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Die Gegner der Osmanen

Erstellt von napoleon, 17.05.2008, 17:57 Uhr · 15 Antworten · 12.152 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    28.01.2008
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    Die Gegner der Osmanen

    Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg










    Albanischer Nationalheld
    &
    Athleta Christi



    (*um 1405 †17.01.1468 in Lezhë)

    Büste Skanderbeg
    (Foto: 2007 © by timediver®)




    Chronik
    Um 1405

    Gjergi Kastrioti wird als Sohn des Fürsten Gjon Kastrioti und dessen Ehefrau Vojsava (einer Prinzessin der Tribalda Familie, aus dem heutigen Mazedonien, bzw. aus der adligen Muzaka Familie) als vierter Sohn in Sinë, im District Dibër (Rrethi i Dibrës), im damaligen Arbëria geboren.

    1407

    Gjon Kastrioti beginnt seinen Krieg gegen die Osmanen.

    1415

    Als Zeichen seiner Unterwerfung muss Gjon Kastrioti Tribut zahlen und alle vier Söhne als Geisel an den osmanischen Hof in Edirne schicken.
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    1420

    Die Herrschaft Gjon Kastrioti reicht von Prizren im Norden bis Lezhë im Süden.
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    1423

    Gjergj wird nach einer Niederlage seines Vaters mit seinen drei Brüdern zum zweiten Mal als Geisel an den Hof des Sultans nach Adrianopel geschickt, wo er als Angehöriger des Pagenkorps zum Islam konvertiert, und den türkischen Namen Iskender annimmt.
    Gjergi wird islamisch erzogen und tritt in das osmanische Heer ein. Als Iskander (Alexander) erreicht er infolge seiner militärischen Erfolge den Generalsrang und bekommt für seine Verdienste vom Sultan den Titel Bey (Beg) verliehen.
    Als Skanderbeg (albanisch: Skënderbeu) befehligt 5.000 osmanische Reiter und nimmt bereits geheime Kontakte zu den Städten Ragusa (Dubrovnik), Venedig, König László V. von Ungarn, and Alfons I von Neapel auf...
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    1437

    Gjon Kastrioti stirbt.

    1438

    Skanderbeg Museum Krujë
    (Foto: 2007 © by timediver®)



    Kastrioti wird von Sultan Murad II. als Beg und Wali von Misia, Skuria und Jonina in seine Heimat Albanien, nach Kruje entsandt.
    Er nimmt mit Venedig, Ragusa (Dubrovnik) und Ungarn Beziehungen auf.


    Nationalmuseum Tirana
    (Foto: 2007 © by timediver®)



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    1440

    Murad II. beordert Skanderbeg nach Dibra.

    1443


    Im November nutzt Skanderbeg die Niederlage der Osmanen gegen die Ungarn unter Johannes Hunyadi (Iancu Hunedora) bei Niš, um mit 300 albanischen Landsleuten von der osmanischen Armee zu desertieren und mit ihnen nach Nordalbanien zu fliehen.
    Nach einem langen Marsch kann er am 27. November die Festung Krujë gewinnen, schwört dem Sultan und dem Propheten ab und erklärt er sich zum Rächer seiner Familie und des Landes. Seine rote Standarte mit dem doppelköpfigen Adler soll er der Überlieferung mit den pathetischen WortenIch habe Euch nicht die Freiheit gebracht, sondern hier bei Euch gefunden gehisst haben.

    Skanderbeg Museum Krujë (Foto: 2007 © by timediver®)
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    1444


    Skanderbeg baut Festungen und führt mit 20.000 Kämpern einen Guerillakrieg, bei dem er die gebirgige Landschaft Albaniens zu seinem Vorteil strategisch zu nutzen weiss.
    Er ruft alle albanischen Clanchefs in der zu Venedig gehörenden Stadt Alassio (heute: Lezhë) zusammen. Nach der Beilegung aller Zwistigkeiten, einigt man sich, als "Liga von Lezhë" vereint gegen die Osmanen zu kämpfen. Unter dem Oberbefehl Skanderbegs verfolgen die albanischen Truppen die Osmanen bis in die östlichen Regionen Albaniens um Dibër und den Ohridsee.
    In den Folgejahren bleibt Skanderbeg an der Spitze der Truppen, die zusammen kaum mehr als 10.000 Mann zählten. Venedig, Neapel und der Papst, der Skanderbeg später den Titel Athleta Christi verleiht, ünterstützen die Albaner mit Geld, Waffenlieferungen und gelegentlich auch mit Truppen.
    Mit diesem Bündniss führt Skanderbeg 18 Jahre erfolgreich Krieg gegen die Osmanen, denen es dadurch nicht gelang, sich dauerhaft in Mittel- und Nordalbanien festzusetzen. Bei Torviol vernichtete das albanische Heer unter Skanderbegs Führung im Juni erstmals ein osmanischen Heer.


    Skanderbeg Museum Krujë (Foto: 2007 © by timediver®)
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    1447

    Um den Besitz von Danja (Dagno) kommt es zum Krieg mit Venedig.

    1448

    Im Juli besiegt Skanderbeg das venezianische Söldnerheer bei Drin, dem er jedoch im Oktober angesichts der osmanischen Bedrohung Danja überlassen muss.
    Am 14. August schlägt Skanderbeg ein Heer der Osmanen nördlich von Dibra, bei Oranik. Die Osmanen scheitern an dem uneinnehmbaren Kruja und an Skanderbegs Guerillataktik, die die Versorgung des osmanischen Heeres massiv beeinträchtig und das osmanische Heer schließlich Ende Oktober zum Abzug zwingt.
    Obwohl vielfach angenommen wird, dass Skanderbeg auch an der 2. Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje/Kosova/ Második rigómezei csata) zwischen dem 17.- 20 Oktober auf Seiten der von Johannes Hunyadi geführten Koalition gegen Sultan Murad II. teilgenommen hat, ist er niemals auf dem Schlachtfeld erschienen.
    Skanderbeg und seine Truppen waren auf dem Weg, um die ungarische Armee Hunyadis zu unterstützen, als ihnen vom serbischen Thronprätendenten Đurađ Branković der Durchzug verwehrt wurde, weil dieser Skanderbeg Unterstützung gegen die Venezianer und nicht gegen die Osmanen zugesagt hatte. Währernd der Schlacht schickte Mehmed II. Truppen mit dem Auftrag nach Albanien, Skanderbegs Armee zu binden. Obwohl Hunyadi diesmal geschlagen wurde, konnte sich Ungarn zu Lebzeiten seines Reichsverwesers und Heerführers erfolgreich gegen die Osmanen zur Wehr setzten.
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    1450


    Im Mai zieht Murad II. persönlich mit einem 150.000-Mann- Heer nach Albanien und beginnt mit der Belagerung Krujës, die Tausende von Opfern auf beiden Seiten fordern wird.
    Trotz ihrer zahlen- und waffenmäßigen Überlegenheit gelingt es des osmanischen Truppen jedoch nicht "Die Festung" (so auch der Titel des gleichnamiger Romans des albanische Schriftstellers Ismael Kandaré) einzunehmen, so dass sie wegen des Wintereinbruches den Rückzug nach Osten antreten müssen.


    timediver®'s Roman-Lesetipp
    Skanderbeg lässt eine Garnison von 1.500 Männern, unter dem Kommandio seines Leutnants Vrana Konti (Kont Urani) in der Festung Krujë zurück, um das Osmanischen Heerlager mit vornehmlich nächtlichen Attacken zu zermürben und den Nachschub des Sultans zu stören.
    Bis September sank im osmanische Lager die Moral nachhaltig und eine Seuche breitete sich aus. Murad II musste erkennen, dass die Festung Krujë wohl nicht durch Waffengewalt erobert werden konnte und hob die Belagerung auf, um sich auf den Heimweg nach Edirne zu machen.
    Im daraufolgenden Winter stirbt Sultan Murad II. in Edirne. Sein Nachfolger als Sultan wird sein Sohn Mehmed II.
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    1451

    Kloster Ardenica
    (Foto: 2007 © by timediver®)



    Um die anderen albanischen Aristokraten auf seine Seite zu ziehen, heiratet Skanderbeg Marina Donika, die Tochter des Fürsten Gjergj Arianit Komneni von Vlora und Kanina, im Kloster Ardenica und arrangiert die Heirat seiner Schwester & Mitkämpferin Mamica mit Karl Musachi Thopia.
    Am 26.3. schliesst Skanderbeg. einen Bündnisvertrag mit Alfons V. von Neapel in Gaeta und wird aus militärstrategischem Kalkül dessen Vasall.


    Skanderbeg Museum Krujë
    (Foto: 2007 © by timediver®)



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    1453

    Nach dem Fall Konstantinopels reist Skanderbeg am 29. Mai persönlich nach Neapel und erbittet Hilfstruppen und Artillerie. Albanien erhält eine kurze Verschnaufpause, während sich Mehmed II. anschickt, die restlichen byzantinischen Gebiete zu erobern. Für die Christen des Balkans bricht damit ein neues Zeitalter an.

    1455

    Die Belagerung von Berat bedeutet das erste Kräftemessen zwischen Skanderbeg und dem neuen Sultan Mehmed II. und endet in einer verheerenden Niederlage Skanderbegs. Nachdem Skanderbeg Monate lang die Burg von Berat belagert hatte und der demoralisierte osmanische Kommandeur bereit zur Kapitulation war, zog Skanderbeg mit einem Teil seiner Truppe ab.
    Er ließ einen seiner Generäle mit der Hälfte seiner Kavalerie auf der Bank des Flusses Osam zurück, um die Belagerung zum Abschluss zu bringen. Dieser Fehler sollte ihn teuer zu stehen kommen, denn die Osmanen nutzten diesen Vorteil für einen Angriff. Sie schickten starke Kavallerieeinheiten vom Kosovo Polje als Entsatz nach Berat.
    Die Albaner fühlten sich sicher und konnten jedoch überrumpelt werden, als sie von den Osmanen am Ufer des Oram überrascht wurden. 5.000 Albanische Reiter werden massakriert. Als Skanderbeg das Schlachtfeld erreicht, ist alles vorbei und die osmanische Reiterei hat sich bereits Richtung Anatolien abgesetzt.
    Ein Grund für die Niederlage von Skanderbegs Armee war der Verrat seines Neffen Hamza Kastrioti, einem Offizier der Kavalerie, der mit anderen Albanern zu den Osmanen überlief und diesen wichtige Informationen über den Aufenthalt und die Organisation der albanischen Truppen gab.
    Hamza Kastrioti wird später von Skanderbeg persönlich auf dem Schlachtfeld gefangen genommen und in der Festung Krujë eingekerkert.
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    1456

    Skanderbegs Sohn Gjon wird geboren.

    1457

    Eine osmanische Armee von 80.000 Männern fällt mit der Hoffnung ein, den Widerstand der Albaner brechen zu können. Die Armme wird von Isa Beg Evrenoz, einem der wenigen Kommandeure, die Skanderbeg in einer Schlacht besiegt haben und dem Verräter Hamza Kastrioti, angeführt.
    Nachdem die Invasoren, die ihr Lager auf dem Ujebardha-Feld ("Weisswasser"), auf halben Wege zwischen Lezhëand Krujë errichtet haben, erheblichen Schaden anrichten konnten, kann sie Skanderbeg nach mehreren Monaten im September bei Albulen in der Nähe von Kruja entscheidend schlagen.

    1460

    Skanderbeg schließt mit Mehmed II. einen Waffenstillstand
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    1461

    Skanderbeg schließt am 22. Juni einen dreijährigen Waffenstillstand mit Sultan Mehmet II.
    In der Folgezeit kommt es jedoch zu weiteren Scharmützeln. Skanderbeg unterstützt König Ferdinand von Neapel gegen den rebellierenden Fürsten von Tarent, Giovanni Antonio Orsini, in Süditalien mit ca. 2500 Mann.
    Für seine Hilfe wird Skanderbeg zum Herzog von San Pietro im Königreich Neapel ernannt und kehrt in seine Heimat zurück. Im Vertrauen auf einen geplanten Kreuzzug kündigt Skanderbeg auf Veranlassung des Papstes den Waffenstillstand mit Mehmed II.

    1463

    Im April wird in Skopje ein weiterer Waffenstillstand geschlossen. Skanderbeg reist nach Italien, um Geld und Truppen von seinem Lehnsherrn König Alfons I. von Neapel zu erbitten. Dieser gewährt ihm nicht nur eine Pension, er schenkt ihm außerdem größerer Ländereien in Süditalien.

    1464

    Skanderbeg steht nach dem Tode Pius´ II. am 15.August den osmanischen Einfällen wieder allein gegenüber. Skanderbeg besiegt den albanischen Renegaden Ballaban Badera, der von etlichen albanischen Kommandeuren, u. a. Moisi Arianit Golemi, einem Befehlshaber der Kavallerie, unterstützt wurde.
    Der Quartiermeister von Skanderbegs Armee, Vladan Giurica, der Muzaka of Angelina, ein anderer Neffe Skanderbegs, sowie 18 andere Adlige und Hauptmänner werden von Ballaban Badera gefangen genommen, sofort nach Istanbul geschickt und dort 15 Tage lang gefoltert. Skanderbeg’s Versuche seine Leute durch einen Gefangenaustausch auszulösen schlagen fehl.

    1465

    Balaban Pascha schlägt zurück.
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    1466


    Sultan Mehmed II. kehrt mit einem Heer von 150.000 Mann zurück, um Krujë erneut zu belagern, wie sein Vater 16 Jahre zuvor. Die Stadt wird von 4.400 Mann unter dem Kommando von Prinz Tanush Topia verteidigt.
    Nach einigen Monaten muss auch Mehmet II. erkenne, dass Krujë nicht eingenommen werden kann. Schmachvoll kehrt er nach Istanbul zurück, jedoch unter Zurücklassung einer Armee von 40,000 Mann unter dem Kommando von Ballaban Pasha, der die Belagerung fortsetzen und die Burg El-basan bauen soll.
    Durrës wird das nächste Ziel des Sultans, als starke Basis gegenüber der italienischen Küste.
    Auch die zweite Belagerung von Krujë konnte von Skanderbeg gesprengt werden. Ballaban Pasha fand den Tod durch eine Schusswaffe.
    Im Dezember besucht Skanderbeg Papst Paul II. in Rom.
    Skanderbeg Museum Krujë (Foto: 2007 © by timediver®)

    1467

    Skanderbeg sucht im Januar König Ferdinand in Neapel auf und bittet diesen vergeblich um Militärhilfe. Mehmed II. übernimmt im Juli persönlich den Oberbefehl und belagert Kruja zum dritten Mal. Nach siegreichem Kampf bei Buzurschek belagerte Mehmed II. wiederum Kruja.
    Diesmal wird eine noch größere Streitmacht aufgeboten. Während ein Kontingent die Stadt belagert, strömen weitere osmanische Armeen von Bosnien, Serbien, Mazedonien und Epirus mit dem Ziel herbei, das ganze Land einzuschliessen, um Skanderbegs Nachschubwege abzuschnüren und seine Bewegungen einzuschränken. Während des Kampfes erkrankt Skanderbeg in der von Venedig kontrollierten Stadt Lezhë an Malaria.
    Unter dem Befehl von of Leke Dukagjini werden die Osmanen bei Shkodër geschlagen.
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    1468

    Am 17. Januar stirbt Skanderbeg in Lezhë und wird in der Kathedrale St. Nikolas begraben.
    Seine Gebeine sollen später angeblich von den Osmanen geraubt worden sein. Mit dem Tod Georg Kastriotas, der während seines Lebens mehrmals prakmatisch Religion und Bekenntnis gewechselt hatte,erlischt der albanische Widerstand gegen die Osmanen. Skanderbegs 12jähriger Sohn Gjon ist zu jung, um die Nachfolge des Vaters anzutreten und siedelt deshalb mit seiner Mutter und vielen seiner Landsleute ins Königreich Sizilien über, wo sie sich in Kolonien in Apulien, Kampanien, Kalabrien, den Abruzzen und auf der Insel Sizilien niederlassen. Als Arberer gelingt es ihnen bis heute ihre Kultur, Sitten, Gebräuche und Sprachen zu bewahren.

    1478

    Die vierte Belagerung von Krujë verläuft für die Osmanen erfolgreich. Demoralisiert und geschwächt aufgrund Hunger und fehlender Unterstützung während der einjährigen Belagerunsgzeit kapituliert die Festung gegenüber Mehmed II., der versprochen hatte, der Garnison einen feien Abzug zu gewähren. Als die Albaner jedoch mit ihren Familien die Festung verlassen, brechen die Osmanen ihre Zusage, töten alle Männer und versklaven Frauen und Kinder. Skanderbegs Grab und die Kirche wurden geplündert und zerstört. Die Überreste Skanderbegs wurden als Talismane mitgenommen.

    1479

    Der albanische Widerstand sollte unter der Führung von Dukagjini, ohne große Siege noch kurz andauern. Den Osmanen gelingt nach einer 15monatigen Belagerung die Eroberung der von Vendig kontrollierten Stadt Shkodër, der letzten albanischen Festung.
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    1480

    Nachdem die Osmanen die Eroberung Albaniens abgeschlossen haben, brechen sie mit eine Invasionsflotte nach Apulien auf, wo sie die Stadt Otranto erobern können.

    1501

    Nachdem albanischer Widerstand sporadisch bis 1500 andauerte, räumen die Venezianer die Stadt Durrës. Die albanische Union Skanderbegs überlebte ihren Schöpfer nicht. Ohne ihn als Anführer spalteten sich die Kräfte und wurden zerieben Es folgte ein großer Exodus der Albaner nach Süditalien, besonders in das Königreich Neapel ebenso nach Sizilien, Griechenland, Rumänien und Ägypten. Die verbliebene albanische Bevölkerung trat zum großen Teil zum Islam über. Albanien sollte bis 1912 ein Teil des Osmanischen Reiches bleiben und damit nie wieder eine ernsthafte Herausforderung für die Hohe Pforte.

    1506

    Der albanischstämmige Humanist und katholische Priester Marin Barleti (1450-1513) schreibt in Venedig mit seiner "Historia de vita et gestis Scanderbegi Epirotarum principis" die erste Skanderbeg Biographie, die in Rom gedruckt wird. Das Buch wird innerhalb kurzer Zeit mehrmals in andere Sprachen, z. B. deutsch und portugiesisch übersetzt. Bis zum heutigen Tage wird das Werk, das als albanischer Kulturschatz in der Biblioteka Kombetare in Tirana aufbewahrt wird, als Grundlage für alle Studien über Skanderbeg angesehen.
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    16. Jahrhundert

    Pierre de Ronsard (1524 – 1585) widmet Skanderbeg ein Poem.

    1718

    Am 22. Juni wird die von Antonio Vivaldi komponiert Oper "Scanderbeg" in Florenz uraufgeführt.
    François Marie Arouet (1694-1778) , genannt Voltaire sinniert darüber,dass das Byzantinische Kaiserreich nicht untergegangen wäre, wenn es einen Anführer wie Skanderbeg besessen hätte.

    19. Jahrhundert

    Der amerikanische Schriftsteller Henry Wadsfworth Longfellow (1807-1882) schreibt ein Poem über Skanderbeg.






    __________________________________________________ ______



    postet mal bitte die größen die gegen die osmanen kämpften,
    wie gjergj kastrioti,johannes hunyadi,draculea usw.

    ps. der thread soll keinen provozieren.

  2. #2

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    Hey ein bericht über Skanderberg , du bist der erste mit sowas, echt echt ehrlich.

  3. #3

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    Zitat Zitat von Perun Beitrag anzeigen
    Hey ein bericht über Skanderberg , du bist der erste mit sowas, echt echt ehrlich.
    du hast da was falsch verstanden,hier soll es nicht nur um skanderbeg gehen.

  4. #4

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    Ich war auch ein legendärer Feldherr....

  5. #5

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    Johann Hunyadi




    Johann Hunyadi



    Wappen des Iancu de Hunedoara (Helmkleinod): Ein halber Flug nach rechts gewendet




    Johann Hunyadi (ung. Hunyadi János, rumänisch Iancu de Hunedoara (* um 1387; † 11. August 1456) war ein für Ungarn tätiger Staatsmann und Heeresführer. Er stammte aus Siebenbürgen und war der Sohn des Adligen Vojk (Voicu) Corbu, eines magyarisierten Walachen, und der Elisabeth Morzsinay. Er leitete seinen Familiennamen von dem kleinen Gut Hunyad ab, in dessen Besitz sein Vater 1407 kam.



    Ursprung des Namen der Familie

    Der später von seinem Sohn Matthias angenommene Beiname Corvinus hat seinen Ursprung in dem Familienwappen, das einen Raben (lateinisch corvus) zeigt. Die „Schlesischen Annalen“ berichten, dass ein Rabe einst einen Ring entwendet habe, den Matthias von seinem Finger gestreift hatte; Matthias habe dann den Raben verfolgt und getötet und so seinen Ring zurückgewonnen. In Erinnerung an dieses Ereignis wählte er den Raben als Symbol für sein Siegel. Eine andere Meinung ist, dass das Wappentier von einem anderen Besitz der Familie abgeleitet wurde, dem "Rabenfelsen" (auf Rumänisch Piatra Corbului ). Eine weitere Legende besagt, dass als Matthias in Prag gefangen gehalten wurde, seine Mutter ihm einen Brief mit einem Raben senden konnte (Dies ist auch der Grund, warum die Königlich-Ungarische Post mehr als ein Jahrhundert lang einen Raben als Symbol hatte). Unabhängig davon, welche Legenden hierbei auch immer angeführt werden, ist in jedem Falle der Name des rumänischen Vaters „Corbu“ das rumänische Wort für „Rabe“.

    Seine Kämpfe gegen das Osmanenreich

    Johann ist manchmal mit einem älteren Bruder verwechselt worden, der im Kampf für Ungarn um 1440 gestorben ist. Als er noch jung war, trat er in die Dienste König Sigismunds ein, der seine Qualitäten schätzte und Geld von ihm lieh. Er begleitete 1410 den Monarchen in seinem Streben nach der Königskrone nach Frankfurt am Main, nahm 1420 an den Hussitenkriegen teil, und verjagte 1437 die Osmanen aus Smederevo. Für diese Dienste erhielt er zahlreiche Güter und einen Sitz im königlichen Rat. 1438 machte Albrecht II. ihn zum Ban von Severin, einem zwischen Olt und Donau liegenden Gebiet, das ständig in Gefechte mit den Osmanen verwickelt war. Nach dem plötzlichen Tod Albrechts II. 1439 setzte sich Hunyadi für die Königskandidatur des jungen Polen Wladyslaw III. ein (1440). Auf diese Weise kam es zum Konflikt mit den mächtigen Cillis, den Hauptunterstützern von Albrechts Witwe Elisabeth und deren minderjährigem Sohn Ladislaus Postumus. Hunyadi nahm eine führende Rolle in dem folgenden Bürgerkrieg ein und wurde dafür von König Wladyslaw mit der Führung der Festung von Belgrad und der Woiwodschaft über Transsilvanien belohnt. Letztere Würde musste er sich allerdings mit seinem Rivalen Mihaly Ujlaki teilen.
    Als wichtigster Woiwode an der ungarischen Grenze zum Osmanenreich kam ihm eine besondere Rolle in den folgenden Auseinandersetzungen mit den Türken zu. 1441 siegte er über die Türken bei Smederevo. 1442 vernichtete er ein türkisches Heer bei Sibiu (Hermannstadt), wohin er sich hatte zurückziehen müssen. Im Juli bezwang er bei der Donauklamm eine dritte türkische Armee. Diese Siege machten Hunyadis Namen gefürchtet bei den Türken und berühmt bei der Christenheit, und spornten ihn 1443 an, zusammen mit König Wladyslaw den berühmten „langen Feldzug“ zu unternehmen. Als Teil der Vorhut durchquerte er den Balkan, eroberte Niš, besiegte drei türkische Paschas, und nachdem er Sofia eingenommen hatte, vereinigte er seine Armee mit der Armee König Wladyslaws und besiegte Murad II. bei Snaim. Die Ungeduld des Königs und die Strenge des Winters zwangen ihn, im Februar 1444 heimzukehren. Zu diesem Zeitpunkt war die Macht des Sultans über Bosnien, die Herzegowina, Serbien und Albanien weitgehend zusammengebrochen.
    Noch bevor er Ungarn erreicht hatte, erreichten ihn Angebote vom Papst - vertreten durch den Legaten Kardinal Giuliano Cesarini -, von dem serbischen Despoten Đurađ Branković und von dem albanischen Prinzen Gjergj Kastrioti, den Krieg wiederaufzunehmen, und seinen Plan zu verwirklichen, die Türken weiter zurückzudrängen. Alle Vorbereitungen waren bereits ergriffen worden, als im königlichen Feldlager in Szeged Gesandte Murads erschienen, um einen zehnjährigen Waffenstillstand zu günstigen Bedingungen vorzuschlagen. Sowohl Hunyadi als auch Branković schlugen vor, das Angebot anzunehmen, und König Wladyslaw schwor auf die Bibel, die Bedingungen anzunehmen. Zwei Tage später erhielt Cesarini die Nachricht, dass eine Flotte von Galeeren sich zum Bosporus aufgemacht hatte (Murad hatte sich nach seinen Niederlagen nach Kleinasien zurückgezogen), um den Sultan daran zu hindern, noch einmal Europa zu durchkreuzen. Der Kardinal erinnerte den König daran, dass er geschworen hatte, mit einem Feldzug über den Landweg mitzuwirken, wenn die Westmächte die Türken über den Seeweg angreifen würden. Er sprach mit der ihm verliehenen Macht den König von seinem zweiten Eid frei, und im Juli brach die ungarische Armee in Richtung Schwarzes Meer auf, um von den Galeeren eskortiert auf Konstantinopel zuzumarschieren. Đurađ Brankovic aber bekam Angst vor der Rache des Sultans im Falle einer Katastrophe und informierte Murad im voraus über den Anmarsch der Christen und er hinderte Kastrioti, daran teilzunehmen. Als sie Warna erreichten, mussten die Ungarn feststellen, dass die venezianischen Galeeren die Durchfahrt des Sultans nicht hatten verhindern können. Er stand ihnen nun mit einer vierfachen Übermacht gegenüber, und am 10. November 1444 wurden sie in der Schlacht bei Warna vernichtend geschlagen, wobei König Wladyslaw auf dem Feld getötet wurde, und Hunyadi nur knapp entkam.
    Auf einer 1445 durchgeführten Versammlung wurde eine provisorische Regierung gebildet, bestehend aus fünf magyarischen Generalen. Hunyadi erhielt Transsilvanien und die Bezirke jenseits der Theiß. Nachfolger des gefallenen Königs war unterdessen Ladislaus Postumus geworden, der Sohn Albrechts II.; da Ladislaus allerdings noch ein kleines Kind war, wurde eine Regentschaft erforderlich. Am 5. Juni 1446 wurde Hunyadi einstimmig zum Reichsverweser (vicarius generalis et gubernator) im Namen von Ladislaus gewählt. Seine erste Handlung als Regent war, gegen den deutschen König Friedrich III. vorzugegen, der sich weigerte, den jungen König auszuliefern. Nachdem er die Steiermark, Kärnten und die Krain geplündert und Wien bedroht hatte, zwangen anderweitige Schwierigkeiten Hunyadi, mit Friedrich für zwei Jahre einen Waffenstillstand abzuschließen. 1448 erhielt er von Papst Nikolaus V. eine goldene Kette und den Titel eines Prinzen. Als er gleich anschließend den Krieg mit den Türken wieder aufnahm, verlor er die mehrtätige (7. Oktober bis 10. Oktober) Schlacht im Kosovo. Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Verrat seitens Dans, eines Gebieters der Walachei, und seines alten Feinds Branković, der ihn eine Zeit lang im Kerker der Festung von Smederevo einsperren ließ. Er wurde aber von den Magyaren freigekauft, und nachdem er die Differenzen mit seinen mächtigen Gegnern in Ungarn beigelegt hatte, führte er eine Strafexpedition gegen den serbischen Prinzen, dem er demütigende Friedensbedingungen auferlegte. 1450 ging Hunyadi nach Pressburg (heute Bratislava), um mit Friedrich die Bedingungen einer Übergabe von Ladislaus V. auszuhandeln, aber es konnte keine Einigung erzielt werden. Darauf beschuldigten ihn die Cillis und andere Feinde, es auf den Thron abzusehen. Er brachte sie zum Schweigen, indem er auf alle seine Würden zugunsten des jungen Königs verzichtete, sobald dieser Anfang 1453 nach Ungarn zurückkehrte. Ladislaus ernannte ihn deshalb zum Grafen von Beszterce und Generalkapitän des Königreichs.
    Inzwischen war die türkische Frage wieder akut geworden, denn es war klar, dass Mehmed II. nach dem Fall von Konstantinopel 1453 seine Ressourcen sammelte, um gegen Ungarn zu kämpfen. Sein unmittelbares Ziel war das strategisch bedeutsame Belgrad, und so begab sich Hunyadi nach einer öffentlichen Versöhnung mit all seinen Feinden 1455 hierhin, um auf eigene Kosten die Festung auszurüsten und zu bewaffnen. Nachdem er sie stark befestigt unter dem Kommando seines Schwagers Mihály Szilágyi und seines älteren Sohns Ladislaus verlassen hatte, bildete er eine Entlastungsarmee und eine Flotte von zweihundert Galeeren. Unterstützt wurde er vom Franziskanermönch Giovanni da Capistrano, der so wirksam den Kreuzzug predigte, dass Hunyadis Armee um zahlreiche kriegsbegeisterte Bauern verstärkt werden konnte. Der Kern des Heers bestand aus Söldnern und adligen Reitern. Am 14. Juli 1456 zerstörte Hunyadi mit seiner Flottille die türkische Flotte; am 21. Juli erwehrte sich Szilágyi eines heftigen Angriffes, und am selben Tage verfolgte Hunyadi die verwirrten Türken bis in ihr Lager, das er nach einem verzweifelten und heftigen Zusammenstoß einnahm. Mehmed hob daraufhin die Belagerung von Nándorfehérvár (heute Belgrad) auf und kehrte nach Konstantinopel zurück. Damit war die Unabhängigkeit Ungarns für weitere siebzig Jahre sichergestellt. Die Magyaren mussten für diesen krönenden Sieg allerdings teuer bezahlen. Hunyadi starb in seinem Lager drei Wochen später an der Pest (11. August 1456).

    Hunyadi im historischen Gedächtnis

    Im historischen Gedächtnis ist Hunyadi derart als die Inkarnation christlichen Rittertums verankert, dass vergessen wird, dass er sowohl ein berühmter Heerführer als auch ein großer Staatsmann war. Es wurde gesagt, dass er mit dem Kopf statt mit seinem Arm kämpfte. Er war der erste, der die Unzulänglichkeit und Unzuverlässigkeit der feudalen Steueraushebungen erkannte, der erste, der eine reguläre Armee im großen Maßstab einsetzte, und der erste, der sich mehr auf Strategie und Taktik als lediglich auf Tapferkeit verließ. Er war in der Tat der erste ungarische General im modernen Wortsinn. Erst spät in seinem Leben lernte er zu lesen und zu schreiben, und sein Latein ließ immer zu wünschen übrig. Er verdankte seinen Einfluss teilweise seiner natürlichen Begabung und seinem von Zeitgenossen als ritterlich gelobten Charakter. Er wird beschrieben als kleinwüchsiger, kräftiger Mann mit rundlichen, rosigen Wangen, langem, schneeweißem, gelocktem Haar und heiteren schwarzen Augen.



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    wem es nicht interessiert,der braucht das nicht zu lesen,
    aber bitte spamt nicht hier rum.

  6. #6

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    Nikola Šubić Zrinski

    Nikola Šubić Zrinski


    Nikola Šubić Zrinski, auch Nikolaus Zrinyi oder Miklós Zrínyi (* um 1508 in Zrin; † 8. September 1566 in Szigetvár, Ungarn) war ein kroatischer Feldherr Kaisers Ferdinand I. und ein Verteidiger von Szigetvár bei Pécs.

    Zrinski stammte aus dem alten kroatischen Geschlecht der Šubić, die sich seit 1347 nach dem Schloss Zerin (heute Zrin) Grafen von Zrin nannten. Er war der Sohn von Nikola Zrinski und Ilona Karlović.



    Er zeichnete sich bei der ersten Wiener Türkenbelagerung 1529 aus. Katzianer, der des Hochverrats beschuldigte Feldherr Ferdinands I., entzog sich der Anklage durch die Flucht auf das Schloss Kostajnica. Er wollte Nikolaus und seinen älteren Bruder Johann überreden, auf die Seite der Osmanen überzutreten, wurde aber von Nikolaus am 27. Oktober 1539 ermordet.
    Zrinski rettete 1542 die kaiserliche Armee bei Pest vor einer Niederlage, indem er mit 400 Kroaten eingriff. Im selben Jahr wurde er Ban von Kroatien und Slawonien. 1543 heiratete er Katarina Frankopan. Er schlug die Türken bei Somlyó in der Nähe von Stuhlweißenburg in die Flucht.
    1556 konnte er die Belagerung von Szigetvár (Komitat Baranja in Südungarn) durch die Osmanen dadurch beenden, indem er gemeinsam mit Palatin Thomas Nadásdy die Stadt Babócsa angriff.
    1557 dankte er als Ban ab und wurde Kommandant von Szigetvár. 1561 stieg er zum königlichen Tavernicus (Schatzmeister) in Ungarn auf, zwei Jahre später wurde er zum Oberbefehlshaber der königlichen Truppen am rechten Donauufer ernannt. 1564 musste er nach der Vermählung mit seiner zweiten Frau, Eva von Rosenberg, einer Schwester Peter Vok von Rosenbergs, nach Süden eilen, wo er die Türken bei Segesd schlug.





    Nach dem Tod Kaiser Ferdinand I. plädierte unter dessen Nachfolger Maximilian II. für eine Einstellung von Tributzahlungen an das Osmanische Reich. Sultan Süleyman dem Prächtigen wollte Zrinski dafür bestrafen und begann am 6. August 1566 mit der Belagerung von Szigetvár. In der Nacht vom 5. zum 6. September starb Süleyman an Altersschwäche, ein Ereignis dass Zrinski aber nicht zu seinem Vorteil nutzen konnte. Vor dem Fall der Festung unternahm er am 8. September mit den noch übriggebliebenen Soldaten einen Ausfall, bei dem fast alle Verteidiger getötet wurden. Zrinski geriet schwer verwundet in Gefangenschaft und wurde enthauptet. Sein Kopf wurde auf einer Stange im Lager der Osmanen aufgestellt, dann den Kaiserlichen zugeschickt und zu Čakovec im Kloster der hl. Helena beigesetzt.
    Berichten zufolge sagte Zrinski bereit für den letzte Ladung, die sich an seine Waffenbrüder richtete: ".. Wir gehen von diesem brennenden Platz offen und standhaft bis zu unseren Feinden. Wer stirbt, wird mit Gott sein. Wer nicht stirbt - dessen Name wird geehrt werden. Ich werde zuerst gehen und das, was ich tue, werdet ihr tun. Und Gott ist mein Zeuge, dass ich Euch nie verlassen habe, meine Brüder und Ritter! "
    Der kroatische Komponist Ivan Zajc schuf eine Oper mit dem Titel Nikola Šubic Zrinski, die im November 1876 uraufgeführt wurde. Es handelt sich um ein patriotisches Werk, das den heldenhaften Kampf der Kroaten gegen die Türken und den Verrat durch die Habsburger-Monarchie zum Inhalt hat. Es wird noch heute regelmäßig aufgeführt.
    Zrinski gilt in Kroatien und Ungarn als Nationalheld. Im Zentrum Zagrebs ist der Zrinjevac-Park nach ihm benannt. Sein Urenkel war der ungarische Dichter Nikola Zrínski.

  7. #7

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    Karađorđe

    Karađorđe

    Đorđe Petrović (kyrillisch: Ђорђе Петровић; * um 1762; † 13. Juli/26. Juli 1817), genannt Karađorđe (Карађорђе, Schwarzer Georg), war der gewählte Anführer des Ersten serbischen Aufstandes gegen die Osmanen 1804-1813 und Begründer der Dynastie der Karađorđević. In deutschen Quellen wird er auch als Karadjordje oder Georg Petrowitsch Czerny erwähnt.




    Die Vorfahren der Petrovići stammen aus dem heutigen Montenegro ab. Đorđe Petrović wurde wahrscheinlich um 1762 in der zentralserbischen Ortschaft Viševac geboren. 1785 heiratete er Jelena Jovanović, mit der er ein Jahr später nach Syrmien in die heutige Vojvodina floh. Dort trat er als Freiwilliger in das damals berühmte Freikorps Mihaljević, das im 8. Österreichischen Türkenkrieg (1787-1792) für Österreich kämpfte, und sammelte erste militärische Erfahrungen.

    Der Aufstieg zum Haidukenführer


    Nach dem Frieden von Sistowa kehrte er nach Zentralserbien zurück und schloss sich den Haiduken von Laza Dobrić und Stanoje Glavaš an. Bald wurde Petrović selbst Haidukenanführer, so genannter Harambascha, und sammelte etwa 100 Mann um sich.
    Haçi Mustafa Pascha, der zum Wesir des Paschaliks Belgrad bestellt wurde, nahm eine tolerante Haltung gegenüber den Serben ein und amnestierte mehrere Haidukengruppen, darunter auch die des Karađorđe. Anschließend kämpften Petrović und seine Männer für Haçi Mustafa Pascha gegen den eigenmächtigen Pazvan Oglu, den die in Zentralserbien stationierten Janitscharen unterstützten. In diesen Kämpfen 1796-1798 zeichnete sich Petrović besonders aus, und damals bekam er wahrscheinlich auch den Beinamen Karađorđe, Schwarzer Georg. Obwohl Pazvan Oglu besiegt wurde, fiel der Pascha von Belgrad, Haçi Mustafa Pascha, 1802 einem Mordanschlag der Janitscharen zum Opfer. Die Janitscharen errichteten daraufhin eine eigenmächtige Terrorherrschaft in Zentralserbien, die so genannte Herrschaft der Dahije. Dies bewegte die Serben 1803 zu einem Aufstand.


    Der erste Serbische Aufstand



    Als die meisten serbischen Anführer und Ältesten um den Knezen von Valjevo Aleksa Nenadović verraten und von den Janitscharen gefasst und ermordet wurden, versammelten sich die Serben am 14. Februar 1804 (2. Februar nach julianischem Kalender) in der waldreichen Gegend von Orašac und riefen einen Aufstand aus. Karađorđe wurde zum Anführer gewählt. Den Aufständischen gelangen in den nächsten Jahren mehrere Siege, 1806 eroberten sie Belgrad und setzten der Janitscharenherrschaft ein Ende.
    Nach ihrem Sieg bekamen die Aufständischen vom Sultan aus Konstantinopel die Order, ihre Waffen niederzulegen und sich dem neuen Pascha von Belgrad zu unterwerfen. Sie lehnten dies aber ab und kämpften fortan direkt gegen das Osmanische Reich. Obwohl die osmanischen Heeresabteilungen, die den Aufstand niederwerfen sollten, teilweise eine bis zu zehnfache Übermacht hatten, gelang es ihnen nicht, die Aufständischen zu besiegen. Vielmehr brachten die Aufständischen ein Gebiet von Belgrad im Norden bis nach Kosovska Mitrovica (Kosovo) im Süden unter ihre Kontrolle. Unterstützt wurden sie dabei vom zaristischen Russland.
    1807 errichteten die Aufständischen eine eigene Regierung. Ihre höchste Instanz war der große serbische Volksrat, der Sovjet Praviteljstvujušči serbski, mit Karađorđe als Präsidenten. 1808 bekam er den Ehrentitel Vožd verliehen, was Anführer, Führer bzw. Heerführer (ähnlich wie Woiwode) bedeutet.



    Der zweite serbische Aufstand


    1812 begann der Krieg Napoleons gegen Russland, und diese Gelegenheit nutzten die Osmanen für eine neue Großoffensive gegen die aufständischen Serben. Bis 1813 eroberten die Osmanen Serbien zurück, Karađorđe floh im Oktober 1813 nach Österreich, was das Ende des Ersten serbischen Aufstandes bedeutete. Einer der Unterführer, Miloš Obrenović, ergab sich zunächst den Osmanen, fiel dann aber wieder ab, und organisierte 1815 den Zweiten serbischen Aufstand.

    Auslieferung und Tod


    1817 bekamen die Serben im nördlichen Zentralserbien die Autonomie zuerkannt, was schließlich zur Gründung des Fürstentums Serbien führte und ab 1878 zur Unabhängigkeit des Landes. Karađorđe, der inzwischen nach Moldau emigriert war, knüpfte Kontakte zu Griechen, die ebenfalls einen Aufstand vorbereiteten (dieser begann 1821). Karađorđe kehrte 1817 nach Serbien zurück, um erneut die Führung zu übernehmen und einen neuen Aufstand vorzubereiten. Um seine Loyalität gegenüber dem osmanischen Sultan zu signalisieren und das Erreichte nicht zu riskieren, ließ Miloš Obrenović Karađorđe in der Nacht zwischen 13. Juli/26. Juli und 14. Juli/27. Juli 1817 töten. Den abgeschlagenen Kopf schickte er der Hohen Pforte in Konstantinopel als Beweis für den Tod des berühmt-berüchtigten Anführers der Aufständischen.


  8. #8

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    Vlad III. Drăculea







    Vlad III. Draculea (nach dem Porträt in Schloss Ambras)



    Kopie nach dem Porträt in Schloss Ambras





    Vlad III. Drăculea (* um 1431; † 1476), deutsch „Sohn des Drachen“ (oft fälschlicherweise als „Sohn des Teufels“ übersetzt, da das rumänische Wort „Drac“ im modernen Sprachgebrauch zwar „Teufel“ bedeutet, im Mittelalter aber ein Synonym von dragon = Drache, war). Ţepeş [ˈtsepeʃ] (gespr. Zepesch) (deutsch „der Pfähler“, Beiname, den ihm seine Feinde, die Türken, gaben) war 1448, 14561462 und 1476 Herrscher der Walachei. Die sich um seine Person rankenden Legenden dienten als Vorlage für Bram Stokers Dracula.



    Einführung

    Als Sohn aus der Ehe zwischen Vlad II. Dracul und der Prinzessin Cneajna von Transsylvanien wurde Vlad III. Draculea um das Jahr 1431 geboren. Für die touristisch vermarktete Behauptung, er sei in Schäßburg in Siebenbürgen (rum. Sighisoara) zur Welt gekommen, gibt es keinerlei Belege. Das Haus, in dem sein Vater für kurze Zeit gelebt haben soll, wie rumänische Reiseführer behaupten, ist erst nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1676 gebaut worden. Heute ist Vlad Draculea weithin als Dracula bekannt geblieben – in Anlehnung an den Namen seines Vaters, der dem Drachenorden angehörte.
    Die sagenumwobenen Blutsaugergeschichten, die das „Oberhaupt der Vampire“, Graf Dracula, mit Vlad Draculea in Zusammenhang bringen, gehören definitiv nicht nur in das Reich der Märchen und Fantasien. Vlad Draculea war ein typischer Herrscher seiner Zeit, in der es galt, sich als Kriegsherr Respekt zu verschaffen. Wenngleich viele seiner Taten aus heutiger Sicht als Gräueltaten einzustufen sind, so ist doch festzustellen, dass sie in der damaligen Zeit keineswegs ungewöhnlich waren.
    Eine Reihe von Ortschaften werden immer wieder fälschlicherweise mit dem Namen des Fürsten in Verbindung gebracht. Ein Beispiel ist Schloss Bran (dt. Törzburg, ung. Törcsvar) in der Ortschaft Bran, Kreis Kronstadt (Braşov). Historisch ist die Festung bis heute nicht als Heimat Draculeas nachweisbar. Der Name Vlad Draculea taucht in der wechselvollen Eigentümerliste nicht auf. Nur in einer Quelle wird erwähnt, dass der Fürst in der Burg Bran einmal übernachtet hat.
    Auch gibt es immer wieder Berichte, dass im Grab Vlad Draculeas in Snagov keine Leiche zu finden sei – so auch nach einer Öffnung des Grabes im Jahre 1931. Bis heute ist jedoch nicht belegt, ob es sich tatsächlich um das Grab des walachischen Herrschers handelt. Allein die Aufzeichnungen eines rumänischen Mönches in der Chronik des Zacharias geben einen Anhaltspunkt: Danach soll Vlads Leichnam von einer Pilgergemeinschaft aus Snagov über Istanbul nach Bulgarien in ein Kloster mit dem Namen Sveti Georgi (Heiliger Georg) gebracht worden sein. Bislang konnte nicht einmal die Existenz dieses Klosters bewiesen werden.

    Geschichtlich Belegbares

    Unter dem osmanischen Sultan Murad II. geriet Drăculea mit seinem Vater Vlad II. Dracul 1442 in Geiselhaft (Schloss Egrigöz, Emet, Kütahya). Mit 14 wurde er von seinen türkischen Wärtern vergewaltigt. Vater Vlad II. Dracul ließ, um sein Bündnis mit den Türken zu bekräftigen, die Brüder Vlad und Radu zurück. Auf Order der Ungarn (Iancu de Hunedoara) im Bojarischen Rat wurde der ältere Bruder Mircea II. lebendig begraben. Mit der Nachricht über die Ermordung des älteren Bruders gaben die Türken Drăculea die Freiheit zurück. 1448 kämpfte der junge Drăculea bereits um den Thron Walachiens und schaffte es tatsächlich, wenn auch nur für kurze Dauer, Vladislav II. zu stürzen. Er setzte den Kampf seines Vaters († 1447) fort. Statt aber die militärische Unterstützung zu nutzen, die die Bojaren ihm anboten, rief Vlad Drăculea die Bevölkerung auf, gegen die zu der Zeit einrückenden Türken zu kämpfen. Im fürstlichen Rat gewann er vorrangig die weniger bekannten Familienangehörigen der Bojaren mit niederen bis mittleren Rängen für sich. Innenpolitisch versuchte Drăculea, die Korruption zu beseitigen und durch Tribute mehr Sicherheit der Straßen und der Waren zu gewährleisten. Seine politischen Maßnahmen dienten der Stärkung der Zentralgewalt, was unweigerlich Konflikte mit den Adligen unter den Bojaren hervorrief.
    Nach der Übernahme der Walachei im Jahre 1456 galt seine erste machtvolle Amtshandlung den Bojaren von Târgovişte, die seinem Vater gegenüber keine Loyalität bewiesen hatten. Einige von ihnen waren extrem gewalttätig geworden, als der Woiwode einige seiner Gegner umbrachte. 1458 zerschlug Drăculea ein türkisches Heer von 10.000 Mann. Er ließ die illoyalen bojarischen Adligen und Kleriker im Jahre 1459 festhalten, die Älteren ließ er pfählen und ihr Hab und Gut im Volk verteilen, die Übrigen wurden gezwungen, den weiten Weg nach Poienari (ca. 80 km) ohne Einhalt zu marschieren, um dort am Flusse Argeş eine Festung wiederzuerrichten.
    Das Pfählen hatte Vlad als Geisel bei der türkischen Besatzungsmacht kennengelernt. Es wurde bei Feinden und Kriminellen angewendet. Zur Abschreckung und Eingrenzung von Straftaten ließ man Gepfählte in der Stadt anprangern, damit jeder sehen konnte, was ihm drohte, sollte er stehlen, lügen oder gar töten. Überzeugt von der Wirksamkeit seiner Gesetzgebung, platzierte Vlad auf dem Marktplatz Târgoviştes eine goldene Schale. Diese Schale durfte von jedem benutzt werden, um den Durst zu stillen, musste aber auf dem Marktplatz bleiben. Entsprechend den vorhandenen historischen Quellen wurde diese Schale zu Vlads Herrschaftszeiten nie gestohlen. Verbrechen und Korruption waren weitgehend verschwunden, Handel und Kultur florierten, und viele Rumänen sahen Vlad Drăculea zu ihrer Zeit als Helden an – für sein unerbittliches Beharren auf Ehrlichkeit und Ordnung.
    Nachdem er seine interne Macht wieder gefestigt hatte, verweigerte der Fürst die Zahlung des Tributs wegen Nichterfüllung der Unterstützung. Diesen Tribut sollte er aufgrund eines im Jahre 1456 festgelegten Vertrages mit Ladislaus Postumus und den transylvanischen sächsischen Siedlungen zahlen, in dem die Unterzeichnenden Drăculea im Kampf gegen die Türken Unterstützung zusicherten. Das Verweigern der Tributzahlung zog folgenschwere Konflikte mit sich, so dass es, wiederum mit Unterstützung der Ungarn, zur umgehenden Erhebung siebenbürgischer Städte kam. Auch verweigerte Drăculea weitere Tributzahlungen gegenüber dem osmanischen Herrscher. Ab hier überschlagen sich die Ereignisse.
    Drăculea ließ die türkischen Gesandten aufspießen und begann 1462 seinen Feldzug gegen die Türken südlich der Donau. Unerschrocken überfiel der Walache in einem nächtlichen Angriff das Lager des Sultans, um ihn zu töten. Obgleich das Ziel des Angriffs verfehlt wurde, verursachte er Panik. Im Gegenzug griff eine Armee von 150.000 Mann unter Führung des Sultans Mehmed II., des Eroberers von Konstantinopel, die Walachei an.
    Vlad war ohne Verbündete und daher genötigt, seine eigenen Dörfer niederzubrennen. Er ließ die Brunnen entlang des türkischen Kriegsweges vergiften, damit diese Armee nichts finden würde, was sie stärken könnte – weder Nahrung noch Wasser. Drăculea zog sich zurück und wartete auf Hilfe des ungarischen Königs Matthias Corvinus.
    Als der Sultan endlich völlig entkräftet die walachische Hauptstadt erreichte, bot sich ihm ein grausamer Anblick: Hunderte von gepfählten türkischen Gefangenen. Dieses Bild demoralisierte die schon geschwächten Truppe völlig. Erschöpft und niedergeschlagen wurden sie auf Geheiß des Sultans zurückgezogen. Dieses Ereignis muss so ergreifend gewesen sein, dass selbst Victor Hugo in seiner Légende des Siècles daran erinnert.
    Trotz Rückzugs seiner Truppen verhalf der Sultan nun dem jüngeren Bruder Vlads, Radu, zum Throne Walachiens. An der Spitze einer türkischen Armee, durch Verleumder Vlads gestützt, zog Radu der wiedererrichteten Festung Poienari entgegen. Der Legende nach war dies der Zeitpunkt, an dem die erste Frau Drăculeas den Gedanken an Selbstmord in die Tat umsetzte und sich von den Zinnen der Burg in den Abgrund stürzte, um vom Fluss verschlungen zu werden. Vlad III. Drăculea entkam.
    Wenig später geriet er durch Verleumdungen und mehrfachen Verrat unter Matthias Corvinus in Gefangenschaft auf Festung Visegrád. Diese Gefangenschaft wurde durch die Konvertierung Vlads zum Katholizismus und Heirat der Schwester des Königs wieder aufgehoben. Ein letztes Mal und nur für kurze Zeit konnte sich Vlad Tepes den walachischen Thron mit ungarischer Hilfe zurückholen. Aber wenige Monate später wurde er zusammen mit seiner Leibgarde (ca. 300 Mann stark, davon 100 Moldauer Soldaten) von Türken überrascht und gefangengenommen. Ein einziger moldauischer Soldat konnte entfliehen, die anderen wurden aufgespießt. Vlad Tepes wurde im Dezember des Jahres 1476 oder Anfang 1477 enthauptet, der Kopf wurde in Honig eingelegt und nach Konstantinopel verbracht. Sein Leichnam soll im Kloster von Snagov beigesetzt worden sein, der genaue Bestattungsort ist jedoch unbekannt.
    Über die von ihm aufgestellten Handelsverordnungen waren die Siebenbürger Sachsen ebenso wie die Verleumder Vlads gleichermaßen unglücklich und taten alles in ihrer Macht stehende, um den Kriegsherren Vlad Drăculea als Tyrannen zu diffamieren. Chroniken, die in verschiedenen Ländern geschrieben wurden, weisen noch heute darauf hin, dass er ein Mann seiner Zeit war. Den Beinamen Ţepeş („der Pfähler“) erhielt er erst nach seinem Tod.

    Anekdoten


    • Anderen Quellen zufolge soll er seine Bojaren zum Festmahl eingeladen haben und ihnen reichlich Wein angeboten haben. In Trunkenheit soll er ihnen gezielt ihre Meinung über ihn sowie Informationen über die Machenschaften und die Korruption der bekannten Bojaren entlockt haben. Daraufhin wurden diejenigen, die sich selbst belasteten, und diejenigen, die belastet wurden, gepfählt (Vlad Dracula galt und gilt immer noch in seinem Land als gerechter Widersacher der Korruption).
    • Ein heute noch benutzter rumänischer Spruch, der sich gerade auf die Tatsache stützt, dass Vlad Dracula als gerechter Widersacher der Korruption und Unordnung in seinem Land gilt, besteht aus dem Satz „Wo bist du, Ţepeş (zweite, erworbene Bezeichnung Vlad Draculas – heißt ‚Pfähler‘), Herr?“. Diese Exklamation wird in Bezug auf chaotische Zustände, Faulheit etc. verwendet. Aufgrund der aktuellen sozialen Missstände im Geburtsland „Vlad Ţepeş“ und der vom Volke empfundenen Untätigkeit der Politiker und Funktionäre wird dieser Spruch heutzutage sogar sehr oft verwendet. Bei dem Zitat handelt es sich um eine Zeile aus einem polemischen Gedicht des Dichters Mihai Eminescu (1850-1889), in dem das nationalpolitische Desinteresse der rumänischen Oberschicht angegriffen wird. Eminescu fordert seinen imaginären Ansprechpartner Dracula auf, die Hälfte der Oberschicht wie einst die Bojaren zu pfählen und die andere Hälfte wie einst die Bettler und Herumtreiber in einer Festhalle zu verbrennen.


    Pfählungen – dargestellt in der Brodoc-Chronik, daneben wohnt Vlad III. Drăculea speisend der Massenhinrichtung bei



    • Der 1989 gestürzte rumänische Diktator Nicolae Ceauşescu entwickelte seit den 1970er Jahren eine besondere Vorliebe für Vlad Draculea und gab einen Monumentalfilm über den „Pfähler“ in Auftrag, der Vlad Draculea wie einen direkten Vorläufer oder geistigen Ahnen des Diktators erscheinen ließ. Obwohl sich Ansätze zu einer Hochstilisierung des Wojwoden zum Nationalhelden bereits im 19. und vor allem im frühen 20. Jahrhundert nachweisen lassen, wurde Vlad unter Ceauşescu zu einer allgegenwärtigen Figur in der Literatur, in der Geschichtsschreibung und nicht zuletzt in den Schulbüchern. Die rumänischen Historiker waren angehalten, die angeblichen Grausamkeiten entweder zu bagatellisieren oder als Beweis für die strenge, aber gerechte Herrschaft Draculeas zu preisen. Schließlich sollte sogar der Name „Dracul(a)“ umgedeutet werden, weil er im modernen Rumänisch „Teufel“ und nicht „Drache“ bedeutet. Mit einer unter sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten höchst abenteuerlichen Etymologie wurde der Name nun von einer slawischen Wortwurzel „drag-“ abgeleitet, die etwa auch im serbischen Vornamen Dragan erscheint und so viel wie „Liebling“ heißt. Dracula war also der „kleine Liebling“ seiner getreuen Untertanen – eine Argumentation ganz im Sinne von Nicolae Ceauşescu, der sich im Rahmen des um seine Person zelebrierten Personenkults gern als „der geliebte Sohn des rumänischen Volkes“ feiern ließ. Bei seiner Flucht aus Bukarest im Dezember 1989 soll er zuerst Snagov, wo Dracula angeblich begraben liegt, angesteuert haben, als ob er vom „Pfähler“ Rat und Hilfe erwartete. Gefasst wurde das Ehepaar Ceauşescu schließlich in Târgovişte, wo der Fürst einst Hof gehalten hatte. Dort wurden Elena und Nicolae Ceauşescu am 25. Dezember 1989 nach kurzem Prozess standrechtlich erschossen.
    • Es wird vermutet, dass seine angebliche Lichtscheue und sein ausgeprägter Geruchssinn (Knoblauch) auf eine mögliche Tollwut hinweisen, die auch durch Fledermäuse hervorgerufen wird. Dadurch könnten die Vampirlegenden entstanden sein.

  9. #9

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    Vlad III. Drăculea







    Vlad III. Draculea (nach dem Porträt in Schloss Ambras)



    Kopie nach dem Porträt in Schloss Ambras





    Vlad III. Drăculea (* um 1431; † 1476), deutsch „Sohn des Drachen“ (oft fälschlicherweise als „Sohn des Teufels“ übersetzt, da das rumänische Wort „Drac“ im modernen Sprachgebrauch zwar „Teufel“ bedeutet, im Mittelalter aber ein Synonym von dragon = Drache, war). Ţepeş [ˈtsepeʃ] (gespr. Zepesch) (deutsch „der Pfähler“, Beiname, den ihm seine Feinde, die Türken, gaben) war 1448, 14561462 und 1476 Herrscher der Walachei. Die sich um seine Person rankenden Legenden dienten als Vorlage für Bram Stokers Dracula.



    Einführung

    Als Sohn aus der Ehe zwischen Vlad II. Dracul und der Prinzessin Cneajna von Transsylvanien wurde Vlad III. Draculea um das Jahr 1431 geboren. Für die touristisch vermarktete Behauptung, er sei in Schäßburg in Siebenbürgen (rum. Sighisoara) zur Welt gekommen, gibt es keinerlei Belege. Das Haus, in dem sein Vater für kurze Zeit gelebt haben soll, wie rumänische Reiseführer behaupten, ist erst nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1676 gebaut worden. Heute ist Vlad Draculea weithin als Dracula bekannt geblieben – in Anlehnung an den Namen seines Vaters, der dem Drachenorden angehörte.
    Die sagenumwobenen Blutsaugergeschichten, die das „Oberhaupt der Vampire“, Graf Dracula, mit Vlad Draculea in Zusammenhang bringen, gehören definitiv nicht nur in das Reich der Märchen und Fantasien. Vlad Draculea war ein typischer Herrscher seiner Zeit, in der es galt, sich als Kriegsherr Respekt zu verschaffen. Wenngleich viele seiner Taten aus heutiger Sicht als Gräueltaten einzustufen sind, so ist doch festzustellen, dass sie in der damaligen Zeit keineswegs ungewöhnlich waren.
    Eine Reihe von Ortschaften werden immer wieder fälschlicherweise mit dem Namen des Fürsten in Verbindung gebracht. Ein Beispiel ist Schloss Bran (dt. Törzburg, ung. Törcsvar) in der Ortschaft Bran, Kreis Kronstadt (Braşov). Historisch ist die Festung bis heute nicht als Heimat Draculeas nachweisbar. Der Name Vlad Draculea taucht in der wechselvollen Eigentümerliste nicht auf. Nur in einer Quelle wird erwähnt, dass der Fürst in der Burg Bran einmal übernachtet hat.
    Auch gibt es immer wieder Berichte, dass im Grab Vlad Draculeas in Snagov keine Leiche zu finden sei – so auch nach einer Öffnung des Grabes im Jahre 1931. Bis heute ist jedoch nicht belegt, ob es sich tatsächlich um das Grab des walachischen Herrschers handelt. Allein die Aufzeichnungen eines rumänischen Mönches in der Chronik des Zacharias geben einen Anhaltspunkt: Danach soll Vlads Leichnam von einer Pilgergemeinschaft aus Snagov über Istanbul nach Bulgarien in ein Kloster mit dem Namen Sveti Georgi (Heiliger Georg) gebracht worden sein. Bislang konnte nicht einmal die Existenz dieses Klosters bewiesen werden.

    Geschichtlich Belegbares

    Unter dem osmanischen Sultan Murad II. geriet Drăculea mit seinem Vater Vlad II. Dracul 1442 in Geiselhaft (Schloss Egrigöz, Emet, Kütahya). Mit 14 wurde er von seinen türkischen Wärtern vergewaltigt. Vater Vlad II. Dracul ließ, um sein Bündnis mit den Türken zu bekräftigen, die Brüder Vlad und Radu zurück. Auf Order der Ungarn (Iancu de Hunedoara) im Bojarischen Rat wurde der ältere Bruder Mircea II. lebendig begraben. Mit der Nachricht über die Ermordung des älteren Bruders gaben die Türken Drăculea die Freiheit zurück. 1448 kämpfte der junge Drăculea bereits um den Thron Walachiens und schaffte es tatsächlich, wenn auch nur für kurze Dauer, Vladislav II. zu stürzen. Er setzte den Kampf seines Vaters († 1447) fort. Statt aber die militärische Unterstützung zu nutzen, die die Bojaren ihm anboten, rief Vlad Drăculea die Bevölkerung auf, gegen die zu der Zeit einrückenden Türken zu kämpfen. Im fürstlichen Rat gewann er vorrangig die weniger bekannten Familienangehörigen der Bojaren mit niederen bis mittleren Rängen für sich. Innenpolitisch versuchte Drăculea, die Korruption zu beseitigen und durch Tribute mehr Sicherheit der Straßen und der Waren zu gewährleisten. Seine politischen Maßnahmen dienten der Stärkung der Zentralgewalt, was unweigerlich Konflikte mit den Adligen unter den Bojaren hervorrief.
    Nach der Übernahme der Walachei im Jahre 1456 galt seine erste machtvolle Amtshandlung den Bojaren von Târgovişte, die seinem Vater gegenüber keine Loyalität bewiesen hatten. Einige von ihnen waren extrem gewalttätig geworden, als der Woiwode einige seiner Gegner umbrachte. 1458 zerschlug Drăculea ein türkisches Heer von 10.000 Mann. Er ließ die illoyalen bojarischen Adligen und Kleriker im Jahre 1459 festhalten, die Älteren ließ er pfählen und ihr Hab und Gut im Volk verteilen, die Übrigen wurden gezwungen, den weiten Weg nach Poienari (ca. 80 km) ohne Einhalt zu marschieren, um dort am Flusse Argeş eine Festung wiederzuerrichten.
    Das Pfählen hatte Vlad als Geisel bei der türkischen Besatzungsmacht kennengelernt. Es wurde bei Feinden und Kriminellen angewendet. Zur Abschreckung und Eingrenzung von Straftaten ließ man Gepfählte in der Stadt anprangern, damit jeder sehen konnte, was ihm drohte, sollte er stehlen, lügen oder gar töten. Überzeugt von der Wirksamkeit seiner Gesetzgebung, platzierte Vlad auf dem Marktplatz Târgoviştes eine goldene Schale. Diese Schale durfte von jedem benutzt werden, um den Durst zu stillen, musste aber auf dem Marktplatz bleiben. Entsprechend den vorhandenen historischen Quellen wurde diese Schale zu Vlads Herrschaftszeiten nie gestohlen. Verbrechen und Korruption waren weitgehend verschwunden, Handel und Kultur florierten, und viele Rumänen sahen Vlad Drăculea zu ihrer Zeit als Helden an – für sein unerbittliches Beharren auf Ehrlichkeit und Ordnung.
    Nachdem er seine interne Macht wieder gefestigt hatte, verweigerte der Fürst die Zahlung des Tributs wegen Nichterfüllung der Unterstützung. Diesen Tribut sollte er aufgrund eines im Jahre 1456 festgelegten Vertrages mit Ladislaus Postumus und den transylvanischen sächsischen Siedlungen zahlen, in dem die Unterzeichnenden Drăculea im Kampf gegen die Türken Unterstützung zusicherten. Das Verweigern der Tributzahlung zog folgenschwere Konflikte mit sich, so dass es, wiederum mit Unterstützung der Ungarn, zur umgehenden Erhebung siebenbürgischer Städte kam. Auch verweigerte Drăculea weitere Tributzahlungen gegenüber dem osmanischen Herrscher. Ab hier überschlagen sich die Ereignisse.
    Drăculea ließ die türkischen Gesandten aufspießen und begann 1462 seinen Feldzug gegen die Türken südlich der Donau. Unerschrocken überfiel der Walache in einem nächtlichen Angriff das Lager des Sultans, um ihn zu töten. Obgleich das Ziel des Angriffs verfehlt wurde, verursachte er Panik. Im Gegenzug griff eine Armee von 150.000 Mann unter Führung des Sultans Mehmed II., des Eroberers von Konstantinopel, die Walachei an.
    Vlad war ohne Verbündete und daher genötigt, seine eigenen Dörfer niederzubrennen. Er ließ die Brunnen entlang des türkischen Kriegsweges vergiften, damit diese Armee nichts finden würde, was sie stärken könnte – weder Nahrung noch Wasser. Drăculea zog sich zurück und wartete auf Hilfe des ungarischen Königs Matthias Corvinus.
    Als der Sultan endlich völlig entkräftet die walachische Hauptstadt erreichte, bot sich ihm ein grausamer Anblick: Hunderte von gepfählten türkischen Gefangenen. Dieses Bild demoralisierte die schon geschwächten Truppe völlig. Erschöpft und niedergeschlagen wurden sie auf Geheiß des Sultans zurückgezogen. Dieses Ereignis muss so ergreifend gewesen sein, dass selbst Victor Hugo in seiner Légende des Siècles daran erinnert.
    Trotz Rückzugs seiner Truppen verhalf der Sultan nun dem jüngeren Bruder Vlads, Radu, zum Throne Walachiens. An der Spitze einer türkischen Armee, durch Verleumder Vlads gestützt, zog Radu der wiedererrichteten Festung Poienari entgegen. Der Legende nach war dies der Zeitpunkt, an dem die erste Frau Drăculeas den Gedanken an Selbstmord in die Tat umsetzte und sich von den Zinnen der Burg in den Abgrund stürzte, um vom Fluss verschlungen zu werden. Vlad III. Drăculea entkam.
    Wenig später geriet er durch Verleumdungen und mehrfachen Verrat unter Matthias Corvinus in Gefangenschaft auf Festung Visegrád. Diese Gefangenschaft wurde durch die Konvertierung Vlads zum Katholizismus und Heirat der Schwester des Königs wieder aufgehoben. Ein letztes Mal und nur für kurze Zeit konnte sich Vlad Tepes den walachischen Thron mit ungarischer Hilfe zurückholen. Aber wenige Monate später wurde er zusammen mit seiner Leibgarde (ca. 300 Mann stark, davon 100 Moldauer Soldaten) von Türken überrascht und gefangengenommen. Ein einziger moldauischer Soldat konnte entfliehen, die anderen wurden aufgespießt. Vlad Tepes wurde im Dezember des Jahres 1476 oder Anfang 1477 enthauptet, der Kopf wurde in Honig eingelegt und nach Konstantinopel verbracht. Sein Leichnam soll im Kloster von Snagov beigesetzt worden sein, der genaue Bestattungsort ist jedoch unbekannt.
    Über die von ihm aufgestellten Handelsverordnungen waren die Siebenbürger Sachsen ebenso wie die Verleumder Vlads gleichermaßen unglücklich und taten alles in ihrer Macht stehende, um den Kriegsherren Vlad Drăculea als Tyrannen zu diffamieren. Chroniken, die in verschiedenen Ländern geschrieben wurden, weisen noch heute darauf hin, dass er ein Mann seiner Zeit war. Den Beinamen Ţepeş („der Pfähler“) erhielt er erst nach seinem Tod.

    Anekdoten


    • Anderen Quellen zufolge soll er seine Bojaren zum Festmahl eingeladen haben und ihnen reichlich Wein angeboten haben. In Trunkenheit soll er ihnen gezielt ihre Meinung über ihn sowie Informationen über die Machenschaften und die Korruption der bekannten Bojaren entlockt haben. Daraufhin wurden diejenigen, die sich selbst belasteten, und diejenigen, die belastet wurden, gepfählt (Vlad Dracula galt und gilt immer noch in seinem Land als gerechter Widersacher der Korruption).
    • Ein heute noch benutzter rumänischer Spruch, der sich gerade auf die Tatsache stützt, dass Vlad Dracula als gerechter Widersacher der Korruption und Unordnung in seinem Land gilt, besteht aus dem Satz „Wo bist du, Ţepeş (zweite, erworbene Bezeichnung Vlad Draculas – heißt ‚Pfähler‘), Herr?“. Diese Exklamation wird in Bezug auf chaotische Zustände, Faulheit etc. verwendet. Aufgrund der aktuellen sozialen Missstände im Geburtsland „Vlad Ţepeş“ und der vom Volke empfundenen Untätigkeit der Politiker und Funktionäre wird dieser Spruch heutzutage sogar sehr oft verwendet. Bei dem Zitat handelt es sich um eine Zeile aus einem polemischen Gedicht des Dichters Mihai Eminescu (1850-1889), in dem das nationalpolitische Desinteresse der rumänischen Oberschicht angegriffen wird. Eminescu fordert seinen imaginären Ansprechpartner Dracula auf, die Hälfte der Oberschicht wie einst die Bojaren zu pfählen und die andere Hälfte wie einst die Bettler und Herumtreiber in einer Festhalle zu verbrennen.


    Pfählungen – dargestellt in der Brodoc-Chronik, daneben wohnt Vlad III. Drăculea speisend der Massenhinrichtung bei



    • Der 1989 gestürzte rumänische Diktator Nicolae Ceauşescu entwickelte seit den 1970er Jahren eine besondere Vorliebe für Vlad Draculea und gab einen Monumentalfilm über den „Pfähler“ in Auftrag, der Vlad Draculea wie einen direkten Vorläufer oder geistigen Ahnen des Diktators erscheinen ließ. Obwohl sich Ansätze zu einer Hochstilisierung des Wojwoden zum Nationalhelden bereits im 19. und vor allem im frühen 20. Jahrhundert nachweisen lassen, wurde Vlad unter Ceauşescu zu einer allgegenwärtigen Figur in der Literatur, in der Geschichtsschreibung und nicht zuletzt in den Schulbüchern. Die rumänischen Historiker waren angehalten, die angeblichen Grausamkeiten entweder zu bagatellisieren oder als Beweis für die strenge, aber gerechte Herrschaft Draculeas zu preisen. Schließlich sollte sogar der Name „Dracul(a)“ umgedeutet werden, weil er im modernen Rumänisch „Teufel“ und nicht „Drache“ bedeutet. Mit einer unter sprachwissenschaftlichen Gesichtspunkten höchst abenteuerlichen Etymologie wurde der Name nun von einer slawischen Wortwurzel „drag-“ abgeleitet, die etwa auch im serbischen Vornamen Dragan erscheint und so viel wie „Liebling“ heißt. Dracula war also der „kleine Liebling“ seiner getreuen Untertanen – eine Argumentation ganz im Sinne von Nicolae Ceauşescu, der sich im Rahmen des um seine Person zelebrierten Personenkults gern als „der geliebte Sohn des rumänischen Volkes“ feiern ließ. Bei seiner Flucht aus Bukarest im Dezember 1989 soll er zuerst Snagov, wo Dracula angeblich begraben liegt, angesteuert haben, als ob er vom „Pfähler“ Rat und Hilfe erwartete. Gefasst wurde das Ehepaar Ceauşescu schließlich in Târgovişte, wo der Fürst einst Hof gehalten hatte. Dort wurden Elena und Nicolae Ceauşescu am 25. Dezember 1989 nach kurzem Prozess standrechtlich erschossen.
    • Es wird vermutet, dass seine angebliche Lichtscheue und sein ausgeprägter Geruchssinn (Knoblauch) auf eine mögliche Tollwut hinweisen, die auch durch Fledermäuse hervorgerufen wird. Dadurch könnten die Vampirlegenden entstanden sein.

    Was mann über diesen mann nicht schon alles erzählt hatt und wie oft sein name in holywood filmen verdreckt wurde.......jeder der graf dracula hört denkt an Vamipire und horrorfilme

  10. #10

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    Zitat Zitat von Priboj_sandzak Beitrag anzeigen
    Was mann über diesen mann nicht schon alles erzählt hatt und wie oft sein name in holywood filmen verdreckt wurde.......jeder der graf dracula hört denkt an Vamipire und horrorfilme
    seine foltermethoden hat er ja von den osmanen abgeschaut.
    die zeigen ihn nur aus einer perspektive.

    er wurde von türkischen soldaten vergewaltigt.
    sein vater und älterer bruder wurden im auftrag von hunyadi ermordet.
    sein kleiner bruder radu war auch noch sein gegner weil er bei den osmanen blieb. uvm.

    das hinterlässt spuren...
    und trotzdem war er ein genialer feldherr,auch wenn grausam,aber das waren damals auch viele andere.

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