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Als der ehemals türkische Balkan zivilisiert wurde.

Erstellt von naturalflavor, 14.07.2016, 16:44 Uhr · 74 Antworten · 4.937 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von DZEKO

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    Zitat Zitat von A.E.I.O.U. Beitrag anzeigen
    Das sind die Türken, nicht die Bosniaken
    Du hast kein Plan Junge.

  2. #12
    Avatar von A.E.I.O.U.

    Registriert seit
    18.06.2016
    Beiträge
    785
    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Du hast kein Plan Junge.
    Nenn mich du bitte nicht junge

  3. #13
    Username123
    Das macht doch den Balkan interessant die Einflüsse der Habsburger/Österreich-Ungarn Territorien gepaart mit Osmanischen Relikten, noch heute sieht man den Einfluss der Westlichen Kultur, vor allem im Norden Kroatiens. Das Befinden der jeweiligen unter der Herrschaft verschiedener Imperien müssen wir ausser Acht lassen.

  4. #14

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    Im Allgemeinen wird im Balkan das osmanische Reich als Ursache der Rückständigkeit weit überwertet. Das OR war eher ein Reich in etwa so rückständig wie alle in seiner Zeit, außerhalb West- und Mitteleuropas. Auch wenn eine andere (nicht-türkische und nicht-muslimische) Dynastie über Balkan herrschen würde, würde es nicht unbedingt einen großen Unterschied machen.

    Was schon einen Unterschied gemacht hat, war die Ideologie des Nationalismus. Dieses (vom Westen eingeführte) ideologische System konnte tatsächlich viele Regionen zu einer raschen Entwicklung helfen, wie z.B. in Bulgarien nach der Befreiung von den Osmanen, zumindest in der Anfangsphase. Auch der Kommunismus hat später zu einer weiteren sozialen Entwicklung in vielen balkanischen Länder vielleicht beigetragen.

    Aber ist nicht auch diese Wirkung am Ende eher begrenzt geblieben, wenn man das aus heutiger Sicht betrachtet? Die Stellung der Balkanländer im heutigen globalen System ist mehr oder weniger so peripher wie es auch in osmanischen Zeiten war. Der Fortschritt war vielleicht nicht viel größer als in vielen vegleichbaren Regionen der Welt, inkl. der Türkei selbst.

  5. #15
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Im Allgemeinen wird im Balkan das osmanische Reich als Ursache der Rückständigkeit weit überwertet. Das OR war eher ein Reich in etwa so rückständig wie alle in seiner Zeit, außerhalb West- und Mitteleuropas. Auch wenn eine andere (nicht-türkische und nicht-muslimische) Dynastie über Balkan herrschen würde, würde es nicht unbedingt einen großen Unterschied machen.

    Was schon einen Unterschied gemacht hat, war die Ideologie des Nationalismus. Dieses (vom Westen eingeführte) ideologische System konnte tatsächlich viele Regionen zu einer raschen Entwicklung helfen, wie z.B. in Bulgarien nach der Befreiung von den Osmanen, zumindest in der Anfangsphase. Auch der Kommunismus hat später zu einer weiteren sozialen Entwicklung in vielen balkanischen Länder vielleicht beigetragen.

    Aber ist nicht auch diese Wirkung am Ende eher begrenzt geblieben, wenn man das aus heutiger Sicht betrachtet? Die Stellung der Balkanländer im heutigen globalen System ist mehr oder weniger so peripher wie es auch in osmanischen Zeiten war. Der Fortschritt war vielleicht nicht viel größer als in vielen vegleichbaren Regionen der Welt, inkl. der Türkei selbst.
    Ich würde es nicht gleich als Nationalismus bezeichnen. Das 19. Jh.war jenes nationaler Erweckungen oder Wiedergeburten von Völkern, die teils jahrhundertelang unter politischer, wirtschaftlicher wie auch sprachlicher, kultureller und auch religiöser Dominanz anderer standen. Das gilt ja etwa auch für Tschechen und Slowaken bei Österreich und Ungarn. Die historischen Assoziationen damit sind dort auch nicht rein positiv. Was dafür spricht, dass es, egal ob quasi gutes und fortschrittliches Leben, um auch Selbstbestimmung und auch Selbstbehauptung der eigenen Identität ging bei den betreffenden Völkern. Da wirst du aber besser drin stecken. Und da lag die Idee von Nationalstaaten wohl am nächsten. Das Konzept von Staat ist aber keine westliche Erfindung. Wie du ja selbst angesprochen hast. Der gravierende Unterschied liegt imo in Reformation und Aufklärung. Für mich waren das wesentliche Voraussetzungen für nicht nur Demokratien in der Neuzeit sondern für die industrielle Revolution. Das, was in allen Folgen dem Westen bis heute seinen Wohlstand und auch Vorherrschaft beschert und seine Gesellschaften zu welchen macht, zu dem viele streben. Bei aller Einstellung, die man so sich vorstellen kann und berechtigter Kritik. Nicht nur aus rein wirtschaftlichen Gründen werden viele Migranten nicht mehr tauschen wollen bzw. streben dahin.

  6. #16
    Mal
    Avatar von Mal

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Im Allgemeinen wird im Balkan das osmanische Reich als Ursache der Rückständigkeit weit überwertet. Das OR war eher ein Reich in etwa so rückständig wie alle in seiner Zeit, außerhalb West- und Mitteleuropas. Auch wenn eine andere (nicht-türkische und nicht-muslimische) Dynastie über Balkan herrschen würde, würde es nicht unbedingt einen großen Unterschied machen.

    Was schon einen Unterschied gemacht hat, war die Ideologie des Nationalismus. Dieses (vom Westen eingeführte) ideologische System konnte tatsächlich viele Regionen zu einer raschen Entwicklung helfen, wie z.B. in Bulgarien nach der Befreiung von den Osmanen, zumindest in der Anfangsphase. Auch der Kommunismus hat später zu einer weiteren sozialen Entwicklung in vielen balkanischen Länder vielleicht beigetragen.

    Aber ist nicht auch diese Wirkung am Ende eher begrenzt geblieben, wenn man das aus heutiger Sicht betrachtet? Die Stellung der Balkanländer im heutigen globalen System ist mehr oder weniger so peripher wie es auch in osmanischen Zeiten war. Der Fortschritt war vielleicht nicht viel größer als in vielen vegleichbaren Regionen der Welt, inkl. der Türkei selbst.
    Alle wichtigsten Epochen wie die Renaissance, der Humanismus oder die Industrialisierung wurden verpasst. Als Westeuropa das Jahr 1912 gefeiert hat, herrschte auf dem Balkan das Lebensstandard des Jahres 1412.

    Prishtina unter dem OR um 1900


    Zagreb unter Habsburgern vor 1900


    Vier Jahre nachdem Sarajevo von K.u.K.-Monarchie annektiert wurde, hatte Sarajevo eine Straßenbahn, auf der heute noch gefahren wird. Unter dem jahrhundertlangen Schirm des osmanisches Reiches war der Importschlager der Stadt der Moscheenbau. Heute versucht Erdogan an dem osmanischen Reich wieder anzuknüpfen, weil die wirtschaftliche Situation momentan auf dem Balkan ihm das erlaubt. Die Fukaras fressen ihm aus der Hand wie die Tauben. Der Flughafen Kosovos ist ganze 15 Kilometer von der Hauptstand entfernt und in diesen 15 Kilometern wurden in den letzten Jahren 16 Moscheen am Straßenrand errichtet, damit die ganze Welt sofort mitbekommt, wo man da gelandet ist.

    Ne man, ich bin keiner, der die Schuld bei anderen sucht, ich bin der erste, der seine Region und vor allem sein Land kritisiert, aber am Osmanischen Reich gibt es nichts zu verharmlosen. Vor fast genau hundert Jahren haben wir Balkaner wie behindert gegen die Deutschen und Österreicher gekämpft. 100 Jahre später

    Jordan's king accuses Turkey of sending terrorists to Europe | Middle East Eye

    King Abdullah of Jordan accused Turkey of exporting terrorists to Europe at a top level meeting with senior US politicians in January, the MEE can reveal.
    The king said Europe’s biggest refugee crisis was not an accident, and neither was the presence of terrorists among them: “The fact that terrorists are going to Europe is part of Turkish policy and Turkey keeps on getting a slap on the hand, but they are let off the hook.”

    (..)

    The king invited the US politicians present to ask the presidents of Kosovo and Albania about the Turks. Abdullah said that both countries were begging Europe to include them, before Erdogan did.
    betteln wir darum, von ihnen annektiert zu werden

  7. #17
    Avatar von Ts61

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    blubb

  8. #18
    Avatar von Nikos

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    Vom Mittelalter in die Neuzeit - Nie wieder osmanischer Dreck

  9. #19

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich würde es nicht gleich als Nationalismus bezeichnen. Das 19. Jh.war jenes nationaler Erweckungen oder Wiedergeburten von Völkern, die teils jahrhundertelang unter politischer, wirtschaftlicher wie auch sprachlicher, kultureller und auch religiöser Dominanz anderer standen. Das gilt ja etwa auch für Tschechen und Slowaken bei Österreich und Ungarn. Die historischen Assoziationen damit sind dort auch nicht rein positiv. Was dafür spricht, dass es, egal ob quasi gutes und fortschrittliches Leben, um auch Selbstbestimmung und auch Selbstbehauptung der eigenen Identität ging bei den betreffenden Völkern. Da wirst du aber besser drin stecken. Und da lag die Idee von Nationalstaaten wohl am nächsten. Das Konzept von Staat ist aber keine westliche Erfindung. Wie du ja selbst angesprochen hast. Der gravierende Unterschied liegt imo in Reformation und Aufklärung. Für mich waren das wesentliche Voraussetzungen für nicht nur Demokratien in der Neuzeit sondern für die industrielle Revolution. Das, was in allen Folgen dem Westen bis heute seinen Wohlstand und auch Vorherrschaft beschert und seine Gesellschaften zu welchen macht, zu dem viele streben. Bei aller Einstellung, die man so sich vorstellen kann und berechtigter Kritik. Nicht nur aus rein wirtschaftlichen Gründen werden viele Migranten nicht mehr tauschen wollen bzw. streben dahin.
    Zuerst muss ich vielleicht klar machen: ich habe den Begriff "Nationalismus" nicht als positiv oder negativ gemeint, sondern nur als historisches Phänomen erwähnt. Ich meinte damit genau die Ideologie des Nationalstaates. Bei aller Gewalt und sogar ethnischen Säuberungen, zu denen diese Ideologie geführt hat, kann man sie in dieser Zeit grundsätzlich schon als fortschrittlich sehen. Sicher ist das Konzept des Staates keine westliche Erfindung, und es gab auch andere Staaten in der Welt und der Geschichte die nationale Merkmale hatten, aber das bestimmte Model, das auch in Balkan übernommen wurde, ist schon im Westen entstanden. Und es war bestimmt u.a. auch ein Produkt der Aufklärung. Auch wenn für viele Beteiligte damals Gefühle von Nationalstolz und -ehre wichtiger als Fortschritt und Entwicklung waren, das Eine war mit dem Anderen verbunden.

    Die tieferen Gründe für die rasche Entwicklung des Westens zu diskutieren, ob das Reformation und Aufklärung waren, wäre sicher eine sehr interessante aber sehr breite Diskussion. Ihre Rolle war bestimmt sehr wichtig (und man kann natürlich noch diskutieren, warum es gerade im Westen zu Prozessen wie die Aufklärung gekommen ist). Man muss aber auch die Rolle von eher "zufälligen" Ereignissen, wie z.B. die Entdeckung Amerikas, nicht unterschätzen.

  10. #20
    Avatar von Ts61

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    Städte usw. sind nichts für Türken.Im Vergleich zu den törökeiischen Städten von heute, sahen die antiken Städte einfach geil aus.Die Türken haben es nicht so sehr mit Gebäuden und Straßen und Maidans.

    - - - Aktualisiert - - -

    Edit: Zivilisiert ist der Balkan bis heute nicht.

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