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Die Blutrache ist völlig absurd

Erstellt von Albokings24, 04.03.2013, 12:53 Uhr · 152 Antworten · 6.294 Aufrufe

  1. #131

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  2. #132
    Avatar von Aurel Mbreti

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    Zitat Zitat von Arafat Beitrag anzeigen
    Blutrache ist auch im Koran erlaubt.
    Wie kann bitte Blutrache im Islam erlaubt sein? Soweit ich weiß ist es bestimmt nicht erlaubt ganz im gegenteil!
    Kannst du mir das vielleicht näher erläutern?

  3. #133

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    Die Blutrache oder Vendetta ist ein Prinzip zur Sühnung von Verbrechen, bei dem Tötungen durch Tötungen gerächt werden.

    Sie stellt die Ultima Ratio der Konfliktbewältigung innerhalb der Fehde dar.

    Hierbei straft die Familie des Opfers den Täter und seine Familie oftmals auch aus der Absicht heraus, die vermeintlich verlorene Familienehre wiederherzustellen. Unter Familie ist dabei mancherorts nicht nur die biologische Verwandtschaft zu verstehen, sondern auch ein Clan oder eine Verbrecherbande.

    Ein Ausgestoßener, für den sein Clan keine Blutrache üben würde, ist in diesem System schutzlos. In Süditalien wird die Blutrache als „Vendetta“ bezeichnet. Auf dem Balkan, zum Beispiel in Griechenland auf Kreta, im Norden Albaniens und in einigen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens wie Kosovo, Serbien, Montenegro, und Teilen Bosnien und Herzegowinas, in östlichen Teilen der Türkei (kan davası: „Blutstreit“) und bei den Tschetschenen wird die Blutrache zum Teil noch heute praktiziert.

    Das Clansystem der Somali in Nordostafrika beinhaltet ebenfalls Blutrache-Elemente.

    Vendetta ist der italienische Begriff für Blutrache.

    Sie ist die ursprünglich aus Sizilien stammende Variante des Talions, aber auch in Kalabrien und auf Sardinien (als Vindicau) vorkommend.

    Auch auf Korsika ist dieser Begriff das Synonym für die bis ins 19. Jahrhundert belegte Blutrache.

    In den 1990ern war insbesondere Nordalbanien wegen Blutrache und Ehrenmorden in die Schlagzeilen geraten. Die Täter halten sich aber meist nicht mehr an die detaillierten Vorschriften des mündlich überlieferten Gewohnheitsrechts Kanun, das unter anderem die Blutrache regelte.

    In Albanien wird die Blutrache als Gjakmarrje bezeichnet. In den Jahren 2004 bis 2006 wurden im nordalbanischen Qark Shkodra, eines der am stärksten betroffenen Gebiete des Landes, aber nur noch ein oder zwei Blutrache-Morde pro Jahr registriert.

    Blutrache und rechtsstaatliche Gesetzgebung sind nicht vereinbar. Migranten aus den Gebieten, in denen Blutrache vorkommt, bringen mit anderen Sitten immer auch ihre Vorstellung von Ehrgefühl mit, so dass es auch in Westeuropa zu verschiedenen Blutrache-Fällen kam.

    Westliche Gerichte beurteilen diese Selbstjustiz in der Regel als Mord oder Totschlag. Blutrache


    Was ich damit verdeutlichen will, Blutrache ist nichts spezifisch Islamisches. Gerade in Albanien, wird es von den Katholiken praktiziert.
    Oft werden Muslime als Söhner dazugerufen.......

  4. #134
    Avatar von BlackJack

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    Was ich damit verdeutlichen will,Blutrache
    ist nichts spezifisch Islamisches. Gerade in Albanien, wird es von den Katholiken praktiziert.
    Oft werden Muslime als Söhner dazugerufen.......
    Hast du den Text selbst formuliert? Aber vorsicht, die Admin beobachten deine Nase ...

  5. #135

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    Ist es denn nicht so? Korrigiert mich wenn ich was falsches sage.

  6. #136
    Avatar von Aurel Mbreti

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    72
    Es werden mindestens wenn nicht sogar mehr katholische organisationen oder priester als vermittler herangezogen! Das is absurd zu behaupten eine religionsgemeinschaft tolleriert das mehr und die andere nicht.

    Sowohl im christentum als auch im islam ist die blutrache nicht erlaubt!

  7. #137

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    2.175
    Um in der albanischen Macho-Gesellschaft bestehen zu können, mussten manche Frauen ihre weibliche Identität ablegen. Die US-Fotografin Jill Peters fand die letzten Überlebenden einer jahrhundertealten Tradition.
    Von Angelika Hager
    Von ihren Neffen und Nichten werden sie „Onkel“ gerufen. Mit größtem Respekt. Keiner aus ihren Familienclans würde es wagen, sie an ihr früheres Leben als Frau zu erinnern. Auch innerhalb ihrer Dorfgemeinschaft werden die albanischen Mannfrauen nur als Männer angesprochen.
    „Ihre Bewegungen, Gesten sind von einer völlig natürlichen Virilität“, so die amerikanische Fotografin Jill Peters (Website: Jill Peters Photography), die sich über Wochen im Norden Albaniens langsam an die sehr verschlossenen und introvertierten so genannten „Burneshas“ herangetastet hatte. „Manche haben erzählt, dass sie vor diesem einschneidenden Schritt die Gebärden und den Gang der Männer tagelang studiert haben.“

    Fluch der Blutrache
    Im Gegensatz zur westlichen Zivilisation, wo der Tausch von Geschlechtsidentitäten in der Regel einen seelischen Leidensdruck zum Ursprung hat, haben die albanischen „Schwurjungfrauen“ ihr weibliches Ich aus simplem Überlebenswillen hinter sich gelassen. In einem Land, in dem, so Jill Peters, „noch immer 20.000 Familien unter dem Fluch der Blutrache stehen“, kam und kommt es häufig zu einem Männerengpass. Doch nicht nur der archaische Ritus der Blutfehden, auch Krieg und Krankheiten haben die Oberhäupter der Familien und ihre männlichen Nachfolger über die Jahrhunderte stark dezimiert. Die zurückgelassenen Frauen blieben meist hilf- und erwerbslos sowie völlig ohne Rechte zurück – und ohne Möglichkeiten, ihre vaterlosen Kinder über die Runden zu bringen.
    Die Flucht in die Männlichkeit war manchmal aber auch die einzige Möglichkeit, um unbeschadet einer Zwangsheirat zu entkommen und dem vorbestimmten Schicksal auf diese Weise zu entrinnen. Eine andere Form der Emanzipation gab es nicht: Nur mit geschorenen Haaren, in ausgebeulten Hosen und einem von Sexualität und Liebe gesäuberten Leben konnten die Frauen des ländlichen Albaniens eine freie und selbstbestimmte Existenz führen und auch am öffentlichen Leben teilnehmen.

    In dem archaischem Macho-Land mit den finsteren, patriarchalischen Strukturen war das Leben einer Frau bis weit in die Gegenwart nur halb so viel wert wie das eines Mannes; bei unversehrter Jungfräulichkeit konnte sie bestenfalls mit der Bedeutung des Mannes in der gesellschaftlichen Wertigkeit gleichziehen. Die Tradition der „Burneshas“ verbindet beides: Männlichkeit und Keuschheit. Denn wenn eine albanische Frau sich dazu entschließt, sich völlig von ihrer weiblichen Identität abzuspalten, muss sie auch für den Rest ihres Lebens ein Keuschheitsgelübde schwören.

    Die Tradition des Geschlechtswechsels, die seit gut 500 Jahren besteht, jedoch mit Geschlechtsumwandlung oder Homosexualität in Verbindung zu bringen wäre falsch. Albanien ist noch immer von extremer Homophobie geprägt; eine Geschlechtsoperation käme bis heute einem gesellschaftlichen Selbstmord gleich.

    Die Schwurjungfrauen können nur ihr Ansehen wahren und überleben, indem sie jede Sexualität gänzlich aus ihrem Leben ausklammern. Inzwischen existieren nur noch geschätzte 40 „Burneshas“ im abgeschotteten Norden Albaniens, und es dürften auch die letzten ihrer Art sein.

    „Die jungen Mädchen haben natürlich kein Interesse mehr an dieser Lebensform“, erzählt die Fotografin Jill Peters, die auch an einem Dokumentarfilm über das Phänomen arbeitet: „Ich habe mit Lumia nur eine junge Schwurjungfrau gefunden, die ihr Schicksal aber nicht aus gesellschaftlicher Notwendigkeit, sondern aus freien Stücken gewählt hat. Sie findet es einfach cooler, wie ein Mann zu leben.“

    Fernes Universum
    Die älteste der Patriarchinnen ist mit 86 Jahren Hajdari, die nach der Ermordung ihres Vaters vor 60 Jahren ihr Leben als Frau aufgab. Sie scheut sich jedoch nicht, Fotos von sich als junges Mädchen aus den Schubladen zu kramen und sie mit unsentimentaler Gelassenheit der amerikanischen Besucherin zu zeigen: „Ich hatte den Eindruck, dass die Bilder für sie wie Postkarten aus einem fernen, surrealen Universum waren.“ Der kleine Bub, der sich auf einem Foto übrigens an seinen „Großonkel“ kuschelt, ist fünf Jahre alt. Er hat kürzlich seinen Vater bei einer Blutfehde verloren. Seither ist er zu einer lebenden Zielscheibe geworden und muss versteckt leben. Ein Schicksal, das der Kleine mit Tausenden anderen Kindern im ländlichen Albanien teilt. „Es ist unglaublich“, erzählt Peters, „diese Kinder können keine Schule besuchen, ihre Häuser kaum verlassen und nicht nach draußen zum Spielen gehen.“

    Doch das ist wiederum eine ganz andere Geschichte.

    Reue und der Ärger über ein verlorenes Leben kamen in den Interviews, die Peters mit den letzten Relikten einer jahrhunderte­alten Tradition führte, nicht vor. Nur eine der betagten Frau-Herren seufzte irgendwann in einem Gespräch: „Früher gab es bei uns zwischen einer Frau und einem Tier kaum einen Unterschied, aber heute macht es sicherlich auch viel Spaß, eine Frau zu sein.“


    https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...WxOMgX12wkKDgA

  8. #138
    Avatar von Bambi

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    ^ hab dazu neulich erst nen Thread eröffnet gehabt, allerdings von einem US-Blog, die Fotos waren da in groß zu sehen.

  9. #139
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von talkischeap Beitrag anzeigen
    Ist es denn nicht so? Korrigiert mich wenn ich was falsches sage.
    habe es ja nicht weiter kritisiert, nur eine Frage gestellt

  10. #140

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    habe es ja nicht weiter kritisiert, nur eine Frage gestellt

    Zitat Zitat von Aurel Mbreti Beitrag anzeigen
    Es werden mindestens wenn nicht sogar mehr katholische organisationen oder priester als vermittler herangezogen!!

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