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Antisemitismus bei Albanern

Erstellt von arben_murati, 28.04.2008, 16:46 Uhr · 30 Antworten · 2.949 Aufrufe

  1. #1

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    Antisemitismus bei Albanern

    Albanien:
    Selbst das Wort Antisemitismus ist unbekannt

    Am 30 Juli brachte Radio DW in albanisch eine spannende Reportage zum Thema “Die Rettung der Juden in Albanien“. Die Sendung wurde maßgeblich von Frau Aida Cama gestaltet. Ausgangspunkt war die vor zwei Jahren in Osteuropa gestartete Aktion “Operation Letzte Chance“ des Simon Wiesenthal Zentrums.

    Ziel der Operation des Simon Wiesenthal Zentrums ist es, noch lebende Nazikollaborateure zu fassen, die sich aktiv an der Ermordung der europäischen Juden beteiligt hatten. Die Suche beschränkt sich nicht nur auf die baltischen Länder, Polen, Ungarn und Rumänien, sondern auf alle Balkanstaaten. Albanien ist nicht darunter, denn dort wurden Juden nie verfolgt.

    Das albanische Gegenmodell

    In der Zeit der faschistischen Besatzung Albaniens (Von April 1939 bis Juli 1943 durch Italien, danach bis November 1944 vom nazistischen Deutschland) kam kein einziger albanischer Jude und keiner der nach Albanien geflohenen Juden ums Leben. Alle 200 albanischen Juden überlebten und auch die fast 900 nach Albanien geflüchteten Juden überlebten die Schoah im Land der Skipetaren. Im Jahr 1945 lebten in Albanien mehr Juden als vor dem Krieg, das war beispiellos in Europa.

    In der Sendung berichtete die in Washington lebende Jutta Neumann über ihre Zeit in Albanien. Frau Neumann ist in Hamburg geboren, dort hat sie bis zur zweiten Klasse die Schule besucht. Dann war Frau Neumann 1939 mit ihrer Familie über Italien nach Albanien geflohen, so wie etwa 100 andere aus dem Machtbereich des faschistischen Deutschen Reiches. Frau Neumann berichtete: “Und wie wir angekommen sind in Durazzo am ersten März, wussten wir überhaupt nicht, was zu erwarten war. Wir haben nicht gewusst, dass es schon andere Emigranten dort gab. Dann haben wir bei einer mohammedanischen Familie gelebt. Da haben wir zum ersten Mal Ramadan, Bajram erlebt. Es war wunderbar. Die Leute haben uns behandelt wie ihre eigene Familie. Essen ist geschickt worden, Baklava und Pilav - wunderbar. Die Albaner waren phantastisch.“

    Ähnliches weiß auch die in Albanien geborene Jüdin Anna Cohen zu berichten: “Ich bin in Albanien geboren und aufgewachsen und habe mich immer als Albanerin jüdischer Herkunft gefühlt. Meine Familie ist nach Albanien aus Thessaloniki in Griechenland gekommen und hat im Dorf Tre vllaznit, zu deutsch Drei Brüder, in der Nähe von Vlora Zuflucht gefunden. In Albanien haben wir uns immer wie zu Hause gefühlt. Von Antisemitismus war nie die Rede. Dass wir jüdischer Herkunft sind, hat überhaupt keine Rolle gespielt.“ Anna Cohen erblickte kurz nach Kriegsende das Licht der Welt und lebte dort unter dem sich kommunistisch nennenden System, unter Führung Enver Hoxhas. Heute ist sie Zahnärztin in New York und spricht weiterhin fließend die Sprache, die sie zuerst gelernt hat: Albanisch. Auf Nachfrage erklärte sie: “Nein auch unter Enver Hoxha gab es keinen Antisemitismus. Und noch heute ist es so, wenn man vom Antisemitismus spricht, wissen die Albaner nicht, was damit gemeint ist. Man kennt nicht einmal das Wort“.

    Warum keine Judenverfolgung und Judenvernichtung in Albanien?

    Auch diese Frage wurde in der Sendung behandelt. Allerdings wurde die Fragestellung nur beschreibend ohne genauere Analyse abgehandelt. Beschrieben wurden die wiederholten Versuche der faschistischen Besatzungsmächte in Albanien, die Juden in Lagern zusammenzutreiben, um sie zu deportieren. Aber albanische Bauern nahmen Juden auf und versteckten sie, während die albanischen Beamten und Politiker, die mit den Faschisten kollaborierten, in dieser Frage die Anordnungen der Besatzer unterliefen. Zu stark war die Ablehnung in der Bevölkerung gegenüber der angeordneten Judenverfolgung.
    Etwas kurz kommt in dem Radiobeitrag die Rolle der starken kommunistisch geführten Partisanenarmee unter Enver Hoxha und Mehmet Shehu. Besonders sicher waren die Juden in den von den Partisanen befreiten Gebieten. Akte individueller Heldenhaftigkeit gegenüber nazistischen Suchtrupps waren nicht mehr von Nöten.
    In den Gebieten unter faschistischer Herrschaft wurden alle Juden versteckt. Es war ein Gebot der Ehre, sein Haus, das nach einem alten albanischen Ehrenkodex “Gott und dem Gast gehört“, den Juden zur Verfügung zu stellen. Der Hamburger Historiker Michael Schmidt Necke erklärte in der Sendung ansatzweise, woher die Sonderrolle Albaniens im Verhalten gegenüber den Juden kam. Schmidt-Necke sagte: “Die Juden in Albanien waren durchweg hoch assimiliert und von der übrigen Bevölkerung kaum zu unterscheiden. Kaum einer sprach Ladino, die romanische Sprache der südeuropäischen Juden. Nur in Vlora gab es zeitweilig eine Synagoge. Die Juden in Albanien haben das typische Diaspora-Leben geführt. Das religiöse Leben spielte sich in den eigenen vier Wänden ab. Sie waren keine sichtbare Gruppe, mit der man sich hätte auseinandersetzen können“. Diese Analyse von Schmidt-Necke ist etwas oberflächlich und banal. Tatsächlich waren die kleinen jüdischen Gemeinden in Delvine und Vlora den Albanern bekannt. Die Juden lebten überwiegend vom Kleinhandel und waren oft die einzigen, die in dem gebirgigen Land zum Bäuerlein empor kletterten um ihm ein Stück Stoff zu bringen. Die Verfolgung seines Freundes des Juden nahm der albanische Bauer nicht hin. Zudem war Albanien damals das rückständigste Gebiet in Europa. Der moderne Antisemitismus hatte keinen Weg nach Albanien gefunden. Es galt noch der alte Ehrenkodex, die Gastfreundschaft sowie die Verteidigung des Gastes.
    Gleichzeitig kam im Rahmen des historischen Gesetzes von der ungleichzeitigen und kombinierten Entwicklung, zumindest die albanische Intelligenz mit der ursprünglichen französischen Aufklärung oder gar dem Kommunismus in Berührung. Die 1878 gegründete “Liga von Prizeren“ nannte Friedrich Engels: “Die fortschrittlichste bürgerlich demokratische Bewegung auf dem ganzen Balkan“. Die negative Moderne von Turnvater Jahn über Nietzsche und Wagner, der antisemitische Zeitgeist umkurvte damals Albanien. Es gab in dem Land nie eine Partei oder eine Bewegung auf der Basis des Antisemitismus.
    Dennoch hat Schmidt Necke zurecht noch auf eine weitere historische Besonderheit der albanischen Entwicklung hingewiesen. Sie ermöglicht zu verstehen, warum auch der Vorläufer des "aufgeklärten“ Antisemitismus, der Antijudaismus, in Albanien nicht vorhanden war. Schmidt-Necke sagte: “Albanien ist ein gemischt religiöses Land. Vor dem zweiten Weltkrieg waren etwa zwei Drittel der Bevölkerung Muslime, verteilt auf zwei große Glaubensgemeinschaften, bei den Christen Albaniens gab es ebenfalls eine Spaltung in Orthodoxe und Katholiken. Das führte zu einem hohen Grad an interreligiöser Toleranz und auch interreligiösem Zusammenleben auf kleinem Raum“. An dieser Feststellung von Schmidt-Necke ist viel wahres. Trotzdem sollte die Rolle der archaischen Tradition mit seinen Ehrbegriffen in die Erklärung miteinbezogen werden. Aber auch die Realität, dass Religion weitgehend als Privatangelegenheit betrachtet wurde. Die nationale Identität war und ist eher laizistisch unterlegt, mittels einer Kombination aus Tradition und Fortschritt.

    Max Brym

    hagalil.com=jüdische zeitung

  2. #2

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    1,Das liest sich keiner durch

    2,Wirkt das Posting ziemlich verzweifelt , als ob du unter allen umständen
    ein Gegenteil erreichen willst.

    3,Antisemitismus gibt es in jeder Christlichen Konfession , egl ob Katholisch oder Orthodox.

  3. #3

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    169
    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    1,Das liest sich keiner durch

    2,Wirkt das Posting ziemlich verzweifelt , als ob du unter allen umständen
    ein Gegenteil erreichen willst.

    3,Antisemitismus gibt es in jeder Christlichen Konfession , egl ob Katholisch oder Orthodox.
    du weißt aber schon dass albaner zu 85%moslems sind und in kosovo zu 98%,aber egal hat ja nix mit dem thema zu tun...

    warum verzweifelt?ich freu mich sowas zu lesen.was meinst du mit gegenteil beweisen,informir dich mal

  4. #4

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    Zitat Zitat von arben_murati Beitrag anzeigen
    du weißt aber schon dass albaner zu 85%moslems sind und in kosovo zu 98%,aber egal hat ja nix mit dem thema zu tun...

    warum verzweifelt?ich freu mich sowas zu lesen.was meinst du mit gegenteil beweisen,informir dich mal

    Dir ist schon klar das es auch Christliche Albaner gibt.

    Und wer hat überhaupt behauptet das Albaner Antisemitisch sind ,
    Wenn auch möglich ist das einige Moslem Fundamentalisten AntiIsraelisch sind.

  5. #5

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Dir ist schon klar das es auch Christliche Albaner gibt.

    Und wer hat überhaupt behauptet das Albaner Antisemitisch sind ,
    Wenn auch möglich ist das einige Moslem Fundamentalisten AntiIsraelisch sind.
    du redest so undeutlich,kreuz und quer mit den gedanken.
    ich hab einen text wo steht dass albaner nicht antisemitisch waren im gegensatz zu rest europa und du laberst dann was von irgendwelchen christlichen albanern

  6. #6

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    Zitat Zitat von arben_murati Beitrag anzeigen
    du redest so undeutlich,kreuz und quer mit den gedanken.
    ich hab einen text wo steht dass albaner nicht antisemitisch waren im gegensatz zu rest europa und du laberst dann was von irgendwelchen christlichen albanern

    Wenn 85%Prozent Moslems sind was sind dann die restlichen 15%
    Schlaumeier?

    Anscheinend hat man unter Enver Hoixa leichter überlebt wenn man ein Schwachkopf wie du war.

  7. #7

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Wenn 85%Prozent Moslems sind was sind dann die restlichen 15%
    Schlaumeier?

    Anscheinend hat man unter Enver Hoixa leichter überlebt wenn man ein Schwachkopf wie du war.
    ich komm aber nicht aus albanien sondern kosovo
    ja die 15% waren offensichtlich auch nicht sehr antisemitisch.

  8. #8
    pqrs
    Antisemitismus gab es bei jeden Volk, nur bei einigen verstärkt und bei einigen weniger. Die Albanien-Albaner zählen wohl dazu.

    Ich freu mich schon drauf wenn sich einige Serben gleich drauf los stürzen mit ihren "SS Skanderbeg Division", die hauptsächlich fast nur in Kosovo unterwegs war aber der Text dabei um Albanien geht. ^^

  9. #9
    Crane
    Der Text ist doch lächerlich und dieses Thema hatten wir hier schon hundert mal. Die Albaner haben alle Juden gerettet und im Rest der Welt lebten nur Nazis.

    Die Albaner hatten damals "null" Kontrolle darüber, was in Albanien passierte, denn es gab gar kein Albanien mehr. Die Italiener und Deutsche haben gemacht was sie wollten und außnahmsweise keine Judenjagd in Albanien gemacht. Wahrscheinlich deshalb, weil es in Albanien nur 200 Juden gab.

    Mich nervt es, dass die Albaner hier sich wie Helden feiern lassen, aber im gleichen Zug alle Verbrechen, die von Albanern im 2. Weltkrieg begangen wurden nicht rechtfertigen wollen. Dazu wurden auf einmal alle gezwungen. Für mich steht fest, dass wenn jemand dazu gewzsungen werden kann seine Nachbarstaaten anzugreifen, dann kann er auch dazu gezwungen werden die Juden im Land zu töten.

    Albanien stellt im Vergleich zu anderen Nationen keinen Unterschied dar. Es gab Kollaborateure und es gab Menschen, die versucht haben die Juden zu retten. Im Gegensatz zu anderen Nationen des Balkans hat sich Albanien nicht gegen Einmarsch Italiens gewehrt. Das liegt einfach daran, dass Albanien damals stark von Italien und Österreich/Deutschland abhing als Garantiemächte. Hätten sie mit diesen Staaten gebrochen, hätten sie sich um ihre Existenz fürchten müssen. Die Chance die Seiten zu wechseln und sich Griechenland, Serbien oder einfach der Allianz anzuschließen hat man damals wohl nicht erkannt.

  10. #10

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    ich hab mal gelesen dass die nazis die kosovo-albaner am meisten mochten,weil die irgendwie meinten dass das irgendwie richtige nazis waren,mehr zumindest als in albanien oder mazedonien.aber mit antisemitismus hatte die verbündung ss skanderbeg zu tun,die wollten nur ihr boden zurückgewinnen.

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