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Der Friedhof in Illenau

Erstellt von , 22.07.2006, 18:42 Uhr · 1 Antwort · 3.850 Aufrufe

  1. #1

    Der Friedhof in Illenau

    Der alte, 160 jährige Waldfriedhof der Illenau bei Achern.

    Einsam und verlassen in einem Waldgebiet von dem man sagt, dass eine Marienstatue über die Ruhe der Verstorbenen wacht.


    Im Jahre 1842 wurde in Achern die Großherzogliche Badische Heil- und Pflegeanstalt Illenau gegründet. Diese Einrichtung genoß bald nach ihrer Gründung einen ausgezeichneten Ruf und Adlige aus ganz Europa suchten dort Heilung von Geisteskrankheiten.

    Die Kranken, die in der Anstalt verstarben, wurden bis 1858 auf dem städtischen Friedhof in Achern beigesetzt. Im Laufe der Jahre war ein anstaltseigener Friedhof notwendig geworden und wurde 1857 – 1858 im heutigen „Illenauer Wäldele“ angelegt. Ab 1858 fanden die Verstorbenen der Heilanstalt auf diesem versteckt gelegenen Gottesacker ihre letzte Ruhestätte.

    Arm und reich liegen hier im Schatten hoher und schöner Bäume begraben. Adelige aus ganz Europa, die in der Anstalt Heilung suchten, fanden in diesem Friedhofsgarten ihre ewige Ruhe.

    Am 1.9.1939

    unterzeichnete Adolf Hitler den so genannten „Euthanasie (Sterbehilfe)“ – Erlass. Dies war ein Befehl an Ärzte und Psychiater, körperlich und geistig Behinderten sowie unheilbar Kranken den „Gnadentod“ zu gewähren. Unter den rund 80.000 Menschen, die diesem Erlass zum Opfer fielen, befanden sich auch Insassen der Heilanstalt Illenau. Dort wurden, Überlieferungen zufolge, Kranke von Nazi-Ärzten gequält, missbraucht und schließlich ermordet. Man unterzog Patienten angeblich grausamen, so genannten „NS-Menschentests“, an denen sie qualvoll starben.



    Die Heil- und Pflegeanstalt wurde im Jahre 1940 geschlossen.
    Von diesem Zeitpunkt an fanden auf dem Waldfriedhof keine Beerdigungen mehr statt, erst 1951 durften sich ehemalige Angestellte der Anstalt dort wieder einen Platz für ihr Grab aussuchen.



    Der über einen Hektar große Illenauer Waldfriedhof befindet sich am östlichen Stadtrand von Achern, in einem Waldstück neben der Straße nach Sasbachwalden.

    Durch das schöne schmiedeeiserne Tor betritt man eine andere, geheimnisvolle Welt. Dieser wunderschöne, verträumte Platz mit seinen alten, oft kunstvoll gestalteten Grabsteinen und –figuren zwischen hohen Bäumen lädt zum besinnlichen Verweilen ein. Die Inschriften zu lesen bedeutet, viele Jahre in der Zeit zurückzugehen. Über die Menschen nachzudenken, die hier ihre ewige Ruhe gefunden haben.



    Über diesen Ort wird eine seltsame Geschichte erzählt.....



    Eines der alten Gräber wird behütet von einer weißen Frauenstatue im Schatten eines großen Sandsteinkreuzes. Die Figur ist wundervoll gearbeitet; eine barfüßige junge Frau in einem langen, fließenden Kleid. Sie hält den Kopf gesenkt;in der linken Hand hat sie zwei Rosen, in der rechten , leicht erhobenen Hand eine einzelne Blüte. Unter den Augenlidern hervor scheint sie den Betrachter anzusehen, der Blick wirkt warnend, fast bedrohlich.

    Ich habe lange vor diesem scheinbaren Abbild eines Engels gestanden. Mich befiel ein sehr unbehagliches Gefühl, so als würde ich vor etwas gewarnt werden – das war an einem wunderschönen, strahlenden Frühlingstag…


    Mir wurde vor vielen Jahren einmal erzählt, dass es nicht ratsam sei, den Friedhof bei Nacht aufzusuchen. Denn in dieser Zeit würde die Steinfigur lebendig werden, um über die Ruhe der Toten zu wachen.

    Befindet man sich nachts auf dem Gottesacker und kommt zu diesem Grab, beginnen die Augen der Statue zu glühen. Geht man daran vorbei, dreht sich der Kopf der Frau langsam in die Richtung, die man einschlägt und ihr glühender Blick verfolgt einen. Eine Warnung an alle Lebenden, die Ruhe der oft eines qualvollen Todes Verstorbenen zu respektieren?
    Im Laufe der Jahre gab es einige Menschen, die sich aus Neugier spät in der Nacht auf den Friedhof wagten – und diesen völlig verstört wieder verließen. Es geht die Rede, dass diesen Menschen etwas sehr Beängstigendes passiert sei – sie selbst jedoch haben (so kam es mir zu Ohren) niemals über das gesprochen, was ihnen widerfahren ist.




    Um diese einmalige Kulturstätte der Nachwelt zu erhalten, wurde der Friedhof mit seinem schmiedeeisernen Tor samt den Grabsteinen, Figuren und dem exotischen Pflanzenbestand 1971 unter Denkmalschutz gestellt.


    Es bleibt die immer noch offene Frage, ob diese Geschichte eine wahre ist…

  2. #2
    Phantomstadt Silent City


    In der Welt der Parawissenschaft sind zahlreiche Berichte über Phantome bekannt. Doch nicht zwangsläufig müssen diese eine Art Geist sein, sondern die Berichte sprechen auch von ganzen Phantomortschaften, Häusern, Anwesen oder Gehöften und scheinbaren Szenarien wie Schlachten aus der Vergangenheit.


    Geisterstädte sind heute ein gerne benutzter Begriff für die verlassenden Orte im Westen der USA, die ihre Blütezeit während des Goldrausch hatten. Vollkommen anders sind die Berichte der legendären Phantomstadt "Silent City".

    Berühmt und sehr umstritten sind Berichte von Silent City und vielleicht auch anderer Phantomstädte im hohen Norden von Alaska. Diese Erscheinungen von Spukorten werden auch in vielen anderen Teilen der Welt angeblich immer wieder gesehen. Doch das auf keiner Landkarte der Welt verzeichnete Silent City in Alaska ist besonders interessant.


    Im Glacier-Bay- Nationalpark kam es in den Jahren bis etwa 1900 immer wieder zu sonderbaren Vorfällen, von denen die Einheimischen berichteten. Zwischen den Tagen vom 21. Juni und 10. Juli erschien eine Phantomstadt mit Häusern, Schornsteinen und anderen Merkmalen einer typischen Stadt über den Bergketten.
    Der Herzog Luigi Amedeo führte im Jahr 1897 eine Forschungsgruppe zum Berg St. Elias und konnte die rätselhafte Stadt noch mit eigenen Augen sehen. Ab 1901 verstummten dann die Berichte über diese Erscheinung plötzlich ganz.

    Warum, weiß niemand.

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