Bosniaken ist Bezeichnung für militärische Reitereinheiten in mehreren Armeen. Die Bezeichnung wurde auch für „irreguläre Reitereinheiten“ genutzt.[1]


Preußische Armee

In der preußische Bosniaken Lanzenreiter, die Bosnien
Herkunft waren (siehe auch Geschichte von Bosnien_und_Herzegowina
) und seit 1745
als besondere Abteilung beim Husarenregiment von Ruesch Dienst taten.Das Bosniakenkorps trug Husarenuniform und war damals die einzige mit Lanze
bewaffnete Truppe im preußischen Heer. Die Truppe machte den Siebenjährigen Krieg mit und wurde während dieser Zeit bis auf zehn Schwadron
mit zusammen etwa 1.000 Mann verstärkt. Sie zeichnete sich auch im Bayerischer_Erbfolgekrieg
sowie bei den Kämpfen in Polen
hervorragend aus. 1796
wurde das Bosniakenkorps durch Zuteilung eines Tataren
erweitert, der aus vormaligen polnischen Soldaten bestand.
1800
wurde das Korps in ein Towarzysz-Regiment umgewandelt, um den niederen polnischen Landadel für den Waffendienst zu gewinnen. „Towarzysz“ (poln. = Standes Genosse
, Standesgefährte; Plural: Towarzysze) wurden in der ehemaligen polnischen Kavallerie die adligen Reiter genannt. Jeder von ihnen befehligte einen oder mehrere „Pacholken“ (Pachołek, poln. = Page, Schildknappe) bzw. „Podzonen“ (Pocztowy, poln. = Gefolgsmann; Poczet, poln. = Gefolgschaft), die als Leibburschen dienten, zugleich aber auch Kriegsdienst leisteten. Die Towarzysze blieben von entehrenden Strafen ausgenommen. Sie gehorchten nur Offizier
, Unteroffizier
bäuerlicher Herkunft galten als nicht ebenbürtig. In der preußischen Kavallerie erhielten Towarzysze doppelten Sold


Diverse Armeen [Bearbeiten]

Bosniaken
gab es auch in der Polen
Armee in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Name der Einheit (poln. Bośniacy) stammt von der Volksgruppe der Bosniaken. Die Bosniaken führten jedoch ein Randdasein neben den Ulanen
, die zur gleichen Zeit Teil des polnischen Militärs waren.
Auch bei den dänischen Husaren werden Bosniaken
als Lanzenreiter erwähnt.



Bosniak (Lanzenreiter)