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fan noli über die schlacht im amselfeld

Erstellt von product_28, 20.08.2009, 21:12 Uhr · 41 Antworten · 2.739 Aufrufe

  1. #1

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    fan noli über die schlacht im amselfeld

    Fan Noli- Über die Schlacht in Fushë-Kosovë im Jahre 1389



    Verfasst von Fan S. Noli
    Die serbische Propaganda verwendete insbesondere die Schlacht auf dem Kosovo (1389), die sie als unsterblichen Mythos des jugoslawischen Volksideals darstellte und als Argument, die Forderungen der Serben im Kosovo zu rechtfertigen.

    In Wahrheit ereignete sich die Schlacht auf dem Kosovo - die die Serben sehr stark dafür ausnutzten, sich alle Theorien darüber zu Eigen zu machen - zwischen den Türken und einer christlichen Koalition unter dem Kommando des serbischen Königs Lazar, welcher im Krieg fiel.

    Es muss also klar gestellt werden, dass die Schlacht auf dem Kosovo kein alleiniges Werk der Serben war, sondern das Werk einer christlichen Koalition, bestehend aus: Serben, Albanern, Bulgaren, Bosniern, Dalmaten und Ungaren.

    Die Albaner standen unter dem Kommando des Prinzen Gjergj Kastrioti, dem Grossvater unseres Volkshelden Skanderbeg. Doch das allgemeine Kommando wurde dem serbischen König Lazar anvertraut, und dies aus dem Grund, weil keine der Truppen der Alliierten von einem König kommandiert wurden und weil das serbische Heer zahlenmäßig das Grösste war.

    Die serbischen Kräfte und die allierten Truppen, die auf dem Feld des Kosovo kämpften, waren darum bemüht, die türkische Invasion mit einer Expedition zu stoppen, die mehr den Charackter eines Kreuzzuges hatte, um den Aufmarsch der muslimischen Gefahr zu stoppen, als dass der Krieg einen Volkscharackter trug.

    Die Historiker kennen diese Schlacht als einen neuen Kreuzzug gegen die osmanischen Kräfte, die zunahmen und die christliche Welt bedrohten.

    Wie dem auch sei; die albanischen Streitkräfte zollten in dieser Schlacht ihren Kontribut aus erster Hand: 1389 vereinten sich Gjergji der II Balsha, Theodor II Muzaka, Gjergi Kastrioti (der Grossvater von Skanderbeg) und einige andere albanische Prinzen, mit König Lazar aus Serbien, welcher einen Kreuzzug gegen Sultan Murad I. organisierte.

    Die Kreuzzugsarmee, bestehend aus Serben, Bulgaren, Bosniern, Albanern, Valachen, Polen und Ungaren, versuchten sich auf dem Feld des Kosovo gegen die türkischen Streitkräfte.

    Am Kriegsrat, der unter dem Vorstand des Königs Lazar abgehalten wurde, schlug Gjergj Kastrioti vor, die Türken nachtsüber anzugreifen, doch dieser Vorschlag missfiel den Anderen, weil die Feinde so einer vollständigen Niederlage entkommen und mit der Dunkelheit verschwinden könnten.

    Sie schlugen also tagsüber zu, und wurden vollständig von den Türken besiegt. Unter den Getöteten war Sultan Murat I selbst und Teodor II Muzaka.

    (Die Geschichte von Skanderbeg, von Fan S. Noli, Boston 1921, S. 37)

    Fan Noli
    Geboren in Thrakien lebte Noli als junger Mann in der griechischen Hauptstadt Athen und im ägyptischen Alexandria. Er war in seinen jungen Jahren als Hauslehrer, Übersetzer und Schauspieler tätig. Über seine Kontakte zur albanischen Diaspora wurde er früh ein Anhänger der albanischen Nationalbewegung Rilindija. 1906 ging er in die USA nach Boston, um dort die albanische Emigrantengemeinde für die Nationalbewegung zu mobilisieren. Noli arbeitete für verschiedene Zeitschriften und engagierte sich vor allem für die Gründung einer orthodoxen albanischen Kirche in den USA, weil die orthodoxen Albaner sich von der griechischen Kirche, der sie bis dahin angehörten, unterdrückt fühlten. Er wurde 1908 von einem russischen Bischof zum Priester geweiht und zelebrierte im selben Jahr erstmals die Liturgie in albanischer Sprache. Von 1908 bis 1912 absolvierte Noli ein Studium in Harvard und kehrte dann nach Europa zurück, um auch dort die albanische Unabhängigkeitsbewegung zu unterstützen. 1913 kam er zum ersten Mal in das gerade unabhängig gewordene Albanien. Während des Ersten Weltkriegs hielt er sich wieder in den USA auf, wo er der Vorsitzende des albanischen Vereins Vatra wurde. Damit war er praktisch das Oberhaupt der albanischen Diaspora in Nordamerika. Nach dem Krieg konnte er den amerikanischen Präsidenten Woodrow WilsonPariser Friedensverhandlungen für die albanische Unabhängigkeit auszusprechen, die dann auch erreicht werden konnte. Mit der Aufnahme Albaniens in den Völkerbund war der junge Staat international anerkannt. Auch dieser Erfolg war wesentlich ein Verdienst von Fan Noli. dazu bewegen, sich bei den
    1921 kam Noli als Vertreter der liberalen Vatra-Partei ins albanische Parlament, wo er diese Fraktion leitete. Er war kurze Zeit Außenminister unter Ministerpräsident Xhafer Ypi und stand dann in scharfer Opposition zu Ypis Nachfolger Ahmet Zogu, der die konservativen Großgrundbesitzer anführte. Als Zogu, der einen liberalen Politiker hatte ermorden lassen (vorher hatte es einen Mordversuch an Zogu gegeben), im März 1924 vor dem Volkszorn nach Jugoslawien fliehen musste, war der Weg frei für eine liberale Regierung unter Fan Noli. Im Juli 1924 wurde er Ministerpräsident.
    Sein demokratisches Reformprogramm war in der politischen Elite sehr unbeliebt und bereits an Weihnachten 1924 wurde Fan Noli von den Anhängern Zogus gestürzt. Er floh nach Italien und kehrte später in die USA zurück, wo er im Exil seit 1932 eine demokratische Opposition gegen Zogu zu formieren versuchte. Letzterer hatte sich 1928 zum König von Albanien erklärt.
    Noli engagierte sich von Amerika aus auch für die Gründung der Autokephalen orthodoxen Kirche von Albanien. Insbesondere wirkte er an der Übersetzung der liturgischen Texte ins Albanische mit. Er tat sich aber auch als Übersetzer von Werken der Weltliteratur (z. B. William Shakespeare) in seine Muttersprache hervor. Im Zweiten Weltkrieg hatte er Kontakt zu den albanischen Kommunisten unter Enver Hoxha. Er befürwortete deren Anerkennung als die rechtmäßigen Vertreter Albaniens in der Anti-Hitler-Koalition durch die US-Regierung. Seinen Lebensabend verbrachte Noli in Florida, wo er am 13. März 1965 im Alter von 83 Jahren starb.

  2. #2
    Avatar von chaostheorie

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    302
    Zitat Zitat von product_28 Beitrag anzeigen
    Fan Noli- Über die Schlacht in Fushë-Kosovë im Jahre 1389



    Verfasst von Fan S. Noli
    Die serbische Propaganda verwendete insbesondere die Schlacht auf dem Kosovo (1389), die sie als unsterblichen Mythos des jugoslawischen Volksideals darstellte und als Argument, die Forderungen der Serben im Kosovo zu rechtfertigen.

    In Wahrheit ereignete sich die Schlacht auf dem Kosovo - die die Serben sehr stark dafür ausnutzten, sich alle Theorien darüber zu Eigen zu machen - zwischen den Türken und einer christlichen Koalition unter dem Kommando des serbischen Königs Lazar, welcher im Krieg fiel.

    Es muss also klar gestellt werden, dass die Schlacht auf dem Kosovo kein alleiniges Werk der Serben war, sondern das Werk einer christlichen Koalition, bestehend aus: Serben, Albanern, Bulgaren, Bosniern, Dalmaten und Ungaren.

    Die Albaner standen unter dem Kommando des Prinzen Gjergj Kastrioti, dem Grossvater unseres Volkshelden Skanderbeg. Doch das allgemeine Kommando wurde dem serbischen König Lazar anvertraut, und dies aus dem Grund, weil keine der Truppen der Alliierten von einem König kommandiert wurden und weil das serbische Heer zahlenmäßig das Grösste war.

    Die serbischen Kräfte und die allierten Truppen, die auf dem Feld des Kosovo kämpften, waren darum bemüht, die türkische Invasion mit einer Expedition zu stoppen, die mehr den Charackter eines Kreuzzuges hatte, um den Aufmarsch der muslimischen Gefahr zu stoppen, als dass der Krieg einen Volkscharackter trug.

    Die Historiker kennen diese Schlacht als einen neuen Kreuzzug gegen die osmanischen Kräfte, die zunahmen und die christliche Welt bedrohten.

    Wie dem auch sei; die albanischen Streitkräfte zollten in dieser Schlacht ihren Kontribut aus erster Hand: 1389 vereinten sich Gjergji der II Balsha, Theodor II Muzaka, Gjergi Kastrioti (der Grossvater von Skanderbeg) und einige andere albanische Prinzen, mit König Lazar aus Serbien, welcher einen Kreuzzug gegen Sultan Murad I. organisierte.

    Die Kreuzzugsarmee, bestehend aus Serben, Bulgaren, Bosniern, Albanern, Valachen, Polen und Ungaren, versuchten sich auf dem Feld des Kosovo gegen die türkischen Streitkräfte.

    Am Kriegsrat, der unter dem Vorstand des Königs Lazar abgehalten wurde, schlug Gjergj Kastrioti vor, die Türken nachtsüber anzugreifen, doch dieser Vorschlag missfiel den Anderen, weil die Feinde so einer vollständigen Niederlage entkommen und mit der Dunkelheit verschwinden könnten.

    Sie schlugen also tagsüber zu, und wurden vollständig von den Türken besiegt. Unter den Getöteten war Sultan Murat I selbst und Teodor II Muzaka.

    (Die Geschichte von Skanderbeg, von Fan S. Noli, Boston 1921, S. 37)

    Fan Noli
    Geboren in Thrakien lebte Noli als junger Mann in der griechischen Hauptstadt Athen und im ägyptischen Alexandria. Er war in seinen jungen Jahren als Hauslehrer, Übersetzer und Schauspieler tätig. Über seine Kontakte zur albanischen Diaspora wurde er früh ein Anhänger der albanischen Nationalbewegung Rilindija. 1906 ging er in die USA nach Boston, um dort die albanische Emigrantengemeinde für die Nationalbewegung zu mobilisieren. Noli arbeitete für verschiedene Zeitschriften und engagierte sich vor allem für die Gründung einer orthodoxen albanischen Kirche in den USA, weil die orthodoxen Albaner sich von der griechischen Kirche, der sie bis dahin angehörten, unterdrückt fühlten. Er wurde 1908 von einem russischen Bischof zum Priester geweiht und zelebrierte im selben Jahr erstmals die Liturgie in albanischer Sprache. Von 1908 bis 1912 absolvierte Noli ein Studium in Harvard und kehrte dann nach Europa zurück, um auch dort die albanische Unabhängigkeitsbewegung zu unterstützen. 1913 kam er zum ersten Mal in das gerade unabhängig gewordene Albanien. Während des Ersten Weltkriegs hielt er sich wieder in den USA auf, wo er der Vorsitzende des albanischen Vereins Vatra wurde. Damit war er praktisch das Oberhaupt der albanischen Diaspora in Nordamerika. Nach dem Krieg konnte er den amerikanischen Präsidenten Woodrow WilsonPariser Friedensverhandlungen für die albanische Unabhängigkeit auszusprechen, die dann auch erreicht werden konnte. Mit der Aufnahme Albaniens in den Völkerbund war der junge Staat international anerkannt. Auch dieser Erfolg war wesentlich ein Verdienst von Fan Noli. dazu bewegen, sich bei den
    1921 kam Noli als Vertreter der liberalen Vatra-Partei ins albanische Parlament, wo er diese Fraktion leitete. Er war kurze Zeit Außenminister unter Ministerpräsident Xhafer Ypi und stand dann in scharfer Opposition zu Ypis Nachfolger Ahmet Zogu, der die konservativen Großgrundbesitzer anführte. Als Zogu, der einen liberalen Politiker hatte ermorden lassen (vorher hatte es einen Mordversuch an Zogu gegeben), im März 1924 vor dem Volkszorn nach Jugoslawien fliehen musste, war der Weg frei für eine liberale Regierung unter Fan Noli. Im Juli 1924 wurde er Ministerpräsident.
    Sein demokratisches Reformprogramm war in der politischen Elite sehr unbeliebt und bereits an Weihnachten 1924 wurde Fan Noli von den Anhängern Zogus gestürzt. Er floh nach Italien und kehrte später in die USA zurück, wo er im Exil seit 1932 eine demokratische Opposition gegen Zogu zu formieren versuchte. Letzterer hatte sich 1928 zum König von Albanien erklärt.
    Noli engagierte sich von Amerika aus auch für die Gründung der Autokephalen orthodoxen Kirche von Albanien. Insbesondere wirkte er an der Übersetzung der liturgischen Texte ins Albanische mit. Er tat sich aber auch als Übersetzer von Werken der Weltliteratur (z. B. William Shakespeare) in seine Muttersprache hervor. Im Zweiten Weltkrieg hatte er Kontakt zu den albanischen Kommunisten unter Enver Hoxha. Er befürwortete deren Anerkennung als die rechtmäßigen Vertreter Albaniens in der Anti-Hitler-Koalition durch die US-Regierung. Seinen Lebensabend verbrachte Noli in Florida, wo er am 13. März 1965 im Alter von 83 Jahren starb.
    Egal, die Schlacht ging verloren.

  3. #3

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    Allah segne ihn

  4. #4
    Avatar von Singidun

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    Wenn in einer Schlacht der Anführer fällt, kann man sie nicht gewinnen. Sowohl Lazar als auch Murat wurden getötet. Es war also eher ein Unentschieden. Aber für uns Serben ist es trotzdem ein moralischer Sieg.
    Eine Niederlage ist es nicht.

  5. #5

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    Zitat Zitat von Smitko Beitrag anzeigen
    Wenn in einer Schlacht der Anführer fällt, kann man sie nicht gewinnen. Sowohl Lazar als auch Murat wurden getötet. Es war also eher ein Unentschieden. Aber für uns Serben ist es trotzdem ein moralischer Sieg.
    Eine Niederlage ist es nicht.
    ????????

  6. #6
    Avatar von chaostheorie

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    Zitat Zitat von Smitko Beitrag anzeigen
    Wenn in einer Schlacht der Anführer fällt, kann man sie nicht gewinnen. Sowohl Lazar als auch Murat wurden getötet. Es war also eher ein Unentschieden. Aber für uns Serben ist es trotzdem ein moralischer Sieg.
    Eine Niederlage ist es nicht.
    Eine Niederlage.

  7. #7
    Avatar von Singidun

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    Zitat Zitat von Dallas Beitrag anzeigen
    ????????
    Kann ich dir auch nicht helfen.

  8. #8

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    Zitat Zitat von Smitko Beitrag anzeigen
    Kann ich dir auch nicht helfen.

    Man kann nicht gleichzeitig vernichtend geschlagen werden und gewinnen...und nein auch nicht moralisch...ihr wurdet vernichtend geschlagen. bzw. alle Balkanesen. PUNKT.

    Alles andere sind falsche nationalistische Fantasien.

  9. #9

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    Zitat Zitat von Smitko Beitrag anzeigen
    Wenn in einer Schlacht der Anführer fällt, kann man sie nicht gewinnen. Sowohl Lazar als auch Murat wurden getötet. Es war also eher ein Unentschieden. Aber für uns Serben ist es trotzdem ein moralischer Sieg.
    Eine Niederlage ist es nicht.
    ja aber car lazar wurde vor sultan murat gekillt.
    darin liegt der unterschied.

  10. #10
    Avatar von Singidun

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    Zitat Zitat von Dallas Beitrag anzeigen
    Man kann nicht gleichzeitig vernichtend geschlagen werden und gewinnen...und nein auch nicht moralisch...ihr wurdet vernichtend geschlagen. bzw. alle Balkanesen. PUNKT.

    Alles andere sind falsche nationalistische Fantasien.
    Erstens war es nicht vernichtend. Wenn du keine Ahnung hast, halt die Klappe

    Zweitens redete ich in den letzten beiden Sätze von der moralischen Komponente. Man hat den Osmanen bis zum Schluss Widerstand geleistet. Sowas ist moralisch einwandfrei. Oder wieso hat sich der Mythos solange erhalten ?

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