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Entstehung und Ausbreitung des Islams

Erstellt von Der Bosnier, 22.02.2013, 13:30 Uhr · 223 Antworten · 8.982 Aufrufe

  1. #221

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    So einfach ist das gar nicht. Was für Gesetze die Moslembrüder machen hängt auch davon ab, was auf den Straßen und den Plätzen von Kairo und Alexandria passiert. Und wer weiß, wie lange sie noch an der Macht bleiben..
    bis jetzt scheinen die sich nicht allzusehr von den demonstranten beeindrucken zu lassen... für die muslimbrüder ist der sieg bei den wahlen ein blankoscheck für die umgestaltung der gesellschaft nach ihren prinzipien... fraglich ob es überhaupt mal wieder eine wahl geben wird, indem die ägypter diesen fehler korrigieren können (wie im gaza)

  2. #222
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    bis jetzt scheinen die sich nicht allzusehr von den demonstranten beeindrucken zu lassen... für die muslimbrüder ist der sieg bei den wahlen ein blankoscheck für die umgestaltung der gesellschaft nach ihren prinzipien... fraglich ob es überhaupt mal wieder eine wahl geben wird, indem die ägypter diesen fehler korrigieren können (wie im gaza)
    Das kann man ganz klar so sagen ...
    Zudem stellt die Verfassung einen Moralkodex auf: "Religion, Patriotismus und Moral" seien die Grundlagen der Gesellschaft, der "wahre Charakter der ägyptischen Familie" müsse vom Staat geschützt werden.
    äh ... wieso haben die Yunan an der Ausarbeitung ihrer Verfassung mitmachen lassen?

  3. #223

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    Zitat Zitat von John Wayne Beitrag anzeigen
    bis jetzt scheinen die sich nicht allzusehr von den demonstranten beeindrucken zu lassen... für die muslimbrüder ist der sieg bei den wahlen ein blankoscheck für die umgestaltung der gesellschaft nach ihren prinzipien... fraglich ob es überhaupt mal wieder eine wahl geben wird, indem die ägypter diesen fehler korrigieren können (wie im gaza)
    Die Muslimbrüder wollen bestimmt die Politik in Ägypten dominieren, keine Frage darüber, was auch normal und zu erwarten ist. Dabei sind wahrscheinlich ihnen Prinzipien weniger wichtig als die Macht zu haben. Dass sie vor den Demonstranten keine Angst haben, scheint mir falsch. Bei der Ausarbeitung der Verfassung wurden z.B. einige Beschwerde berücksichtigt, so z.B. die Verbindung der Frauenrechte mit Scharia, die im ursprünglichen Entwurf drin war, im endgültigen aber nicht mehr, so weit ich weiß. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass die neue Verfassung kaum "islamischer" als das frühere ist, man muss hier aufpassen, und sein Bild nicht von den westlichen Medien machen lassen, die natürlich da ihre Interessen haben. So z.B. das:

    Zudem stellt die Verfassung einen Moralkodex auf: "Religion, Patriotismus und Moral" seien die Grundlagen der Gesellschaft, der "wahre Charakter der ägyptischen Familie" müsse vom Staat geschützt werden.
    Ist das wirklich etwas ungewöhnliches oder besonderes?

    Das heißt natürlich nicht, dass eine Alleinherrschaft der Muslimbrüder kein Gefahr ist. Sie funktionieren oft als konter-revolutionäre Kraft. Ist auch eins der Gründe, warum es auch Abspaltungen gab, wie z.B. die Partei "Starkes Ägypten" unter Fotouh. Und nicht vergessen, die Herrschaft der Muslimbrüder ist auch auf die Tolerierung von der Seite der Salafisten basiert. Was in den letzten Wochen nicht mehr so sicher ist, als Teile der Salafisten scheinen, der Opposition sich anzunähern.

    In Ägypten gibt es jetzt Kämpfe, dessen Ausgang ungewiss ist, alles ist unstabil. Die größte Gefahr ist, dass es zu einem Bürgerkrieg kommt, was viele der Gewinne der Revolution wieder wegnehmen konnte. So lange der Bürgerkrieg vermieden wird, hat trotz der Schwierigkeiten die ägyptische Jugend die Zeit an ihrer Seite, und sie kann die Gewinne der Revolution benutzen, um die Gesellschaft nach ihren Wünschen umzugestalten.



    Und noch eine Randbemerkung, weil du Gaza erwähnst hast: nicht vergessen, dass Hamas die Wahlen im ganzen palästinenischen Autonomiegebiet gewonnen hat, nicht nur in Gaza. Dass es bis heute keinen anderen Wahl gab, daran ist auch Fatah schuld, die eine demokratische Machtübernahme von Hamas nicht zugelassen hat. Es gibt in der letzen Zeit Zeichen von Annäherung zwischen Fatah und Hamas, mal hoffen, dass sie zu einem festen Ergebnis führen.

  4. #224
    Avatar von papodidi

    Registriert seit
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    Beiträge
    13.503

    Cool

    Zitat Zitat von liberitas Beitrag anzeigen
    Ob da was dran ist? Könnte sein.

    Lust und Islam: Die Sexualnot der Massen

    15.02.2013 | 16:44 | (Die Presse)
    „Sex und die Zitadelle“: In den Schlafzimmern des Arabischen Frühlings sieht es nicht gut aus, meint die Immunologin und Journalistin Shereen El Feki. Das behindere die politische Freiheit.

    Lust und Islam: Die Sexualnot der Massen « DiePresse.com
    Einer der wichtigsten Indikatoren über den Erfolg des arabischen Frühlings wird ganz sicher die zukünftige Stellung der Frauen in den neuen Gesellschaften sein. Morgen erscheint das o.a. Buch von Shereen El Feki, "Sex und Zitadelle", in dem sie den augenblicklichen Zustand zum nicht unwichtigen Problembereich Sexualität schildert. Ein Spruch von ihr in einem Artikel im Tagesspiegel fand ich besonders gut:

    „In der arabischen Welt ist Sex das Gegenteil von Sport“, sagte mir ein ägyptischer Gynäkologe. „Jeder spricht über Fußball, aber kaum einer spielt Fußball. Sex dagegen hat jeder, aber niemand will darüber sprechen.“

    Zur Frage der Vereinbarkeit von sexueller Freiheit und Islam meint sie:

    Sexuelle Freiheit ist nicht unvereinbar mit der Scharia

    Die Scharia ist ein Text, der im Sinne sexueller Freiheit oder im Sinne der Unterdrückung interpretiert werden kann. Wenn die Politiker für sexuelle Freiheit optieren, finden die islamischen Gelehrten einen Weg“, lautet die Antwort von Abdessamad Dialmy auf diese Frage. Er ist ein marokkanischer Soziologe und einer der wenigen Wissenschaftler in der arabischen Welt, die sich auf das Thema Sexualität spezialisiert haben. (...)

    "Ich glaube nicht, dass dies grundsätzlich unvereinbar ist mit den gesellschaftlichen Wertvorstellungen in der arabischen Welt, die früher offener für das gesamte Spektrum der menschlichen Sexualität war und dies wieder werden könnte. Es widerspricht auch nicht zwangsläufig der tonangebenden Religion der Region: Durch ihre Interpretationen des Islam haben viele Muslime sich selbst und ihrer Religion Fesseln angelegt."

    Arabische Welt: Sexuelle Freiheit und Islam sind nicht grundsätzlich unvereinbar - Meinung - Tagesspiegel

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