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Soll ich die Facharbeit über das Kosovo Veröffentlichen?

Erstellt von LaLa, 11.04.2005, 20:17 Uhr · 43 Antworten · 2.643 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von yellena

    Registriert seit
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    Beiträge
    942
    Ich musste letztes Jahr eine Präsentation über die wirtschaftliche Lage im Kosovo halten. Hier mein Handout

    Übrigens kam der Professor aus Amerika (Arizona)


    KOSOVO – a chance for economic growth?


    One of the main challenges to postwar reconstruction in Kosovo is to develop an open economy which will be attractive to foreign investors. (New, line 1-4) Establishing a market economy in line with European standards in the post-socialist countries, requires above all democratisation and the rule of law, because political stability is one of the decisive factors to reach economical growth. (Statement, line 30-33)
    The war in 1999 caused major disruption in the economy of Kosovo, especially in the sector of trade and transport. But Kosovo had always been the least developed part of the former Yugoslavia, although the region is full of natural resources like lead, zinc, copper and brown coal. (New, line 4-7)
    But the war is not the only reason of the economical disruption, also the communist sturcture of the Milosevic’ regime supressed economical development and lead to great poverty of the population. (New, line 5-9)
    In June, after NATO suspended its air operations, the region of Kosovo came under UN administration and the UN Mission in Kosovo – known as UNMIK. “The mission performs a whole spectrum of vital administrative functions and services covering such areas as monetary policy, law enforcement and a variety of property issues.” (Who, § 3)
    One of the main donors providing assistance to Kosovo and the South Eastern region, is the European Union, and plays therefore one of the major roles in the reconstruction of Kosovo. In 2004, a total of 51.5 million EURO will be spent to support the reform process and economic development in this region. One of the major economic actions will be the restruction of Kosovo’s publicly owened companies and the improvement of Kosovo’s enterprises towards competitiveness. (Kosovo, §§ 1 and 3)
    But the economy of Kosovo is still in crisis. The rate of unemployment is about 65%, and is therefore one of the highest rates in the world. Those people who have a job, only earn 125 EURO on average. That is the reason why almost a half of the population of Kosovo lives on the brink of poverty. (New, line 41)
    It is obvious that economic growth, especially the increase of exports and employment cannot be achieved without the inflow of foreign capital. But Kosovo is a region with problems that have accumulated over several of years. The dominant difficulities are the damaged natural resources resulting from economic sanctions during the Milosevic’ regime, poverty, a high degree of criminal activity and the violence against minorities. (Statement, line 15-22)
    Although the region is under the administration of UNMIK and under the secure of the Kosovo Force (KFOR), extremist Albanian groups were now taking their revenge against the minorities in Kosovo. (Statement, line 42-45)
    Till now, the concept of a multiethnic Kosovo, did not succeed. The reason for this may be among other things the economic disruption in this region. If the people had a job, maybe the political situation would be better and the ethnic groups would be more tolerant. Nevertheless, what is needed in order for Kosovo to survive are confident foreign investors who are willing to take risks in an unstable environment. (New, line 50-54)

  2. #22

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    14.07.2004
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    9.454
    Nach dem wir vom serbischen Mythos gelesen haben,kommen wir zu den Fakten :

    Aus heutiger Sicht verlief Milosevics Mutation vom Kommunisten zum gewalttätigen Nationalisten in drei Schüben. Zunächst strebte er an, die jugoslawische Bundesgewalt de jure zu erhalten, sie de facto aber auszuhöhlen und in den Dienst serbischer Interessen zu stellen. Nach Austausch der Führung Montenegros Anfang 1989 verfügte Milosevic im Präsidium der Bundesrepublik über die Stimmen Serbiens, Montenegros, der Vojvodina und des Kosovo, um Jugoslawien auf diesem Wege zu dominieren. Unterstützung konnte er dabei von Mazedonien erwarten, wo die antialbanische Richtung überwog. Ferner ließen sich auch Bosnien-Hercegovina und Kroatien durch Mobilisierung der dortigen Serben unter Druck setzen. Dennoch scheiterte Milosevic mit dem Versuch einer politischen Majorisierung kläglich. Durch den Sieg nichtkommunistischer Kräfte bei den Wahlen im Frühjahr 1990 zuerst in Slowenien und dann in Kroatien scherte der Westen Jugoslawiens aus den Bundesstaat aus.

    Gleichwohl stand Milosevic nach dieser Schlappe nicht mit leeren Händen da. Im Kosovo ging der Versuch einer politischen Majorisierung Jugoslawiens mit einer Polizeioffensive einher. Nachdem das jugoslawische Staatspräsidium am 27. Februar 1989 "besondere Maßnahmen" für das Kosovo beschlossen hatte, wurden die in Prishtina stationierten Armee-Einheiten und 1500 Bundespolizisten aktiv und lösten eine in der europäischen Nachkriegsgeschichte beispiellose Unterdrückung aus. Streiks und Demonstrationen schlug die Polizei mit äußerster Brutalität nieder. Trotz dieser von Belgrad heraufbeschworenen Konfrontation war und ist es nicht Serbien, das das Kosovo braucht. Es sind die serbischen Nationalisten, denn das Kosovo und nur das Kosovo liefert ihnen genau das, was sie für ihre Propaganda bedürfen: das Bild eines kulturell minderwertigen Widersachers, der die serbischen Rechte verletzt hat und Serbien hinabdrückt in die Opferrolle. Erst diese drei Elemente zusammengenommen sollten den serbischen Nationalismus auf den Höhepunkt treiben.

    Um die Polizeioffensive gegen das Kosovo historisch zu legitimieren, ließ Milosevic 1989 in einer großangelegten Kampagne die sterblichen Überreste des Prinzen Lazar, der am 28. Juni 1389 die serbischen Truppen in der Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Osmanen kommandiert hatte, in ganz Serbien zur Schau stellen. Der Sarg machte in Dörfern und Städten Station, wurde von Frauen beweint, von Priestern besungen - und von Politikern beschworen, so auch von Milosevic selbst am 600. Jährestag der Schlacht. Bedrohlich klang vor allem Milosevics Wort von der "endgültigen Rückkehr" ins Kosovo und von der Möglichkeit bewaffneter Kämpfe. Die Bedeutung dieser ersten Phase auf dem Wege zur Radikalisierung bestand also darin, Konflikte zu schüren und Mythen zu fälschen.

    Der Übergang vom ersten zum zweiten Abschnitt begann sich im September 1990 abzuzeichnen, als die Krajina-Serben die Autonomie proklamierten. Offenbar fiel es dem "Nationalismus von unten" zu aus der politischen Schlappe der ersten Phase Konsequenzen zu ziehen. Allerdings verwickelten sich die serbischen Nationalisten hier in den Widerspruch, für die KrajinaSerben von Kroatien genau die Rechte zu verlangen, die man den Kosovo-Albanern vorenthielt. Jedenfalls nahm auch Milosevic den Ruf der Krajina-,Serben auf und spitzte ihn auf die Forderung zu, überall da wo Serben lebten, müsse Serbien sein. Damit schob Milosevic nicht nur einen Sprengsatz unter den Boden der jugoslawischen Föderation; er stellte auch die bisherigen Grenzen in Frage und gab seinen Anhängern ein klares Ziel vor: den Anschluß der von Serben beanspruchten Gebiete, auf welchem Wege auch immer. Den dann beginnenden vierjährigen Krieg für sich zu entscheiden, hatte Serbien lange Zeit gute Aussichten. Erst im August 1995 sollte sich das Blatt wenden, als die kroatische Armee dank Nato-Unterstützung die Krajina zurückerobern konnte. Zugleich wurden etwa 180 000 dort lebende Serben vertrieben. Da die serbische Seite mehr und mehr in die Defensive geriet, ließ sich Milosevic am 21. November 1995 auf den Vertrag von Dayton ein, der die Bewahrung eines einheitlichen, international anerkannten Staates Bosnien-Hercegovina vorsah. Der großserbische Nationalismus war damit ebenso gescheitert wie der Versuch einer Serbisierung Jugoslawiens. Um so mehr wollte Serbien fortan ein Staat nur aus Serben sein. Damit kehrte der radikalste Teil des serbischen Nationalismus gleichsam zu seiner Wiege, dem Kosovo, zurück.

    Als diese Region 1912/13 von Serbien erobert wurde, war die bevölkerung bereits zu drei Vierteln albanisch. Wenn auch die Serben hier trotzdem nie als Minderheit begriffen, so wegen der Illusion, das Kosovo stelle den Kern des mittelalterlichen Serbiens dar, ein Irrglaube, da dieser Kern eindeutig weiter nördlich lag. Nicht zuletzt auf Drängen der Kosovo-Serben, die sich seit der Verfassung von 1974 benachteiligt fühlten, hatte Milosevic schon 1989 das Ruder herumgerissen. Nach dem Generalstreik und gewaltsamen Zusammenstößen stellte Belgrad am 1. März 1989 die Provinz Kosovo unter Ausnahmezustand und entsandle Truppen; zudem schränkte eine Änderung der serbischen Verfassung vom 23. März 1989 den Autonomiestatus des Kosovo (und auch der Vojvodina) substantiell ein. 1990 löste das serbische Parlament sogar die Regierung des Kosovo auf. In Reaktion darauf erklärten die kosovo-albanischen Abgeordneten des nun ebenfalls liquidierten Regionalparlaments ihre Abspaltung von Serbien, zwei Jahre darauf, am 24. März 1992, wurde Ibrahim Rugova zum sogenannten Präsidenten des Kosovo gewählt.

    Die Ungeheuerlichkeit, ethnische "Säuberung" zum politischen Leitprinzip zu erklären, wie es Milosevic nach dem Scheitern der großserbischen Ambitionen vorschwebte, war auch der Belgrader Führung bewußt. Für sie kam es darauf an, Serbien abermals als leidtragend und nur mehr reagierend zu präsentieren. Diese Absicht wurde von Rugova mittels Hinzuzichung internationaler Institutionen zwar durchkreuzt, doch sein Konzept von der Zukunft des Kosovo erwies sich gegenüber dem serbischen Nationalismus als geradezu lächerlich erfolglos. Die Unterdrückung der Kosovo-Albaner nahm weiter zu, und da Rugovas Taktik nicht aufging, setzten mehr und mehr Albaner auf eine radikalere Kraft: auf die sogenannte Befreiungsarmee UCK, die öffentlich erstmals im Februar 1996 in Erscheinung trat, als sie sich zu einer Reihe von Bombenattentaten bekannte

  3. #23
    FtheB
    Ach ja, R-Fehler dürft ihr behalten. Gibt nämlich ne Menge!
    Allein deretwegen wäre eine 6 gerechtfertigt, von dem Unsinn, den Du bei Elsässer, Dorin und Hofbauer abgeschrieben hast, ganz zu schweigen! 8)

    Ich hab dafür 15 Punkte bekommen! Volles Haus!
    Bei uns war eine 6 die schlechteste Note, aber man kann auch eine 15 geben, da die Arbeit mindestens zweieinhalb Mal so schlecht ist wie ein Sechser!

  4. #24
    Mare-Car
    Zitat Zitat von FtheB
    Ich hab dafür 15 Punkte bekommen! Volles Haus!
    Bei uns war eine 6 die schlechteste Note, aber man kann auch eine 15 geben, da die Arbeit mindestens zweieinhalb Mal so schlecht ist wie ein Sechser!
    Ein guter seit langem

  5. #25
    hab mir die facharbeit durchgelesen. ich fand sie sehr gut. sie war sachlich und komplett ohne irgendwelche vorurteile deiner seite und die links am ende waren alles andre als mager


    svaka ti cast majstore

  6. #26

    Registriert seit
    18.07.2004
    Beiträge
    9.182
    Hvala Hvala brate srbine........................

    @Ungebildeter Hauptschüler Fetbett

    In der Oberstufe wird nicht mit Noten gearbeitet, sondern mit Punkten. Hierbei sind 15 Punkte das Maximum.
    Schwachkopf.......................................

  7. #27
    Sehr gut, wirkt sehr Professionel!

  8. #28
    was hast du denn für eine note bekommen ?

    LOL ich hab bei meiner facharbeit in mathematik zum thema "angewandte kurvendiskussion im Wirtschaftsbereich" eine 5 bekommen.

    tja längst nicht so ausführlich wie du

  9. #29
    FtheB
    @Ungebildete Hauptschüler Fetbett
    @Serbian-Prolet:
    Ich habe mein Abitur in Bayern gemacht, als es keine Punkte und Pisa gab. Deswegen bin ich im Gegensatz zu Dir, Du balkanische Rotznase, auch des Lesens und Schreibens mächtig. 8)

  10. #30

    Registriert seit
    18.07.2004
    Beiträge
    9.182
    1. Als Bayer beherrscht du nicht anähernd die Perfektion der deutschen Sprache wie ich.

    2. Schauste mal wie alt und ungebildet du bist.

    Zudem merkt man an deinen Beiträgen weder das eine noch das andere. Eher einen Hauch von Berlin-Kreuzberg.

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