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Ehemalige Bulgarische Westgebiete

Erstellt von cro_Kralj_Zvonimir, 24.02.2008, 15:03 Uhr · 5 Antworten · 776 Aufrufe

  1. #1
    cro_Kralj_Zvonimir

    Ehemalige Bulgarische Westgebiete


    Flag of the Western Outlands in Serbia

    Die sog. Westlichen Provinzen sind drei geographisch voneinander getrennte Gebiete im Südosten Serbiens, entlang der Grenze zu Bulgarien, mit einer Gesamtfläche von 1545 km². Sie waren bis 1919 Bestandteil Bulgariens und wurden mit dem Vertrag von Neuilly-sur-Seine von Bulgarien an Jugoslawien abgetreten. Sie werden heute von bulgarischen Nationalisten für Bulgarien beansprucht. Außerdem wird die Behandlung der bulgarischen Minderheiten in diesen Gebieten angeprangert.



    Vertrag von Neuilly-sur-Seine

    Nach dem ersten Weltkrieg wurde Bulgarien ein - aus bulgarischer Sicht - nur schwer zu akzeptierender Friedensvertrag aufgebürdet, der von der bulgarischen Regierung und vom bulgarischen Volk als ungerecht empfunden wurde.

    Haltung der Westmächte

    Die entscheidende Rolle bei der Vorbereitung des Friedensvertrages spielten Frankreich und das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. Die Vereinigten Staaten nahm in den Diskussionen zur Vorbereitung des Friedensvertrages eine andere Position ein. Präsident Woodrow Wilson betonte die Notwendigkeit, einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen. Dem würde eine Befriedigung von ungerechten Forderungen nach Aneignung von fremden Territorien - als Form der Bestrafung - entgegenstehen. "Kein Frieden kann dauerhaft sein, wenn wir zulassen, dass Völker wie Sachen von Hand zu Hand gereicht werden." (W. Wilson) Auf diesen Sitzungen hatten die Vereinigten Staaten gegenüber den anderen unterzeichnenden Siegermächten des Friedensvertrages entschieden die gerechte Behandlung der besiegten Länder - zu denen Bulgarien zählte - unterstützt. Der Kongress der Vereinigten Staaten versagte später die Ratifizierung des Friedensvertrages von Neuilly-sur-Seine und der übrigen Pariser Vorortverträge, zu denen auch der Versailler Vertrag gehört.

    Gebietsansprüche des SHS-Staates

    Das am 1. Dezember 1918 gegründete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen übernahm die Nachfolge des Königreiches Serbien(SHS) mit seinen Ansprüchen auf große Teile des westlichen bulgarischen Territoriums.

    Die Westgebiete nach 1919

    Dem von Vertrag von Neuilly-sur-Seine entsprechend wurden die Westgebiete aus dem bulgarischen Territorium ausgegliedert und in das serbische Territorium integriert. Sie umfaßen 1.545 km2 mit einer Bevölkerung von 64.509 Personen. Davon waren 54.758 Bulgaren, 8637 Walachen (Aromunen im Süden und Dakorumänen im Norden), 549 Zigeuner und nur 127 Serben. Diese Bevölkerung lebte in zwei Städten, drei Marktflecken und 118 Dörfern.
    (Anmerkung: Diese Zahlen basieren auf bulgarischen Angaben und werden von serbischer Seite genau entgegengesetzt angegeben: 758 Bulgaren gegenüber und 65.756 Serben. Da momentan Quellenangaben in diesem Artikel fehlen, sind Zahlenangaben von beiden Seiten unbelegt und mit Vorsicht zu bewerten.)
    In den abgetretenen Westgebieten gab es
    • 115 Schulen, 6 Progymnasien und ein Gymnasium mit insgesamt 269 Lehrern und 7892 Schülern.
    • 45 bulgarische Kirchen mit 42 Geistlichen
    Über 30.000 Bulgaren flüchteten aus den Westgebieten nach Bulgarien. Von ihnen emigrierten später etwa 5000 nach Westeuropa und Amerika.

    Grenzziehung zwischen den Westgebieten und Bulgarien

    Gemäß §29 des Vertrages von Neuilly-sur-Seine wurde eine internationale Kommission zur serbisch-bulgarischen Grenzziehung berufen, um die Grenzlinie vor Ort zu bestimmen. Sie bestand aus französischen, britischen, japanischen, serbischen und bulgarischen Vertretern.
    Die Erfüllung dieser Aufgabe erwies sich als außerordentlich schwierig.
    Diese neugezogene Grenze sperrte in den nunmehr zu Serbien gehörenden Gebieten eine alteingesessene Bevölkerung in einem Labyrinth von Tälern ein, das nach Westen durch unwegsame Gebirge von Serbien abgeschnitten war und sie im Osten von ihrern ursprünglichen, leicht erreichbaren bulgarischen Nachbarn - wegen der neuen Grenzlinie - absperrte.

    Die "Westlichen Provinzen" während des Zweiten Weltkrieges

    In der Zeit von 1941-1945 wurden die "Westlichen Provinzen" entsprechend einer Abmachung zwischen Bulgarien und Deutschland an Bulgarien angegliedert - zwecks administrativer Verwaltung bis zum Ende des Krieges.
    Der größte Teil der nach Bulgarien geflohenen Flüchtlinge kehrte in seine Heimatorte zurück. Unter der bulgarischen Verwaltung wurden die von den Serben geschlossenen bulgarischen Schulen wieder geöffnet. Es wurden auch weitere neue Schulen eröffnet. Die bulgarischen Namen der Bevölkerung wurden wiederhergestellt. Der Gottesdienst wurde wieder in allen Kirchen auf Bulgarisch abgehalten. Die Bevölkerung der geteilten Dörfer war wieder vereinigt. Aber die Freude unter den Bulgaren war nur von kurzer Dauer.

    Die Westgebiete nach dem Zweiten Weltkrieg

    Gemäß Pariser Friedensvertrag von 1947 gelangten die "Westlichen Provinzen" wieder zum Territorium der SFR Jugoslawien. Aus serbischer Sicht wird die Zeit von 1941 bis 1945 in diesen Gebieten als die der "faschistisch-bulgarischen Okkupation" bezeichnet.
    Alle Maßnahmen der bulgarischen Administration wurden von der Jugoslawischen (serbischen) Verwaltung rückgängig gemacht.
    Gemäß der Verfassung der SFR Jugoslawien wurden den Bulgaren nach 1944 die Menschenrechte und nationale Rechte garantiert. In den Schulen unterrichteten bulgarische Lehrer. Aber das hielt nur bis 1948 an. Danach verschlechterte sich das bulgarisch-jugoslawische Verhältnis wegen des Zerwürfnisses zwischen Tito und der UdSSR stark.

    Aufteilung der "Westlichen Provinzen" ins serbische Gemeindensystem
    • an die Gemeinde Surdulica (Сурдулица) sind die Dörfer Boschiza (Божица), Klisura (Клисура), Topli Dol (Топли дол), Palja (Паля), Kostroschewzi (Кострошевци), Drainizi (Драинци) und Stresimirowzi (Стрезимировци) angegliedert worden.
    • an die Gemeinde Babušnica (Бабушница) sind die Dörfer Swoniza (Звонци), Naschuschkowiza (Нашушковица), Berin Iswor (Берин Извор), Rakita (Ракита), Wutschi Del (Вучи дел) und Jasenow Del (Ясенов дел) angegliedert worden.
    • an die Gemeinde Pirot (Пирот) sind die Dörfer Slawjanin (Славиня), Wlasi (Власи) und Darschina (Държина) angegliedert worden.
    Die Westgebiete nach 1989

    Nach 1989 begann ein Demokratisierungsprozess in Bulgarien. Zum ersten Mal in der neueren bulgarischen Geschichte nach 1919 schenkte die bulgarische Regierung den Westgebieten ihre Aufmerksamkeit. Die Westgebiete stellen immer noch ein schmerzhaftes Problem für die bulgarische Nation dar. Nach 80 Jahren Gleichgültigkeit hat ein offizieller Vertreter des bulgarischen Außenministeriums die Westgebiete besucht.
    Die bulgarische Regierung (1992-1994) hat die Lage in den Westgebieten und die grobe Verletzung der Bürgerrechte und Menschenrechte der Bulgaren in den Westgebieten vor der UNO aufgeworfen - während der Erörterung der Berichtes über Jugoslawien seitens des UNO-Komitees für die Beseitigung von Rassendiskriminierung.
    Zu dieser Frage gab es zwischen den Delegationen einen scharfen Austausch von offiziellen Dokumenten. Von serbischer Seite wird jegliche Verletzung der Menschenrechte der bulgarischen Minderheit bestritten.
    So fand das Problem der Bulgaren in den Westgebieten auch erstmals Erwähnung im Bericht der UNO-Kommission für Menschenrechte und in der Resolution der UN-Vollversammlung.
    1992 wurde der Demokratische Bund der Bulgaren in Jugoslawien (Демократичен съюз на българите в Югославия [ДСБЮ]) gegründet. Diese Partei zerfiel wieder.
    Die Agentur der Bulgaren im Ausland (Агенция за българите в чужбина [АБЧ]) hat nach 1993 eine Reihe von Schritten unternommen, um die Rechte der Bulgaren in diesem Teil Serbiens zu verteidigen. Dazu haben zwei führende Vertreter des oben erwähnten Demokratischen Bundes der Bulgaren in Jugoslawien die Probleme in den Westgebieten auf der Sitzung der UNO-Menschenrechtskommission in Genf vorgestellt.
    Das Helsinki-Komitee für die Menschenrechte der Bulgaren in Jugoslawien schickte eine Reihe von Berichten an internationale Organisationen, in denen die Verletzung einer Reihe von Bürgerrechten, Menschenrechten und nationalen Rechten in den Westgebieten aufgeführt wird.
    Die Agentur der Bulgaren im Ausland half 1997 bei der Eröffnung und Ausstattung von zwei Kultur- und Informationszentren in Zaribrod (heute Dimitrovgrad (Serbien)) und Bosilegrad mit. Das Kultur- und Informationszentrum gibt Informationsschriften heraus. Die Agentur der Bulgaren im Ausland hilft vielen Jugendlichen, einen Studienplatz an bulgarischen Universitäten zu bekommen.
    In den letzten Jahren wurde die materielle und moralische Unterstützung der Bulgaren in den Westgebieten durch die bulgarische Regierung stark reduziert.




    Ehemalige Bulgarische Westgebiete - Wikipedia



    Ethnic map of Serbia showing location of Bulgarian-majority settlements according to the 2002 census.

    ( In den grauen Gebieten stellen die Bulgaren die Mehrheit.





    (Bulgarische Denkmal vor Ort)


    (Bulgarisch-Orthodoxe Kirche vor Ort.)

  2. #2

    Registriert seit
    26.06.2005
    Beiträge
    3.433
    naja das ist ja ein relativ kleines Gebiet
    serbien ist gerad in geberlaune
    da könnten sie ja den bulgaren ein geschenke machen

  3. #3
    cro_Kralj_Zvonimir
    Hab gehört die Bulgaren möchten diese Gebiete wieder zurückhaben, und das die bulgarische Minderheit dort unterdrückt wird.

    Wobei ich denke es eher eien Minderheit ist welche die Gebiete zurückverlangt, bei den dort lebenden Bulgaren sieht es bestimmt ganz anders aus.

  4. #4

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    11.391
    serbien muss folgende Gebiete abgeben, da diese besetzt wurden: o.G. Ostgebite an bulgarien, sandjak an BiH oder Kosova, presheva tal an Kosova, einen teil der vojvodina mit ungarischer mehrheit an ungarn.

    dann sind alle mit den serben zufrieden.

  5. #5
    Avatar von BigBaba

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    Beiträge
    2.319
    Zitat Zitat von Sandzo Beitrag anzeigen
    naja das ist ja ein relativ kleines Gebiet
    serbien ist gerad in geberlaune
    da könnten sie ja den bulgaren ein geschenke machen
    muahaha

  6. #6
    Avatar von KraljEvo

    Registriert seit
    06.01.2007
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    13.078
    Zitat Zitat von ZhivkoPisi Beitrag anzeigen
    serbien muss folgende Gebiete abgeben, da diese besetzt wurden: o.G. Ostgebite an bulgarien, sandjak an BiH oder Kosova, presheva tal an Kosova, einen teil der vojvodina mit ungarischer mehrheit an ungarn.

    dann sind alle mit den serben zufrieden.
    Piski, hast du einbisschen Pisse im Kopf?

    Serbien muss gar nichts! Weisst du wieso das diese Gebiete nicht unabhängig oder sonst was werden? WEIL USA MIT DEN NICHTS ANFANGEN KANN UND KOSOVO SCHON IHRE KLEINE MILITÄRBASE IST UND IHRE SONSTIGE EINNAHMEQUELLE! NIEDER MIT USA!!!!!!!!!!

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