BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Ergebnis 1 bis 5 von 5

Chemische Waffen 1982

Erstellt von Karim-Benzema, 11.11.2013, 00:17 Uhr · 4 Antworten · 894 Aufrufe

  1. #1
    Karim-Benzema

    Chemische Waffen 1982



    Krasse Scheisse

    Video von 1982 Versuch an Tieren in Albanien.

    Man verfügte selbst über diese waffen. deswegen hat albanien auch "erfahrung" im entsorgung.

  2. #2
    Karim-Benzema
    aus wiki
    Albanien


    Ein sowjetischer Chemiewaffenkanister aus albanischen Beständen, 2006


    Mitte Juli 2007 wurde mitgeteilt, dass Albanien als weltweit erster Staat seine sämtlichen Bestände an Chemischen Waffen nachweislich vernichtet hat. Die Finanzierung des Projektes erfolgte mit insgesamt 48 Millionen US-Dollar. Die Vernichtung der Kampfstoffe Schwefellost, Lewisit, Adamsit und Chloracetophenon dauerte von Februar bis Juli 2007. Die Technologie und damit die Anlage für die Vernichtung der Kampfstoffe wurde von einem renommierten deutschen Anlagenbauer gestellt. Der Betrieb der Vernichtungsanlage erfolgte ebenfalls durch deutsches Personal.[44]

    - - - Aktualisiert - - -

    80 Prozent aller existierenden Chemiewaffen vernichtet

    Laut OPCW, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, sind mittlerweile 80 Prozent aller existierenden Chemiewaffen vernichtet. Eine Welt ohne Chemiewaffen? In Albanien ist das schon gelungen: Als weltweit erster Staat hat das Land all seine chemischen Waffen vernichtet. Die Technologie lieferte Eisenmann: „Darauf sind wir stolz“, sagt Link.
    Nach Albanien hatte Eisenmann nicht nur Technik geliefert, sondern die Anlage auch mit eigenem Personal betrieben. „Voraussetzung ist, dass unsere Mitarbeiter zu einem Einsatz freiwillig bereit sind“, sagt Link. Wie hoch die Gefahr für Mitarbeiter deutscher Firmen in Syrien wäre, hinge vor allem von Ort und Dauer des Einsatzes ab, meint Experte Meier. Der Aufbau von Anlagen nahe der Kampfgebiete sei mit hohen Risiken verbunden. „Selbst in Gebieten, die unter Kontrolle der Regierung stehen, besteht die Gefahr von Anschlägen“, sagt Meier.
    „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter muss gewährleistet sein“, sagt Link, etwa im Rahmen eines Blauhelm-Einsatzes. Die Kosten für Sicherheit und Infrastruktur eines solchen Einsatzes kann Link heute noch nicht einschätzen. Wenn jetzt ein Anruf aus Syrien käme, würde es mindestens ein halbes Jahr dauern, bis die Anlage in Deutschland gefertigt wäre. Danach würde sie nach Syrien transportiert und dort in Betrieb genommen.

  3. #3
    Karim-Benzema
    Damaskus/Den Haag - Der erste Teil war noch vergleichsweise leicht. Innerhalb von vier Wochen haben die Inspektoren der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) die von Damaskus deklarierten Fabriken zur Herstellung von Chemiewaffen funktionsunfähig gemacht.

    ANZEIGE


    Doch nun beginnt der schwierige Teil, die Zerstörung der eigentlichen Chemiewaffen. Bis Mitte 2014 soll Baschar al-Assads riesiges Chemiewaffenarsenal vernichtet werden. So sieht es die Resolution des Uno-Sicherheitsrats vom September vor. Syrien hat angegeben, 1290 Tonnen Chemiewaffen zu besitzen, darunter wohl einige der gefährlichsten chemischen Kampfstoffe wie Sarin, das Nervengift VX und Senfgas. Dazu hat es 1230 Tonnen nicht gefüllte chemische Munition deklariert, also Raketen oder Geschosse, die sich mit chemischen Kampfstoffen versetzen lassen.
    Schon in Friedenszeiten wäre die Zerstörung dieser Massen ein großes Projekt. Dass die Operation nun so schnell und mitten im Krieg ablaufen soll, macht es nicht einfacher. Ein Plan muss her und das schnell. Bis zum 15. November muss die OPCW erklären, wie genau sie sich das vorstellt.
    Am "praktikabelsten" sei die Vernichtung der Chemiewaffen außerhalb Syriens, sagte Ahmet Üzümcü, Chef der OPCW, am Dienstag. Damaskus hat vorgeschlagen, dass der einfachste Weg wäre, die Chemiewaffen von einem seiner Häfen aus, wahrscheinlich Latakia, zu verschiffen. Nur wohin? Wer nimmt schon freiwillig solche Mengen an hochgefährlichem Giftmüll?
    Bisher gab es nur Absagen für Syrien
    Das ideale Zielland für Syriens Chemiewaffen wäre ein politisch stabiles, entwickeltes Land, nicht allzu weit entfernt von Syrien, und noch dazu mit Abrüstungserfahrung und geeigneten Einrichtungen. Auch sollte es nicht gerade unter Wassermangel leiden, denn einige der Chemikalien sollen durch Hydrolyse gespalten und ungefährlich gemacht werden.
    Washington sind da gleich mehrere Kandidaten eingefallen. Für die OPCW hat es bei ihnen im Oktober bereits angeklopft - nur bisher ohne Erfolg.
    Norwegen hat als erstes den Amerikanern abgesagt. Wegen "Zeitproblemen" und "technischen und legalen Beschränkungen" könne man leider nicht als Zielland aushelfen, sagte Außenminister Børge Brende schon im Oktober. Ein Gesetz verbietet Oslo, giftige organische Abfälle zu entsorgen. Dieses hätte die Regierung erst ändern müssen, doch wollte sie das nicht unbedingt.
    Auch in Schweden brach man über die Anfrage nicht in Begeisterung aus. Außenminister Carl Bildt signalisierte bereits, Stockholm habe eigentlich nicht die passenden Einrichtungen und helfe ja auch schon anderweitig. Denkbar wäre allerdings, dass Schweden einen Teil der syrischen Altlasten übernimmt und diese unter mehreren Ländern aufgeteilt werden. "Nicht ein einziges, sondern mehrere Länder mit unterschiedlicher Expertise könnten in den Prozess involviert sein", sagt Christian Chartier, Sprecher der OPCW, SPIEGEL ONLINE.
    Wer alles von den Westeuropäern angefragt wurde, ist unklar. Abgewunken hat bereits Belgien, berichtete die Zeitung "La Libre Belgique". Sicherlich, man habe eine gewisse Abrüstungsexpertise, hieß es da aus Regierungskreisen. Allerdings seien die belgischen Abrüstungsexperten gerade mit Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie Minen im Libanon ausgelastet.
    Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Mittwoch, dass auch Deutschland an den Gesprächen zur Zerstörung der syrischen Chemiewaffen "sehr aktiv beteiligt" sei. "Deutschland ist bereit, seinen Beitrag zu den internationalen Bemühungen in dieser Frage zu leisten." Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen.
    Nun soll es Albanien richten
    Da sich die reichen Europäer zieren, erhöht Washington jetzt den Druck auf Albanien. Das kleine Land soll es richten. Schließlich ist es doch fast bei Syrien um die Ecke, auch Mittelmeer, und hat erst vor kurzem knapp 16 Tonnen altes Senfgas vernichtet, die es 2002 zufällig in Bunkern nahe der Hauptstadt Tirana entdeckt hatte.
    Albanien war 2007 das erste Land, dem es gelungen ist, sein eigenes Arsenal komplett zu vernichten. Washington hatte damals die Rechnung dafür bezahlt - rund 35,5 Millionen Euro - und half bei der Zerstörung. Albanien ist eines der ärmsten Länder Europas.

    ANZEIGE




    Nur dummerweise hat die frisch gewählte Regierung Albaniens gerade erst entschieden, den Import von Giftmüll wieder zu verbieten, wie sie es im Wahlkampf versprochen hatte. Giftmüll-Importe sind seit Jahren ein Streitpunkt in Albanien. Für die einen ist die Einfuhr, oft aus Süditalien, ein gutes Geschäft. Andere weisen darauf hin, dass man schon mit dem eigenen Müll genug Probleme und Umweltsorgen habe. Außerdem will man sich doch gerade als neues Tourismusziel etablieren, nicht als Europas Billig-Mülleimer.
    Nun steckt Albaniens Regierung in der Klemme. Will sie lieber den wichtigen westlichen Partner verärgern oder einen Teil der eigenen Bevölkerung? Über diese Frage diskutiert man in Tirana seit Wochen. "Wir haben noch keine Entscheidung getroffen", sagte Albaniens Außenminister Ditmir Bushati der französischen Zeitung "Le Monde".

  4. #4
    Avatar von papodidi

    Registriert seit
    30.12.2011
    Beiträge
    13.501
    Zerstörung von Syriens Chemiewaffen

    Ein giftiges Angebot für Albanien

    Albanien ist zwar ein enger Verbündeter der USA. Die Bitte Washingtons, Syriens Chemiewaffen in Albanien zu vernichten, strapaziert das Verhältnis aber. Die Regierung schwankt zwischen politischer Loyalität und den Sorgen der Bevölkerung.

    ...
    Gefühl der Demütigung

    Doch jede Loyalität stösst irgendwo an Grenzen. An solche Grenzen tastet sich Albanien dieser Tage heran. Grund ist die Anfrage der USA an ihren Nato-Partner, das syrische Arsenal an Chemiewaffen, zu dessen Freigabe sich Bashar al-Asad verpflichtet hat, auf albanischem Boden vernichten zu dürfen. Eine entsprechende Bitte und ein Telefongespräch mit dem amerikanischen Aussenminister John Kerry hat Albaniens Regierungschef Edi Rama bestätigt. Zu einem Entscheid hat sich Rama, der erst seit zwei Monaten im Amt ist, aber noch nicht durchringen können. Er laviert zwischen Solidarität mit dem traditionell wichtigsten Bündnispartner und Rücksichtnahme auf die wachsenden Sorgen der Bevölkerung.
    Und Sorgen gibt es in der Tat. Seit Tagen reissen die Demonstrationen gegen eine mögliche Vernichtung des hochgefährlichen Materials nicht ab, wobei der Protest von Tirana längst auf andere Städte übergeschwappt ist. Die Protestierenden fürchten nicht nur die ökologischen Risiken einer Waffenzerstörung und einer noch ungeklärten Lagerung von Giftabfällen. In den Parolen spiegelt sich auch ein Gefühl der Demütigung und Ausbeutung, zumal das verarmte Albanien nun quasi als Müllhalde für Stoffe, die reiche und technologisch weit fortschrittlichere Länder nicht auf ihrem Territorium dulden wollen, herhalten soll.
    ...
    Protestierende weisen warnend darauf hin, das Land drohe zu einem einzigen Gerdec zu werden. Das Thema Müllentsorgung weckt dabei auch ausserhalb des militärischen Bereichs grosse Emotionen. So hatte es sich der im Juni abgewählte Ex-Regierungschef Sali Berisha zum Ziel gesetzt, Albanien zu einem Zentrum der Müllverwertung zu machen, wobei er vorab auf Abfall aus Italien schielte. Obschon das Land schon mit der Entsorgung des eigenen Mülls überfordert ist, drang Berisha auf höhere Abfallimporte. Rama war stets ein Kritiker solcher Importe, weshalb er kurz nach Amtsantritt das entsprechende Gesetz seines Vorgängers ausser Kraft setzen liess. Sollte er sich nun dennoch für die Einfuhr der syrischen Kampfstoffe entscheiden, würden ihm das seine Gegner zweifellos als Beweis fehlender Glaubwürdigkeit auslegen.

    Zerstörung von Syriens Chemiewaffen: Ein giftiges Angebot für Albanien - Auslandnachrichten Nachrichten - NZZ.ch

  5. #5
    Avatar von amerigo

    Registriert seit
    19.10.2011
    Beiträge
    4.812
    sollen die länder die chemiewaffen entsorgen, woher Syrien sie hauptsächlich her hat, und das wäre nun mal amerika und teilweise deutschland... das ist echt ne krasse demütigung albaniens durch Amiland

Ähnliche Themen

  1. Hat die bosnische Armee Chemische Waffen benutzt?
    Von DZEKO im Forum Kriminalität und Militär
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 05.03.2011, 22:40
  2. Chemische Kastration von Vergewaltigern in der Türkei?
    Von Kelebek im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 13.02.2011, 16:49
  3. Španija 1982, Rosi, sre?a, znanje
    Von GodAdmin im Forum B92
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 12.06.2010, 16:30
  4. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 23.11.2009, 09:00
  5. chemische waffen
    Von Funky im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 16.09.2004, 14:44