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Deutsches Kaiserreich und Erster Weltkrieg

Erstellt von Schiptar, 30.10.2011, 14:07 Uhr · 40 Antworten · 4.413 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Werter Schwedenfreund (...und hoffentlich nicht Ultima-Thule-Fan), allein schon der Überfall auf das neutrale Belgien rechtfertigt den Gebrauch der - zugegebenermaßen - saloppen Formulierung "Angriffskrieg".
    Ja richtig, hätte die andere Seite bei strategischer Notwendigkeit genauso gemacht.

    Ich werde jetzt sicher nicht an dieser Stelle die ganze Fischer-Kontroverse nachstellen, aber einen Verweis auf den deutschen "Blankoscheck" gegenüber der k.u.k. Monarchie kann ich mir nicht verkneifen... Außerdem sollte man nicht veregssen, dass die deutsche Militärführung einen europäischen Krieg für unausweichlich hielt und daher geneigt war, ihn lieber früher als später für sich zu entscheiden.
    Es gibt aber einen Unterschied zwischen wollen und unausweislich halten. Ein Tsunami nach einem Seebeben ist auch unausweislich, aber deswegen wollen ihn die meisten trotzdem nicht. Die Gegensätze zwischen Ö-U und RU auf dem Balkan waren zu groß und es war offensichtlich, dass ein relativ geringer Anlass für ein Krieg reicht.

    Das mit den Kriegszielen ist ein Thema für sich, aber dennoch ist klar, dass das Kaiserreich bereits vor der Formulierung von Bethmann-Hollwegs Septemberprogramm über ein außenpolitisches Programm verfügte, das auf Machtausdehnung abzielte.
    Das legitime Recht eines Landes mit dem höchsten BSP der Welt, eine starke Flotte zu haben. Und wenn der Sinn und Zweck nur ein besseres Sexualleben seines Regenten ist, ist das trotzdem sein gutes Recht. Nicht sonderlich schlau, aber man ist klar im Recht. Aber das rechtfertigt natürlich ein Kriegsziel der demokratischen Menschenrechtsmacht Großbritannien.
    Zu Machtausdehnung, aber ohne direkten bewaffneten Konflikt mit einer Großmacht. Machen die Chinesen und Amerikaner jeden Tag. FR und GB hatten zu Beginn des Krieges ganz klare Kriegsziele, die sich nur (FR) bzw. vermutlich nur (GB) durch einen Krieg erreichen ließen.

    Für die damalige Zeit? Was soll das heißen? In anderen Staaten ging es im Vergleich zu Deutschland weitaus demokratischer zu. Sogar innerhalb der deutschen Geschichte stellt der Scheinkonstitutionalismus des Kaiserreichs einen Rückschritt gegenüber der natürlich nie umgesetzten Paulskirchenverfasung dar. Die deutsche Reichsverfassung verfügte nicht einmal über einen Grundrechtekatalog!
    Demokratisch war das Kaiserreich vielleicht im Vergleich zu Russland, aber nicht zu Großbritannien oder Frankreich.
    Im Kaiserreich konnte der Kaiser die Regierung ernennen, unabhängig von den parlamentarischen Mehrheiten, die den Willen des Volkes widerspiegelten. Ist das etwa demokratisch?
    Das preußische Dreiklassenwahlrecht betraf immerhin das größte Land innerhalb des Kaiserreichs.
    Demokratisch auch für die Iren oder Buren (oder Polen im DR)? Ich nenne jetzt nur die weil Inder, Schwarze, Asiaten etc. hat damals eh keiner gefragt. Natürlich, hatte der Kaiser eine starke Rolle in diesem System, was nicht sonderlich demokratisch ist. Aber das Kernrecht eines Parlaments, das Budgetrecht hatte nicht er sondern das Parlament und damit kriegt man ziemlich viel ausgehebelt. Diese starke Position (einer gewählten) Exekutive haben aber auch die USA oder Frankreich seit der V. Republik. Das Kaiserreich war in dem Punkt halt weder Fisch noch Fleisch.

    Ich will das Kaiserreich nicht schön reden, aber solche Anspielungen da hat Gut gegen Böse Krieg geführt und die einen haben die arglosen anderen angegriffen ist mal völliger Käse.

    Ich bin vielleicht ein bißchen sarkastisch, aber bei diesem ganzen Befreiergequatsche (1945). Die einen wollten nicht befreien und die anderen nicht befreit werden. Und die die befreit werden wollten (PL , CZ) hat man an Stalin verkauft.

    Gings hier nicht um Wahabiten in BiH?

  2. #12
    Avatar von Schiptar

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    Von mir aus könnte man ja ein paar Posts herausziehen und als eigenen Thread ins Geschichtsforum verfrachten, aber so, wie ich die aktuellen Mods hier einschätze, würden die eher in gröbster Metzgermanier 4 Seiten unbesehen in den Mülleimer verschieben...

  3. #13
    Avatar von Lilith

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    19.298
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Von mir aus könnte man ja ein paar Posts herausziehen und als eigenen Thread ins Geschichtsforum verfrachten, aber so, wie ich die aktuellen Mods hier einschätze, würden die eher in gröbster Metzgermanier 4 Seiten unbesehen in den Mülleimer verschieben...
    Danke für die Blumen, schon geschehen:claps:

    @Karoliner:
    Wer ist denn also deiner Meinung nach "Schuld" am Ersten Weltkrieg?

    Und noch etwas. Was hat die Diskussion um Befreiung oder nicht 1945 jetzt damit zu tun? Weißt du, die pösen Russen wollten 1941 auch nicht "befreit" werden. Was würdest du denn erwarten was ein Volk tut, welches dem Hitler und seiner Ideologie verwüstetes Land und anerkannt wenigstens 25 Millionen tote Menschen zu "verdanken" hat? Man marschiert vor um dem Mann habhaft zu werden, dessen Regime bei einem so unvorstellbares Leid brachte. Bzw. dieses zu stürzen. Dass Stalin bzw. die Sowjetunion dabei dann seine eigenen geopolitischen Interessen verfolgte, kann nicht bestritten werden. Aber gut, falls du das noch diskutieren willst, es gibt einen Thread dazu

    70 Jahre "Unternehmen Barbarossa"

  4. #14
    Gjeto
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Na ja,
    - ein bzw. mehrere verlorene(r) Angriffskrieg(e), für den man nicht die Verantwortung übernehmen will,
    - das angeknackste nationale Selbstbewusstsein, weil man doch nicht das starke mächtige Volk ist, das man lt. den Parolen der Kriegstreiber war,
    - das Gefühl, die ganze Welt habe es auf einen abgesehen,
    - das Trauma verlorener Gebiete infolge der Kriege,
    - Wirtschaftskrisen und ungelöste soziale Probleme (z.B. hohe Arbeitslosigkeit),
    - eine schwach ausgeprägte demokratische politische Kultur,
    - ein politischer Diskurs, der immer noch von extremem Nationalismus geprägt ist, auch wenn das kaum jemand registriert, weil Nationalismus und rechtes Denken schon so normal ist, dass man nur noch die allerextremsten Beispiele als solche zur Kenntnis nimmt etc.
    Das ist das Problem, wie Deutschland hat Serbien mehrer Kriege Verloren und das Trauma sitzt tief, somit entlädt sich sowas ins Negative.

  5. #15
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Gjeto Beitrag anzeigen
    Das ist das Problem, wie Deutschland hat Serbien mehrer Kriege Verloren und das Trauma sitzt tief, somit entlädt sich sowas ins Negative.
    Nein es geht um das messen mit zweierlei Massstaeben und die friss oder stirb Haltung. Das sind parallelen zu serbien heute. So muss leider essen, spaeter mehr.

    Babarossa war mit sicherheit kein befreiungskrieg.

  6. #16
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Nein es geht um das messen mit zweierlei Massstaeben und die friss oder stirb Haltung. Das sind parallelen zu serbien heute. So muss leider essen, spaeter mehr.
    Uff, da bin ich aber beruhigt... Zum Glück hast du dich offensichtlich für Ersteres entschieden.

  7. #17
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Und noch etwas. Was hat die Diskussion um Befreiung oder nicht 1945 jetzt damit zu tun?
    Er will hier ein paar revisionistische Duftmarken hinterlassen, das ist alles.

  8. #18

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    deutschland hat den ersten weltkrieg verkackt

    mehr planung wäre nötig gewesen.

  9. #19
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Sissla Beitrag anzeigen
    deutschland hat den ersten weltkrieg verkackt

    mehr planung wäre nötig gewesen.
    Schade, dass dein Sachverstand der OHL damals nicht zur Verfügung stand.

  10. #20

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    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Schade, dass dein Sachverstand der OHL damals nicht zur Verfügung stand.
    auch im zweiten weltkrieg hat deutschland gravierende fehler gemacht. hier hat man falsch geplant.

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