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Bevölkerungsaustausch 1923 zwischen GR und der TR [Sammelthread]

Erstellt von Heraclius, 16.08.2015, 21:24 Uhr · 92 Antworten · 5.917 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Poet Beitrag anzeigen
    es war nicht die kirche... lern mal ein wenig geschichte
    Ja genau die Kirche hatte damals nicht so Größe Macht wie Heute , aber warte doch.

  2. #12
    Avatar von Forte

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    Alle Vertrieben sind Opfer. Auch diese aus Anatolien. Für Sie war es auch nicht einfach ihre Häuser zu verlassen.

  3. #13
    Avatar von NovaKula

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    Achillis

    Einfach king

  4. #14

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    Zitat Zitat von Pionier Beitrag anzeigen
    Alle Vertrieben sind Opfer. Auch diese aus Anatolien. Für Sie war es auch nicht einfach ihre Häuser zu verlassen.
    Ja aber immer noch besser als ermordet zu werden.

  5. #15
    Avatar von Forte

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    Ja aber gilt für alle betroffene...

  6. #16

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    Zitat Zitat von Pionier Beitrag anzeigen
    Ja aber gilt für alle betroffene...
    ja aber leider haben sich nicht alle an Verträge gehalten...siehe Minderheit in Instanbul

  7. #17
    Avatar von artemi

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  8. #18

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    Es gab auf beiden Seiten Mörder. Man kann jetzt auch Beispiele hinzuziehen, aber es bringt nichts. Man kann jetzt auch argumentieren, dass man vergeben aber nicht vergessen wird, aber es bringt nichts. Nicht in diesem Forum.

  9. #19
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

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    2.242

    Beitrag

    Über diesen Bevölkerungsaustausch kann ich leider nicht viel schreiben da mir die Kenntnis hierüber fehlt .
    Genauso wie der Großteil von euch kenne ich den ungefähren ablauf dieser Geschehenisse nur vom Hören und Sagen her. Was einige Nationalisten aus Athen uns und der Welt weismachen wollen hat uns nicht zu Interessieren, wir suchen selbst nach der Wahrheit und lassen uns von keiner nationalistischen Propaganda beirren, daher werde ich bei der Beurteilung der Situation auf eigene Erfahrungen zurückgreifen.

    Wir leben hier mit Griechen und einigen anderen Balkanvölkern friedlich zusammen.Nicht nebeneinander sondern Gemeinsam. Von problemen habe ich bisweilen nichts mitgekriegt, im Gegenteil. Bei uns kommen beide Kulturen zusammen und verschmelzen miteinander.

    Nun war ich diesen Samstag zu einem Kurztripp auf Chios (Sakiz Adasi), die Insel liegt nicht weit entfernt von meiner Heimat. Gleiches Klima und ähnliche Menschen , keinerlei Probleme. Nachbar ist selber aus Girit (Kreta). Eben noch in Çesme Alaçati gewesen und dort mit einigen Händlern aus Griechenland ins Gespräch gekommen.

    Aufgrund der Aktuellen Situation in Griechenland versuchen viele ihre Waren nun hier zu verkaufen weil den Menschen in der Heimat leider das Geld fehlt. Allesamt schwärmten sie von der Gastfreundschaft der Türkischen Ägais Bewohner und gaben uns zu erkennen, wie wohl sie sich hier fühlen.Kein Wunder denn die Äegis mit all ihren Bewohnern und ihrer Geschichte steht für Kultur und Lebensfreude wie kein anderer Ort dieser Welt.

    Die Griechen selbst pflegen seit Jahrhunderten eine enge Beziehung zu der Orientalischen Welt. Es gibt sogar einige, die den Griechen einen Altorientalischen Urprung nachsagen. Wie dem auch sei, was geschehen ist ist geschehen, man kann Vergangenes nicht mehr Rückgängig machen.

    Der Bevölkerungsaustausch war Unumgänglich also musste man diesen zwangsläufig Praktizieren um einen Größeren Schaden abzuwenden.Fakt ist, dass es nie wieder so sein wird wie es einst gewesen ist. Als Erwachsener Mensch sollte man sich damit abfinden können. Der Großteil der Griechen wird heute wohl mehr mit den Unmittelbaren Nachbarn (Slawen, Albaner usw) zu tuen haben als mit den einstigen Völkern Anatoliens.

    Menschen die in friedlicher Absicht zu uns kommen, um zb die Angebliche Urheimat ihrer Vorfahren zu besuchen bzw näher kennenzulernen, sind uns jederzeit Herzlichst Wilkommen. Es existiert kein Gesetz in der Türkei ,welches es diesen Menschen verbietet dort wieder zu Siedeln.

  10. #20
    Avatar von Indiana Jones

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    03.04.2015
    Beiträge
    4.069
    Vielen Dank für diesen Thread Heraclius.
    Ein Teil meiner eigenem Familie Väterlicherseits, musste damals in die Türkei fliehen, ihrer Religion wegen. Sie wurden nach Sakkarya gebracht ein anderer nach Anatolien, soweit weg von zu Hause. Nach all der langen Zeit aber haben wir uns wiedergefunden auch dank dem Internet natürlich und auch Facebook. Die alten, dienvon unserer Familie abstammen sind jedes Jahr zu uns nach Mazedonien gekommen und sie haben nie aufgehört unsere Sprache zu sprechen. Es sind im Prinzip die Geschwister meiner Urgrosseltern. Das erste Mal als sie uns besuchen kamen seien sie nach der Ankunft zusammengebrochen(Aussagen meines eigenen Vaters) und alle anderen Male als auch ich sie getroffen habe, haben sie geweint und immer gesagt, dass wir die reichsten Menschen dieser Welt wären. Darauf meinte ich immer =warum reich? Schau dir dieses Land an, überall fliess Trinkbares Wasser! Und Menschen, die mit einem verwandt sind! Ich muss hier hinzufügen, dass sie von der Türkei gut behandelt wurden und werden aber sie mussten dafür "Türken" werden und bekamen " Türkische Familiennamen" ohne wenn und aber, aber das war früher bei uns auf dem Balkan auch so. Mittlerweile sind sie alle bis auf eine Person verstorben und sie kommen auch nicht mehr, ich war noch nie in der Türkei aber ich werde ihre Kinder und Enkel sicher ein Mal besuchen auch wenn wir uns nicht verständigen können. Naja meine Familie ist direkt durch diesen Bevölkerungsaustausch betroffen, viele wurden weggebracht, viele gongen aber auch freiwillig, weil sie sich im Osmanischen Reich ein besseres Leben vorgestellt hatten. Wir die blieben, wir wollten nicht weg, schliesslich ist der Balkan unsere Heimat.
    Ich habe selbst während der Arbeit auch Menschen getroffen, die das umgekehrte Schicksal ereilt hat also Orthodoxe Menschen die von ihrer Heimat fliehen mussten. Es war ein alter Mann darunter, der mit türkischen Kaffee gemacht hat, er hatte einen Schnauz (wie ein Türke eben) und er hatte mich gefragt ob ich türkisch kann, ich darauf=nein, da war er sehr enttäuscht, er erzählte mir dennoch einiges aus seiner Kindheit am Schwarzen Meer, man merkte es ihm an, er liebete die Schwazmeer-Religion, es war seine Heimat und auch er wurde von dort vertrieben, der arme alte Mann war den Tränen nahe. Wir hatten dannach dennoch ein gutes Gespräch und wir verabschiedeten uns friedlich.
    Naja das sind einfach einige Sachen aus meinen pers. Leben und die ich selbst sehr schade finde. Schade ist für mich einfach, dass in unserem Teil , die Nachkommen unserer Leute die Sprache und Kultur nicht mehr haben, sie haben sie gänzlich verloren. Sie werden nie wissen, woher sie stammen oder ihre Vorfahren.

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