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Aufstand der Zandsch

Erstellt von John Wayne, 05.06.2010, 17:48 Uhr · 17 Antworten · 1.251 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    13.05.2007
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    18.328

    Aufstand der Zandsch

    Der Aufstand der Zandsch in Mesopotamien zwischen 869 und 883 gegen die Abbasiden war die bemerkenswerteste Revolte in der annähernd 1400 Jahre währenden Geschichte der Sklaverei im Islam. Anführer war Ali ben Muhammad oder, anders lautend, Ali ibn Mohammed.

    Unter den multiethnisch zusammengesetzten Sklaven in den islamischen Ländern waren die Slawen als „Weißeste“ die angesehensten und begehrtes Handelsgut aus Europa. Die afrikanischen Zandsch galten als verachtenswerteste und wurden für die niedrigsten und schwersten Arbeiten eingesetzt, so für die Trockenlegung der Salzsümpfe am Unterlauf des Euphrat, wo in Plantagenwirtschaft Luxusfrüchte für den Fernhandel angebaut werden sollten.[1] Dort kam es 689, 690 und 694 zu Aufständen, die wegen schlechter Organisation und unzureichender Bewaffnung schnell niedergeschlagen werden konnten. Knapp 200 Jahre später brach jedoch am 7. September 869 ein Aufstand aus, der sich über 14 Jahre bis zum 11. August 883 hinzog und von dem Araber Ali ben Muhammad, dem „Herrn der Zandsch“, bis zu seinem Tod angeführt wurde.

    Die vom Kalifen in Bagdad organisierten Gegenmaßnahmen scheiterten wiederholt an der Kampfkraft der Zandsch. Vielmehr erzielten die Zandsch 871 einen großen Erfolg, als sie Basra, das von islamischen Theologen und Religionsführern als religionsferne, dem Luxus ergebene Lasterhöhle kritisiert wurde,[2] in ihre Gewalt brachten und völlig zerstörten. Unter den Einwohnern richtete das Sklavenheer ein Massaker an und zwang die Überlebenden in die Sklaverei.[3]

    In der Nähe des zerstörten Basra errichteten die Aufständischen eine eigene Hauptstadt, die über ein Militärkommando, eine Verwaltung und Gerichte verfügte. Zu den erfolgreichen Zandsch stießen andere Unzufriedene wie Bauern, Hirten, Flussschiffer, Lastträger neben „weißen“ Deserteuren aus der Armee des Kalifen, türkischen Gefangenen und versklavten gegnerischen Soldaten. Viele Zandsch waren als siegreiche Krieger und neue Herren des Südiraks selbst Sklavenhalter geworden. Das führte zu sozialen Reibereien und ethnisch motivierten Konflikten, die die Einheit untergruben. In den fortdauernden Kämpfen liefen zunehmend Soldaten zu den Einheiten des Kalifen über, nachdem der Befreiungsimpuls erlahmt war und die gegnerischen Offiziere verlockende Angebote gemacht hatten. Im März 883 wurde der Sitz des Ali ben Muhammad eingenommen, aber erst am 11. August 883 war mit seinem Tode der Aufstand beendet und Al-Muwaffaq als der herrschende Regent der Abbasiden unter Kalif Al-Mu'tamid der endgültige Sieger. Der Kopf des Getöteten wurde aufgespießt und in Bagdad als Trophäe zur Schau gestellt.[4]
    Die Historiker sind sich nicht einig, wie viele Opfer der Aufstand gekostet hat. Die überlieferten Zahlen sind unzuverlässig und schwanken zwischen 500 000 und 2 Millionen.[5]

    Der Anführer Ali ben Muhammad

    Von Ali ben Muhammad weiß man, dass er in Samarra lebte, Dichter am Hofe des Kalifen war und Schülern Lesen, Schreiben, Grammatik und die Astronomie beibrachte. 864 ist ein Aufenthalt in Bahrein belegt, wo er sich zum Aliden erklärte, nämlich sich als einen Verwandten des drei Jahre zuvor ermordeten Schwiegersohnes von Mohammed, Ali, ausgab. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er ein freigelassener „weißer“ Sklave war; denn er forderte die Gleichheit aller Menschen ohne Rücksicht auf ihre ethnische Zugehörigkeit.[6] Dazu suchte er das Bündnis mit Hamdan Qarmat, dem Begründer der sektiererischen Qaramita.[7] Er sammelte Anhänger zur Revolte um sich, musste aber fliehen. Weitere Nachrichten bezeugen ihn in Basra, in Bagdad und im Süden Mesopotamiens. Auf die Zandsch wurde er zufällig aufmerksam, setzte sich aber gleich 869 an ihre Spitze und rief feierlich die Revolte aus. Als selbsternannter Mahdi und angeblicher Angehöriger der Familie des Propheten beanspruchte er von seinem Staat aus, der auch eigene Münzen prägte, das islamische Gesetz wiederherzustellen.

    Einmal mächtig geworden, sorgte Ali ben Muhammad jedoch für eine streng hierarchische Gesellschaftseinrichtung, in der soziale und ethnische Gruppen voneinander getrennt waren. Als Beute erworbene Güter und Reichtum waren ihm und den ihm Nahestehenden vorbehalten. Die Zandsch wurden zu einer wenn auch privilegierten Gruppe unter anderen. Es ist davon auszugehen, dass in ihm sich schließlich die unter Arabern allgemein verbreitete Verachtung Schwarzen gegenüber durchsetzte.[8] Wie andere gescheiterte Zandschrevolten zeigten, hätte aber ohne ihn als Anführer der Aufstand nicht so lange durchgehalten werden können. Deshalb endete er auch mit seinem Tod am 11. August 883.

    Ergebnis des Aufstandes


    Sklaverei ist bis in die Gegenwart ein Phänomen der islamischen Welt geblieben, wenn es auch im 20. Jahrhundert tabuisiert wurde. Der muslimische französische Anthropologe Malek Chebel hat es 2007 für nötig gehalten, öffentlich an die Verantwortlichen in den von ihm besuchten islamischen Ländern zu appellieren, Sklaverei in ihren angepassten Formen nicht als ein Tabu einzustufen, sondern als ein Verbrechen mit entsprechenden Strafen zu verfolgen.[9]

    Der Befreiungskampf der Zandsch schaffte zwar die Schwerstarbeit in den Salzsümpfen des Euphrat ab, aber der mit allen Nachbarländern des Islam gepflegte Sklavenhandel erlebte am wenigsten Afrika gegenüber einen Einbruch. So ist auch ein weiterer, mit einem Massaker schnell beendeter Aufstand der Zandsch schon 885 aus Al-Wasit (Gouvernement) am Tigris überliefert.[10] Afrika blieb vielmehr bis ins 20. Jahrhundert vorrangiges Sklavenreservoir mit einer für eine Dauer von 1400 Jahren angenommenen Deportiertenzahl von 17 Millionen, die an ihren Zielorten ankamen. Für einen Deportierten müssen aber zusätzlich drei bis vier andere bei der Sklavenjagd, bei Epidemien oder durch Kastration usw. Umgekommene veranschlagt werden.[11]
    Für den französischen Mittelalterhistoriker Jacques Heers ist bemerkenswert, dass der lange Aufstand der Zandsch allein bis ins 13. Jahrhundert über 100 Bearbeitungen (auch unter orientalischen Christen) gefunden hat, dabei die wichtigste dreihundertseitige des Historikers At-Tabarī als Zeitgenosse der Ereignisse.[12] Heers wirft jedoch der europäischen Geschichtsschreibung vor, dass sie zwar Spartacus zu einer aus der Geschichte der Sklaverei nicht wegzudenkenden Figur hat werden lassen, aber auf die Sklaverei im Islam bisher nicht genügend Aufmerksamkeit verwendet hat.[13]

    Aufstand der Zandsch ? Wikipedia

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ +++++

    Ali ben Muhammad der Spartakus des Orient möge der herr dir ewige ruhe schenken.


    was heißt das eigentlich: "slawen waren das begehrteste handelsgut aus europa"??

  2. #2
    Avatar von DZEKO

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    55.012
    Slawen- hellhäutig, gross, schön und stark.

  3. #3

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    9.280
    Slaven Sklaven

  4. #4

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    slawen ist fett...
    was sind nun die wikinger?

  5. #5

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    1.780
    Zitat Zitat von Dr.Mabuse Beitrag anzeigen
    was heißt das eigentlich: "slawen waren das begehrteste handelsgut aus europa"??
    Slawen konnten man schnell versklaven und akzeptierten auch fremde Königreiche und Religionen.

    Siehe Römisches Reich, Osmanisches Reich und die Ungaren.

    Aber auch andere Europäische Staaten haben sie als Soldaten ausgenutzt. Zum beispiel Hitler Deutschland und Russland.

  6. #6

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    3.244
    kroaten sind ein mix aus persern und illyrer

  7. #7
    Ado

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    8.973
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    kroaten sind ein mix aus persern und illyrer


    Kroaten sind plus minus das gleiche wie die anderen Jugoslawen, und das weisst du

    Kann sein dass sie früher anderst waren, aber das hat sich unten so sehr vermischt, dass man von einer Rasse ausgehen kann.

  8. #8

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    Zitat Zitat von Ado Beitrag anzeigen


    Kroaten sind plus minus das gleiche wie die anderen Jugoslawen, und das weisst du

    Kann sein dass sie früher anderst waren, aber das hat sich unten so sehr vermischt, dass man von einer Rasse ausgehen kann.
    wir haben aber am meisten illyrische gene

  9. #9
    Ado

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    8.973
    Zitat Zitat von st0lzer kr0ate Beitrag anzeigen
    wir haben aber am meisten illyrische gene
    Was, wenn deine Urgrossmutter Serbin war?

  10. #10

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    Zitat Zitat von Ado Beitrag anzeigen
    Was, wenn deine Urgrossmutter Serbin war?
    war sie nicht, aber selbst wenn hät ich kein problem damit

    und laut igenea sind die kroaten aus kroatien und bih die mit den meisten illyrischen genen

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