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Gallipoli, die blutigste Schlacht im Mittelmeer

Erstellt von lupo-de-mare, 29.04.2005, 21:37 Uhr · 34 Antworten · 3.823 Aufrufe

  1. #11

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Jugendliche stürmen Gedenkfeier von Wehrmachts-Veteranen auf Kreta

    [Athen -] Griechische und deutsche Jugendliche haben am Freitag eine Gedenkfeier von Wehrmachts-Veteranen auf der Insel Kreta gestürmt. Dutzende junge Griechen und Deutsche, die sich selbst als Antifaschisten bezeichneten, schleuderten bei der Feier auf einem Deutschenfriedhof im Nordwesten der Insel Farbe auf die ehemaligen Fallschirmspringer der Wehrmacht, wie die halbstaatliche griechische Nachrichtenagentur ANA meldete. Die Polizei habe den Friedhof daraufhin geschlossen. Die Jugendlichen stellten demnach außerdem ein Transparent auf, auf dem Feiern von deutschen Veteranen in Griechenland kritisiert wurden. (AFP)
    In dieser Beziehung sind die Griechen (mit diesem Eingeständnis habe ich überhaupt kein Problem) uns Türken weiter.
    Sie wehren sich dagegen, dass auf ihrem Boden derartige „Feiern“ abgehalten werden, während „meine Leute“ es alljährlich zulassen, dass die Nachfahren britischer, australischer oder neuseeländischer Soldaten in Gelibolu (Gallipoli) ihre Selbstbeweihräucherung durchführen können.

  2. #12
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Kimyager
    In dieser Beziehung sind die Griechen (mit diesem Eingeständnis habe ich überhaupt kein Problem) uns Türken weiter.
    Sie wehren sich dagegen, dass auf ihrem Boden derartige „Feiern“ abgehalten werden, während „meine Leute“ es alljährlich zulassen, dass die Nachfahren britischer, australischer oder neuseeländischer Soldaten in Gelibolu (Gallipoli) ihre Selbstbeweihräucherung durchführen können.
    Das kannste ja wohl nicht ernsthaft gleichsetzen wollen...

  3. #13

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Zitat Zitat von Kimyager
    In dieser Beziehung sind die Griechen (mit diesem Eingeständnis habe ich überhaupt kein Problem) uns Türken weiter.
    Sie wehren sich dagegen, dass auf ihrem Boden derartige „Feiern“ abgehalten werden, während „meine Leute“ es alljährlich zulassen, dass die Nachfahren britischer, australischer oder neuseeländischer Soldaten in Gelibolu (Gallipoli) ihre Selbstbeweihräucherung durchführen können.
    Das kannste ja wohl nicht ernsthaft gleichsetzen wollen...
    Aber selbstvertständlich!

    Man bedenke bitte, dass alle australischen und neuseeländischen Soldaten Freiwillige waren!
    Sie sind im "Namen der Krone" von einem zum anderen Ende der Welt gereist, um Menschen zu töten.
    Sie sind nicht harmloser als die Wehrmacht.

    Als Nachfahre von Menschen, die in den Verteidigungskämpfen seinerzeit ihr Leben ließen, sind diese "Gedenkveranstaltungen" für mich nicht hinnehmbar.

    Ich bin grundsätzlich dagegen, dass sich ehemalige Aggressoren (welcher Nation sie auch angehören mögen) oder deren Nachfahren an den Plätzen ihrer Untaten oder an geschichtsträchtigen Orten im Allgemeinen aufhalten.

  4. #14
    Avatar von Schiptar

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    Mann, es war halt Krieg...
    Und die Truppen aus den britischen Dominions haben im Gegensatz zu Hitlers Wehrmacht keinen rassistischen Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg geführt, zudem Griechenland und Jugoslawien im Gegensatz zum Osmanischen Reich wirklich Opfer genuiner Aggressionen der Achsenmächte wurden!

  5. #15

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Mann, es war halt Krieg...
    Und die Truppen aus den britischen Dominions haben im Gegensatz zu Hitlers Wehrmacht keinen rassistischen Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg geführt, zudem Griechenland und Jugoslawien im Gegensatz zum Osmanischen Reich wirklich Opfer genuiner Aggressionen der Achsenmächte wurden!
    So...„Es war halt Krieg“... Na dann...

    Ich mache Dir persönlich keinen Vorwurf.
    Den meisten geht das Schicksal anderer am Arsch vorbei. Es sind die gleichen, die dann losheulen, wenn sie selbst in irgendeiner Form betroffen sind.

  6. #16
    Avatar von Schiptar

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    Ich sag ja nur, daß das nicht das Gleiche war.

    Die Osmanen haben Großbritannien im 1. Weltkrieg den Krieg erklärt*), da kann man den Briten wohl nicht ernstlich vorwerfen, daß sie Istanbul einnehmen wollten.
    Die Angriffe des nationalsozialistischen Deutschen Reiches und des faschistischen Italien auf Griechenland und Jugoslawien waren dagegen wahrhaft kriminelle Aggressionen, die katastrophale Folgen hatten, die begleitet wurden von Massenmorden an ethnischen Minderheiten, politisch Andersdenkenden und wahllos aufgegriffenen Zivilisten, von Vertreibungen etwa der Slowenen und Serben, von blutigen Bürgerkriegen und vielem mehr.
    Und dann wollen diese Soldaten, die das mitverursacht haben, sich ohne jede Reue da hinstellen und ihre Traditionen pflegen?
    Sorry, aber das ist was anderes, als wenn sich irgendwelche Tommies, Kiwis und Aussies in Galipoli hinstellen ...obwohl das auch nicht sein muß.

    *) BBC:

    "At the beginning of November 1914, the Ottoman Empire, the world's greatest independent Islamic power, abandoned its ambivalent neutrality towards the warring parties, and became a belligerent in the conflict, with the sultan declaring a military jihad (holy war) against France, Russia and Great Britain.

    The Ottoman Empire had recently been humiliated by setbacks in Libya and the Balkans. Participation in what had begun as a European war might seem to outside observers, therefore, to have been suicidal, but key elements in the government, impressed by German industrial and military power and motivated by dreams of imperial glory, greeted the expanding war as an opportunity to regain lost territories and incorporate new lands and nationalities into the empire."

  7. #17

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    BBC ist mit der Deutschen Wochenschau vergleichbar.
    Diese Aussage ist so seriös wie Schutzbehauptung A. Hitlers, Deutschland habe einen polnischen Angriff abgewehrt.

    Wie dem auch sei, die britischen Aggressoren haben die Quittung dafür erhalten.
    Sie verdienen auf türkischem Boden kein Gedenken.

  8. #18
    Avatar von Schiptar

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    BBC hin oder her: Wer hat wem den Krieg erklärt?

  9. #19
    Avatar von Magnificient

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    Gallipoli



    Ein anderer Blickwinkel - Die Schlacht um Gallipolli

    Ihr Mütter, die Ihr Eure Söhne aus weit entfernten Ländern gesendet habt - wischt Euch Eure Tränen ab. Eure Söhne liegen nun an unserer Brust, in Frieden. Nachdem sie ihr Leben in diesem Land verloren haben, sind sie nun auch unsere Söhne geworden.'"


    Ataturks Brief, gewidmet an die Mütter Australiens und Neuzeeland.

    Those heroes that shed their blood and lost their lives... You are now lying in the soil of a friendly country. Therefore rest in peace. There is no difference between the Johnnies and the Mehmets to us where they lie side by side now here in this country of ours... you, the mothers, who sent their sons from faraway countries wipe away your tears; your sons are now lying in our bosom and are in peace. After having lost their lives on this land. They have become our sons as well.




    Die Dardanellen - eine Meerenge, die Europa von Asien trennt und zum Territorium der Türkei gehört. Kein anderer Seeweg war jemals so heftig umkämpft wie die Dardanellen. Über Jahrhunderte haben verschiedene Großmächte immer wieder versucht, sich Zugang zu den strategisch wichtigen Gewässern zu verschaffen, die das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbinden.

    Am 25 April 1915 landeten die Truppen auf der Halbinsel Gallipoli. "Australian and New Zealend Army Corps" (ANZAC) war ein Militärischer Verband, der aus neuseeländischen und australischen Soldaten gebildet wurde. 1915, während des ersten Weltkrieges kämpften ANZACs bei der Schlacht von Gallipoli auf der türkischen Halbinsel Gallipoli. Das Ziel der Alliierten war es, die Halbinsel zu besetzen. Dieser Versuch scheiterte und es gab 131 000 Gefallene und 262 000 Verwundete.

    Diese Operation ist in der Türkei als Schlacht von Çanakkale genannt. Atatürk nahm erfolgreich als 19. Divisionskommandeur an dem Çanakkale Krieg teil. Atatürk leistete ein großen Beitrag für den Sieg der Türken herbei.

    Die Schlacht um Gallipoli war eine der blutigsten und brutalsten im Ersten Weltkrieg. Die Niederlage war ein Schock für Australien und Neuseeland, für die es den ersten großen Konflikt darstellte, an dem sie beteiligt waren. Jedes Jahr wird am 25.04. der ANZAC-Day gefeiert. Zu diesem Feiertag kommen Tausende von Australiern und Neuseeländern in die Türkei und Gedenken ihre Urväter. Obwohl es auf beiden Seiten viel, Leid, Opfer und Tränen gegeben hat, ist dieser Krieg heute ein Beispiel für die Türkisch - Australische und Neuseeländische Freundschaft. Wundern sie sich nicht, wenn sie in Canberra, ein Park sehen, das Ataturk gewidmet wurde (Ataturk-Park).

    Atatürk in Canberra - Hauptstadt Australiens



    C. D. St. Pinnock:
    Ich weis nicht wie ich es schreiben soll. Es ist Grausam. All meine Freunde die Monate lang mit mir zusammen waren starben nach und nach. Das schlimmste für mich war die Abzählung. Von ungefähr 550 Namen konnten nur noch 47 Menschen antworten. Ich habe geweint wie ein kleines Kind.

    Halil Helvaci:
    Eines Tages, der Krieg ist im vollen Gange, ich versuche mit meiner Flinte abzudrücken, aber es funktionierte nicht. Ich dachte, dass vielleicht die Flinte kaputt sei. Ich fragte einen Freund:" Mein Flinte ist wahrscheinlich kaputt es feuert nicht mehr." Er sah mich an und sagte:" Die Flinte ist nicht Kaputt dein Finger ist ab". Genau an diesem Zeitpunkt fühlte ich den Schmerz. Mein Zeigefinger wurde von einer Kugel getroffen.

    Henri Lewis:
    bereits nach der zweiten Woche des Invasionsversuches waren all meine Freunde Tod. Mein bester Freund war einer der ersten. Er war mit einem Mädchen aus Wellington verlobt. Als wir in Ägypten war las er mir seine Briefe vor. Ich hatte zuvor ihm gesagt: "Achte auf die Scharfschützen." 1915 - Es war ein schöner Sonniger Tag und plötzlich Stand er Senkrecht auf und wollte Marschieren. Ich rief sofort, dass er sich ducken solle, aber es war bereits geschehen.

    Ein Anzak Soldat:
    Am Heutigen Tag gab es ein Waffenstillstand um die zahlreichen Toten und Verletzten vom Schlachtfeld zu sammeln. In Australien sagte man uns, dass die Türken Widerwärtige und Wilde Menschen sind. Heute habe ich festgestellt, dass dies nicht stimmt. Die Türkischen Soldaten behandelten mit uns zusammen einige meiner Verwundeten Landsleute. Bei der Pause bedankte ich mich bei ihm und gab ihm eine Zigarette. Der türkische Soldat war sehr erfreut und gab mir im Gegenzug getrocknete Feigen. Gegen Ende des Tages mussten wir uns verabschieden und gingen wieder zurück zu unseren Stellungen um Morgen wieder gegeneinander zu Kämpfen.

    Recep Turdal:
    Der Angriff begann mit dem Morgengebet und führte bis in den Abend hinein ohne eine einzige Pause. Um meinen Hunger zu unterdrücken habe ich mir ganz stark ein Stein gegen meinen Magen gepresst.

    Zun 90 Jährigen Gedenken.

    [web:8e1b5ea47c]http://people.freenet.de/Goldenhorn/anzac2005.html[/web:8e1b5ea47c]


    Orginallied der Türksichen Soldaten während der Schlacht:


    [web:8e1b5ea47c]http://people.freenet.de/Goldenhorn/Gallilied.html[/web:8e1b5ea47c]

  10. #20

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    Atatürk war / ist zweifellos ein großer Mensch.
    Trotzdem wehre ich mich gegen die Sichtweise, Neuseeländer, Australier seien (im übertragenden Sinne) "unsere Söhne".

    Das hat mit Völkerverständigung nichts mehr zu tun.

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