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Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus

Erstellt von Vukovarac, 23.08.2016, 15:12 Uhr · 199 Antworten · 6.972 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von Lilith

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    Zitat Zitat von Josip Frank Beitrag anzeigen
    Für den Bolschewiken stand natürlich der Mensch im Vordergrund anders als beese Hitler


    Ist schon bezeichnend, dass du immer sofort mit Bolschewiken ankommst, wenn Verbrechen der Nazis Thema sind.
    Um es sehr simplifizierend zu sagen: Unter Stalin wurdest du Opfer, wenn du v.a. politisch dich ungewollt zu sehr aus dem Fenster lehntest. Unter Hitler wurdest du Opfer von Geburt an, wenn du von den "falschen" Eltern abstammtest.


    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Die ideologische Dynamik des Hitlerregimes hebt sich von den beiden anderen ab, weil sie sich vor allem auf die Verfolgung der "inneren" Feinde, insbesondere der Juden ausgerichtet war und durch die überhitzten Vorbereitungen auf einen kriegerischen Konflikt in absehbarer Zukunft zugesteuert hat. Vorbereitung, die eindeutig auf Angriff, nicht auf das Verteidigen angelegt waren, das ist klar.

    Deutschland hatte die fortgeschrittenste Wirtschaft zu diesem Zeitpunkt auf dem europäischen Kontinent, und diese wurde nun zunehmend und mit hohem Tempo auf Krieg gestimmt und zudem verfügte es über die fähigste Militärführung. Schon 1935 und 1936 wurde deutlich aufgezeigt, dass nach der Verletzung der Verträge von Versailles und Locarno, die Schwächen der westlichen Demokratien und Zerstrittenheit aufgedeckt, auch spätestens als Österreich ins Reich "zurückgeholt" und die ganze Tschechoslowakei okkupiert wurde.

    Ich sprach ja von Stadien, deswegen rückte neben der "Entfernung" der Juden auch der zweite Strang von Hitlers Ideologie ins Zentrum, die grosse Expansion zum Erwerb vom "Lebensraum".
    Wo hat man in Deutschland die Juden ernsthaft als innere Gefahr gesehen? Die Diskriminierungen fingen eigentlich seit dem ersten Jahr nach der Machtergreifung an und weiteten sich Schritt für Schritt aus bis hin zu Auschwitz. Wo hat man 1033/34 unter den Juden eine potenzielle "antideutsche" Bewegung gesehen, Kollaboration mit äußeren Feinden? Ich mein das nicht böse, gut möglich fehlt mir da Wissen. Das was du beschreibst sehe ich eher bei Stalin. Antisemitismus etwa war auch in der SU ausgeprägt. Diejenige Politik, die am dramatischsten jedoch nach Volkszugehörigkeit aufteilte, die Deportationen, richteten sich tatsächlich an mutmaßlichen, potenziellen inneren Feinden, Nazikollaborateuren etc. Dazu zählten die Juden etwa nicht. Und um das gleich zu unterstreichen: Rechtfertigen soll das die Deportationen, die Säuberungen etc. in keinem Fall.
    .
    Die Judenpolitik des Dritten Reiches war von Beginn an zutiefst rassistisch geprägt. Die Ideologie des Dritten Reiches war von Beginn an zutiefst rassistisch geprägt.

  2. #132
    Avatar von DarkoRatic

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    Zitat Zitat von Vukovarac Beitrag anzeigen
    ...linksradikale sind böse...genauso wie rechtsradikale...im grunde genommen alle die meinen ihr weltbild mit gewalt durchsetzten zu müssen...
    Faschismus? Kommunismus?
    Finde ich beides zum Kotzen

  3. #133
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von Jovan Beitrag anzeigen
    es geht auch nicht darum, wer kriminell ist, dass sind alle drei, sondern um die Verharmlosung rechtsradikalen Gedankenguts, indem die linksradikalen als das böse schlechthin darstellen, womit man natürlich auch Sozialdemokraten und teilweise auch liberale diffamieren kann. die gelten nämlich als Kommunisten aus derer sicht.
    Ich finde beides schlimm und nichts von beidem schlimmer es ist einfach grässlich andersdenkende Menschen abzuschlachten.

    Ich verachte jeden Ob Hitler, Musolini, Staling, Mao, Pavelic, Draza Mihailovic, Tito.

    Komisch ist nur wenn ich alle in einer linie als menschenverachtende Arschlöcher nenne gelte ich als Faschist.

    Unschuldige massenhaft zu töten nur weil jemand die Macht dazu hat gehört sich nicht.

  4. #134
    Avatar von Lubenica

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    Zitat Zitat von Vukovarac Beitrag anzeigen
    ...linksradikale sind böse...genauso wie rechtsradikale...im grunde genommen alle die meinen ihr weltbild mit gewalt durchsetzten zu müssen...
    Beim Fettmarkierten hast du grundsätzlich recht.

    Da sollte man aber noch differenzieren, da eben auch besagte Linksradikale, Liberale, Kommunisten, die eben der gleichen Auffassung waren, eben von autokratischen und autoritären Regimen und Machthabern und ihren Funktionären verfolgt und beseitigt worden sind, siehe Stalin, siehe Hitler.

    Zu unterstreichen wäre dabei auch noch Lilith`s Anmerkung auf die Blut und Boden Ideologie der Nazis und Hitlers Rassenwahn.

  5. #135
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Wo hat man in Deutschland die Juden ernsthaft als innere Gefahr gesehen? Die Diskriminierungen fingen eigentlich seit dem ersten Jahr nach der Machtergreifung an und weiteten sich Schritt für Schritt aus bis hin zu Auschwitz. Wo hat man 1033/34 unter den Juden eine potenzielle "antideutsche" Bewegung gesehen, Kollaboration mit äußeren Feinden? Ich mein das nicht böse, gut möglich fehlt mir da Wissen. Das was du beschreibst sehe ich eher bei Stalin. Antisemitismus etwa war auch in der SU ausgeprägt. Diejenige Politik, die am dramatischsten jedoch nach Volkszugehörigkeit aufteilte, die Deportationen, richteten sich tatsächlich an mutmaßlichen, potenziellen inneren Feinden, Nazikollaborateuren etc. Dazu zählten die Juden etwa nicht. Und um das gleich zu unterstreichen: Rechtfertigen soll das die Deportationen, die Säuberungen etc. in keinem Fall.
    .Die Judenpolitik des Dritten Reiches war von Beginn an zutiefst rassistisch geprägt. Die Ideologie des Dritten Reiches war von Beginn an zutiefst rassistisch geprägt.
    Nun Lilith, im Zentrum der Radikalisierung standen die rassischen Säuberungen. Der Rassismus hatte im italienischen Faschismus auch nach Einführung der antijüdischen Gesetze im Jahr 1938 weder die zentrale Bedeutung noch die Intensität der Mobilisierungskampagne mit dem eigentlichen Ziel, Rassenreinheit durchzusetzen, die das gesamte NS-Regime schon durchgezogen hat. Deswegen stand der Hass gegen die Juden im Mittelpunkt, die Juden hatten einen "besonderen" Platz untern den vielfältigen Phobien der Nationalsozialisten. Juden waren für Hitler und viele seiner glühenden Anhänger eine überall lauernde Gefahr, sie bedrohten Deutschlands Existenz, vergifteten seine Kultur, zersetzten seine Werte, verdarben seine rassische Reinheit.

    Im Weltmassstab gemessen galten sie jemand der angeblich sowohl den plutokratischen Kapitalismus als auch den Bolschewismus beherrscht. Diese imaginierte Macht und den "Einfluss" der Juden für immer zu beseitigen, drehte sich darum die utopische Vision der nationalen Erneuerungen, sprich sie sollte auf rassischer Reinheit gründen.

  6. #136

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    Zitat Zitat von Vukovarac Beitrag anzeigen
    ...linksradikale sind böse...genauso wie rechtsradikale...im grunde genommen alle die meinen ihr weltbild mit gewalt durchsetzten zu müssen...
    Praktisch alle, die die Macht dazu haben, versuchen ihr Weltbild auch mit Gewalt durchzusetzen, Zentristen wie Radikalen. Wobei bei vielen "Weltbild" nicht ganz passendes Wort ist, es sind eher Interessen.

    Wenn man über "Radikalismus" und "Linksradikaler" spricht, geht es nicht um Gewaltbereitschaft, sondern um den wie viel Veränderung man sich wünscht. Natürlich ist oft das Eine mit dem Anderen verbunden, nicht aber automatisch. Man könnte behaupten, dass Stalin innerhalb der Bolschewiken einer eher "zentristische" als radikale Position hatte.

  7. #137
    Avatar von Jovan

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Praktisch alle, die die Macht dazu haben, versuchen ihr Weltbild auch mit Gewalt durchzusetzen, Zentristen wie Radikalen. Wobei bei vielen "Weltbild" nicht ganz passendes Wort ist, es sind eher Interessen.

    Wenn man über "Radikalismus" und "Linksradikaler" spricht, geht es nicht um Gewaltbereitschaft, sondern um den wie viel Veränderung man sich wünscht. Natürlich ist oft das Eine mit dem Anderen verbunden, nicht aber automatisch. Man könnte behaupten, dass Stalin innerhalb der Bolschewiken einer eher "zentristische" als radikale Position hatte.
    Naja im radikalusmus zählt mehr die Intensität, als die Masse.

  8. #138
    Avatar von Lubenica

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    Also, jetzt ma unter uns. Ich bin ja für einen Radikal Demokratischen Kommunismus.

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  9. #139
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen


    Ist schon bezeichnend, dass du immer sofort mit Bolschewiken ankommst, wenn Verbrechen der Nazis Thema sind.
    Um es sehr simplifizierend zu sagen: Unter Stalin wurdest du Opfer, wenn du v.a. politisch dich ungewollt zu sehr aus dem Fenster lehntest. Unter Hitler wurdest du Opfer von Geburt an, wenn du von den "falschen" Eltern abstammtest..
    natürlich...bei euch werden die Verbrechen der Bolschewisten nicht nur totgeschwiegen,sondern alles mitsamt Nachfragen von der Bildungsministerin als nicht erwähnenswert ad acta gelegt.

    Was hast Du mit Hitler ? Der Bolschewismus und Faschismus unterscheidet sich in der Ideologie ,aber nicht beim Töten und Missachtung der Menschlichkeit....das sind Fakten ,die euer Gewissen nie wieder losalassen werden ,weil die Opfer des Nationalsozialismus und Bolschewismus immer Zeuge sein werden





    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Die Judenpolitik des Dritten Reiches war von Beginn an zutiefst rassistisch geprägt. Die Ideologie des Dritten Reiches war von Beginn an zutiefst rassistisch geprägt.

    Die Ideologie des Bolschewismus war Weltherrschaft und physische Vernichtung

  10. #140
    Avatar von Lubenica

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    Josip, du musst rechtgeleitet werden! So geht das nicht weiter.

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