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Bosnien die bosn. Kirche und die nationalen Identitäten

Erstellt von kaurin, 10.04.2010, 01:40 Uhr · 10 Antworten · 1.234 Aufrufe

  1. #1
    kaurin

    Bosnien die bosn. Kirche und die nationalen Identitäten

    So ich mach zwar nicht gerne Theards auf aber da ich Dzeko in dem anderen Thread was zeigen wollte und nun grob paar Sachen Zusammengefasst (Copy&Paste) habe, habe ich mir gedacht darauß einen eigenen Thread zu erstellen.

    (Achtung viel zu Lesen!!!!)

    Hauptsächlich will ich aber auf die Doktorarbeit verweisen die sich mit der Identitätsfindung der bosn. Muslime beschäftigt und dabei sehr weit ausholt die ganze Thematik der gesellschafts-historischen Entwicklung in Bosnien betracht.

    Auch sehr gut, bzw. je wie man es sieht, die Autorin is nicht die kritischste, aber dafür präsentiert sie die verschiedensten Theorien bzw. verweist auf mehrere Theorien hin.

    Unteranderem stützt sie sich öfters auf Noel Melcolms Geschichte Bosniens, welche ich nur empfehlen kann.

    Hier das ganze Dokument: http://madoc.bib.uni-mannheim.de/mad...Fath_Lihic.pdf

    Nun zu paar Auschnitten betreffend dem Thread-Titel:

    Zur bosn. Kirche:

    „Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Bosnische Kirche Gegenstand
    heftiger Kontroversen, denen unterschiedliche politische Strömungen und nationale
    Konzeptionen zugrunde liegen. Ideologische Instrumentalisierung und Mystifikation,
    die in einem Großteil der Sekundärliteratur zu finden sind, und der Mangel an
    historischen Quellen101 erschweren den Versuch einer objektiven Beurteilung
    des umstrittenen Phänomens einer eigenständigen Kirche im mittelalterlichen
    Bosnien.

    Die verschiedenen Forschungs- und Diskussionsansätze über den Ursprung und
    die Form der Bosnischen Kirche lassen sich grob vereinfacht in zwei Hauptstränge
    einteilen: Dem älteren zufolge war sie eine der im Mittelalter in fast ganz Europa
    verbreiteten Sekten, denen eine „dualistische Häresie“ zugrunde lag; dem neueren
    nach handelte es sich um eine Volkskirche, die sich zwar der Jurisdiktion von
    Rom und Byzanz zu entziehen versuchte, aber in ihren theologisch-dogmatischen
    Grundzügen nicht von der christlichen Lehre abwich.“


    Zur neuen Theorie: (In der Doktorarbeit ist auch die Bogomilen Theorie aufgeführt)

    „Der zweite wissenschaftliche Ansatz verneint weitgehend eine Verbindung zwischen
    der Bosnischen Kirche und dem Bogumilentum.
    Ab 1950 begannen einige Autoren, das bosnische Mittelalter kritisch zu erforschen.11 6
    Dabei wurde deutlich, dass die kulturgeschichtliche Physiognomie Bosniens
    vielschichtiger war als vorher angenommen.11 7
    Fest steht, dass sich in Bosnien an der Trennlinie zwischen dem west- und
    ostchristlichen Einflussbereich Ende des 12. Jahrhunderts eine eigene Kirche
    etablierte.11 8 Sie blieb während der gesamten Zeit des bosnischen Staatswesensbestehen und spielte auch in der Politik eine wichtige Rolle. Ihre Anhänger nannten
    sich krstjani (Christen).
    Die Lehre der Bosnischen Kirche wich sowohl von der römisch-katholischen als
    auch von den orthodoxen Dogmen ab. Während der gesamten Zeit ihres Bestehens
    blieb der Traditionalismus ihr wesentliches Merkmal.
    Die Klöster, sog. hospitia, wurden im östlichen Stil gebaut. Sie dienten der bosnischen
    Bevölkerung als Übernachtungs- und Krankenstationen. […]Noel Malcolm sieht in ihnen Anhänger einer Volksreligion. Abweichungen innerhalb
    der Bosnischen Kirche von der römisch-katholischen Tradition wären durch
    Nachlässigkeit, Unwissenheit und Armut zustande gekommen.126 Die geographische
    Lage Bosniens und die lange Isolation des Landes seien die Gründe, warum auch
    byzantinisches Gedankengut in die Bosnische Kirche mit eingeflossen ist.127
    Ivan Lovrenović vermutet, dass die Bosnische Kirche als Reaktion auf die Verlegung
    des bosnischen Bischofssitzes ins kroatische Đakovo Mitte des 13. Jahrhunderts
    entstanden sei. Sie sei mit den kyrillo-methodianischen Traditionen verwurzelt
    gewesen, hätte aber die eigene Volkssprache und Liturgie benutzt.128
    Carsten Wieland meint, dass die neuere Forschung die bogumilische Theorie
    gleich doppelt widerlegt habe. Für ihn steht fest, dass die Mitglieder der Bosnischen
    Kirche keine Bogumilen waren. Da das Land im Mittelalter religiös nicht gefestigt
    gewesen sei, müsse auch die Existenz einer breiten „bogumilischen“ Oberschicht in
    Frage gestellt werden. Der Bosnischen Kirche gesteht Wieland jedoch eine eigene
    Identität zu.


    Bejaht man die Erkenntnisse der neueren Forschung, ergibt sich daraus automatisch
    die Widerlegung der oben angeführten bogumilischen Theorie.
    Die Bosnische Kirche war den aktuellen Untersuchungen zufolge eine stark in den
    regionalen Traditionen verankerte Institution, die sich aufgrund der spezifischen
    politischen und geistigen Situation im mittelalterlichen Bosnien entwickeln konnte,
    bedingt durch die geographische Lage, den Niedergang von Byzanz und den
    Aufstieg Ungarns, das Erstarken Serbiens, den virulenten Antagonismus zwischen
    Ungarn und dem Papst und schließlich das Bestreben der bosnischen Herrscher
    nach Selbständigkeit und Anerkennung.“


    Kurz vor und nach der osman. Eroberung:

    „Die religiöse Sonderrolle des feudal zersplitterten Bosnien - die mittelalterliche
    Bosnische Kirche und die Bogumilen auf der einen, die römisch-katholische und
    serbisch-orthodoxe Kirche auf der anderen Seite - begünstigte eine so intensive
    Islamisierung, wie sie in keinem anderen südslawischen Land, das von den
    Osmanen erobert wurde, stattfand. 210
    In der Forschung wird die Frage, ob die Islamisierung der Bevölkerung innerhalb
    der bosnischen Geschichte einen Bruch darstellt, kontrovers diskutiert:211 Während
    beispielsweise Srečko M. Džaja und Michael H. Miedlig dafür plädieren, verweist
    Smail Balić darauf, dass bereits um 895 islamische Nomaden aus Asien in Bosnien
    siedelten. Im 11 . und 13. Jahrhundert folgten ungarische Muslime, sog. Ismailiten,
    arabische Seefahrer, türkischstämmige Zuwanderer und Bosnier, die im maurischen
    Spanien gedient hatten. Ihre Zahl nahm jedoch im 15. Jahrhundert kontinuierlich
    ab.212 Carsten Wieland führt an, dass es in Bosnien keine Massenübertritte zum
    Islam gegeben habe.213 Auch andere Autoren gehen davon aus, dass sich die
    Konvertierungen langsam und mit unterschiedlicher Intensität vollzogen haben.214
    Des Weiteren nimmt man an, dass die Bosnische Kirche zum Zeitpunkt der
    endgültigen Eroberung des Landes bereits zerfallen war.215 Es liegt nahe, voneinem etappenweisen Niedergang auszugehen, der sich während des 140-jährigen
    Kampfes gegen die Osmanen vollzog.
    Im 15. Jahrhundert gehörte vermutlich der Großteil der bosnischen Bevölkerung
    dem katholischen Glauben an. In den östlichen Grenzgebieten der Herzegowina
    und Bosniens lebten auch einige Orthodoxe.216
    Die Übertritte zum Islam geschahen langsam, aber stetig und erreichten im 16.
    Jahrhundert - vor allem in den aufblühenden Städten - ihren Höhepunkt.“



    Speziell bei den kath. Bosniern:

    „Der Etablierung des Islam im Pašaluk Bosnien entsprach ein zahlenmäßiges
    Schrumpfen des bosnischen Katholizismus. Es wurde bereits erläutert, dass viele
    bosnische Katholiken zum muslimischen Glauben übertraten. Einige konvertierten
    jedoch auch zur Orthodoxie.
    Neben dem Konfessionswechsel trug die schlecht funktionierende Verwaltung der
    bosnischen Bistümer zur Dezimierung der Katholiken bei. Hinzu kamen erbitterte
    Streitigkeiten zwischen den Franziskanern – als Repräsentanten der römischkatholischen
    Kirche in Bosnien – auf der einen und den Bischöfen, Weltpriestern
    und Jesuiten auf der anderen Seite. Hauptgrund der Auseinandersetzungen
    zwischen den Vertretern des katholischen Klerus waren Besitztümer und Macht. Des
    Weiteren ist festzuhalten, dass der bosnische Katholizismus nach der osmanischen
    Eroberung durch Kriege und deren unmittelbare Folgen wie Abwanderungen und
    Deportationen hohe Verluste hinnehmen musste. Im 17. Jahrhundert stellten die
    Katholiken nur noch die dritte Kraft in der bosnischen Bevölkerungsstruktur.“



    Zu den serb. Orth. Bosniern:

    „Einen ganz anderen Verlauf nahm das Schicksal der bosnischen Serbisch-
    Orthodoxen. Unter der Herrschaft der Osmanen begann eine massive Expansion des
    serbisch-orthodoxen Glaubens in Bosnien. Damit einher ging die demographische
    Ausbreitung des Serbentums.
    Angezogen vom wirtschaftlichen Aufschwung im Pašaluk Bosnien, strömten ab
    dem 15. Jahrhundert vor allem aus den östlichen und südöstlichen Balkangebieten
    zahlreiche Einwanderer ins Land. Diese gehörten zwar unterschiedlichen Ethnienan, wurden aber gemeinhin als Walachen bezeichnet und dem serbisch-orthodoxen
    Bevölkerungsanteil Bosniens zugerechnet […]Vom Glaubenswechsel war die serbisch-orthodoxe Bevölkerung weniger betroffen
    als die katholische. Zwar konvertierten vor allem im 16. Jahrhundert einige bosnische
    Serbisch-Orthodoxe zum Islam, jedoch handelte es sich dabei vorwiegend um
    Übertritte von Einzelpersonen.242 Die Religion der neuen Machthaber übte keine
    so große Anziehung auf die Angehörigen der serbisch-orthodoxen Kirche aus, weil
    ihre Religionsausübung im Rahmen des Milletsystems zunächst nicht gefährdet
    war. Sehr selten waren auch Wechsel zum katholischen Glauben.[…] Gefördert wurde diese Entwicklung
    dadurch, dass die Osmanen den Ostchristen im Alltag zunächst mehr Freiheiten
    gewährten als ihren römisch-katholischen Glaubensbrüdern. Sie vertrauten
    den bosnischen Serbisch-Orthodoxen, da sie keine starken politischen Mächte
    hinter ihnen wussten.“


    Nach dem Osmanischen Reich: in der K. u. K. - Herrschaft:

    Kroatisierung:

    „Die Entwicklung eines Nationalbewusstsein vollzog sich bei den bosnischen
    Katholiken auf Umwegen.[…] Der Zagreber Professor Josef Stadler wurde neuer Erzbischof von Sarajevo.
    Er betrieb eine äußerst dynamische Kirchenpolitik, die Auswirkungen auf alle
    Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens der katholischen Bevölkerung
    hatte. Im Mittelpunkt stand die politische Forderung, Bosnien und Herzegowina
    seinem Nachbarland Kroatien anzugliedern. So wurden aus katholischen Bosniern
    bosnische Kroaten.“

    Serbisierung:

    Auch für die Serbisch-Orthodoxen, die den größten Bevölkerungsteil Bosnien und
    Herzegowinas darstellten283, wurde die nationale Idee um die Jahrhundertwende
    immer wichtiger.284
    Der Bauernaufstand von 1875 bis 1878 hatte das Zusammengehörigkeitsgefühl
    nachhaltig gestärkt.
    Wesentliche Impulse erhielt die serbische Bewegung auch aus Russland, das
    seine Glaubensbrüder im Streben nach pannationaler Integration bestärkte.285 Die
    großserbischen Vorstellungen im Fürstentum, ab 1882 dann Königreich Serbien,
    mündeten im 19. Jahrhundert in der Nationalideologie des serbischen intellektuellen
    Bürgertums nach Vuk Karadžić: „Srbi svi i svuda!“ („Serben alle und überall“).286
    Als Träger der serbischen Identität fungierte aber weiterhin die zur Osmanenzeit
    mächtig gewordene Serbisch-Orthodoxe Kirche. Um ihrer Verbundenheit mit
    diesem in Serbien liegenden religiösen Zentrum zu unterstreichen, nannten sich
    die bosnischen Serbisch-Orthodoxen nun bosnische Serben.


    Bei den Muslimen: (Die Ganze Arbeit widmet sich der Idenitätsfindung der bosn. Muslime, daher ist es hier nicht so zusammen gefasst wie bei den anderen Beiden)

    „Die vorliegende Untersuchung stellt zunächst den Versuch dar, eine junge Nation
    auf ihrer Suche nach der eigenen Identität durch die Geschichte zu begleiten. Mit
    Bedacht wurden hierfür die bosnischen Muslime gewählt, weil sie seit 1971 offiziell
    als Nation anerkannt sind und ihr Nationalstaatsgebiet teilen (müssen), weil sich
    in ihrem Schicksal schon immer auch die Interessen der jeweiligen Großmächte
    widerspiegelte und schließlich weil sie Europäer islamischen Glaubens sind und
    dennoch nicht voll und ganz zum politischen Europa gehören.
    Des weiteren soll in der Arbeit die Bedeutung der eigenen Geschichte für das
    Identitätsbewusstein der bosnischen Muslime untersucht werden. Die Kenntnis
    historischer Zusammenhänge ist eine wesentliche Voraussetzung für eine rationale
    Analyse eines komplexen Sachverhalts.“

    Und noch ein wichtiger Abschnitt:

    „Anfang des 19. Jahrhunderts stellte sich die muslimische Oberschicht Bosniens
    erstmals offen gegen das Sultanat. Die regierenden Begs verkörperten einen
    von Eigennutz geprägten Konservativismus. Sie verlangten ihre alten, nun
    angetasteten Steuerprivilegien zurück. Die Christen beteiligten sich nur sporadisch
    an den Aufständen. Ein gemeinsames bosnisches Nationalbewusstsein war nicht
    vorhanden, weil die bosnischen Muslime ihre geistige und materielle Zukunft, im
    Gegensatz zu den bosnischen Katholiken und bosnischen Serbisch-Orthodoxen -
    trotz allem - innerhalb des Osmanischen Reiches sahen. Die Osmanen reagierten
    auf die Rebellion mit Einschüchterung, Repressalien und Versprechungen, die
    meist nicht eingehalten wurden. Der Kampf um den Erhalt des eigenen Status
    stärkte hingegen das Selbstbewusstsein der bosnischen Muslime.“


    Diesen Abschnitt halte ich für wichtig weil es zwar stimmt dass durch die Kroatisierung und Serbisierung wir um eine „wirkliche“ gemeinsame Identität beraubt wurden aber dass es auch von der bosn. muslimischen Seite nicht besser aussah.

    Die Haltung der bosn. Muslime hat den Kroaten und Serben die Arbeit bei der orth. und kath. Bevölkerung deutlich erleichtert.

    Erweitert: in Emirs Thread ging es um die Frage:

    "Bosnien soll es ja auch erst seit dem Osmanen geben, aber Bosnien sowie Bosnier gab es auch vor der osmanischen Zeit, doch wo sind die geblieben?"

    Ich wollte einfach aufzeigen das es die Bosnier gibt und es sie auch früher gab. Dazu habe ich diese Quelle gewählt da sie auf mehrere andere wiss. Arbeiten verweist und einen Überblick verschafft.

    Durch die historischen Umstände kam es im Gegensatz zu anderen Ländern in Bosnien nicht zu einer "Nationaltätsbildung" wie bei anderen Staaten. Da die Nationalität an sich sich erst im 19. Jahrhunert entwickelte und gerade da Bosnien in einer ziemlich "aufgelösten" Situation befand. Die Bosnier sind demnach existent nur haben sie sich sozusagen im nationalen Sinne in den bosn. Bosniaken,Kroaten und Serben verteilt/aufgelöst. Eben durch die oben genannten Umstände.

  2. #2
    kaurin
    Ach... ich weiß ist das BF... aber das ist eine wissenschaftliche Doktorarbeit.

    Hier versucht man einfach Anhand verschiedener Qullen und Literatur eine bestimmte Fragestellung zu klären.

    Das sind alles wissenschaftlich herausgearbeitete Theorien. Keiner braucht sich angegriffen zu fühlen. Ich habe nur wenige Ausschnitte gewählt.

    Die ganze Doktorarbeit ist auf jeden Fall lesenswert. Vor allem am Anfang wird erklärt wie sich überhaupt nationale etc. Identitäten entwickeln.
    Sehr interessant.

  3. #3
    Avatar von Climber

    Registriert seit
    12.01.2009
    Beiträge
    6.229
    Zitat Zitat von kaurin Beitrag anzeigen
    Ach... ich weiß ist das BF... aber das ist eine wissenschaftliche Doktorarbeit.

    Hier versucht man einfach Anhand verschiedener Qullen und Literatur eine bestimmte Fragestellung zu klären.

    Das sind alles wissenschaftlich herausgearbeitete Theorien. Keiner braucht sich angegriffen zu fühlen. Ich habe nur wenige Ausschnitte gewählt.

    Die ganze Doktorarbeit ist auf jeden Fall lesenswert. Vor allem am Anfang wird erklärt wie sich überhaupt nationale etc. Identitäten entwickeln.
    Sehr interessant.
    Schön,du hast eine Doktorarbeit geposted

    Die Frage ist aber was hast du für Schlüsse daraus gezogen ?

  4. #4
    kaurin
    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Schön,du hast eine Doktorarbeit geposted

    Die Frage ist aber was hast du für Schlüsse daraus gezogen ?
    Hast du gelesen was ich schrieb?

    Es ging um die Frage was nun heute Bosnier sind. Eigentlich habe ich die Auschnitte die zum größten diese Antworten geben ausgesucht und hier gepostet.

    Aber gut gerne.. mach es noch klarer.... mom....

    -- edit---

    So besser?

  5. #5
    Avatar von Climber

    Registriert seit
    12.01.2009
    Beiträge
    6.229
    Zitat Zitat von kaurin Beitrag anzeigen
    Hast du gelesen was ich schrieb?

    Es ging um die Frage was nun heute Bosnier sind. Eigentlich habe ich die Auschnitte die zum größten diese Antworten geben ausgesucht und hier gepostet.

    Aber gut gerne.. mach es noch klarer.... mom....

    -- edit---

    So besser?
    Naja ich ich finde es immer ein bissel blöd wenn jemand was kopiert und dann kein Wort dazu Schreibt. Jeder intepretiert bissel anders

    Also was ich verstanden hab ist das die Gruppen von katholischen Bosniern und orthodoxen Bosniern jeweils zu Kroaten oder Serben umgewandelt wurden . Also sie wurden z.B zu den bestehenden katholischen Kroaten in Bosnien dazugezählt durch den Einfluss der verübt wurde obwohl sie keine waren.

  6. #6
    kaurin
    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Naja ich ich finde es immer ein bissel blöd wenn jemand was kopiert und dann kein Wort dazu Schreibt. Jeder intepretiert bissel anders

    Also was ich verstanden hab ist das die Gruppen von katholischen Bosniern und orthodoxen Bosniern jeweils zu Kroaten oder Serben umgewandelt wurden . Also sie wurden z.B zu den bestehenden katholischen Kroaten in Bosnien dazugezählt durch den Einfluss der verübt wurde obwohl sie keine waren.
    Ich habe es doch bevor ich die Ausschnitte postete beschrieben worauf ich hinaus möchte. Die Auschnitte sind so gewählt das paar Grundfragen geklärt werden.

    Und dieses jeder Interpretiert es anders .... kann man nicht immer als Ausrede fü jeden Mist verwenden.

    Wo ließt du das: "bestehenden katholischen Kroaten in Bosnien" heraus ?

    Das ist oft das Problem, vor allem am Balkan, das jemand Quellen bzw. Literatur so ließt dass er im Grunde schon weiß was er heraus lesen möchte an statt aus der Quelle/Literatur sich eine Meinung zu bilden.

  7. #7
    Avatar von Climber

    Registriert seit
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    6.229
    Zitat Zitat von kaurin Beitrag anzeigen
    Ich habe es doch bevor ich die Ausschnitte postete beschrieben worauf ich hinaus möchte. Die Auschnitte sind so gewählt das paar Grundfragen geklärt werden.

    Und dieses jeder Interpretiert es anders .... kann man nicht immer als Ausrede fü jeden Mist verwenden.

    Wo ließt du das: "bestehenden katholischen Kroaten in Bosnien" heraus ?

    Das ist oft das Problem, vor allem am Balkan, das jemand Quellen bzw. Literatur so ließt dass er im Grunde schon weiß was er heraus lesen möchte an statt aus der Quelle/Literatur sich eine Meinung zu bilden.
    Also gab es in BiH nie Kroaten und Serben ?

  8. #8
    kaurin
    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Also gab es in BiH nie Kroaten und Serben ?


    Also wirklich.... sage ich das?

    Rede kein scheiß!

    Du hast gerade geschreiben das du aus dem oben herausgelesen hast:
    "Also was ich verstanden hab ist das die Gruppen von katholischen Bosniern und orthodoxen Bosniern jeweils zu Kroaten oder Serben umgewandelt wurden "
    und dann folgt:

    "Also sie wurden z.B zu den bestehenden katholischen Kroaten in Bosnien dazugezählt"

    ??

    In diesen hier präsentierten Text wird über bestehende Kroaten nichts erwähnt.

    Dies heißt nicht das es sie nicht gab. Du kannst gerne eigene Quellen hier anbringen.


    In den meisten Quellen über Bosnien werden die Bosnjani/Bosanci erwähnt.

    Genau so wird in kroatischen bzw. von Kroaten in Kroatien geschrieben.

    Ob es aber eigentlich viele Bosnier in Kroatien gab oder viele Kroaten in Bosnien welche aber in Quellen nicht bzw. nur wenig erwähnt werden kann man spekulieren aber mehr auch nicht.

    Des wegen wählt man in der wissenschaft die Methode das man versucht aus dem was zu machen was man aus Quellen herausarbeiten kann.

    Interpretieren ist nicht Spekulieren.

    Dir steht es frei hier andere Quellen zu posten. Aber hier mit solchen Sachen um dich zu verwerfen... also echt.... und unterstell mir nichts was ich nicht gesagt habe!

  9. #9
    Avatar von Grobar

    Registriert seit
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    Beiträge
    9.644
    Zitat Zitat von kaurin Beitrag anzeigen
    Ich wollte einfach aufzeigen das es die Bosnier gibt und es sie auch früher gab. Dazu habe ich diese Quelle gewählt da sie auf mehrere andere wiss. Arbeiten verweist und einen Überblick verschafft.
    Habe sofort mein Problem mit dieser Quelle und der glaubwuerdigkeit.
    Sorry.

    Zitat aus der Quelle Seite 12:
    Den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen 1992 bis 1995 fielen 278 000 Menschen bzw. 6,37 % der Vorkriegsbevölkerung Bosnien und Herzegowinas zum Opfer

    278000 ist Unsinn!!

    Zitat wiki:
    Der Bosnien-Krieg forderte laut des bosnischen Untersuchungs- und Dokumentationszentrums IDC 97.207 Tote[21]. Frühere Schätzungen schwankten zwischen 200.000 und 300.000 Todesopfern, wobei mehrheitlich von 250.000 ausgegangen wurde.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bosnienkrieg

    Es kann allerdings sein das der Autorin dieses nicht bekannt war da ich nicht weiss wann das IDC die Zahlen veröffentlich hat.



    Zitat Zitat von kaurin Beitrag anzeigen
    Durch die historischen Umstände kam es im Gegensatz zu anderen Ländern in Bosnien nicht zu einer "Nationaltätsbildung" wie bei anderen Staaten. Da die Nationalität an sich sich erst im 19. Jahrhunert entwickelte und gerade da Bosnien in einer ziemlich "aufgelösten" Situation befand. Die Bosnier sind demnach existent nur haben sie sich sozusagen im nationalen Sinne in den bosn. Bosniaken,Kroaten und Serben verteilt/aufgelöst. Eben urch die obenen genannten Umstände.
    Lese mir das gerade alles durch...antwort spaeter...

  10. #10
    kaurin
    Zitat Zitat von Grobar Beitrag anzeigen
    Habe sofort mein Problem mit dieser Quelle und der glaubwuerdigkeit.
    Sorry.

    Zitat aus der Quelle Seite 12:
    Den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen 1992 bis 1995 fielen 278 000 Menschen bzw. 6,37 % der Vorkriegsbevölkerung Bosnien und Herzegowinas zum Opfer

    278000 ist Unsinn!!

    Zitat wiki:
    Der Bosnien-Krieg forderte laut des bosnischen Untersuchungs- und Dokumentationszentrums IDC 97.207 Tote[21]. Frühere Schätzungen schwankten zwischen 200.000 und 300.000 Todesopfern, wobei mehrheitlich von 250.000 ausgegangen wurde.
    Bosnienkrieg ? Wikipedia

    Es kann allerdings sein das der Autorin dieses nicht bekannt war da ich nicht weiss wann das IDC die Zahlen veröffentlich hat.



    Lese mir das gerade alles durch...antwort spaeter...
    Hab auch extra erwähnt das sie eher unkritisch ist. Kritische Quellenbearbeitung vergleicht und sucht die logischste bzw. die Version welche am meisten gestützt/bestätigt/belegbar ist.

    Auch ein leichter "anti-serbischer" unterton ist für mich persönlich wahrzunehmen.

    Sie präsentiert mehrere Varianten bestimmter Umstände/Theorien.

    Keinswegs ist sie unangreifbar. Aber gleich am Anfang habe ich erwähnt dass sie sich auf andere wissenchaftliche Arbeitenstützt stütz und diese nicht immer kritisch verabreitet sondern sie einfach präsentiert.

    Auch zu beachten ist ihr eigentliches Ziel. Daher sind bestimmte Sachen einfach als "Anbei-Informationen" geschrieben.

    Die Arbeit kam 2006 raus. Weiß auch nicht wann diese Zahlen herausgegeben wurden und inwieweit sie glaubwürdiger sind als ihre Angaben.

    Ihre Quellen angabe ist ja: "1.408.000 bosnische Muslime, was einen Anteil von 50, 65 % an den Opfern ausmmacht,
    wurden getötet. Dies entspricht 7, 39 % der muslimischen Vorkriegsbevölkerrung.
    97 300 bzw. 35 % aller Getöteten oder 7,1 % der Bevölkerung vor dem Krieg,
    waren bosnische Serben. Die Kroaten folgen mit 28 400 bzw. 10,22 % aller Opfer.
    Dies entspricht 3,7 % der bosnisch kroatischen Vorkriegsbevölkerung. Die Angaben
    sind dem staatlichen Büro für Gesundheitsschutz in Bosnien und Herzegowina entnnommen,
    unter: www.hdmagazin.com, 21.02.2006; Sanda Cudic, Multik
    kulturalität und Multikulturalismus in Bosnien-Herzegowina (Frankfurt/Main, 2001), p.
    15; cf. Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat (ed.), Zeugen des Krieges. Eine
    weltweite Umfrage des IKRK zu den Kriegsregeln (Bonn, 2001)
    "

    Das ist der Vorteil an wiss. Arbeiten.

    Hier müsste man nun ihre Quellen überprüfen.

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