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Enver Hoxha wollte Vereintes Albanien

Erstellt von Adem, 03.03.2013, 17:44 Uhr · 952 Antworten · 42.069 Aufrufe

  1. #191

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    Für die PPSh war Kosova nicht unbekanntes Terrain. Das Gebiet wurde ja schon mal befreit.
    Ausserdem ist es von den hohen Bergen hinuntergehen, was militärisch besser ist.
    Ein Dorn im Auge war die starke Anti-Albanien Propaganda in Jugoslawien.
    Aber längerfristig hätte der Krieg Jugoslawien villeicht mehr gespalten als Albanien (wegen den verschiedenen Ethnien).
    Also wäre es zu einem Krieg zwischen Serbien-Montenegro gegen Albanien geworden. Nicht auszuschliessen wäre auch das Verhalten Griechenlands gegenüber Albanien (Chance packen).
    Ausserdem hätte da der Westen vielleicht auch mitgespielt (eher verbündet mit Jugoslawien).

    Von daher, militärischer Sieg bedeutet nicht gleich gesamter Sieg. Weil in der Pariser Konferenz wurde die albanischen Gebiete von Albanien weggeschnappt (die Grenzen wurde durch die KSZE in die Vorkriegszeit gezogen), mit kleinen Ausnahmen (Polen, und Verlierer-Seite wurde bestraft).

  2. #192
    Avatar von Vali

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    ohne ihn gäbe es kein Albanien wie wirs heute sehn in der Form
    und er hat das Land von den Italienischen Faschisten Befreit

  3. #193
    Avatar von VoxPopuli

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    AW: Enver Hoxha wollte Vereintes Albanien

    Zitat Zitat von VoxPopuli Beitrag anzeigen
    Der Plan, in Jugoslawien einzugreifen ist ein alter Hut, wenn man sich etwas mit Enver Hoxha befasst hat. Dafür brauchte es keinen russischen Historiker. Gerne erkläre ich dir Hoxha's verworfenen Plan.

    Diese Operation war für den Fall gedacht, dass Tito vorzeitig stirbt und Jugoslawien daraufhin in ein Chaos stürzt, in der die Völker je nach pro-amerikanischen oder -sowjetischen Präferenzen aufeinander losgehen werden. Diese Chance wollte Enver Hoxha packen um sich die albanischen Gebiete Jugoslawiens unter den Nagel zu reissen, da die jeweiligen slawischen Völker andere Sorgen hätten, als "Albaner vor Albanern" in den doch sehr homogenen Gebieten zu verteidigen.

    Zudem war die albanische Armee hochgerüstet und im Innern sehr sicher verteidigt. Hoxha wusste, dass er in einem längeren Krieg mit Jugoslawien (wäre sein Plan nicht erwartungsgemäss abgelaufen) keine territorialen Verluste für seine Volksrepublik Albanien in Kauf hätte nehmen müssen, da es niemand gewagt hätte in ein europäisches Vietnam mit zahlreichen Bunkern und Bergen einzumarschieren.

    Desweiteren sah der Plan vor, dass die albanische Armee mit ihrem ganzen Waffenarsenal in den Krieg zieht, die Männer des Kosovo, Montenegro, Mazedonien und Südserbien bewaffnet und ausrüstet, während albanische Einheiten die überrumpelte Jugoslawische Volksarmee (JNA) bekämpft hätten.

    Die Paranoia Hoxhas führte zudem zu einem der weltbesten Verteidigungsplänen, im Falle eines Angriffs von aussen. Der Bereitschaftsgrad in Angriffsfällen selbst war ab den 70er Jahren der höchste weltweit, dicht gefolgt von Israel.

    - Die Artilleriestellungen in den gebirgigen Grenzregionen waren in der Lage das Feuer innert 3 Minuten zu eröffnen, hätten feindliche Kräfte das Territorium Albaniens betreten.

    - In unvorhersehbaren und unerwarteten Angriffen war Albanien in der Lage, innert 72 Stunden mindestens 750.000 Männer unter Waffen zu stellen.

    - Die aktiven Truppen Albaniens setzten sich folgendermassen zusammen:

    16.500 Offiziere
    9.000 Unteroffiziere
    60.000 Soldaten
    450.000 Reservisten
    230.000 der „Freiwilligen Kräfte“

    Diese Männer waren unterteilt in 22 Divisionen. (127 Infanterie- & Artilleriebrigaden), dazu kamen rund 1.050 Panzer, 4.000 Artilleriegeschütze und 34 Luftabwehrregimente. Die Artilleriegeschütze waren so zahlreich, dass 6 Geschütze (also 1 Batterie) pro Frontkilometer hätten aufgestellt werden können. Zudem hatte Albanien 100 Schiffe & U-Boote und 240 Flugzeuge & Hubschrauber im Arsenal.

    Deine als Witz gemeinte Aussage hat irgendwo aber einen wahren Kern. Hoxha wollte ein wehrhaftes, aufopferndes Volk und zu dieser Zeit war auch jeder albanische Soldat bereit, für den Führer im Kampf zu sterben. Die ganze Doktrin der albanischen Armee hatte aber auch seinen Preis, was sich v.a. im Staatsbudget zeigte.
    @Legenda1 & Hercegovac: Bitte meinen Beitrag oben (noch)mal lesen. Wichtig auch in welchem Falle dieses Unternehmen durchgeführt worden wäre.

  4. #194

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    albanien hätte damals joghurt aus yugo gemacht.... das ist fakt , schluckt es meine lieben slawen <3

  5. #195
    Avatar von DZEKO

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    Zitat Zitat von Mandarinenkicker Beitrag anzeigen
    albanien hätte damals joghurt aus yugo gemacht.... das ist fakt , schluckt es meine lieben slawen <3
    Schluck du luder.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von VoxPopuli Beitrag anzeigen
    @Legenda1 & Hercegovac: Bitte meinen Beitrag oben (noch)mal lesen. Wichtig auch in welchem Falle dieses Unternehmen durchgeführt worden wäre.
    Die JNA hatte allein so viele Reservisten wie die Albanische Bevölkerung. http://de.m.wikipedia.org/wiki/Jugoslawische_Volksarmee#section_5

  6. #196
    Avatar von Semberac

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    4.061
    Zitat Zitat von Mandarinenkicker Beitrag anzeigen
    albanien hätte damals joghurt aus yugo gemacht.... das ist fakt , schluckt es meine lieben slawen <3
    YU hat damals den Sowjets den Beidl gezeigt, so schauts aus

  7. #197
    Avatar von VoxPopuli

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Die JNA hatte allein so viele Reservisten wie die Albanische Bevölkerung. Jugoslawische Volksarmee
    Mein Lieber, auch du hast es noch nicht verstanden. Diese Geheimoperation hätte zum Ziel die albanischen Gebiete Jugoslawiens zu befreien und beschützen, während sich die pro-westlichen und pro-sowjetischen Kräfte sich auf den Deckel gegeben hätten.

    Stell dir vor die Slowenen, Kroaten, Bosniaken und Serben schlagen sich nach Titos Tod den Schädel ein. Glaubst du die JNA wäre da noch ein Garant für die Souveränität Jugoslawiens gewesen? Nein, sie hätte Auflösungserscheinungen gezeigt und sich in den jeweiligen ethnischen Gruppen getrennt. Ab da wäre das kommunistische Albanien ins Spiel gekommen.

    Bis die JNA (sofern es diese nach den Nachfolgekriegen noch gegeben hätte) schlagbereit gewesen wäre, hätten die Albaner die Grenzen zu den albanischen Gebieten bereits vermint, die Soldaten und Artillerie sich eingebudelt und weitere Hunderttausende unter Waffen gestellt. Das wäre kein Krieg zwischen Jugoslawien und Albanien gewesen, dass wäre die "Endlösung der albanischen Frage" oder der "grosse vaterländische Krieg", wenn man denn so will. Also ein alles oder nichts.

  8. #198

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    Zitat Zitat von VoxPopuli Beitrag anzeigen
    Mein Lieber, auch du hast es noch nicht verstanden. Diese Geheimoperation hätte zum Ziel die albanischen Gebiete Jugoslawiens zu befreien und beschützen, während sich die pro-westlichen und pro-sowjetischen Kräfte sich auf den Deckel gegeben hätten.

    Stell dir vor die Slowenen, Kroaten, Bosniaken und Serben schlagen sich nach Titos Tod den Schädel ein. Glaubst du die JNA wäre da noch ein Garant für die Souveränität Jugoslawiens gewesen? Nein, sie hätte Auflösungserscheinungen gezeigt und sich in den jeweiligen ethnischen Gruppen getrennt. Ab da wäre das kommunistische Albanien ins Spiel gekommen.

    Bis die JNA (sofern es diese nach den Nachfolgekriegen noch gegeben hätte) schlagbereit gewesen wäre, hätten die Albaner die Grenzen zu den albanischen Gebieten bereits vermint, die Soldaten und Artillerie sich eingebudelt und weitere Hunderttausende unter Waffen gestellt. Das wäre kein Krieg zwischen Jugoslawien und Albanien gewesen, dass wäre die "Endlösung der albanischen Frage" oder der "grosse vaterländische Krieg", wenn man denn so will. Also ein alles oder nichts.
    Außerdem hat ja die JNA gezeigt wie schnell sie sich, als die Armee eines Vielvölkerstaates, Anfang der 90er Jahre auflöste und nur mehr als eine kleinere serbisierte Version existierte. Darauf hatte Hoxha gesetzt.

  9. #199
    Avatar von DZEKO

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    Ich habs kapiert.

  10. #200
    Avatar von Vali

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