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Deutsches Kaiserreich und Erster Weltkrieg

Erstellt von Schiptar, 30.10.2011, 14:07 Uhr · 40 Antworten · 4.401 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Schiptar

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    Deutsches Kaiserreich und Erster Weltkrieg

    Zitat Zitat von Stuttgarter Beitrag anzeigen
    gut das sind natürlich auch gründe.

    Viel stärke gründe sind aber meiner Meinung ,dass die Bevölkerung ein sehr antidemokratisches Denken hatte. Sie kannten ja auch diese Staatsform noch nicht und wollten die Monarchie wieder. Dadurch auch das Scheitern der Weimarer Republik.

    Und dann ist da natürlich auch noch der Versailler Vertrag, der sehr harte Bestimmungen hatte und sehr verhasst war in der Bevölkerung. Und Hitler war ja auch gegen den Versailler Vertrag und Young-Plan im Gegensatz zu der Weimarer Republik.
    Interessante Parallelen gibt es auch zwischen Deutschland vor Hitler und Serbien heute.

  2. #2
    Avatar von Stuttgarter

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Interessante Parallelen gibt es auch zwischen Deutschland vor Hitler und Serbien heute.
    übertreib es nicht.

  3. #3
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Stuttgarter Beitrag anzeigen
    übertreib es nicht.
    Na ja,
    - ein bzw. mehrere verlorene(r) Angriffskrieg(e), für den man nicht die Verantwortung übernehmen will,
    - das angeknackste nationale Selbstbewusstsein, weil man doch nicht das starke mächtige Volk ist, das man lt. den Parolen der Kriegstreiber war,
    - das Gefühl, die ganze Welt habe es auf einen abgesehen,
    - das Trauma verlorener Gebiete infolge der Kriege,
    - Wirtschaftskrisen und ungelöste soziale Probleme (z.B. hohe Arbeitslosigkeit),
    - eine schwach ausgeprägte demokratische politische Kultur,
    - ein politischer Diskurs, der immer noch von extremem Nationalismus geprägt ist, auch wenn das kaum jemand registriert, weil Nationalismus und rechtes Denken schon so normal ist, dass man nur noch die allerextremsten Beispiele als solche zur Kenntnis nimmt etc.

  4. #4
    Avatar von Stuttgarter

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Na ja,
    - ein bzw. mehrere verlorene(r) Angriffskrieg(e), für den man nicht die Verantwortung übernehmen will,
    - das angeknackste nationale Selbstbewusstsein, weil man doch nicht das starke mächtige Volk ist, das man lt. den Parolen der Kriegstreiber war,
    - das Gefühl, die ganze Welt habe es auf einen abgesehen,
    - das Trauma verlorener Gebiete infolge der Kriege,
    - Wirtschaftskrisen und ungelöste soziale Probleme (z.B. hohe Arbeitslosigkeit),
    - eine schwach ausgeprägte demokratische politische Kultur,
    - ein politischer Diskurs, der immer noch von extremem Nationalismus geprägt ist, auch wenn das kaum jemand registriert, weil Nationalismus und rechtes Denken schon so normal ist, dass man nur noch die allerextremsten Beispiele als solche zur Kenntnis nimmt etc.
    so weit so gut. Und was willst du damit sagen?

  5. #5
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Stuttgarter Beitrag anzeigen
    so weit so gut. Und was willst du damit sagen?
    Dasselbe wie vorhin. Parallelen zwischen Deutschland nach dem 1. Weltkrieg und Serbien nach den verlorenen Kriegen der 90er Jahre. Das ist schon alles. Ich sage ja nicht, dass in Serbien eine faschistische Diktatur entstehen wird.

  6. #6
    Avatar von Stuttgarter

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Dasselbe wie vorhin. Parallelen zwischen Deutschland nach dem 1. Weltkrieg und Serbien nach den verlorenen Kriegen der 90er Jahre. Das ist schon alles. Ich sage ja nicht, dass in Serbien eine faschistische Diktatur entstehen wird.
    Dachte schon du willst darauf hinaus.

    P.S Du hast als erstes geschrieben Interessante Parallelen gibt es auch zwischen Deutschland vor Hitler und Serbien heute., Parallelen zwischen Deutschland nach dem 1. Weltkrieg und Serbien nach den verlorenen Kriegen der 90er Jahre.

    Was denn nun?

  7. #7
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Stuttgarter Beitrag anzeigen
    P.S Du hast als erstes geschrieben Interessante Parallelen gibt es auch zwischen Deutschland vor Hitler und Serbien heute., Parallelen zwischen Deutschland nach dem 1. Weltkrieg und Serbien nach den verlorenen Kriegen der 90er Jahre.

    Was denn nun?
    Nach dem 1. Weltkrieg (1918ff.) war doch vor Hitler (1933-45). Wo siehst du da einen Widerspruch?

  8. #8
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Na ja,
    - ein bzw. mehrere verlorene(r) Angriffskrieg(e), für den man nicht die Verantwortung übernehmen will,
    - das angeknackste nationale Selbstbewusstsein, weil man doch nicht das starke mächtige Volk ist, das man lt. den Parolen der Kriegstreiber war,
    - das Gefühl, die ganze Welt habe es auf einen abgesehen,
    - das Trauma verlorener Gebiete infolge der Kriege,
    - Wirtschaftskrisen und ungelöste soziale Probleme (z.B. hohe Arbeitslosigkeit),
    - eine schwach ausgeprägte demokratische politische Kultur,
    - ein politischer Diskurs, der immer noch von extremem Nationalismus geprägt ist, auch wenn das kaum jemand registriert, weil Nationalismus und rechtes Denken schon so normal ist, dass man nur noch die allerextremsten Beispiele als solche zur Kenntnis nimmt etc.
    So eine Dreck, welcher Angriffskrieg? Das Deutsche Reich (vor 1914) hat immer gesagt, dass es eine Generalmobilmachung in Russland als de facto Kriegserklärung werten würde und vermutlich einen solchen Krieg offensiv führen würde. Ohne Rückversicherung aus Frankreich/GB hätten die Russen das Maul doch gar nicht so weit aufgerissen. Ohne eine deutsche natürlich Öst-Ungarn auch nicht. Insofern muss man GB und Deutschland einen Kriegsbeginn anlasten.

    Typisches Merkmal eines Angriffskrieges wäre ein konkretes Kriegsziel, das hatte Deutschland nicht. GB, F, RU und Ö-U hatten welche. Kriegsziele wurde erst im Laufe des Krieges definiert.

    Du weisst schon, dass das DR für die damalige Zeit eine Demokratie war vor 1914? Der Kaiser musste in den Reichstag um Kriegsanleihen billigen zu lassen, was für eine Diktatur! Das musste der Zar mit Sicherheit nicht. Frauen durften eh nirgends wählen und das Klassenwahlrecht gab es eigentlich nur in Preußen.

    Es gab mal eine Umfrage, wer den deutsch-ungarischen Krieg von 18irgendwas begonnen hat. 80% entschieden sich für Deutschland. Gab nur nie einen solchen Krieg.

    Aber ich gebe dir Recht, da sind deutliche Parallelen. Sprengt aber den Thread hier.

  9. #9
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    So eine Dreck, welcher Angriffskrieg? Das Deutsche Reich (vor 1914) hat immer gesagt, dass es eine Generalmobilmachung in Russland als de facto Kriegserklärung werten würde und vermutlich einen solchen Krieg offensiv führen würde. Ohne Rückversicherung aus Frankreich/GB hätten die Russen das Maul doch gar nicht so weit aufgerissen. Ohne eine deutsche natürlich Öst-Ungarn auch nicht. Insofern muss man GB und Deutschland einen Kriegsbeginn anlasten.

    Typisches Merkmal eines Angriffskrieges wäre ein konkretes Kriegsziel, das hatte Deutschland nicht. GB, F, RU und Ö-U hatten welche. Kriegsziele wurde erst im Laufe des Krieges definiert.
    Werter Schwedenfreund (...und hoffentlich nicht Ultima-Thule-Fan), allein schon der Überfall auf das neutrale Belgien rechtfertigt den Gebrauch der - zugegebenermaßen - saloppen Formulierung "Angriffskrieg".
    Ich werde jetzt sicher nicht an dieser Stelle die ganze Fischer-Kontroverse nachstellen, aber einen Verweis auf den deutschen "Blankoscheck" gegenüber der k.u.k. Monarchie kann ich mir nicht verkneifen... Außerdem sollte man nicht veregssen, dass die deutsche Militärführung einen europäischen Krieg für unausweichlich hielt und daher geneigt war, ihn lieber früher als später für sich zu entscheiden.
    Das mit den Kriegszielen ist ein Thema für sich, aber dennoch ist klar, dass das Kaiserreich bereits vor der Formulierung von Bethmann-Hollwegs Septemberprogramm über ein außenpolitisches Programm verfügte, das auf Machtausdehnung abzielte.

    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Du weisst schon, dass das DR für die damalige Zeit eine Demokratie war vor 1914? Der Kaiser musste in den Reichstag um Kriegsanleihen billigen zu lassen, was für eine Diktatur! Das musste der Zar mit Sicherheit nicht. Frauen durften eh nirgends wählen und das Klassenwahlrecht gab es eigentlich nur in Preußen.
    Für die damalige Zeit? Was soll das heißen? In anderen Staaten ging es im Vergleich zu Deutschland weitaus demokratischer zu. Sogar innerhalb der deutschen Geschichte stellt der Scheinkonstitutionalismus des Kaiserreichs einen Rückschritt gegenüber der natürlich nie umgesetzten Paulskirchenverfasung dar. Die deutsche Reichsverfassung verfügte nicht einmal über einen Grundrechtekatalog!
    Demokratisch war das Kaiserreich vielleicht im Vergleich zu Russland, aber nicht zu Großbritannien oder Frankreich.
    Im Kaiserreich konnte der Kaiser die Regierung ernennen, unabhängig von den parlamentarischen Mehrheiten, die den Willen des Volkes widerspiegelten. Ist das etwa demokratisch?
    Das preußische Dreiklassenwahlrecht betraf immerhin das größte Land innerhalb des Kaiserreichs.

    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Es gab mal eine Umfrage, wer den deutsch-ungarischen Krieg von 18irgendwas begonnen hat. 80% entschieden sich für Deutschland. Gab nur nie einen solchen Krieg.
    Ja, und es gibt immer noch Leute, die einem erzählen, Hitler hätte die Autobahn gebaut und die Arbeistlosigkeit abgeschafft und die Deutschen hätten vom Holocaust nicht die geringste Ahnung gehabt... Erschreckend, der Mangel an historischem Wissen hierzulande...

  10. #10
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von KuhleerDeutschah Beitrag anzeigen
    Ja genau liebe Lilith er scheint die Orthodoxen zu meinen nachdem Du ihm jetzt auf pädagogisch wertvolle Weise nahegelegt hast, das doch bitte zu unterlassen, anstatt für die bescheuerte Verallgemeinerung zu verwarnen können wir ja mal wieder so tuen, als wäre nichts gewesen wie schon einige Male vorgekommen in diesem Forum wenn gegen Christen oder Juden gehetzt wird, aber sobald man islamistische Terroristen kritisiert muss man sich gefallen lassen, dass man angeblich alle Muslime bzw. Türken, Araber und so weiter hasst und ein Dzeko wird auch erst beim zweiten Mal verwarnt wenn er eine terroristische Gruppierung verherrlicht.
    Wir haben im Modforum den Post gestern abend diskutiert. Sollte ausreichen.

    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    So eine Dreck, welcher Angriffskrieg? Das Deutsche Reich (vor 1914) hat immer gesagt, dass es eine Generalmobilmachung in Russland als de facto Kriegserklärung werten würde und vermutlich einen solchen Krieg offensiv führen würde. Ohne Rückversicherung aus Frankreich/GB hätten die Russen das Maul doch gar nicht so weit aufgerissen. Ohne eine deutsche natürlich Öst-Ungarn auch nicht. Insofern muss man GB und Deutschland einen Kriegsbeginn anlasten.

    Typisches Merkmal eines Angriffskrieges wäre ein konkretes Kriegsziel, das hatte Deutschland nicht. GB, F, RU und Ö-U hatten welche. Kriegsziele wurde erst im Laufe des Krieges definiert.

    Du weisst schon, dass das DR für die damalige Zeit eine Demokratie war vor 1914? Der Kaiser musste in den Reichstag um Kriegsanleihen billigen zu lassen, was für eine Diktatur! Das musste der Zar mit Sicherheit nicht. Frauen durften eh nirgends wählen und das Klassenwahlrecht gab es eigentlich nur in Preußen.

    Es gab mal eine Umfrage, wer den deutsch-ungarischen Krieg von 18irgendwas begonnen hat. 80% entschieden sich für Deutschland. Gab nur nie einen solchen Krieg.

    Aber ich gebe dir Recht, da sind deutliche Parallelen. Sprengt aber den Thread hier.
    Jetzt sind die Russen noch am Ersten Weltkrieg schuld, alles klar... Ach so, mit Operation Barbarossa ist man natürlich auch nur den Russen zuvor gekommen, ne?

    Ist hier nicht das Thema, wie du selbst richtig sagst. Aber der Krieg kam nicht von heute auf morgen, problematisch war v.a. die Situation in Österreich, das um seinen Staat "kämpfte", Bosnien-Herzegowinas Annektierung, das Verhältnis zu den Serben, diverse Allianzen, Bündnisverpflichtungen. Das direke deutsch-russische Verhältnis war nicht das "Hauptproblem". Im Endeffekt hat keine Seite alleinverantwortlich den Krieg vom Zaun gebrochen, hat aber auch keine das Äußerste für den Friedenserhalt getan. That's it.

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