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an die Antiken Griechen, Makedonier, Illyrer und Mongolen

Erstellt von Skitnik, 15.04.2014, 12:04 Uhr · 368 Antworten · 8.329 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Skitnik Beitrag anzeigen
    statt dich auf bedeutungslose details in der animation zu befassen, könntest du das big picture anerkennen und einsehen.
    Was meinst du mit Big Picture ? Also wenn du das hier meinst hab ich es schon vor zehn Jahren akzeptiert vielleicht sollten wir gemeinsam Zoran endlich davon überzeugen.


  2. #12
    Yashar
    Gibt es eigentlich irgendwelche Zeugnisse des Proto-Indo-Europäischen? Würd' ich mir gerne mal ansehen diese Sprache

  3. #13
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Yashar Beitrag anzeigen
    Gibt es eigentlich irgendwelche Zeugnisse des Proto-Indo-Europäischen? Würd' ich mir gerne mal ansehen diese Sprache
    Gibt natürlich keine Zeugnisse von der zeit aber die Linguisten probieren es zu rekonstruieren. Geh auf diesen Link und scroll ein wenig runter da gibt es eine tabele mit Proto indoeuropäischen wörtern. http://en.wikipedia.org/wiki/Indo-Eu...#Sound_changes

  4. #14
    Yashar
    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Gibt natürlich keine Zeugnisse von der zeit aber die Linguisten probieren es zu rekonstruieren. Das rot markierte PIE soll Proto-indoeuropäisch sein. Daneben (modernes)Englisch, Sanskrit, Griechisch, Latein, Lithauisch.

    PIE Skr. O.C.S. Lith. Greek Latin Old Irish Gothic English Examples
    PIE Eng. Skr. Gk. Lat. Lith. etc.
    *p p; phH p Ø;
    chT [x]
    f;
    `-b- [β]
    f;
    -v/f-
    *pṓds ~ *ped- foot pád- poús (podós) pēs (pedis) pãdas
    *t t; thH t t;
    -th- [θ]
    þ [θ];
    `-d- [ð];
    tT-
    th;
    `-d-;
    tT-
    *tréyes three tráyas treĩs trēs trỹs
    *ḱ ś [ɕ] s š [ʃ] k c [k] c [k];
    -ch- [x]
    h;
    `-g- [ɣ]
    h;
    -Ø-;
    `-y-
    *ḱm̥tóm hund(red) śatám he-katón centum šimtas
    *k k; cE [tʃ];
    khH
    k;
    čE [tʃ];
    cE' [ts]
    k *kreuh₂
    "raw meat"
    OE hrēaw
    > raw
    kravíṣ- kréas cruor kraûjas
    *kʷ p;
    tE;
    k(u)
    qu [kʷ];
    c(O) [k]
    ƕ [ʍ];
    `-gw/w-
    wh;
    `-w-
    *kʷid, kʷod what kím quid, quod kàs
    *kʷekʷlom wheel cakrá- kúklos circus kãklas
    Die Sache ist schon sehr interessant. Ich hoffe, dass da in Zukunft noch viel mehr rausgefunden wird.
    Die älteste, in Europa gefundene Schrift wird ja ungefähr auf 5500v Chr. datiert. Ich frage mich echt wie damals so gesprochen wurde.
    Was mich sehr wundert ist, wie die Germanischen Stämme redeten und wie sehr mann heraushören kann, dass die Sprache mit dem Deutschen Verwandt ist.
    Ich meine das Althochdeutsche versteht man ja Halbwegs aber es unterscheidet sich sehr vom heutigen Hochdeutsch.
    Wie ist das eigentlich mit Grieschisch? Hat sich da auch so viel verändert?
    Ich hab mal versucht einen Altalbanischen Text zu lesen und merkte starke unterschiede. Was mir jetzt im Albanischen auffällt ist, dass extrem viele Fremdwörter einfliessen.
    Ist ja in jeder Sprache so aber im Albanischen kommt es mir so vor, dass Fremdwörter immer wie stärker auch umgangssprachlich verwendet werden.
    Eine Menge wörter aus dem Altalbanischen sind "ausgestorben".

  5. #15
    Avatar von Nikos

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    Beiträge
    8.467
    Griechisch hat sich in den letzten 1000 Jahren kaum verändert. Mittelgriechisch bzw. mittelalterliches Griechisch versteht man eigentlich ziemlich genau.
    Selbst Altgriechisch ist für einen halbwegs gebildeten Griechen nicht all zu schwer. Die meisten Wörter des heutigen Griechisch (Dimotiki) stammen direkt
    aus dem Altgriechischen ab.
    Zum Vergleich, Altgermanisch hat fast nichts mehr mit dem heutigen Deutsch zu tun.

  6. #16
    Yashar
    Das muss geil sein, wenn man zum Teil antike texte lesen kann.
    Geil ist ja auch, dass Wörter im Illyrischen mit vielen des Albanischen übereinstimmen oder einfach sehr ähnlich sind.
    z.B das Nomen Schiff

    Oania - Illyrisch
    Ania - Albanisch.

    Das alte Germanische hat aber sicher viele Wörter, bei der man Ansätze heraushören kann.
    Viele "Ähnlichkeiten" vielen mir z.B im Vergleich mit Englisch und Deutsch zuerst nicht auf.
    Aber dann hab ich vieles über die Urnordische Sprache gelesen, die ja auch von einer der ältesten Germanischen Sprachen abstammt und einer der Vorgänger von heutigen Skandinavischen Sprachen ist
    Auf Urnordisch heisst Zunge "Tunga". Da merkt man eine Verwandtschaft. Auf Englisch ist es ja "Tongue" und da merkt man vielleicht nicht sofort, dass es was mit Deutsch zu tun hat.
    Vor allem ausgesprochen merkt man echt fast nichts.
    Auf jeden Fall sehr spannend, die ganze Sache.

  7. #17
    Avatar von Poliorketes

    Registriert seit
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    6.382
    Zitat Zitat von Yashar Beitrag anzeigen
    Die Sache ist schon sehr interessant. Ich hoffe, dass da in Zukunft noch viel mehr rausgefunden wird.
    Die älteste, in Europa gefundene Schrift wird ja ungefähr auf 5500v Chr. datiert. Ich frage mich echt wie damals so gesprochen wurde.
    Was mich sehr wundert ist, wie die Germanischen Stämme redeten und wie sehr mann heraushören kann, dass die Sprache mit dem Deutschen Verwandt ist.
    Ich meine das Althochdeutsche versteht man ja Halbwegs aber es unterscheidet sich sehr vom heutigen Hochdeutsch.
    Wie ist das eigentlich mit Grieschisch? Hat sich da auch so viel verändert?
    Ich hab mal versucht einen Altalbanischen Text zu lesen und merkte starke unterschiede. Was mir jetzt im Albanischen auffällt ist, dass extrem viele Fremdwörter einfliessen.
    Ist ja in jeder Sprache so aber im Albanischen kommt es mir so vor, dass Fremdwörter immer wie stärker auch umgangssprachlich verwendet werden.
    Eine Menge wörter aus dem Altalbanischen sind "ausgestorben".
    Beim Griechischen ist es so ne Sache für sich, die Veränderungen vom altgriechischen zum heutigen Griechischen haben schon sehr früh begonnen in der spätantike bzw frühes Mittelalter. Und sind auch nicht so stark ausgeprägt wie bei den Germanischen Sprachen (englisch vor allem das sich sehr stark verändert hat). Eine Studie hat gezeigt das Homerisches Griechisch (700 vor Christus) näher am heutigen Griechisch ist als Mittelenglisch aus dem (12 Jahrhundert) zum heutigen Englisch.

    Greek language - Wikipedia, the free encyclopedia
    "It is also often stated that the historical changes have been relatively slight compared with some other languages. According to one estimation, "Homeric Greek is probably closer to demotic (Modern Greek) than twelfth-century Middle English is to modern spoken English."[12]

    Griechische Sprache ? Wikipedia
    "Nach dem Verlust der lateinisch sprechenden Gebiete auf der Balkanhalbinsel wurde um 630 die lateinische Amtssprache schnell aufgegeben, und Ostrom wurde endgültig von einem römischen zum byzantinischen Reich. Die Aussprache des Alltagsgriechischen hatte sich zu dieser Zeit bereits verändert, besonders was die Vokale und Diphthonge angeht (die Unterscheidung zwischen Lang- und Kurzvokalen verschwand, und mehrere Vokale wurden als [ i ] wie in „Miete“ ausgesprochen, eine Erscheinung, die als Itazismus bezeichnet wird). Das Beta wurde nun durchgängig wie das V in „Vase“ ausgesprochen. Spätestens um 700 ähnelte die Aussprache bereits sehr stark der des heutigen Griechisch, seit dem 10. Jahrhundert ist sie mit ihr praktisch identisch."


    Was Lehnwörter angeht haben wir natürlich auch viele. Von den Venezianischen/Italienern haben wir welche von der Türkischen Sprache haben wir natürlich einige genau wie alle Balkansprachen und von Latein auch. Wobei man sagen muss das wir die Modernen Fachbegriffe die in allen anderen Sprachen Latein sind nicht haben da wir dafür ausschließlich Griechische Wörter benutzen.

    Ein beispiel ist das etwas veraltete Wort "Automobil" (ist eine Moderne Zusammensetzung aus dem Griechischen "auto" und dem Lateinischen "mobilis") wir sagen aber "Autokynito". kynito ist das griechische Wort für das Lateinische Mobilis was beweglich bedeutet.

  8. #18
    Avatar von Zoran

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    Stichwort "bereinigte Sprache"


    Ein grundsätzlicher Wandel trat erst mit der Gründung des neu-griechischen Staates im 19. Jh. ein: Durch Reinigung der Umgangssprache (Dimotikí, „Volkssprache“) von „Turzismen“ schuf man eine gereinigte Hochsprache (Katharévousa, „Reinsprache“), die bis zum Sturz der Militär-diktatur 1974 alleinige Amtssprache in Griechenland blieb. An den Gymnasien wurde zunächst ausschließlich Unterricht in diesem archaisierenden Pseudo-Altgriechisch erteilt, das für sich in Anspruch nahm, das wahre, nationale Neugriechisch zu sein. Katharévousa und Dimotikí sind als dialektale bzw. soziolektale Varianten nicht mehr angemessen zu be-schreiben; vielmehr sind die Unterschiede so groß, dass man für die Situation in Griechenland den sprachwissenschaftlichen Begriff der Di-glossie neu prägte.

    Was ist griechische Geschichte? Ein Fallbeispiel zur Problematik historischer Räume | Andreas Hartmann - Academia.edu


    Pozdrav


    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Yashar Beitrag anzeigen
    Das muss geil sein, wenn man zum Teil antike texte lesen kann.
    Geil ist ja auch, dass Wörter im Illyrischen mit vielen des Albanischen übereinstimmen oder einfach sehr ähnlich sind.
    z.B das Nomen Schiff

    Oania - Illyrisch
    Ania - Albanisch.

    Das alte Germanische hat aber sicher viele Wörter, bei der man Ansätze heraushören kann.
    Viele "Ähnlichkeiten" vielen mir z.B im Vergleich mit Englisch und Deutsch zuerst nicht auf.
    Aber dann hab ich vieles über die Urnordische Sprache gelesen, die ja auch von einer der ältesten Germanischen Sprachen abstammt und einer der Vorgänger von heutigen Skandinavischen Sprachen ist
    Auf Urnordisch heisst Zunge "Tunga". Da merkt man eine Verwandtschaft. Auf Englisch ist es ja "Tongue" und da merkt man vielleicht nicht sofort, dass es was mit Deutsch zu tun hat.
    Vor allem ausgesprochen merkt man echt fast nichts.
    Auf jeden Fall sehr spannend, die ganze Sache.

    Tunga
    Latinisierung des T= ausgesprochen C,Z
    Zunga
    Da die Insel von einer solchen Romanisierung wie das Festland verschont blieb erklärt sich das von selbst.

    Pozdrav

  9. #19
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Stichwort "bereinigte Sprache"


    Ein grundsätzlicher Wandel trat erst mit der Gründung des neu-griechischen Staates im 19. Jh. ein: Durch Reinigung der Umgangssprache (Dimotikí, „Volkssprache“) von „Turzismen“ schuf man eine gereinigte Hochsprache (Katharévousa, „Reinsprache“), die bis zum Sturz der Militär-diktatur 1974 alleinige Amtssprache in Griechenland blieb. An den Gymnasien wurde zunächst ausschließlich Unterricht in diesem archaisierenden Pseudo-Altgriechisch erteilt, das für sich in Anspruch nahm, das wahre, nationale Neugriechisch zu sein. Katharévousa und Dimotikí sind als dialektale bzw. soziolektale Varianten nicht mehr angemessen zu be-schreiben; vielmehr sind die Unterschiede so groß, dass man für die Situation in Griechenland den sprachwissenschaftlichen Begriff der Di-glossie neu prägte.

    Was ist griechische Geschichte? Ein Fallbeispiel zur Problematik historischer Räume | Andreas Hartmann - Academia.edu


    Pozdrav
    Stichwort, Katharevousa die gereinigte Sprache von allen Lehnwörtern sprechen wir aber nicht wir sprechen Dimotiki die ganz normale umgangssprache die immer noch die Türkischen Lateinischen italienischen Lehnwörter besitzt.
    So langsam reicht es mit deinen Halbwahrheiten hier die du in dem raum wirfst um einen falschen eindruck zu erwecken. Die Katharevousa hat sich nie durchgesetzt in der Griechischen geselschaft und ist für uns sowas wie eine Hochsprache die kein Schwein heute spricht im alltag.



    http://de.wikipedia.org/wiki/Dimotiki
    Unter Dimotiki [ðimotiˈci] (griechisch δημοτική [γλώσσα] „Volkssprache“) versteht man die historisch gewachsene und in direkter Kontinuität aus dem Altgriechischen entstandene neugriechische Volkssprache.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Katharevousa
    Seit 1976 ist das natürlich entstandene und von Griechen als Muttersprache gesprochene Neugriechisch (auch als Dimotiki bezeichnet) alleinige Staatssprache Griechenlands sowie Amtssprache Zyperns und der Europäischen Union

  10. #20
    Yashar
    Ja, aber Engländer sind ja grösstenteils Nachfahren der Angeln und der Sachsen aus deren Sprachen (Inkl. Skandinavischen Elementen - Wikinger etc.) sich die Englische Sprache bildete. Die Angeln und Sachsen begannen sich erst Jahrhunderte nach dem Fall des Römischen Reiches auf dem heutigen England anzusiedeln. Von da kommt auch der Name England. Angelsachsen, Angelland, England.

    Die Römer siedelten sich ja auch im Süden des heutigen Englands an.
    Deine Theorie könnte aber in einem anderen Zusammenhang stimmen. Skandinavien wurde ja nie von den Römern erobert, was bedeutet, dass auch keine Romanisierung stattgefunden hat. Man weiss, dass viele Wörter des Englischen (Etwa 100) aus den Skandinavischen Sprachen kommen. Vielleicht kommt das Wort von da.

    Ich weiss nicht ob die Vorfahren der Angeln und Sachsen Romanisiert wurden. Kann auch gut sein das es direkt von dort kommt.

    Auf jeden fall hat es nichts damit zu tun, dass das gebiet des heutigen England nie romanisiert wurde.

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