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Erster Weltkrieg: Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts

Erstellt von papodidi, 14.01.2014, 18:06 Uhr · 349 Antworten · 20.355 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Nikos

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    8.462
    Nun ja, einen Grund gab es nicht. Das Attentat von Sarajewo war lediglich der Funke, der das Pulverfass zündete.

    Deutschland, welches die Kolonisation mehr oder weniger verpasst hat, wollte sich mithilfe dieses Krieges auf die Weltspitze bringen.
    Wilhelm II. investierte auch Kräftig in die Marine um den Briten die Strin zu bieten, was nicht gelang.

    Frankreich, wollte die Schmach des Deutsch-Französischen Krieges von 1971 rächen und Elsas Lothringen zurückhaben.

    Großbrittanien, wollte vor allem seinen Weltmachtstatus beibehalten und sah in den Deutschen eine große Bedrohung. Daher auch
    das Bündnis mit Russland und Frankreich. Auch wollte man das mit dem Deutschen Reich verbündete Osmanische Reich endlich in die
    Knie zwigen, um im Orient endlich freie Hand zu haben.

    Das waren jetzt nur drei Beispiele. Alle Länder hatten ihre Ziele und wollten sich diese sichern. Die alliierten haben gewonnen.
    Hätten die Mittelmächte gewonnen, wäre es wahrscheinlich nichtt zum zweiten Weltkrieg gekommen und Deutschland wäre wahrscheinlich Weltmacht.
    Vielleicht würde es das Osmanische Reich noch geben.

    An sich ein tolles Thema we´lches man besprechen kann.

  2. #12
    Don
    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Nun ja, einen Grund gab es nicht. Das Attentat von Sarajewo war lediglich der Funke, der das Pulverfass zündete.

    Deutschland, welches die Kolonisation mehr oder weniger verpasst hat, wollte sich mithilfe dieses Krieges auf die Weltspitze bringen.
    Wilhelm II. investierte auch Kräftig in die Marine um den Briten die Strin zu bieten, was nicht gelang.

    Frankreich, wollte die Schmach des Deutsch-Französischen Krieges von 1971 rächen und Elsas Lothringen zurückhaben.

    Großbrittanien, wollte vor allem seinen Weltmachtstatus beibehalten und sah in den Deutschen eine große Bedrohung. Daher auch
    das Bündnis mit Russland und Frankreich. Auch wollte man das mit dem Deutschen Reich verbündete Osmanische Reich endlich in die
    Knie zwigen, um im Orient endlich freie Hand zu haben.

    Das waren jetzt nur drei Beispiele. Alle Länder hatten ihre Ziele und wollten sich diese sichern. Die alliierten haben gewonnen.
    Hätten die Mittelmächte gewonnen, wäre es wahrscheinlich nichtt zum zweiten Weltkrieg gekommen und Deutschland wäre wahrscheinlich Weltmacht.
    Vielleicht würde es das Osmanische Reich noch geben.

    An sich ein tolles Thema we´lches man besprechen kann.
    Naja, alle sind gleich schuld, meistens wird die Schuld allein auf Deutschland geschoben, was ich falsch finde, jedes beteiligte Land hat irgendwie seinen beitrag geleistet.
    Es ist ein Tolles Thema, aber das es bis jetzt so ruhig verläuft ist nur die Ruhe vor dem Sturm

  3. #13
    Avatar von Torca Basce

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    3.256
    Zitat Zitat von Don Beitrag anzeigen
    Naja, alle sind gleich schuld, meistens wird die Schuld allein auf Deutschland geschoben, was ich falsch finde, jedes beteiligte Land hat irgendwie seinen beitrag geleistet.
    Es ist ein Tolles Thema, aber das es bis jetzt so ruhig verläuft ist nur die Ruhe vor dem Sturm
    Ja lässt sich auf das Kriegsende zurückführen.
    Im Frieden von Versailles wurde Deutschland die komplette Kriegsschuld zugewießen.
    Da gabs sogar einen extra Artikel:

    „Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären, und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungen wurde, erlitten haben.“

    Und Deutschland erkennt an

  4. #14
    Avatar von Dr. Gonzo

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    "Die Presse, die Juden und Mücken sind eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muß - I believe the best would be gas."
    Wilhelm in einem Brief an seinen amerikanischen Freund Pouitney Bigelow am 15. August 1927.
    sah er es kommen?

  5. #15
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Nun ja, einen Grund gab es nicht. Das Attentat von Sarajewo war lediglich der Funke, der das Pulverfass zündete.

    Deutschland, welches die Kolonisation mehr oder weniger verpasst hat, wollte sich mithilfe dieses Krieges auf die Weltspitze bringen.
    Wilhelm II. investierte auch Kräftig in die Marine um den Briten die Strin zu bieten, was nicht gelang.
    Es ist noch komplizierter als man denkt. Ich denke dass man schon bescheidende deutsche Bemühungen von Beginn an aufhalten wollte, weit weit vor dem ersten Weltkrieg. Die Briten, Franzosen und die Russen verfügten über Aktivposten, die ausgetauscht und verhandelt werden konnten, ohne dass es die Metropole allzu viel kostete. Beispiel, die Briten konnten den Franzosen Konzessionen im Mekongdelta anbieten, die Russen wiederum konnten Grossbritannien eine "Demarkation" der Einflussphären in Persien anbieten oder Frankreich konnte Italien Zugang zu den begehrten Gebieten in Nordafrika anbieten. Und jetzt kommen wir wieder zu Deutschland zurück, denn die konnten nicht glaubwürdig derartige Angebote machen, weil es immer in der Position eines sagen wir "Emporkömmlings" blieb, der verzweifelt nach seinem Platz auf der Weltbühne suchte und auf Widerstand der "Weltelite" gestossen ist.

  6. #16
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Torca Basce Beitrag anzeigen
    ...

    „Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären, und Deutschland erkennt an, daß Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungen wurde, erlitten haben.“

    Und Deutschland erkennt an
    Es blieb ihnen auch nichts anderes übrig...

    Zur Schuldfrage: Wie bereits oben beschrieben, waren alle Seiten in Europa kriegsgeil, aber die deutsche Regierung hatte die Möglichkeit, den Krieg zu verhindern. Etwas Druck auf die KuK-Monarchie hätte wahrscheinlich gereicht, um diese zu einer Verhandlungs-Lösung mit Serbien zu bewegen. Aber unser blöder Kaiser hatte es lieber mit der "Nibelungen-Treue", mit einem Politiker wie Bismarck wäre es sicher nicht so weit gekommen...


    Zitat Zitat von DocGonzo Beitrag anzeigen
    sah er es kommen?
    Das Zitat war mir bisher auch nicht bekannt, aber das er bekennender Antisemit war, ist bewiesen. Einer seine wichtigsten Berater war bis 1909 sein Hofprediger Stoecker, für den er den Berliner Dom bauen ließ (Wiki):

    Stoecker begründete mit den Christlich-Sozialen die sogenannte Berliner Bewegung, die rückwärtsgewandte mit modernen Elementen vereinte. Programmatisch trat sie auf einer protestantischen Grundlage sowohl antikapitalistisch als auch antiliberal und antisozialistisch auf, beides verknüpft durch einen scharfen Antisemitismus, der sich gegen den „verjudeten“ Großkapitalismus wie gegen die „verjudete“ Linke richtete. Das politische Fernziel Stoeckers war ein christlich-deutscher Gottesstaat als Ständestaat.

  7. #17
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Nun ja, einen Grund gab es nicht. Das Attentat von Sarajewo war lediglich der Funke, der das Pulverfass zündete.

    Deutschland, welches die Kolonisation mehr oder weniger verpasst hat, wollte sich mithilfe dieses Krieges auf die Weltspitze bringen.
    Wilhelm II. investierte auch Kräftig in die Marine um den Briten die Strin zu bieten, was nicht gelang.
    Das wegen der Marine ist ein interessanter Streitpunkt. Ich denke man kann und muss der damaligen deutschen Aussenpolitik vieles vorwerfen, aber das neue Flottenprogramm war weder ein empörender noch ein ungerechtfertigter Schritt (was immer wieder in der Literatur zu lesen ist, bzw. wenn wir von den Ursprüngen des 1. Weltkriegs reden). Dass wir uns nicht missverstehen, es besteht kein Zweifel an der sagen wir "anti-englischen" Orientierung der neuen Waffe der Deutschen. Aber das war kein überraschender Schachzug, bzw. Rüstungsprogramme orientierten sich gewöhnlich am stärksten potenziellen Gegner. Und es ist auch (jedenfalls für mich) komisch wenn viele Historiker behaupten, dass der deutsche Schiffbau nach 1898 die Briten, Franzosen und Russen zusammen "geschweisst" hat. Man muss bedenken, dass sich britische Politiker damals längst nicht mit dem deutschen Flottenprogramm beschäftigt haben und die britische Seekriegsstrategie war niemals allein auf Deutschland ausgerichtet.

    Kurz und knapp war der deutsche Schiffbau nichts anderes als "Weltpolitik", um den Einfluss als Weltmacht auszudehnen und zu den anderen Giganten aufschliessen.

  8. #18
    Avatar von Metho

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    Der Krieg wäre gekommen...so oder so. Natürlich kam da das Attentat das von dem Herrn Princip ausgeführt worden war genau zu dem richtigen Zeitpunkt.......aber wenn man bedenkt welche Zufälle da mitgespielt haben das es noch zur Ermordung kam, lässt einen das schon grübeln

  9. #19

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Es ist noch komplizierter als man denkt. Ich denke dass man schon bescheidende deutsche Bemühungen von Beginn an aufhalten wollte, weit weit vor dem ersten Weltkrieg. Die Briten, Franzosen und die Russen verfügten über Aktivposten, die ausgetauscht und verhandelt werden konnten, ohne dass es die Metropole allzu viel kostete. Beispiel, die Briten konnten den Franzosen Konzessionen im Mekongdelta anbieten, die Russen wiederum konnten Grossbritannien eine "Demarkation" der Einflussphären in Persien anbieten oder Frankreich konnte Italien Zugang zu den begehrten Gebieten in Nordafrika anbieten. Und jetzt kommen wir wieder zu Deutschland zurück, denn die konnten nicht glaubwürdig derartige Angebote machen, weil es immer in der Position eines sagen wir "Emporkömmlings" blieb, der verzweifelt nach seinem Platz auf der Weltbühne suchte und auf Widerstand der "Weltelite" gestossen ist.

    Wieder mal alles Quatsch.
    Italien wurde erst 1870 vereinigt. Frankreich war schmachvoll geschlagen. Der Emporkömmpling hat die KuK Monarchie und Frankreich im Felde geschlagen und wirtschaftlich England überholt.
    Russland hat nicht mal gegen Japan ein Krieg gewonnen.
    Serbien hat den KuK Thronfolger ermordet und die Urkatastrophe ausgelöst. Der serbische Mörder hat durch seinen Feigen Anschlag eine Kettenreaktion ausgelöst und Millionen von Menschen ins verderben gestürzt.

  10. #20
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    ...Ich denke dass man schon bescheidende deutsche Bemühungen von Beginn an aufhalten wollte, weit weit vor dem ersten Weltkrieg. ...
    Und jetzt kommen wir wieder zu Deutschland zurück, denn die konnten nicht glaubwürdig derartige Angebote machen, weil es immer in der Position eines sagen wir "Emporkömmlings" blieb, der verzweifelt nach seinem Platz auf der Weltbühne suchte und auf Widerstand der "Weltelite" gestossen ist.
    Ich will nicht unbescheiden wirken, aber D war 1914 Weltelite:

    Deutschlands Anteil an der Weltindustrieproduktion betrug 15% und D war damit die größte Industrienation Europas, zum Vergleich GB 14%, USA 32%. Namen wie Krupp, AEG, BASF und Siemens hatten schon Weltgeltung. Das war auch den herausragenden Leistungen in Wissenschaft und Forschung zu verdanken: zwischen 1901 und 1914 erhielten 14 Deutsche einen Nobelpreis für ihre Leistungen in naturwissenschaftlichen Bereichen. Man(n) hätte nur (friedlich) weitermachen müssen und wäre Weltmacht gewesen, auch ohne Kolonien. Aber leider waren unsere Politiker und Militärs einschl. des Kaisers noch in Denkmodellen des 18. und 19. Jahrhunderts gefangen...

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