Das Wort Tschetnik (auch Cetnik oder Četnik, serbisch: четник (četnik), Mehrzahl: четници (četnici)) hat seinen Ursprung im serbischen Wort чета (četa), das Kompanie (mil.), Truppe bedeutet!



Im 19. Jahrhundert schlossen sich serbische Freiwillige zum Schutz vor Raubüberfällen und Willkürakten osmanischer Fürsten zu Freischaren zusammen, die vom Volk Tschetniks genannt wurden. Tschetniks entstanden aus der Tradition der Hajduken und kämpften in kleinen beweglichen Einheiten. Ihre Kampfhandlungen dienten ursprünglich der Verteidigung von Dörfern und Feldern.



Während der Balkankriege 1912 und 1913 kämpften serbische Tschetniks erfolgreich gegen die Türken und Bulgaren.



bekanntester Cetnik war General Dragoljub 'Draža' Mihailović!!

Tschetnik - Wikipedia



„Die Tschetniks waren königstreue Widerstandskämpfer, die sich noch vor den Kommunisten den deutschen Okkupanten entgegenstellten, später einige aber die Seite wechselten und vielerorts zum Vorteil der Wehrmacht gegen die Partisanen kämpften“.


Tschetniks im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert organisierten sich serbische Freiwilligenverbände, die Tschetniks genannt wurden, zu aufständischen Aktionen gegen das Osmanische Reich. Tschetniks entstanden aus der Tradition der Hajduken und kämpften überwiegend in kleinen beweglichen Einheiten, wobei sie den Frontalangriff meist mieden.

1849 proklamierte der Österreichisch-Ungarische Kaiser Franz Joseph I. die „Großwojwodschaft Serbien“ und führte bis 1916 u. a. den Titel „Großwojwode der Wojwodschaft Serbien“.

1886 anerkannte der serbische König Milan Obrenović die Tschetniks als Miliz.


Tschetniks in den Balkankriegen

Während der Balkankriege kämpften serbische Tschetniks erfolgreich gegen die Türken und Bulgaren


Tschetniks im Zweiten Weltkrieg

Gründung der Ravna-Gora-Bewegung

Am 13. Mai 1941 gründeten königstreue jugoslawische Offiziere, die der Kapitulation Jugoslawiens an Deutschland 1941 ablehnend gegenüber standen, die monarchistische "Jugoslawische Armee im Vaterland" (Jugoslovenska vojska u otadžbini - JVUO) unter der Führung von General Dragoljub Draža Mihailović. Die erste Versammlung der JVUO fand auf dem Gebirgsplateau Ravna Gora in Zentralserbien statt, was der Ravna-Gora-Bewegung ihren Namen gab.

Nach einem serbisch-orthodoxen Brauch sollten sich männliche Familienmitglieder nach dem Tod eines Angehörigen 40 Tage lang nicht rasieren. In Anlehnung daran trugen Tschetniks lange Bärte und drückten damit ihre Trauer um das verlorene und besetzte serbische Königreich aus. Im Kampf führten Tschetnik-Verbände eine Totenkopf-Fahne, die den Feind abschrecken sollte.

Mihailović dachte, dass sich das serbische Volk ihm anschließen würde und kämpfte zunächst gegen die nationalsozialistischen Besatzer, konnte aber keine wesentlichen militärischen Erfolge erzielen, wie aus einem Bericht der deutschen „Abwehr“ vom Oktober 1941 hervorgeht.


Tschetniks anderer Nationalitäten

Den Tschetniks gehörten auch Slowenen, Bosniaken und Kroaten an, die für ein monarchistisches Jugoslawien kämpften. Beispielsweise waren der aus einer berühmten slowenischen Familie stammende Uroš Šušterič und seine Verwandten in der Führungsriege der JVUO. Šušterič schrieb darüber das Buch "Von Ljubljana bis nach Ravna Gora".

Auch der berühmte jugoslawische und slowenische Ökonom Dr. Aleksander Bajt gestand 1999 in seinem Buch „Bermans Dossier“, während des Zweiten Weltkrieges Tschetnik-Sympathisant gewesen zu sein, er habe in Rom unter dem Decknamen „Berman“ als Geheimdienstler für Mihailovićs JVUO gearbeitet. Bajts Darstellung der Tschetniks wurde von Kritikern als verherrlichend empfunden und sorgte in Slowenien für große öffentliche Empörung, weil sie die herrschende Meinung, dass die großserbische Tschetnik-Ideologie die wahre Ursache für den Balkankonflikt sei, in Frage stellte.