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Blutrache

Erstellt von cro_Kralj_Zvonimir, 09.03.2007, 20:00 Uhr · 46 Antworten · 4.016 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    die blutrache wird nur dann anwendung finden, wenn es keinen rechtsstaat gibt.

  2. #42
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090
    grundsätzlich ist selbstjustiz nicht zu tolerieren ....
    will man staatliche und demokratische institutionen aufbauen muss sich der mensch von solchen taten befreien bezw. abstand nehmen.

    das schlimme dabei ist man wächst als kind in einem solchen konflikt hinein ohne was dafür zu können.und muss diese bekackte "tradition" weiterführen!!!!
    so gibt es keine chance das sich der mensch weiter-entwicklet und nach vorne schauen kann sondern muss sich die ganze zeit mit der vergangenheit befassen und die zukunft sehen diese nur in schwarz bezw. wann erwische ich jemand oder wann werde ich erwischt....

    um kurz zu machen es ist ein altes unnötiges gesetzt unter dem vorallem die frauen auch zu leiden haben.

    aber zur info an alle beteiligte ;
    in kosova hat zu beginn der 90er jahre nach den ersten demonstrationen gegen die aufhebung der autonomie eine welle der versöhnung statt-gefunden.....
    die anführer waren rexhep qosaj und fehmi agani der letzte war ein begleiter rugovas und wurde 1998 von serbischen paramilitärs auf der flucht getötet....
    aufjedenfall haben sich über 2000 familien damals sich versöhnt und frieden geschlossen.....
    da sind tausende jeweils von dorf zu dorf spaziert und es waren richtige volksfeste was übrigens den serbischen sicherheits-kräften ein dorn im auge war.
    aber die albaner sagten sich warum sich gegenseitig auch noch bekämpfen wenn wir schon von der serbischen politik unterdrückt werden.
    sodann nicht das die blutrache in kosova nicht geben würde aber oft sind es heute kämpfe rivalisierender clans um irgendwelche geschäfte....

    und blutrache gibst auch in italien in gewissen gebieten genau so auf korsika und gar in irland nur wird diese nicht als solche betitelt....

  3. #43

    Registriert seit
    22.06.2006
    Beiträge
    3.485
    in albanien gibt es sogar extra solche leute die streit schlichten und vermitteln wegen der blutrache
    hab ich mal im tv gesehen.

    blutrache ist schon sehr schlimm,vorallem wenn man nicht mal bei kindern halt macht.

  4. #44
    pqrs
    Blutrachen sind etwas für Neanderthaler, die noch in der Steinzeit leben.

  5. #45

    Registriert seit
    16.07.2004
    Beiträge
    9.843
    Zitat Zitat von riza
    Blutrachen sind etwas für Neanderthaler, die noch in der Steinzeit leben.

  6. #46
    Kosovo ist ein gutes Beispiel für den Balkan.

    An nur einem Tag wurden 20 000 albanische Familien, die im Blut waren, wieder versöhnt.

    :arrow: Anton Qetta und Dom Lush Gjergji versammelten je einen Angehörigen dieser 20 000 Familien. Tausende Menschen versammelten sich in Kosova nahe Prishtina auf einem Welt und schworen der Blutrache ab.


  7. #47
    Zitat Zitat von SPQR
    Kosovo ist ein gutes Beispiel für den Balkan.

    An nur einem Tag wurden 20 000 albanische Familien, die im Blut waren, wieder versöhnt.

    :arrow: Anton Qetta und Dom Lush Gjergji versammelten je einen Angehörigen dieser 20 000 Familien. Tausende Menschen versammelten sich in Kosova nahe Prishtina auf einem Welt und schworen der Blutrache ab.

    Pristina (DT/KNA) Kosovo, Ende der achtziger Jahre. Zehntausende albanischer Muslime versammeln sich an historisch wichtigen Stätten, auf freiem Feld, irgendwo – um sich zu versöhnen. Feierlich schwören sie der Blutrache ab, die ihr Volk seit Jahrhunderten im Würgegriff hielt: Kinder, die aus Angst, getötet zu werden, nicht mehr zur Schule gingen, Männer, die sich gegenseitig ihre Felder ruinierten, statt sich bei der Ernte zu helfen; Menschen, die sich gegenseitig massakriert hatten, während gleichzeitig schon die Drangsalierungen durch die Serben anliefen.

    Etwa zwanzigtausend albanische Großfamilien sandten in jenen Monaten Vertreter in so genannte Versöhnungsräte, reichten sich die Hände und vermählten ihre Kinder untereinander, um die Blutrache ein für alle Mal zu beenden. Höhepunkt der Bewegung war eine Feier auf dem „Fushe e pajtimit“ (Versöhnungsfeld), auf halbem Weg zwischen Pristina und Skopje. Mit dabei die intellektuellen Wegbereiter dieser wohl einmaligen Initiative: Anton Cetta, katholischer Literaturwissenschaftler an der Universität Pristina, und Don Lush Gjergji, rechte Hand des damaligen Apostolischen Administrators in Prizren.

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