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DDR - die entsorgte Republik

Erstellt von Lorne Malvo, 03.10.2019, 18:39 Uhr · 66 Antworten · 2.468 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Lorne Malvo

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    DDR - die entsorgte Republik

    Passend zum Anschlusstag, eine sehr gut gelungende Doku von 3Sat:

    https://www.3sat.de/gesellschaft/pol...ublik-102.html

    "Sie zeigt die politischen Entwicklungen nach dem Mauerfall und geht der Frage nach, warum anschließend nur der Anschluss der DDR an die Bundesrepublik ernsthaft verfolgt wurde - und nicht die Gründung eines neuen deutschen Staates mit einer neuen Verfassung.Die Anwendung von Artikel 146 des Grundgesetzes hätte eine neue deutsche Verfassung zur Folge gehabt. Das wollte Helmut Kohl verhindern. Lothar de Maizière, Gregor Gysi, Rudolf Seiters und Horst Teltschik enthüllen die historischen Hintergründe und erklären den hastigen Sprint zu Einheit. Für Oskar Lafontaine hat die Entscheidung wahltaktische Gründe, Hans Modrow hingegen spricht von "Betrug"."



  2. #2
    Avatar von lotus

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    Etwas wie DDR findet man in BIH, es heisst RS/RB, wartet auch auf Entsorgung.

  3. #3

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    Wirklich gut gelungene Doku und Horst Telschik für mich bis heute einer der bedeutendsten deutschen Politologen überhaupt. Als Ergänzung würde ich noch erwähnen, dass die Oppositionsgruppen in der DDR (in denen sich eine recht passable Minderheit organisierte) nicht die "Liquidation" der DDR in Gestalt einer Wiedervereinigung mit dem grösseren deutschen Staat forderten. Auch vergisst man zu oft, dass die Teilung Deutschlands bei vielen Bürgerrechtlern, insbesondere bei den protestantisch geprägten, als Sühne für die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands galt, bzw. eine klare Haltung die von vielen Akademikern und Intellektuellen, sowie Grünen als auch Sozialdemokraten in der Bundesrepublik gemeinsam geteilt wurde. Eigentlich war das Ziel der Oppositionellen lediglich freie Wahlen, quasi eine demokratische Legitimation der Macht und gesicherte Grundrechte für alle. Das deutsche Kaiserreich war am Vorabend der Revolution 1918 ein implodierender Staat aber die DDR war es 1989 in einem weit höherem Mass und die Demonstrationen haben den Zusammenbruch nur beschleunigt.

  4. #4
    Avatar von frank3

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    Empfehlenswert ist auch die Spezialausgabe vom Spiegel

  5. #5

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    Bin ein Fan von DDR. Es hatte eine sehr ästhetische Armee. Leider hatte sie eine schlechte politische System. Doch das war noch immer besser als die heutige BRD.

  6. #6
    Avatar von DarkoRatic

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    Zitat Zitat von mirko Beitrag anzeigen
    Bin ein Fan von DDR. Es hatte eine sehr ästhetische Armee. Leider hatte sie eine schlechte politische System. Doch das war noch immer besser als die heutige BRD.
    Rein vom Ästhetischen(Armee und Polizei-Uniform, Emblem und Flagge) war die DDR hammer

  7. #7
    Avatar von frank3

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    7.549
    Zitat Zitat von mirko Beitrag anzeigen
    Bin ein Fan von DDR. Es hatte eine sehr ästhetische Armee. Leider hatte sie eine schlechte politische System. Doch das war noch immer besser als die heutige BRD.
    Ähm - würdest Du bitte Dein Auto abmelden und Dich auf die Warteliste setzen! In 14 Jahren bekommst Du dann einen wunderschönen Trabant 601.
    Deal?!

  8. #8

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    Zitat Zitat von mirko Beitrag anzeigen
    Bin ein Fan von DDR. Es hatte eine sehr ästhetische Armee. Leider hatte sie eine schlechte politische System. Doch das war noch immer besser als die heutige BRD.
    Und eigentlich heute völlig im kollektiven Bewusstsein vergessen geworden, dass die DDR von allen Warschauer-Pakt-Partner der Sowjetunion die aktivste Rolle bei der Unterstützung der sowjetischer Ziele spielte, obwohl die Menge der aus der DDR ins Ausland exportieren der Waffen kleiner war, als der anderer osteuropäischer Staaten. Angefangen von der Unterstützung marxistischer Regime in Süd-Jemen, Mozambique, Äthiopien und Angola, sowie für die Sandinisten in Nicaragua (mit einer weltweiten Solidarität für den dortigen Krieg), am meisten aber im ölreichen Nahen Osten. Besonders die Waffenlieferungen der DDR an Syrien während des Jom Kippur Krieges war beachtlich: sie haben nicht nur MiG-Düsenflugzeuge und Munition zum Flughafen Aleppo geliefert, sondern mithilfe der ostdeutschen Frachtern den zu dieser Zeit hoch geschätzten T54 Panzer und Panzerabwehrkanonen die eigens so konzipiert waren, dass sie mit den Artilleriesystemen der syrischen Armee kompatibel waren. Hönecker persönlich war an dieser Operation beteiligt und wollte die ostdeutsche Parteinahme für die arabischen Staaten untermauern.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Und eigentlich heute völlig im kollektiven Bewusstsein vergessen geworden, dass die DDR von allen Warschauer-Pakt-Partner der Sowjetunion die aktivste Rolle bei der Unterstützung der sowjetischer Ziele spielte, obwohl die Menge der aus der DDR ins Ausland exportieren der Waffen kleiner war, als der anderer osteuropäischer Staaten. Angefangen von der Unterstützung marxistischer Regime in Süd-Jemen, Mozambique, Äthiopien und Angola, sowie für die Sandinisten in Nicaragua (mit einer weltweiten Solidarität für den dortigen Krieg), am meisten aber im ölreichen Nahen Osten. Besonders die Waffenlieferungen der DDR an Syrien während des Jom Kippur Krieges war beachtlich: sie haben nicht nur MiG-Düsenflugzeuge und Munition zum Flughafen Aleppo geliefert, sondern mithilfe der ostdeutschen Frachtern den zu dieser Zeit hoch geschätzten T54 Panzer und Panzerabwehrkanonen die eigens so konzipiert waren, dass sie mit den Artilleriesystemen der syrischen Armee kompatibel waren. Hönecker persönlich war an dieser Operation beteiligt und wollte die ostdeutsche Parteinahme für die arabischen Staaten untermauern.
    Die osmanen hatten auch eine ästhetische armee, und trotzdem haben sie damit sehr viel unfug angestelt

  10. #10

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    805
    Zitat Zitat von mirko Beitrag anzeigen
    Bin ein Fan von DDR. Es hatte eine sehr ästhetische Armee. Leider hatte sie eine schlechte politische System. Doch das war noch immer besser als die heutige BRD.
    Erziehung, Berufswahl, Wohnungssuche – die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) hatte in vielen Belangen die Finger im Spiel. Die Partei wachte über die Menschen in der DDR. Das Leben eigenständig und frei zu führen, war oft kaum möglich. Im Kindergarten wurde bereits den Kleinen die Ideologie des Sozialismus eingeimpft, der Arbeitsplatz wurde einem zugewiesen und auch die Wohnung.

    Davon kann man schon ein Fan sein. Wäre es nur das.

    Nach dem Krieg gab es nur wenige Wohnungen, viele Häuser waren ganz zerstört oder nur teilweise bewohnbar. Ein Großteil der Mietshäuser war zu Beginn der 1950er Jahre verstaatlicht worden und für Neubauten sorgte allein der Staat, er regelte den Wohnungsmarkt. Wer wann wohin umziehen durfte, entschied das zuständige Amt für Wohnungswesen. Die Wohnungen wurden nach verschiedenen Kriterien zugeteilt. Einem Vierpersonenhaushalt standen etwa 60 Quadratmeter zu.
    Viele Wohnhäuser waren in einem desolaten Zustand, vor allem die Altbauten. Nur wenige Wohnungen verfügten über ein Bad oder Warmwasser. Es mangelte an Arbeitskräften, um die Häuser umfassend zu sanieren. Die Mieten waren staatlich festgelegt. Sie lagen zwischen 30 bis 50 Pfennig pro Quadratmeter für Altbauten und einer Mark pro Quadratmeter für Plattenbauten. Den Hausbesitzern war es verboten, sich durch die Mieteinnahmen zu bereichern. Dadurch fehlte das Geld für eine Renovierung. Wäre das System heute noch am Laufen, würden die Menschen in einsturzgefährdeten Ruinen leben. Dafür billig. „Jeder hat Anspruch auf eine eigene Höhle!“

    - - - Aktualisiert - - -

    Und dann wäre da noch die Sache mit den "inoffiziellen Mitarbeitern". Kann man sich eigentlich ein Leben vorstellen, in dem man nicht einmal den engsten Freunden und Familienangehörigen trauen kann? Nicht der eigenen Frau, ja nicht einmal den eigenen Kindern?

    Davon kann man natürlich ein Fan sein. Wäre es nur das.

    - - - Aktualisiert - - -

    Es gehörte zu den Grundsätzen der sozialistischen Diktaturen Andersdenkende „zu verfolgen, zu bekämpfen und unschädlich zu machen“. Schon Lenin forderte in seinem berüchtigten Dekret "über den roten Terror" vom 5. September 1918 systematische Terrormaßnahmen gegen den Klassenfeind und stellte die sowjetische Geheimpolizei "Tscheka" über das Gesetz. Stalin entwickelte später daraus einen regelrechten Vernichtungsfeldzug gegen Andersdenkende, denen Millionen von Menschen zum Opfer fielen. Dieses politische Prinzip wirkte auch in der DDR fort.

    Davon kann man natürlich ein Fan sein. Wäre es nur das...

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