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Ermöglichte Tito den USA die Mondlandung?

Erstellt von Izdajnik, 09.10.2016, 19:44 Uhr · 47 Antworten · 1.488 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Grdelin Beitrag anzeigen
    Jugoslawien hatte auch die Atombombe.
    Der Plan einer jugoslawischen Atombombe war zu Beginn lediglich die Schaffung oder Bereitstellung eigener Rohstoffe. Nicht so sehr wegen den teuren Importen, sondern wegen der Geheimhaltung. In den Siebziger Jahren hatte das Elektrizitätsversorgungs-Unternehmen und die INA eine gemeinsame Aufgabe - selbst Kernbrennstoff zu erzeugen. Es wurden auch Experimente durchgeführt wie man vom Phosphat zur Herstellung vom künstlichen Dünger Uranoxid erhalten kann.

  2. #42
    Avatar von Izdajnik

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    Vuk du hattest mal über den Größenwahn in der Anfangszeit geschrieben und, soweit ich mich erinnere auch die Kaverna bei Bihac erwähnt in Verbindung mit den Amis und ordentlich Sütze in finanzieller Hinsicht... Eigentlich ist das doch schon eine Phänomen, wie konnte ein neuer Staat so viel Geld für so ein Projekt aufbringen, nebenbei lief ja auch ne Menge, die Magistrala zb.

  3. #43
    Avatar von Triglav

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Vuk du hattest mal über den Größenwahn in der Anfangszeit geschrieben und, soweit ich mich erinnere auch die Kaverna bei Bihac erwähnt in Verbindung mit den Amis und ordentlich Sütze in finanzieller Hinsicht... Eigentlich ist das doch schon eine Phänomen, wie konnte ein neuer Staat so viel Geld für so ein Projekt aufbringen, nebenbei lief ja auch ne Menge, die Magistrala zb.
    Ich denke mal.......das man sich seiner strategischen Rolle bewußt war und die Großmächte geschickt gegeneinander ausspielen konnte.

  4. #44
    Avatar von mujaga

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    Zitat Zitat von Triglav Beitrag anzeigen
    Ich denke mal.......das man sich seiner strategischen Rolle bewußt war und die Großmächte geschickt gegeneinander ausspielen konnte.
    zählen auch die waffenverkäufe in afrika auch?

  5. #45
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Vuk du hattest mal über den Größenwahn in der Anfangszeit geschrieben und, soweit ich mich erinnere auch die Kaverna bei Bihac erwähnt in Verbindung mit den Amis und ordentlich Sütze in finanzieller Hinsicht... Eigentlich ist das doch schon eine Phänomen, wie konnte ein neuer Staat so viel Geld für so ein Projekt aufbringen, nebenbei lief ja auch ne Menge, die Magistrala zb.
    Die Flugzeugkaverne wurde nach dem schwedischen Modell erbaut, bzw. die Delegation der JNA war damals in Schweden, die bereits einen solchen Flughafen hatten und die "Wirtschaftsexperten" waren der Meinung dass man nicht all zu viel Geld investieren müsste. Ein amerikanischer General war sogar dort zu "Besuch" und war von der Innenausstattung der Anlage begeistert, aber hat auch angedeutet das man für dieses Geld zwei kleine Flugzeugträger hätte bauen können. Am besten hätte man vielleicht in der Nähe von Triest stationieren sollen Eine solche ähnliche Flugzeugkaverne hatte man auch in der Slatina bei Pristina, die sogar nach der NATO Bombardierung 1999 nahezu unbeschädigt geblieben ist. Sogar die dutzenden Mig-21 bekamen nicht mal einen Kratzer ab. Tito hatte eine gewisse Affinität für Höhlen (aus dem Zweiten Weltkrieg vor allem diejenigen in Drvar oder auf Vis) und hat nach den Krieg dutzende solche unterirdische Bunker erbauen lassen.

    Im Falle eines Angriffs vom Warschauer Pakt wäre man sicher gut gewappnet gewesen. Das Radarzentrum, die Geheimdienstzentrale - abgedeckt und überwacht in einem Radius von ein paar hundert Kilometern. Darüber hinaus war die Basis nur ein Teil eines gut gebunden defensiven Netzwerks, die das damalige sogennante "ZMIN" System komplettiert haben, ein Netzwerk für Jagdflugzeuge und andere Luftfahrt-, Luftabwehr Einheiten. Zu diesem Zeitpunkt hätte ein potenzieller Angreifer um Zeljava aus dem Spiel zu nehmen, enorme konventionelle Kräfte engagieren müssen. Einzelne benachbarte Staaten hätten da keine Chance gehabt. Man hat aber auch prognostiziert dass die jugoslawische Luftwaffe nur einen Monat im Falle eines Angriffs aus dem Osten überlebt hätte.

    Der Preis war natürlich enorm. Das Geld für die Erbauung von Zeljava, Lora und das Zentrum bei Konjic war genauso hoch wie die Auslandsschulden Jugoslawiens in den Siebziger Jahren und einer der Gründe für das Wirtschaftsdesaster für die kommenden Jahrzehnte bis zum Zerfall. Das zum Spottpreis erhaltene Öl vom befreundeten Libyen hat man dann überteuert weiterverkauft und dafür mangelte es gleichzeitig an Toilettenpapieren und man musste sich mit Zeitungen bedienen. Von den ständigen Stromausfällen, Mangel an Benzin, Reinigungsmitteln, Zucker, Kaffee wollen wir gar nicht reden.

    Von den 60er- bis in die 80er Jahre, hat der Staat mehr als 50% des Staatshaushalts aber auch mit den Darlehen in die Entwicklung und Modernisierung der Armee investiert.

  6. #46
    Avatar von Indianer

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    in Jugoslawien gab es mängel?
    kann ja garnicht sein...

    wo sind die yugo Nostalgiker?
    auf ihn mit gebrüll........

    ich will aber net hetzten...

  7. #47
    Avatar von Triglav

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    in Jugoslawien gab es mängel?
    kann ja garnicht sein...

    wo sind die yugo Nostalgiker?
    auf ihn mit gebrüll........

    ich will aber net hetzten...
    Kaffee bolane,mussten jugoslawischen Kaffee in Österreich kaufen,die Grenznahen Tankstellen glichen einem Kaffeebasar.Der wurde dann wieder in die Heimat geschwärzt.jebis ti tak export,import!

  8. #48
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von mujaga Beitrag anzeigen
    zählen auch die waffenverkäufe in afrika auch?
    Titos Schema war im Prinzip einfach. Er hat stets versucht die Beziehung mit dem Westen aufrechtzuerhalten und nicht zu sehr zu gefährden, allen voran mit den Amis. Erst nach Stalins Tod konnte seine Politik voll aufgehen. Im Westen gewährte man ihm Kredite und mit dem Geld blühte die industrielle Produktion auf und die Bevölkerung hatte genug Arbeit. Die Produktion wurde basierend auf einigen Industriemaschinen (auch westlichen) die veraltet waren eingestellt und die hergestellten Produkte waren zwar nicht mit denjenigen aus dem Westen wettbewerbsfähig, aber die Nachfrage in der Sowjetunion dafür umso grösser und in den Ländern der Volksdemokratie, wo gross exportiert wurde.

    Die Sowjets hatten keinen Überschuss an Devisen, womit die jugoslawischen Warenprodukte mit Öl und Gas bezahlt wurden. Einige dieser Rohstoffe gingen für interne Zwecke, ein Teil wurde für die Wiederausfuhr gegen Devisen gebraucht und das erhaltene Geld wurde für die Rückzahlung der amerikanischen Schulden verwendet.

    Die zweite Geldquelle des "jugoslawischen Wirtschaftswunder" nebst den Krediten war natürlich auch der von dir erwähnte Waffenverkauf, vor allem an Dritt-Welt-Staaten die sich später in der Bewegung der Blockfreien Staaten vereinigt haben. Das war teilweise eine Wiederausfuhr der sowjetischen und osteuropäischen militärischer Kriegsgeräte, und teilweise heimischer Produktion. Die Waffenindustrie war in Jugoslawien sehr weit entwickelt. Die Sowjets profitierten somit dass sie über unsichtbare Kanäle, sprich über den westlichen Liebling Jugoslawien, Staaten bewaffnet hat um sie so von jeglicher westlicher Expansion fern hält, auch wenn sie kein Teil des Warschauer Pakts waren oder werden sollten.

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