Fund von Fliegerbombe: Hauptbahnhof evakuiert, Sprengung vorbereitet

25. März 2011, 16:10


Großräumige Sperre in der Umgebung: Massive Auswirkungen im Straßenverkehr, Tausende Fahrgäste in Öffis betroffen

Wie der Katastrophenschutzreferent der Stadt, Wolfgang Hübel, sagte, sei man bei Grabungsarbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz auf eine 250-Kilo-Fliegerbombe gestoßen. Eine Entschärfung und Bergung an Ort und Stelle habe sich als nicht möglich erwiesen. "Es ist eine Bombe mit einem speziellen Zünder, einem Langzeitzünder. Es ist notwendig, dass der Zünder mit einem Sprengsatz unschädlich gemacht wird."

Der Explosivkörper war beim Aufschlagen nicht detoniert, könnte also noch scharf sein. Drei Spezialisten des Entschärfungsdienstes waren bereits mit den Sprengvorbereitungen beschäftigt. Rund 100 Einsatzkräfte der Polizei waren mit Unterstützung von Feuerwehr- und Rettungsleuten mit den Sperr- und Sicherungsmaßnahmen beschäftigt.


Geschäfte, Wohnungen, Hotels betroffen

Das Areal wurde im Umkreis von 500 Metern evakuiert und innerhalb eines Kilometers gesperrt. Neben dem Bahnhof mussten auch Geschäfte, Wohnungen und mehrere Hotels geräumt werden. Wie es von den ÖBB hieß, seien vermutlich einige Tausend Fahrgäste betroffen. Auch Bus- und Straßenbahnlinien waren unterbrochen oder verkehrten über Umleitungen und mit Versprätung.

Beträchtlich waren die Auswirkungen im Straßenverkehr: U.a. musste der Bahnhofs- und Eggenbergergürtel gesperrt werden, was großräumige Umleitungen notwendig machte. Da gleichzeitig auch Straßen in der Innenstadt wegen einer Demonstration gesperrt waren, drohte der Verkehr am Freitagnachmittag zu kollabieren.
Unmittelbar nach dem Bombenfund in Graz wurde in Gralla (Bezirk Leibnitz) Alarm geschlagen: Ein Bauer war auf seinem Acker auf eine 200-Kilo-Bombe stoßen. (APA)


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