Ebenso wichtig sind diese aber auch, um die Wechselwirkungen des Albanischen mit seinen Nachbarsprachen zu erklären. Dabei gehen die beiden Forscher verschiedenen Spuren nach, die darauf hinweisen, dass Albanien eine zentrale Rolle im Balkansprachbund spielte. Beispielsweise ist es vermutlich vom Albanischen ausgegangen, dass der bestimmte Artikel im Rumänischen, Bulgarischen und Mazedonischen nachgestellt wird. Denn im Albanischen ist der nachgestellte Artikel bereits seit der Antike vorhanden.

    ALTE LITERATUR

    Die Grundlage für die Untersuchungen bildet die gesamte zugängliche altalbanische Literatur aus der Zeit zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Dies bedeutet eine Herausforderung für die Forscher, handelt es sich doch um ca. 1500 Seiten, die intensiv analysiert werden müssen.

    Projektmitarbeiter Dr. Matzinger dazu: "Bisher wurden diese Texte kaum erforscht, da es sich fast ausschließlich um katholisch-religiöse Literatur handelt, die zunächst in Vergessenheit geriet und insbesondere im Kommunismus tabuisiert wurde. Seit dem Ende des Kommunismus wird diese Literatur zwar wieder wahrgenommen, jedoch mangelte es bisher an Geld sowie an Backgroundwissen über den Katholizismus."

    Nun wird den alten Texten im Rahmen des FWF-Projekts wieder neues Leben eingehaucht und damit auch an eine österreichische Forschungstradition angeknüpft - denn der österreichische Professor Norbert Jokl, der unter den Nazis ums Leben kam, gilt als "Vater der Albanologie". Er wäre sicherlich stolz auf die erste vollständige Darstellung des altalbanischen Verbalsystems in Form eines Lexikons, die am Ende der Forschungsarbeiten stehen wird. Damit besteht eine Basis für alle künftigen Untersuchungen am Verbalsystem des Albanischen, die auch der Indogermanistik und der Sprachwissenschaft als Ganzes zugutekommen wird.

    (ALT-)ALBANISCH: Lebendiger Einfluss einer toten Sprache?

    -------------

    Tja, wie ihr seht, war der Albanesi doch nicht so verrückt, wie viele dachten, als man ihn dafür auslachte, als er versuchte, die Einflüsse albanischer Sprache auf andere Sprachen bsp. die griechische nachzuweisen.

    Aufjeden Fall wird jetzt dieses Thema wissenschaftlich nachgeprüft und am Schluss gibt es ein Lexikon mit Wörtern, die in anderen Balkansprachen enthalten sind und aus dem albanischen entnommen worden ist.

  2. #2
    Avatar von Gugi

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    -------------

    Tja, wie ihr seht, war der Albanesi doch nicht so verrückt, wie viele dachten, als man ihn dafür auslachte, als er versuchte, die Einflüsse albanischer Sprache auf andere Sprachen bsp. die griechische nachzuweisen.

    Aufjeden Fall wird jetzt dieses Thema wissenschaftlich nachgeprüft und am Schluss gibt es ein Lexikon mit Wörtern, die in anderen Balkansprachen enthalten sind und aus dem albanischen entnommen worden ist.

    Also das albanazi verrückt war bzw ist...daran besteht selbst nach diesem bericht kein zweifel!!!

    Ich bin zwar der meinung das es sehr gut möglich sein kann das die altalbanische sprache viele einflüsse auf die serbo-kroatische sprache hatte (wobei selbst italienisch auf die kroatische sprache einfluss hatte und auch heute noch hat), aber er hat dinge gebracht wo selbst du den kopf schütteln würdest!!!
    Er hat vergleiche zum englischen und deutschen und sogar LATEINISCHEN gabracht...das DASS verrückt ist, ist logisch!!!

    UND, das die altalbanische sprache einfluss auf die altGRIECHISCHE sprache hatte, wage ich auch SEHR zu bezweifeln um ehrlich zu sein!!!

  3. #3

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    Zitat Zitat von Gugi Beitrag anzeigen
    Also das albanazi verrückt war bzw ist...daran besteht selbst nach diesem bericht kein zweifel!!!

    Ich bin zwar der meinung das es sehr gut möglich sein kann das die altalbanische sprache viele einflüsse auf die serbo-kroatische sprache hatte (wobei selbst italienisch auf die kroatische sprache einfluss hatte und auch heute noch hat), aber er hat dinge gebracht wo selbst du den kopf schütteln würdest!!!
    Er hat vergleiche zum englischen und deutschen und sogar LATEINISCHEN gabracht...das DASS verrückt ist, ist logisch!!!

    UND, das die altalbanische sprache einfluss auf die altGRIECHISCHE sprache hatte, wage ich auch SEHR zu bezweifeln um ehrlich zu sein!!!
    Naja, wollte hier keine Debatte über Albanesi lostreten, wollte halt nur zeigen, dass auch "Verrückte" teils Recht haben mit dem was sie sagen, auch wenn das was sie sagen, ziemlich ungalubwürdig klingt. Niemand gibt halt gern zu, dass bsp. die berühmte und viel erforschten griechische Sprache, Wörter aus der wenig berühmten und wenig erforschten albanischen Sprachen entnommen hat.

    So ist das halt, wenn neue wissenschaftliche Kentnisse alte Wissenschaft überholt, versuchen viele dennoch an die alte zu halten, weil sie sich daran gewöhnt haben.

  4. #4
    Avatar von Gugi

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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    Naja, wollte hier keine Debatte über Albanesi lostreten, wollte halt nur zeigen, dass auch "Verrückte" teils Recht haben mit dem was sie sagen, auch wenn das was sie sagen, ziemlich ungalubwürdig klingt. Niemand gibt halt gern zu, dass bsp. die berühmte und viel erforschten griechische Sprache, Wörter aus der wenig berühmten und wenig erforschten albanischen Sprachen entnommen hat.

    So ist das halt, wenn neue wissenschaftliche Kentnisse alte Wissenschaft überholt, versuchen viele dennoch an die alte zu halten, weil sie sich daran gewöhnt haben.

    Gut...kein albanazi mehr

    Aber das die griechische sprache auf der albanischen basiert ist dann doch etwas ARG unglaubwürdig!!!
    Wäre das gleiche wenn ich sagen das die ungarische sprache auswirkungen auf die englische sprache hatte :wink:

    Wie gesagt...ich kann mir gut vorstellen das die altalbanische sprache großen einfluss auf die jugoslavische sprache hatte...aber auf die griechische???

    Ich mein...schau dir das nur mal an:
    Die Grundlage für die Untersuchungen bildet die gesamte zugängliche altalbanische Literatur aus der Zeit zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert.
    Und die altgriechische sprache ist DEUTLICH älter als 400 jahre :wink:
    Deswegen kanns ja eigentlich unmöglich sein das die altalbanische sprache einfluss auf das altgriechische (und somit das griechische wie wir es jetzt kennen) hatte :wink:

  5. #5
    Arvanitis
    Wenn die altalbanische Sprache nicht wäre , würden wir heute alle grunzend kommunizieren.

  6. #6

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    Zitat Zitat von Gugi Beitrag anzeigen
    Gut...kein albanazi mehr
    Aber das die griechische sprache auf der albanischen basiert ist dann doch etwas ARG unglaubwürdig!!!
    Wäre das gleiche wenn ich sagen das die ungarische sprache auswirkungen auf die englische sprache hatte :wink:

    Wie gesagt...ich kann mir gut vorstellen das die altalbanische sprache großen einfluss auf die jugoslavische sprache hatte...aber auf die griechische???
    Wieso sollte dies nicht so sein? Ich meine, wenn in der albanischen Sprache griechische Wörter entlehnt worden sind, wieso sollte dann das umgekehrte nicht der Fall sein? Nur, weil die griechische Sprache berühmter ist, als die albanische? Ich bin mir sicher, dass die griechische und die albanische Sprache sich gegenseitig Wörter entlehnt haben, wenn man davon ausgeht, dass die albanische Sprache auch eien antike Sprache ist, ist das auch logisch nachvollziehbar, denn dein Vergleich mit ungarisch und englich , ist alleine schon aus dem Grund hier nicht angebracht, weil diese zwei Sprachen keine Nachbarssprachen wie albansich und griechisch waren und im direkten Kontakt zueinander standen.

    Zitat Zitat von Gugi Beitrag anzeigen
    Ich mein...schau dir das nur mal an:

    Und die altgriechische sprache ist DEUTLICH älter als 400 jahre :wink:
    Deswegen kanns ja eigentlich unmöglich sein das die altalbanische sprache einfluss auf das altgriechische (und somit das griechische wie wir es jetzt kennen) hatte :wink:
    Das was du zitiert hat, sagt lediglich aus, dass die albanische Schriftform nur 400 Jahre alt ist. Die albanische Sprache wurde aber hauptsächlich mündlich überliefert und sie zählt zu den ältesten Sprachen Europas.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Arvanitis Beitrag anzeigen
    Wenn die altalbanische Sprache nicht wäre , würden wir heute alle grunzend kommunizieren.
    Als Arvanite solltest du auch deine albanische Muttersprache endlich lernen und aufhören zu grunsen.

    Sprache [Bearbeiten]

    Arvanitika heißt der in Griechenland heute nur noch begrenzt gesprochene albanische Dialekt. Er gehört zum toskischen Subdialekt des Albanischen und hat auf sämtlichen Sprachebenen beträchtliche Einflüsse von verschiedenen griechischen Dialekten bekommen. Der Name der Sprache selbst ist eine Anpassung an die griechische Sprachbezeichnung , die mittlerweile auch von den Sprechern selbst übernommen wurde. Die eigene Sprachbezeichnung arbërisht wird kaum mehr gebraucht. Heute gilt das Arvanitika als eine der bedrohten Sprachen Europas. Der rasante Rückgang der Sprache nach dem Zweiten Weltkrieg und noch stärker nach den 1970er Jahren ist auf verschiedene sozioökonomische Gründe und nicht zuletzt auf den negativen Status in der griechischen Gesellschaft einschließlich der Sprachgemeinschaften selbst zurückzuführen.
    Arvaniten – Wikipedia

  8. #8
    Avatar von Gugi

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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    Wieso sollte dies nicht so sein? Ich meine, wenn in der albanischen Sprache griechische Wörter entlehnt worden sind, wieso sollte dann das umgekehrte nicht der Fall sein? Nur, weil die griechische Sprache berühmter ist, als die albanische? Ich bin mir sicher, dass die griechische und die albanische Sprache sich gegenseitig Wörter entlehnt haben, wenn man davon ausgeht, dass die albanische Sprache auch eien antike Sprache ist, ist das auch logisch nachvollziehbar, denn dein Vergleich mit ungarisch und englich , ist alleine schon aus dem Grund hier nicht angebracht, weil diese zwei Sprachen keine Nachbarssprachen wie albansich und griechisch waren und im direkten Kontakt zueinander standen.
    Na das es entlehnte wörter gibt bezweifel ich ja garnicht...darum gehts ja eigentlich nicht...es geht ja um den aufbau der anderen sprachen :wink:
    Ich kann mir sehr gut vorstellen das es albansiche wörter gibt die dem griechischen entlehnt sind und umgekehrt ja auch...nur haben diese zwei sprachen bestimmt nicht den gleichen ursprung! Also ich mein weder das die griechische auf dem albanischen aufgebaut ist oder das die albanische auf dem griechischen aufgebaut ist! und darum gehts ja hauptsätzlich in dem text den du gebracht hast :wink:
    Ich weiß das ungarisch und englich nicht nachbaarsprachen sind...deswegen hab ichs ja gebracht...grade WEIL die nichts miteinander zu tun haben :wink: sowas nennt man "Übertriebene darstellung" :wink:


    Das was du zitiert hat, sagt lediglich aus, dass die albanische Schriftform nur 400 Jahre alt ist. Die albanische Sprache wurde aber hauptsächlich mündlich überliefert und sie zählt zu den ältesten Sprachen Europas.
    Hmm...ist es nicht etwas schwer das auch nachzuvollziehen, wenn es die schriftform etwa seit 400 oder 500 jahren gibt, wie alt die sprache selbst dann ist?
    Ich mein...es ist mir schon klar das da irgendwo was steht wie alt die sprache ist bzw sein könnte...aber wo bleibt dann der nachwas das es tatsächlich so ist???

    Ich glaub nämlich nicht das man wirklich so viel drauf geben kann wenn es schriftstücke gibt die nichtmal 500 jahre alt sind in denen geschrieben steht das die sprache z.b. 3000 jahre alt ist!
    Das ist schon allein deswegen kein nachweis weil es nicht sein kann das es eine sprache schon 2500 jahre gibt bevor irgendwo etwas schriftlich festgehalten wird.

  9. #9
    Arvanitis
    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    Als Arvanite solltest du auch deine albanische Muttersprache endlich lernen und aufhören zu grunsen.
    Arvanitika verstehe ich teilweise , aber die gloreiche albanische Sprachkunst muss ich nicht unbedingt lernen. Ich kann mich auch so ganz gut verständigen.

  10. #10

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    Zitat Zitat von FREEAGLE Beitrag anzeigen
    (ALT-)ALBANISCH: Lebendiger Einfluss einer toten Sprache?

    Wien, 19.05.2008 - Altalbanisch hat die Entwicklung vieler Balkansprachen maßgeblich beeinflusst. In einem Projekt des Wissenschaftsfonds FWF ist das die zentrale These, die intensive Untersuchungen nun belegen sollen. Zu diesem Zweck wird die bisher kaum bekannte Sprache nun erstmals anhand aller zugänglichen Texte erforscht und anschließend mit anderen Balkansprachen verglichen. Ein Ergebnis der Forschungsarbeiten wird ein Lexikon sein, welches einen Überblick über alle altalbanischen Verben gibt.

    Verschiedene Sprachen aus einem geografischen Gebiet besitzen oftmals Ähnlichkeiten zueinander, obwohl ein gemeinsamer Ursprung nicht vorliegt.

    Dieses als "Sprachbund" bekannte Phänomen ist auch auf dem Balkan anzutreffen, wo die Sprachen Albanisch, Neugriechisch, Bulgarisch, Mazedonisch und Rumänisch gemeinsame Wörter und Strukturen aufweisen. Doch haben sich diese Sprachen gegenseitig beeinflusst bzw. hat eine der Sprachen die anderen wesentlich geprägt?

    Dass es die (alt-)albanische Sprache war, die einen maßgeblichen Einfluss auf die anderen Balkansprachen ausgeübt hat, will nun ein Projekt des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität Wien nachweisen. Dabei leisten die beiden Linguisten Dr. Stefan Schumacher und sein Kollege Dr. Joachim Matzinger Pionierarbeit auf gleich zwei Gebieten: In einem ersten Schritt unterziehen sie die altalbanische Sprache selbst einer tiefgehenden Untersuchung, da diese Sprache im Gegensatz zum modernen Albanisch bisher kaum erforscht ist. Dabei wird das altalbanische Verbalsystem erstmals anhand sämtlicher schriftlicher Quellen analysiert. In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse mit den Verbalsystemen der anderen Balkansprachen verglichen um zu sehen, wo Ähnlichkeiten bestehen.

    EINFLÜSSE AUS ALBANIEN

    Bereits jetzt führen die Untersuchungen zu ersten Erkenntnissen, wie Projektleiter Dr. Schumacher ausführt: "Unsere bisherige Arbeit zeigt, dass das Altalbanische zahlreiche modale Abstufungen kannte, die es dem Sprecher oder der Sprecherin ermöglichen, einen Standpunkt zu dem Gesagten auszudrücken. Diese Abstufungen sind umfangreicher und feingliedriger, als bis dato bekannt und in der bisherigen Literatur beschrieben worden ist.

    Zudem haben wir zahlreiche heute ausgestorbene oder durch Umstrukturierung verloren gegangene Verbalformen gefunden, die bisher kaum wahrgenommen oder bestenfalls falsch eingeordnet worden sind." Diese Verbalformen sind wichtig für die Erklärung der Sprachgeschichte des Albanischen, also des internen Sprachgebrauchs.

    Ebenso wichtig sind diese aber auch, um die Wechselwirkungen des Albanischen mit seinen Nachbarsprachen zu erklären. Dabei gehen die beiden Forscher verschiedenen Spuren nach, die darauf hinweisen, dass Albanien eine zentrale Rolle im Balkansprachbund spielte. Beispielsweise ist es vermutlich vom Albanischen ausgegangen, dass der bestimmte Artikel im Rumänischen, Bulgarischen und Mazedonischen nachgestellt wird. Denn im Albanischen ist der nachgestellte Artikel bereits seit der Antike vorhanden.

    ALTE LITERATUR

    Die Grundlage für die Untersuchungen bildet die gesamte zugängliche altalbanische Literatur aus der Zeit zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert. Dies bedeutet eine Herausforderung für die Forscher, handelt es sich doch um ca. 1500 Seiten, die intensiv analysiert werden müssen.

    Projektmitarbeiter Dr. Matzinger dazu: "Bisher wurden diese Texte kaum erforscht, da es sich fast ausschließlich um katholisch-religiöse Literatur handelt, die zunächst in Vergessenheit geriet und insbesondere im Kommunismus tabuisiert wurde. Seit dem Ende des Kommunismus wird diese Literatur zwar wieder wahrgenommen, jedoch mangelte es bisher an Geld sowie an Backgroundwissen über den Katholizismus."

    Nun wird den alten Texten im Rahmen des FWF-Projekts wieder neues Leben eingehaucht und damit auch an eine österreichische Forschungstradition angeknüpft - denn der österreichische Professor Norbert Jokl, der unter den Nazis ums Leben kam, gilt als "Vater der Albanologie". Er wäre sicherlich stolz auf die erste vollständige Darstellung des altalbanischen Verbalsystems in Form eines Lexikons, die am Ende der Forschungsarbeiten stehen wird. Damit besteht eine Basis für alle künftigen Untersuchungen am Verbalsystem des Albanischen, die auch der Indogermanistik und der Sprachwissenschaft als Ganzes zugutekommen wird.

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    Tja, wie ihr seht, war der Albanesi doch nicht so verrückt, wie viele dachten, als man ihn dafür auslachte, als er versuchte, die Einflüsse albanischer Sprache auf andere Sprachen bsp. die griechische nachzuweisen.

    Aufjeden Fall wird jetzt dieses Thema wissenschaftlich nachgeprüft und am Schluss gibt es ein Lexikon mit Wörtern, die in anderen Balkansprachen enthalten sind und aus dem albanischen entnommen worden ist.
    ja und?

    trotzdem ist albanien das zweitärmste land in europa...

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