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Die Entscheidung war richtig

Erstellt von Albanesi, 12.12.2004, 12:51 Uhr · 12 Antworten · 1.146 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Die Entscheidung war richtig

    Fünf Jahre nach dem Beginn der NATO-Intervention in Jugoslawien


    Am 24. März 1999, kurz nach 20 Uhr, begann die NATO mit Luftangriffen auf militärische Ziele in Serbien. Ziel dieser Angriffe war, die Forderungen der UNO nach einem Ende der Gewalt im Kosovo durchzusetzen. Slobodan Miloševic, der damalige Machthaber in Belgrad, hatte sich bis zuletzt geweigert, diese Forderungen zu erfüllen. Auch heute noch wird mancherorts die Legitimität dieser Militär-Intervention diskutiert. Andrej Smodiš kommentiert:


    Es gibt im Deutschen ein Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Dieses Sprichwort ist die beste Beschreibung der Situation auf dem Kosovo vor fünf Jahren.


    Die damalige Entscheidung von NATO und EU, der serbischen Politik von Krieg und Unterdrückung ein Ende zu setzen, war richtig. Sie war es zum damaligen Zeitpunkt, und sie erscheint es erst recht heute, nach den Entwicklungen der letzten fünf Jahre.


    Politisch war die Entscheidung klar und längst überfällig: In mehreren Resolutionen hatte die UNO die serbische Führung vergeblich aufgerufen, die militärischen Gewaltaktionen auf dem Kosovo einzustellen, alle Flüchtlinge heimkehren zu lassen und dem Kosovo die Autonomie wieder zu gewähren. Auf diese Resolutionen beriefen sich NATO und EU.


    Anders als zum Beispiel Saddam Hussein im Irak weigerte sich Miloševic bis zuletzt, die Forderungen des Weltsicherheitsrats zu erfüllen. Und so war dann auch - anders als im Irak - der Hauptkriegsgrund keine erfundene Geschichte: serbische Militärangriffe, mittlerweile 460 000 Flüchtlinge, keine Autonomie-Gespräche - alles unbestrittene Realität.


    79 Tage nach Beginn der Angriffe gab es dann ein Ergebnis: Miloševic unterwirft sich den Forderungen des Weltsicherheitsrats, die UNO beschließt, die Autonomie im Kosovo mit Hilfe der NATO selbst durchzusetzen, die Luftangriffe werden eingestellt. Dieses Ergebnis kann sich sehen lassen, zumal am selben Tag, dem 10. Juni 1999, von der großen Außenministerkonferenz in Köln der Stabilitätspakt für den Balkan beschlossen wurde.


    Und es gab noch mehr positive Resultate: Miloševics Führungsposition war erstmals ernstlich in Frage gestellt - ein gutes Jahr später wurde er abgewählt, Serbiens Weg in die Demokratie konnte beginnen. Außerdem konnten die inzwischen 800 000 Flüchtlinge im Kosovo zurückkehren, und zum ersten Mal seit vielen Jahren konnten die Kosovo-Albaner ohne Angst leben.


    Leider zahlten die Serben einen hohen Preis für die starre Haltung ihrer Führung: Es starben Zivilisten bei den Luftangriffen, der wirtschaftliche Schaden war groß. Unmittelbar nach dem Ende der Angriffe wurden über 200 000 Serben, aber auch Roma und andere Nicht-Albaner, aus dem Kosovo vertrieben. Und es gibt immer noch viel extremen Nationalismus bei den Kosovo-Albanern - das hat sich erst letzte Woche wieder gezeigt.


    Aber war der NATO-Militärschlag wegen dieser negativen Seiten ein Fehler oder wäre es gar auf dem Balkan ohne die Intervention gerechter zugegangen? Was wäre passiert, wenn es die Luftangriffe nicht gegeben hätte? Nun, wahrscheinlich lebten jetzt mindestens eine Million Kosovo-Albaner in Flüchtlingslagern in Albanien und Mazedonien. Der Diktator Miloševic säße im Präsidentenstuhl in Belgrad und nicht in der Zelle in Den Haag. Es gäbe nach wie vor Guerilla-Kämpfe im Kosovo und womöglich hätten wir inzwischen einen Krieg in Mazedonien erlebt. Ein Horrorszenario, das sich niemand ernsthaft wünschen könnte.


    Die Bilanz ist eindeutig. Die Entscheidung von NATO und EU zur militärischen Intervention war schwerwiegend und hart, aber hat noch größeres Leid verhindert. Die Entscheidung war richtig. (TS)

  2. #2
    wayne interresierts?

  3. #3
    Avatar von lupo-de-mare

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    11.988

    Re: Die Entscheidung war richtig

    Zitat Zitat von Albanesi
    Die damalige Entscheidung von NATO und EU, der serbischen Politik von Krieg und Unterdrückung ein Ende zu setzen, war richtig. Sie war es zum damaligen Zeitpunkt, und sie erscheint es erst recht heute, nach den Entwicklungen der letzten fünf Jahre.
    . (TS)
    Die UN und NATO hat längst selbst erklärt das vom Westen viele Fehler gemacht wurden auf dem Balkan.

    Zu diesen Fehlern gehört die Unterstützung und z.B. der NATO General McKancie erklärte: "Man hat die falschen bombardiert"

    Der Kosovo Krieg und die Unterstützung diverser Nationalistischen GRuppierungen und der Verbrecher Kartells wird als schwerer Fehler heute angesehen.

    Als grösster Fehler gilt die Amerikanische Unterstützung mit Afghanistan Kämpfern und Islamischen Terroristen für die Bosnischen und UCK Mord und Terror BAnden.

    So sieht es nun mal aus, das man das Organisierte Verbrechen und den Terrorismus unterstützte.

    PRäsident Bush, hatte im Wahlkampf über die kriminelle Clinton POlitik auf dem BAlkan, deutliche Worte gefunden.

  4. #4
    Mare-Car

    Re: Die Entscheidung war richtig

    Zitat Zitat von Albanesi
    Fünf Jahre nach dem Beginn der NATO-Intervention in Jugoslawien


    Am 24. März 1999, kurz nach 20 Uhr, begann die NATO mit Luftangriffen auf militärische Ziele in Serbien. Ziel dieser Angriffe war, die Forderungen der UNO nach einem Ende der Gewalt im Kosovo durchzusetzen.
    Dann hätten sie sich an die albaner wenden sollen.

  5. #5
    Avatar von lupo-de-mare

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    Wesley Clark ist ein Kriegs Verbrecher!

    Welsey Clark gab Befehle Zivile Ziele in Serbien anzugreifen und damit ist er automatisch ein Kriegs Verbrecher.

    Der gesamte NATO Stab war damals dabei, als er diese kriminellen Befehle gab und viele Offiziere weigerten sich.

    Spanische General Stabs Offiziere veröffentlichten diese kriminellen Befehle 2003 in Spanien.

    Alle NATO Offiziere, welche sich weigerten wurden damals aus dem Operations Zentrum der NATO entfernt.*

    Die Generäle welche übrig blieben, haben diese Verbrecher Befehle gedeckt und umgesetzt.

    Und hierzu gehören wie der General Klaus Naumann, der auch für den Irak Krieg, die Amerikanischen Lügen und Fälschungen sehr aktiv verbreitete.

    Klaus Naumann profitiert direkt vom Krieg, weil er auch als Repräsentant für BAE System den Rüstungs Giganten jetzt arbeitet.

    Kriege und MOrd ist das Geschäft, für solche Faschistischen GEneräle.

    * Quelle findet man auch bei Telopolis zu diesem umfangreichen Thema inkusive Englischer Spanischer Original Quellen.

  6. #6

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    654
    Das Problem am NATO Einsatz im Kosovo war dass die westliche Welt einfach das nachholen "musste" was sie im Bosnien- und Kroatienkrieg verpasst hatte!

    Sie fühlten sich gezwungen einzugreifen, obwohl es eigentlich nicht gerechtfertigt war (aus objektiver sicht gesehen).

    Anyway, ich hab nette "NATO-Partys" an der dalmatinischen Küste mitgefeiert... 8)

  7. #7
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von UJKO
    Das Problem am NATO Einsatz im Kosovo war dass die westliche Welt einfach das nachholen "musste" was sie im Bosnien- und Kroatienkrieg verpasst hatte!

    Sie fühlten sich gezwungen einzugreifen, obwohl es eigentlich nicht gerechtfertigt war (aus objektiver sicht gesehen).

    Anyway, ich hab nette "NATO-Partys" an der dalmatinischen Küste mitgefeiert... 8)
    Die NATO suchte damals eine neue Aufgabe, nachdem Zusammenbruch von Russland.

    Ausserdem wünschten die Amerikaner die fehler des II. Weltkrieges zu korrigieren.

    Sie Amerikaner wollten Militär Stützpunkte auf dem Balkan.

  8. #8

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    Gott sieht alles und wird alle bestrafen......................................... ..

  9. #9
    Avatar von Denis_Zec

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    1.742
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Gott sieht alles und wird alle bestrafen......................................... ..
    ich hoffe es sehr ... das ist die einzige hoffnung, die ich noch habe ... also pack schon mal die badehose ein, unten solls ziemlich heiß sein ... :wink:

    und vergiß die sonnencreme nicht ...

  10. #10

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    Zitat Zitat von UJKO
    Das Problem am NATO Einsatz im Kosovo war dass die westliche Welt einfach das nachholen "musste" was sie im Bosnien- und Kroatienkrieg verpasst hatte!

    Sie fühlten sich gezwungen einzugreifen, obwohl es eigentlich nicht gerechtfertigt war (aus objektiver sicht gesehen).

    Anyway, ich hab nette "NATO-Partys" an der dalmatinischen Küste mitgefeiert... 8)
    sta ti opet seres USTASA jedan

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