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Dresdner Bombennacht

Erstellt von Zmaj, 13.02.2010, 01:29 Uhr · 62 Antworten · 5.188 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von DZEKO

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    Die alliierten Luftangriffe auf Dresden

    In der zweiten Februarwoche des Jahres 1945 starteten die westlichen Alliierten eine neuerliche großangelegte Offensive ihrer Bomberflotten. Ihr Ziel waren die verbliebenen Ölraffinerien und Städte Mitteldeutschlands, die sich nun bereits im Hinterland der Ostfront befanden.
    Jede Nacht wurden fast 1500 britische Flugzeuge, jeden Tag eine noch größere Flotte amerikanischer Bomber und Jagdflugzeuge gegen Deutschland entsandt. Systematisch griffen sie Stadt für Stadt in Mitteldeutschland an: Dresden, Chemnitz, Cottbus und viele weitere.
    In der Nacht des 13. Februar 1945 reichte die Hälfte der eingesetzten Flugzeuge in zwei aufeinander folgenden Angriffen aus, im Zentrum Dresdens einen gewaltigen Feuersturm zu entfachen, gegen den es keine Gegenwehr mehr geben konnte

  2. #12
    Avatar von DZEKO

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    Katastrophe und Trauma

    Am 14. Februar folgten amerikanische Bomber, am Vormittag des folgenden Tages barst das ausgeglühte Mauerwerk der Frauenkirche unter der Last der steinernen Kuppel. Der späte Einsturz der Kirche wurde zur symbolischen Vollendung der Katastrophe; der verbleibende Schuttberg markierte nun das Zentrum einer 12 Quadratkilometer großen Fläche nahezu vollständiger Zerstörung.
    »Dresden war jetzt wie der Mond«, berichtete der amerikanische Schriftsteller und Augenzeuge Kurt Vonnegut.
    Inmitten dieser aufgerissenen, zerschmetterten, verschütteten Stadtlandschaft waren Tausende Menschen getötet worden – erschlagen von Bomben oder einstürzenden Gebäuden, verbrannt in der Gluthitze des Feuersturms, erstickt in den Kellern unter der brennenden Stadt. Der elende Zug der Überlebenden, die sich aus dem zerstörten Stadtzentrum schleppten, wurde für Dresden zum Sinnbild des verlorenen Krieges. Die Erfahrung von ohnmächtigem Ausgeliefertsein und Todesangst, von Zerstörung und Verlust war nun eingeschrieben in die Biografien der Menschen und der Stadt.

  3. #13
    Avatar von DZEKO

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    Weiterleben in Trümmern

    Unter schwierigsten Bedingungen mussten die verbliebenen Dresdner nun vor allem ihr Weiterleben sichern. Die Militärs und Behörden in der zerstörten Stadt hatten allerdings andere Prioritäten: Dresden hatte rasch wieder für den längst verlorenen Krieg tauglich zu werden. Wenige Wochen nach der Katastrophe wurde Dresden zur »Festung« erklärt; noch in den beiden letzten Tagen des Krieges starben sowjetische Soldaten bei der Besetzung der zertrümmerten Stadt

  4. #14
    Avatar von DZEKO

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    1945. Walpurgisstraße
    (Heinz Kröbel / Stadtmuseum Dresden)

    1945. Rampische Straße und Ruine der Frauenkirche
    (Archiv DVB)

  5. #15
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Posavac Beitrag anzeigen
    Wieso wurde eigentlich eine strategisch unwichtige Stadt weit im Osten wie Dresden so stark bombardiert?
    War es wirklich nur um möglichst viele Menschen umzubringen?

    Bei Hamburg versteh ich es ja, da dort damals auch die deutsche Kriegsmarine gebaut wurde usw.
    Bei der Bombardierung der deutschen Städte ging es einerseits darum, Hitler um jeden Preis zu stopppen (durch Vernichtung von Infrastruktur, Bindung ven waffenfähigen Verbänden in den zerstörten Städten, Unterbinden von Nachschub etc.,man hoffte auch, daß die deutsche Bevölkerung als Folge der Bombardements sich gegen Hitler auflehnen würde)andererseits aber auch um Rache (die katastrophalen Folgen des Bombardements z.B. von London werden in Deutschland kaum thematisiert) und Terror gegen die Zivilbevölkerung. Ich denke, es ist heute nicht mehr hundertprozentig nachvollziehbar, zu welchem Teil welche Motive entscheidend waren.

    Es wurden gezielt Arbeiterviertel, in denen die Kommunisten noch breite Unterstützung fanden, ausgewählt, sowie Städte mit mittelalterlichen Stadtkernen, in denen die Folgen eines Bombardements besonders furchtbar sein würden (in schmalen Gassen wurden Flüchtende durch den Unterdruck in die brennenden Ruinen "gesaugt", außerdem wurde Phosphor eingesetzt).

    Dresden war von Flüchtlingen überfüllt (sie die Tagebücher von Victor Klemperer), es war völlig klar, wenn das Bombardement in erster Linie treffen würde. ich denke, aus heutiger Sicht war die Bombardierung von Dresden ein Kriegsverbrechen, daß aber so nur in der Folge der deutschen Kriegsverbrechen denkbar war (zum Vergleich- bei der Vernichtung Warschaus starben innerhalb von einer Woche ca.150 000 Menschen, die Bombardierung Londons kostete 43.000 Menschenleben, Stalingrad: 40.000 zivile Opfer durch Bombardierung, etc.- Dresden befand sich also innerhalb der "normalen" Verluste eine bombardierten Großstadt im 2.Weltkrieg).

    Das Problem der Vereinnahmung der Dresdner Opfer besteht in erster Linie darin, daß die Bombardierung aus dem geschichtlichen Kontext gelöst wird, und mit den damaligen Propagandazahlen gearbeitet wird, indem statt ca. 30 000 Opfer von 300 000 Opfern die Rede ist.

  6. #16
    Avatar von kiko

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    10.647
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Glücklicherweise sind Neonazis in Deutschland prozentual verglichen mit anderen Ländern so stark in der Unterzahl, dass sie nicht ernst genommen werden müssen. Da dies der Fall ist, würde ich diese 6000 Hampelmänner, die dort nichts anderes tun als ihre auswendig gelernten Parolen zu grölen, gar nicht weiter beachten.
    Deutschland ist ein wohlhabendes Land, niemand muss hier Angst haben zu verhungern. Und Nazis finden ihre Anhänger nur unter ärmeren, ungebildeteren Leuten. Wenn es hier arme Leute gibt, dann nur, weil sie selbst so stinkfaul sind und sich nicht um ihre Bildung gekümmert haben.
    Dein Beitrag sagt mir, dass du mal gar keine Ahnung hat, was auf der Welt abgeht. Im Osten Deutschland ist die Zahl Rechten sehr viel höher als in Restdeutschland. Geh mal Nachts durch den Ostteil von Berlin
    Vor 4 Jahren, zur Fussball WM hat man dunkelhäutigen Touristen den Tip gegeben, den Osten zu meiden. Warum wohl? Also laber kein Scheiss von, in D ist es nicht so schlimm......

  7. #17
    Avatar von Ivo2

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    Dresden war eine kriegswichtige Stadt und auch Knotenpunkt der Nazi's.
    Man kann von "übertriebenen Bombardement" reden, Ziel der Allierten war es den Wehrwillen der deutschen Bevölkerung zu brechen.
    Es gab ca. 18.000 bis maximal 25.000 Todesopfer an diesen Tagen in Dresden. Dazu gibt es mehrere Studien in den letzten Jahren. Rest ist reine Nazi-Propaganda.

  8. #18
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von Ivo2 Beitrag anzeigen
    Dresden war eine kriegswichtige Stadt und auch Knotenpunkt der Nazi's.
    Man kann von "übertriebenen Bombardement" reden, Ziel der Allierten war es den Wehrwillen der deutschen Bevölkerung zu brechen.
    Es gab ca. 18.000 bis maximal 25.000 Todesopfer an diesen Tagen in Dresden. Dazu gibt es mehrere Studien in den letzten Jahren. Rest ist reine Nazi-Propaganda.
    Hast du Links zu den Studien? Das wäre wirklich interressant. Ich kenne die erste Datenlage- also die ersten Berichte der Rettungsmannschaften, die überraschend genau waren (ca. 30000, man hat geräumte Straßenzüge hochgerechnet, und je nach Dichte der Besiedlung und Ballung von Flüchtlingen hochgerechnet)- an diesen Bericht wurde die berühmte Null angehängt. Ansonsten gibt es einen Datenabgleich zwischen ungeklärten Vermißtenmeldungen mit "vermutlich Dresden" als letzten Aufenthaltsort sowie Berichten über Begräbnisse (die Anzahl der Leichen wurde anscheinend recht genau erfaßt). Ich habe auf jeden Fall eine Zahl über 25.000 in Erinnerung, aber vermutlich hängt das auch davon ab, ob menschen, die die Stadt verließen, und an anderen Orten an den Folgen von Verbrennungen etc. umkamen mitgezählt wurden oder nicht.

  9. #19
    Baader
    Es wurden x Stadte von den Amis und Briten kaputtbombardiert nur aus Rache. Vorallem die Briten, wegen London. Strategisch vollkommen unwichtig. Und die Ausrede, Hitler wäre dorthin geflohen ist doch für'n Arsch. Jeder weiss ein Mann wie Hitler würde nie fliehen und sich verstecken.

  10. #20
    Ferdydurke
    Dresden, the seventh largest city in Germany and not much smaller than Manchester is also the largest unbombed builtup area the enemy has got. In the midst of winter with refugees pouring westward and troops to be rested, roofs are at a premium, not only to give shelter to workers, refugees, and troops alike, but to house the administrative services displaced from other areas. At one time well known for its china, Dresden has developed into an industrial city of first-class importance ... The intentions of the attack are to hit the enemy where he will feel it most, behind an already partially collapsed front ... and incidentally to show the Russians when they arrive what Bomber Command can do.
    Aus einem Memo. Anscheinend gab es auch ein Prioritätenliste für evtl. Bombenziele, aber die finde ich nicht.

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