Der Berg Serbairou
Grab Christi oder keltisches Kromleck?
Befindet sich hier tatsächlich eine riesige unterirdische Halle, deren Zugang bei den Quellen ist?




Manfred Dimde beschreibt in seinem Buch "Die Gralsverschwörung" den Berg Serbairou nahe Rennes-les-Bains als den Ort, an dem die letzte Ruhestätte Christi gefunden werden kann. Das Grab befindet sich im Zentrum eines großen keltischen Chromlecks, den Abbé Henri Boudet schon in seinem Buch "La vraie langue celtique" beschrieben hat. Die Voraussetzungen, zwei Flüsse, die den Berg umschließen, zwei Quellen und Menhire, sind hier durchaus gegeben. Reicht das alleine aber schon aus, um Dimdes Theorie zu untermauern?

Der Autor spricht von einem Wassermechanismus, der den Eingang verschlossen hält. Es sei lebensgefährlich, erklärt Dimde, dort hineinzugehen, wenn man den Schlüssel nicht in den Händen hält, schließlich wird das wasser dann nur kurze zeit Die Fontaine d´Amour - ist hier ein Zugang zum unterirdischen Jesusgrab? zurückgehalten, um die ungebetenen Besucher der Grabeshöhle plötzlich zu überraschen und unter sich zu begraben. Wer ohne Schlüssel kommt, wird in den über ihn hereinbrechenden Fluten sterben, beruft sich Dimde auf Texte, die der Abbé Saunière hinterlassen hat. Wie er sie genau entschlüsselt hat, verrät Dimde allerdings nicht. So bleibt zwar festzuhalten, dass die "Source de la Madeleine" und die "Fontaine d´Amour" tatsächlich existieren; ob hinter oder unter ihnen ein wie auch immer gearteter Zugang ist? Es darf zumindest angezweifelt werden.

Der Serbairou selbst ist ein bemerkenswerter Berg. Mitten im Wald finden sich Dutzende Menhire – das sind natürliche Gesteinsformationen, die teilweise mehrere Meter hoch sind. Schon Abbé Boudet hat den Serbairou auf seiner Karte besonders gekennzeichnet – an einer Stelle befindet sich ein kleines Kreuz. Existiert dort tatsächlich das Grab Jesu?

Wieder einmal scheint die Asmodeusstatue eine entscheidende Bedeutung zu haben. Der Asmodeus trägt ein Weihwasserbecken. Darüber befindet sich der rote Kreis mit dem BS-Symbol. Seltsamerweise treffen die beiden Flüsschen Der Zugang zum Berg erfolgt über das Wasser Blanque und Sals am Serbairou aufeinander: in einem Ort, der La Benitier genannt wird: das Weihwasserbecken. Noch etwas kommt hinzu: Wer sich auf den Teufelsstuhl setzt, kann über das Tal hinüber zum Berg Serbairou blicken, beziehungsweise zum Col Doux, dem Pass des Friedens. Erinnern wir uns an eine Stelle des großen Manuskriptes: Friede 681. Ist das eine Anspielung auf den Col Doux, auch wenn der „nur“ 680 Meter hoch ist?


Der Weg auf den Serbairou ist nicht einfach: der Berg ist von allen Seiten durch die beiden Flüsschen Sals und Blanque abgeschnitten. Der Weg hinauf führt durch das Wasser, genauer gesagt über das erwähnte „Taufbecken“: la Benitier. Einen richtigen Fußweg sucht man hier genauso vergebens, wie eine kleine Brücke, die über den Fluss geführt hätte. Es bleibt nichts anderes übrig, als sich durch das Dickicht des Waldes zu kämpfen, will man den Serbairou erkunden.

Wer sich die Menhire aus der Nähe betrachtet, sieht sich schnell mit der Frage konfrontiert, ob es sich bei diesen wirklich um Ist hier einer der Eingänge zu Dimdes Höhle zu finden? natürliche Gesteinsformationen handelt. Gerade die kleinen Steine und Mauern sind in regelmäßigen Abständen um den Berg verteilt. Zu regelmäßig, um zufällig, geschweige denn natürlich zu sein. Handelt es sich bei den Menhiren von Rennes-les-Bains möglicherweise um eine vergessene keltische Anlage vom Ausmaß eines Stonehenge?

Vor einem der großen Menhire, nahe der von Boudet auf der Karte markierten Stelle, haben wir bei unserem letzten Besuch in Rennes-le-Château etwas entdeckt, das höchstwahrscheinlich von Menschenhand geschaffen wurde: es sieht aus, wie der Eingang zu einer Höhle. Ist dahinter womöglich das Jesusgrab verborgen? Die Theorie ist faszinierend, scheint unter realistischen Bedingungen betrachtet aber wieder eher unwahrscheinlich zu sein. Für einen Eingang ist die Vertiefung schlicht zu klein. Es könnte sich allerdings um einen Belüftungsschacht handeln – nur: wo ist dann der Haupteingang in die Höhle zu finden? Er bleibt vor unseren Augen verborgen - so er denn wirklich existiert.


hat bestimmt was mit uns serben zu tun 8)