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Dersim Massaker

Erstellt von Dr. Gonzo, 28.11.2013, 18:06 Uhr · 255 Antworten · 14.632 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von talkischeap Beitrag anzeigen
    Du weisst schon, dass du gerade versuchst einen souveränen Staat als Kolonie zu betiteln?
    Was machst du eigentlich noch in Deutschland? Auf in den Kampf, Rambo..
    Darum gehts hier nicht. Es geht umn Dersim. Und um die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Über das abschlachten von Frauen Kindern alten menschen. Aber wenn ich sehe was ihr so ablasst bei den anderen Massakern, glaube ich nbicht an die einsicht eurerseits.

    Niemand konnte ab dem 11jhd. die gegend um dersim kontrolieren und noch heute grauts dem türkischen staat vor der region.

  2. #32

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    Zitat Zitat von DocGonzo Beitrag anzeigen
    Darum gehts hier nicht. Es geht umn Dersim. Und um die Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Über das abschlachten von Frauen Kindern alten menschen. Aber wenn ich sehe was ihr so ablasst bei den anderen Massakern, glaube ich nbicht an die einsicht eurerseits.

    Zitat Zitat von _KRG_ Beitrag anzeigen
    Welches Recht ? die Türkei wird früher oder später ihre Kolonie verlieren..
    Wenn jemand die Türkei als Kolonie betitelt, weil er sich nicht unter Kontrolle hat, wird darauf angesprochen. Sorry.
    Ich lass mich doch nicht von einem PKK Sympathisanten verarschen.

  3. #33
    Avatar von _KRG_

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    Zitat Zitat von TuAF Beitrag anzeigen
    z.b auf das voelkerrecht artkiel 51 der un charta



    keine sorge mein nordiraker, die turkischen grenzen sind seit der republiksgrundung immer grosser geworden und nicht kleiner.

    weiss du welche partei die letzen wahlen in tunceli gewonnen hat? erkundige dich mal.
    Selbstverteidigung ok, bin ich voll dafür, aber nicht wenn man auf die Rechte der Minderheiten spuckt. Denn dann bewahrt man NICHT den Weltfrieden.

  4. #34
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Dr. Gerayer Koutcharian

    Leidensgeschwister – Dersim und Armenien
    Ich gebe zu, ich wusste und weiß zu wenig über Dersim und Dersimer. Dies ist nicht zuletzt
    eine Folge des Schicksals, dass Dersimern und Armeniern gemeinsam zugestoßen, aber getrennt
    erfahren wurde. Denn unsere Völker sind beide Opfer des größten aller Staatsverbrechen
    geworden, des Völkermordes. 1915, mitten im Ersten Weltkrieg, wurden die armenischen
    Bürger des Osmanischen Reiches Opfer von Massakern und Todesmärschen. Die politisch
    Verantwortlichen kamen nicht, wie von den Alliierten in Aussicht gestellt, vor ein internationales
    Tribunal. Die meisten jungtürkischen Völkermörder konnten ins Ausland fliehen,
    der Hauptverantwortliche nach Deutschland, wo er mit Wissen und Duldung des Auswärtigen
    Amtes und Preußischen Justizministeriums Unterschlupf fand. Schon 1919 ging deshalb das
    Morden weiter, diesmal an der noch verbliebenen griechisch-orthodoxen Bevölkerung des
    Osmanischen Reiches und durch ein neues Regime: das der nationalistischen Gegenregierung
    unter Mustafa Kemal. Mehr noch als die Verbrechen an den Armeniern blieben die Verbrechen
    an Griechen und aramäischsprachigen Christen bis heute juristisch und politisch unbewältigt.

    Die selben Methoden, die schon bei dem Völkermord an bis zu 3,5 Millionen Christen Kleinasiens
    und Mesopotamiens im letzten Jahrzehnt osmanischer Herrschaft Anwendung fanden,
    wurden auch in den 1930er Jahren eingesetzt, als es der kemalistischen Führung darum ging,
    die letzte autonome Region Ostanatoliens zu unterwerfen. Manche beschreiben dies als einen
    Akt der Kolonisierung, manche als militärische Strafaktion, andere, wie der aus einer kurdisch-
    türkischen Familie stammende Regierungschef Ismet Inönü, als Modernisierungsmaßnahme.
    Derselbe Inönü hatte schon 1925 die Rangfolge zwischen Türken und Nicht-Türken
    festgesteckt: "Wir sind offen nationalistisch. Nationalismus ist der einzige Grund, der uns
    zusammenhält. Außer der türkischen Mehrheit soll kein anderes [ethnisches] Element irgendeinen
    Einfluss besitzen. Wir werden jene, die in unserem Land leben, um jeglichen Preis türkisieren
    und jene zerstören, die sich gegen die Türken und das Türkentum erheben.“

    Viele Einzelheiten dieser Zerstörung kennen wir Armenier aus unserer eigenen Geschichte:
    das Erstellen von Listen der weltlichen und geistlichen Führer, die in Vorbereitung der Vernichtung
    festgenommen oder verschleppt wurden, um ungestört die führungslose Bevölkerung
    auf Todesmärsche zu schicken; das Verschleppen und Assimilieren von zahlreichen
    Kindern, die ihrer Religion und ihrem Volkstum durch gezielte Assimilation entfremdet wurden.
    Gut vertraut ist uns auch die zynische Sprache der Täter. Uns bezeichneten jungtürkische
    Völkermörder als Bakterien und Bazillen. Dersim nannte man ein Geschwür und einen Abzess,
    den es zu entfernen galt. Staatsgründer Mustafa Kemal nannte Dersim „diesen furchtbaren
    Eiter in unserem Inneren“, den man „samt der Wurzel anpacken und säubern“ müsse1.
    Diese radikale Säuberung ist nicht nur durch die üblichen Massaker geschehen, sondern durch
    Giftgaseinsätze und Luftangriffe.
    Mit den Völkermorden von 1915 und 1938 zerbrach eine uralte Nachbarschaft. Nur bei Bedarf
    sind den türkisch-nationalistischen Ideologen noch die engen Zusammenhänge zwischen
    Armeniern und Dersimern geläufig. So behauptete am 18. August 2007 der damalige Vorsitzende
    der türkischen Historikergesellschaft, Yusuf Halacoglu, dass der Großteil der Dersimer
    konvertierte Armenier seien und dass sich eine Liste dieser Konvertiten aus dem Jahr 1936/37
    in seinem Besitz befinde. Vermutlich lässt sich die Bekämpfung der Dersimer Bevölkerung
    leichter durchführen, falls man sie als Armenier verunglimpft. Schauen wir uns die Zusammenhänge
    genauer an: Bis in die 1870er Jahre bildete Dersim eine halbautonome Provinz des
    Osmanischen Reiches, die aus einem flachen und einem waldbedeckten, fast 2000 Meter hohem
    Gebirgsteil bestand. Während die Ebene im 19. Jh. zunehmend unter die Kontrolle des
    osmanischen Staates geriet, konnten in dem fast unzugänglichen Gebirgshorst die Dersimer
    ihre Unabhängigkeit lange verteidigen. Die Bevölkerung des historischen Dersim umfasste
    bis zum 1. Weltkrieg 200.000 Menschen, von denen bis zu 70.000 – also 45% der Gesamtbevölkerung
    - Armenier waren. Aus nicht-armenischen historischen Quellen wissen wir, dass ab
    dem 17. Jahrhundert Armenier aus Bingöl, aus Sebastia bzw. Sivas, aus Jerznka bzw. Erzincan,
    aus Charberd bzw. Harput dem türkischen Druck auswichen und ihre Zuflucht in Dersim
    suchten, wo manche zum Kizilbaschentum übertraten. Dersimer Kinder wiederum besuchten
    armenische Schulen.

    Die Beziehungen zwischen den Dersimern und den Armeniern waren freundlich, zumal die
    Dersimer sich weder den Mörderbanden der Hamidiye und ihren Nachfolgern, den Azadi-
    Milizen, anschlossen, noch beteiligten sie sich am kemalistischen Unabhängigkeitskrieg gegen
    die letzten indigenen Christen. Während des Ersten Weltkrieges retteten die Dersimer
    etwa 30-40.000 Armeniern das Leben, von denen die meisten nach Ostarmenien flüchten
    konnten. Der geringere Teil blieb in Dersim und assimilierte sich an die Mehrheitsbevölkerung.
    Unsere gemeinsamen religiösen und kulturellen Wurzeln reichen weit in die vorchristliche,
    von iranischen Kulturen geprägte Vergangenheit der Region zurück. Es ist sicher kein Zufall,
    dass die Region der Munzur-Berge – im Armenischen Mndsur – im vorchristlichen Glauben
    als Heimat unserer Götter galt. Besonders bedeutende Kultstätten hat vermutlich das Christentum
    übernommen, so etwa im Fall der armenischen Surb Karapat-Kirche von Halwor, zu der
    sowohl armenische Christen, als auch Kisilbaschen pilgerten. In seinem 1900 in Tiflis erschienen
    Buch „Dersim“ berichtete der armenische Autor Andranik von dem armenischen
    Stamm der Mirakjan, die mit den Kisilbaschen Zentral- oder Berg-Dersims in Harmonie zusammenlebten.
    Andranik gibt die Zahl der Mirakjan mit 8.000 an. Sie sprachen einen besonderen
    Dialekt und gelten sich als Nachkommen des in der armenischen Geschichte berühmten
    Adelsgeschlechts der Mamikonjan. Gemeinsam mit den Kisilbaschen der Region galten sie
    traditionell als Hüter des Heiligtums von Halwor. Der Stamm der Mirakjan hatte dreitausend
    Männer unter Waffen, wenn sie an den Kämpfen der Dersimer gegen die osmanische Armee
    teilnahmen. Als 1834 Reschid Pascha mit einer Streitmacht von 40.000 anrückte, spielten die
    Mirakjan eine herausragende Rolle bei der Selbstverteidigung.

  5. #35

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    Hat sich die Türkei für die Massaker in Dersim entschuldigt?

  6. #36
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von talkischeap Beitrag anzeigen
    Hat sich die Türkei für die Massaker in Dersim entschuldigt?
    erdogan hat sich aus kalkül dazu geäußert und das nur, weil er Kilicd., der aus dersim stammt, verhöhnen wollte.

  7. #37

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    Also Ja.

    "Wenn es notwendig ist, sich im Namen des Staats zu entschuldigen, würde ich mich entschuldigen – und ich entschuldige mich", sagte er vor Mitgliedern seiner religiös-konservativen Regierungspartei AKP. Die Gewalttaten seien "eines der tragischsten und schmerzhaftesten Ereignisse unserer neueren Geschichte".

  8. #38
    Avatar von kewell

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  9. #39
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Ich würde gern Timur zitieren:

    Schei... Heuchler. Wenn es ihm wirklich dannach ginge sich zu entschuldigen würde er das auch bei den Juden, Griechen und Armeniern tun, aber es geht bei Herrn Erdogan wieder mal nur um Stimmen der Aleviten und um die Erniedrigung der Opposition.

    "Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat sich offiziell für die Tötung von knapp 14.000 alevitischen Kurden durch türkische Regierungstruppen"

    Ausserdem hat er sich nur für ca. 1/4 der Toten entschuldigt.

  10. #40

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    Zitat Zitat von DocGonzo Beitrag anzeigen
    Viele denken, das nur christliche bevölkerung in der Türkei ermordet wurden.

    Aber es betraf ebenso die menschen in und um Dersim 1938. Es hat nichts mit den Kurden zu tun, da die Kurden der Bevölkerung in Dersim nicht zu hilfe eilten!! Es war ein massker an den Kizilbasch-Alevi zaza´s die seit je her als Feinde des Osmanischen Reiches galten.
    Ihr Ordensführer Schah Ismail stand immer in direktem Konfrotationskurs zu den Osmanen.



    !938 gab es kein Osmanisches Reich, die Jungtürken unter Mustafa Kemal waren an der Macht. Auch alevitische und schafitische Kurden haben dem türk. Staat geholfen.
    Bleib bei den Tatsachen und versuch hier keine Propaganda zu machen. Die Jungtürken waren Laizistisch eingestellt , das kommt en Aleviten zugegen. Deswegen haben viele Alevitsche Asirets den jungtürekn geholfen auch bei der Bekämpfung bzw. Niederschlagung des DersimAufstandes.
    Die Schafitischen Kurden und selbst die Zasa sehen die Aleviten aus Dersim nicht als richtige Moslems an und essen z.B nicht ihr Fleisch weil es nicht halal ist. Die schafitshcen Kurden haben alevitische Dörfer angezündet.

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