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Die Gene der Balkan Völker (Keine Politische Diskussion!)

Erstellt von Krosovar, 26.03.2010, 14:28 Uhr · 107 Antworten · 17.684 Aufrufe

  1. #21
    Quantenphysik
    <--Haplogruppe J (Y-DNA)

    Nur so nebenbei.

    1. I1b

    2. E3b1

    3. R1a

    4. R1b

    5. J2e
    =

    1. I1B, größtenteils in Bosnien/Kroatien, wobei auch in anderen Ländern die Werte relativ hoch waren. "Eigentlicher" Ursprung; Südost Europa.

    2. E3b1 bekannt als E-M35 oder auch E1b1b besteht in teilen Süd-, West-, Nord und Ostafrikas sowohl auch in West Asien und gering in Europa bzw. dem Balkan. "Eigentlicher" Ursprung; Ostafrika.

    3. R1a ist sehr in Ost Europa als auch in Skandinavien und Zentral Asien vertreten. "Eigentlicher" Ursprung; West Asien.

    4. R1b zeigt große Präsenz in allen westlich liegenden Staaten Europas, aber auch im norden Kameruns wie auch beim "Volk" der Hazara und Baschkiren. "Eigentlicher" Ursprung; West Asien.

    5. J2e, knifflig. Um ehrlich zu sein, keine Ahnung. Aber J2a überall in Europa gefunden. "Eigentlicher" Ursprung; West Asien, aber J1&J2 sind nur Nachkommen, weil JT der eigentliche Vorfahre ist.

  2. #22
    PašAga
    Ich kenne mich mit Genen etc nicht aus, könnte mir jemand erklären was diese Karte bedeutet, wieso ist es in Bosnien/Kroatien und Skandinavien sehr hoch was verbindet den Balkan und Skandinavien da ?

  3. #23
    Pejan
    Zitat Zitat von Ali Pasa Beitrag anzeigen
    Ich kenne mich mit Genen etc nicht aus, könnte mir jemand erklären was diese Karte bedeutet, wieso ist es in Bosnien/Kroatien und Skandinavien sehr hoch was verbindet den Balkan und Skandinavien da ?
    Also das ist ja dieses I-Gen, oder I2, wie es auch immer genannt wird. Und auf dieser Karte eingezeichnet, kommt es in den entsprechenden Regionen am meisten vor. Nun ist ein I2-Gen eigentlich gleich, egalb ob es aus Schweden, oder vom Balkan kommt.

    Das kann man also nicht ganz so richtig zuordnen. Also wie soll ich sagen? Wie du siehst, gibt es das Gen auch in D... Das kann nun heissen, dass ein Balkaner mit einem I2 entweder Illyrer ist, oder Deutscher (Gote), Ukrainer (Slawe), oder was weiss ich was. Er kann halt aus allen Regionen kommen, in denen es dieses Gen gibt.

  4. #24
    Pejan
    Haplogroup E3b1a2 as a Possible Indicator of Settlement in Roman Britain by Soldiers of Balkan Origin

    von Steven C. Bird.


    The invasion of Britain by the Roman military in CE 43, and the subsequent occupation of Britain for nearly four centuries, brought thousands of soldiers from the Balkan peninsula to Britain as part of auxiliary units and as regular legionnaires. The presence of Haplogroup E3b1a-M78 among the male populations of present-day Wales, England and Scotland, and its nearly complete absence among the modern male population of Ireland, provide a potential genetic indicator of settlement during the 1st through 4th Centuries CE by Roman soldiers from the Balkan peninsula and their male Romano-British descendants. Haplotype data from several major genetic surveys of Britain and Ireland are examined, analyzed and correlated with historical, epigraphic and archaeological information, with the goal of identifying any significant phylogeographic associations between E3b1a-M78 and those known Romano-British settlements and military posts that were associated specifically with Roman soldiers of Balkan origin. Studies by Cruciani et al. (2007), Perečić et al. (2005), and Marjanovic et al. (2005), examining the distribution of E3b1a-M78 and E3b1a2-V13 in the Balkans, are analyzed further to provide evidence of phylogeographic associations between the E3b1a2 haplotypes identified within the Balkans by these studies and those regions of the Balkans occupied first by the Roman army in antiquity. E3b1a2 is found to be at its highest frequency worldwide in the geographic region corresponding closely to the ancient Roman province of Moesia Superior, a region that today encompasses Kosovo, southern Serbia, northern Macedonia and extreme northwestern Bulgaria. The Balkan studies also provide evidence to support the use of E3b1a-M78 (in the present study) as a close proxy for the presence of E3b1a2-V13 (representing 85% of the parent E3b1a-M78 clade) in both the Balkans and in Britain.
    Falls es jemand nicht versteht: Hier wird gesagt, dass während der Römischen Invasion in Britanien tausende von balkanischen Soldaten, Söldner, was auch immer, nach Grossbritanien gebracht wurden. Dort haben diese natürlich Spuren hinterlassen. Es ist das E3b1a2, das vor allem bei den keltischen Völkern in Grossbritanien, also Iren, Waliser und Schotten, angetroffen wird. Die höchste Konzentration dieses Gens in Europa findet man jedoch im Kosovo.

    Das wurde nun heissen, dass die Bewohner des Kosovo, doch die rechtmässigen Ureinwohner Dardaniens sind, denn die Söldner wurden um die Region Dardanien, nach Grossbritanien eingeschleust. Also besteht gentechnisch gesehen eine Verbindung zwischen den Kelten in Grossbritanien und den Kosovaren, Kosovo-Albanern, den Bewohnern des Kosovo.

    Das E3b1a2 hat seinen Ursprung in Ost-Afrika und ist älter als das I2. Man kann sagen, dass es vorindogermanisch ist, also so Völkern a la Thrakern und Pelasgern am Balkan zuzuordnen. Wie jeder weiss, ist Ostafrika die Wiege der Menscheit.

    Das Gen ist dann aber auch in die neuankommenden Völker aufgegangen.

    Nun trage aber nicht nur Albaner das Gen, bzw. haben es mehrheitlich, sondern auch in Griechenland hat es viel zum Genpool beigetragen.

    On the European continent it has the highest concentration in north-west Greece, Albania and Kosovo




  5. #25
    kenozoik
    sorry wenn ich euch hier ein wenig unterbrechen muss (nein, ich habe die ersten drei seiten nicht gelesen), aber die genetik ist noch nicht so weit fortgeschritten, wie eure listen den anschein geben mögen... vielleicht, aber nur vielleicht, wird das in 15-20 jahren anders aussehen, aber heute sind diese versuche, eine menschliche landkarte (oder rassenbauplan wenn man so will) zu erstellen so weit fortgeschritten, wie eine gerade erst befruchtete eizelle...

    aber macht weiter, ihr werdet sicher wieder sinnlose streitfälle daraus konstruieren...

  6. #26
    Theodisk
    Zitat Zitat von Pejani Beitrag anzeigen
    Also das ist ja dieses I-Gen, oder I2, wie es auch immer genannt wird. Und auf dieser Karte eingezeichnet, kommt es in den entsprechenden Regionen am meisten vor. Nun ist ein I2-Gen eigentlich gleich, egalb ob es aus Schweden, oder vom Balkan kommt.

    Das kann man also nicht ganz so richtig zuordnen. Also wie soll ich sagen? Wie du siehst, gibt es das Gen auch in D... Das kann nun heissen, dass ein Balkaner mit einem I2 entweder Illyrer ist, oder Deutscher (Gote), Ukrainer (Slawe), oder was weiss ich was. Er kann halt aus allen Regionen kommen, in denen es dieses Gen gibt.
    Nein, das stimmt so nicht ganz. Die Karte zeigt alle Untergruppen von I.
    Es gibt aber sehr viele Untergruppen die weit entfernt miteinander verwandt sind.

    I1 kommt hauptsächlich in Skandinavien vor. Aus I2 spalteten sich I2a1 und I2a2 ab. Letztere ist typisch für den Westbalkan. I2b ist typisch für Kelto-Germanen.

    I1 und I2a2 haben geografisch und ethnologisch nichts mehr miteinander zutun. Die Karte oben zeigt lediglich alle Haplogruppen von I zusammen.

  7. #27
    Avatar von Hercegovac

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    Beiträge
    15.011
    Zitat Zitat von Pejani Beitrag anzeigen
    Haplogroup E3b1a2 as a Possible Indicator of Settlement in Roman Britain by Soldiers of Balkan Origin

    von Steven C. Bird.



    Falls es jemand nicht versteht: Hier wird gesagt, dass während der Römischen Invasion in Britanien tausende von balkanischen Soldaten, Söldner, was auch immer, nach Grossbritanien gebracht wurden. Dort haben diese natürlich Spuren hinterlassen. Es ist das E3b1a2, das vor allem bei den keltischen Völkern in Grossbritanien, also Iren, Waliser und Schotten, angetroffen wird. Die höchste Konzentration dieses Gens in Europa findet man jedoch im Kosovo.

    Das wurde nun heissen, dass die Bewohner des Kosovo, doch die rechtmässigen Ureinwohner Dardaniens sind, denn die Söldner wurden um die Region Dardanien, nach Grossbritanien eingeschleust. Also besteht gentechnisch gesehen eine Verbindung zwischen den Kelten in Grossbritanien und den Kosovaren, Kosovo-Albanern, den Bewohnern des Kosovo.

    Das E3b1a2 hat seinen Ursprung in Ost-Afrika und ist älter als das I2. Man kann sagen, dass es vorindogermanisch ist, also so Völkern a la Thrakern und Pelasgern am Balkan zuzuordnen. Wie jeder weiss, ist Ostafrika die Wiege der Menscheit.

    Das Gen ist dann aber auch in die neuankommenden Völker aufgegangen.

    Nun trage aber nicht nur Albaner das Gen, bzw. haben es mehrheitlich, sondern auch in Griechenland hat es viel zum Genpool beigetragen.




    Das kann gut sein Pejani mein Freund.

    Es gibt eine These, dass die Serben und Kroaten von den Sarmaten abstammen spezifisch auf die Serbe zutreffend. Nach neuerlichen Angaben auch sehr wahrscheinlich und plausibel, wenn man sich die Ergebnisse und Dokumentationen durchliest. Wie ich gelesen habe, waren die Elite-Krieger des römischen Reichs Sarmaten, denn zu der Zeit, waren sie die besten berittenen Krieger und eine große Kultur. Siehe z.B King Arthur der Film, Krieger aus Sarmatien.

  8. #28
    Theodisk
    Zitat Zitat von Pejani Beitrag anzeigen
    Haplogroup E3b1a2 as a Possible Indicator of Settlement in Roman Britain by Soldiers of Balkan Origin

    von Steven C. Bird.

    Falls es jemand nicht versteht: Hier wird gesagt, dass während der Römischen Invasion in Britanien tausende von balkanischen Soldaten, Söldner, was auch immer, nach Grossbritanien gebracht wurden. Dort haben diese natürlich Spuren hinterlassen. Es ist das E3b1a2, das vor allem bei den keltischen Völkern in Grossbritanien, also Iren, Waliser und Schotten, angetroffen wird. Die höchste Konzentration dieses Gens in Europa findet man jedoch im Kosovo.

    Das wurde nun heissen, dass die Bewohner des Kosovo, doch die rechtmässigen Ureinwohner Dardaniens sind, denn die Söldner wurden um die Region Dardanien, nach Grossbritanien eingeschleust. Also besteht gentechnisch gesehen eine Verbindung zwischen den Kelten in Grossbritanien und den Kosovaren, Kosovo-Albanern, den Bewohnern des Kosovo.

    Das E3b1a2 hat seinen Ursprung in Ost-Afrika und ist älter als das I2. Man kann sagen, dass es vorindogermanisch ist, also so Völkern a la Thrakern und Pelasgern am Balkan zuzuordnen. Wie jeder weiss, ist Ostafrika die Wiege der Menscheit.

    Das Gen ist dann aber auch in die neuankommenden Völker aufgegangen.

    Nun trage aber nicht nur Albaner das Gen, bzw. haben es mehrheitlich, sondern auch in Griechenland hat es viel zum Genpool beigetragen.
    Im Großen und Ganzen stimmt das was du sagst. Aber mit deiner Aufführung der Kelten muss ich dich korrigieren. Die britannischen Kelten waren hauptsächlich R1b1b2. Die römischen Söldner aus dem Gebiet des damaligen Kosovo waren E3b1a2.

    Als die Römer aus Britannien abzogen, blieben wohl einige der E3b1a2 Leute dort. Ob sie von den Briten assimiliert wurden ist fraglich, gut möglich das sie weiterhin in den römischen Siedlungen wohnten. Denkbar wäre auch, dass sie ein eigener kleiner Stamm wurden, der sich der Lebensweise der Kelten anpasste.

    Durch die römische Besatzung waren die britischen Stämme allerdings so wirtschaftlich geschwächt, vor allem weil ihre Lebensweise wieder die alte werden musste, dass die Angeln und Sachsen später ein leichtes Spiel hatten.

  9. #29
    Theodisk
    So damit hier mal bessere Klarheit herrscht, werde ich jetzt zwei Texte hier einfügen die einfach und genau erklären was Haplogruppen und Urvölker genau sind:

    Hinweis: Bitte lest alles sorgfältig und langsam durch!
    [h4]Haplogruppen[/h4]
    Haplogruppen kann man sich als grosse Äste des Homo Sapiens Stammbaumes vorstellen, also als die Gesamtheit genetischer Merkmale, die charakteristisch für eine Gruppe von Individuen einer Art ist.

    Solche genetischen Großfamilien können sich herausbilden, wenn sich verschiedene Populationen einer Art isoliert voneinander entwickeln. Diese Haplogruppen-Äste zeigen, wie sich Bevölkerungsgruppen auf der Erde bewegt haben. Haplogruppen definieren also auch ein geographisches Gebiet.

    Haplogruppen (aus dem Griechischen haplo = zum Baum gehörend) sind Gruppen von Haplotypen und bezeichnen spezifische Positionen auf einem Chromosom. In der Genetik benutzt man das Y-Chromosom, um die Haplogruppen väterlicherseits zu untersuchen und die mitochondriale DNA, um die mütterliche Erblinie zu analysieren.

    Um die Haplogruppe zu bestimmen, braucht man die SNPs. SNPs (Single Nucleotide Polymorphism) sind Variationen von einzelnen Basenpaaren in einem DNA-Strang. Ca. 90% aller genetischen Varianten basieren auf SNPs. Ihre wissenschaftliche Bedeutung liegt im häufigen Auftreten und der hohen Variabilität. Ausserdem sind sie sehr schnell und einfach zu bestimmen. SNP-Tests gibt es für mtDNA und Y-Chromosomen. Anhand dieser Tests lässt sich die Zugehörigkeit einer Person zu einer Vorfahrengruppierung oder Haplogruppe bestätigen. Haplogruppen spielen zwar aus genealogischer Sicht (nähere Vergangenheit) nicht unbedingt eine wichtige Rolle, sind aber aus anthropologischer Sicht (frühzeitliche Vergangenheit) interessant. Bei dieser Art der Analyse lassen sich die Verzweigungen von Haplogruppen und Untergruppen seit unserem afrikanischen Ursprung verfolgen und es lässt sich Interessantes über Wanderungsbewegungen unserer frühzeitlichen Vorfahren feststellen. SNPs tragen immer einen Buchstaben und eine Nummer als Kennzeichnung. Die Buchstaben definiert das Labor, das dieses SNP entdeckt hat, die Nummer die Reihenfolge.

    Es gibt eine zweite Methode, die Haplogruppe zu bestimmen: Dank der Studie und des Algorithmus von With Athey kann die Haplogruppe auch durch DYS-Marker untersucht werden, indem man die Allele vergleicht. Diese Methode ist zwar in 99% der Fälle richtig, für eine 100%ige Bestimmung ist jedoch die SNP-Analyse erforderlich. iGENEA garantiert die korrekte Bestimmung der Haplogruppe. In unsicheren Fällen wird eine kostenlose SNP-Analyse durchgeführt, um die Haplogruppe absolut sicher bestimmen zu können.

    Haplogruppen könnte man sich auch als die ersten Völker der Urzeit vorstellen, wenn auch hier Volk nicht im ursprünglichen Sinn gemeint ist: Mit eigener Kultur, Identität, Gebiet und Geschichte. Vielmehr ist eine Verwandtschaft der Mitglieder, eine Ethnie gemeint. Die Eiszeiten brachten nicht nur den Klimawandel mit sich, sondern eine Veränderung der Landschaft und schlechtere Lebensbedingungen für Fauna und Flora. Die Personen waren gezwungen zu wandern, um Nahrung zu suchen. So begann die grösste und faszinierendste Wanderung der Menschheit.

    Von Afrika aus wanderten Menschen nach Norden, wo man sich noch genügende Nahrung versprach. Das Klima in Afrika war rau und trocken geworden. Um den Fruchtbaren Halbmond besorgten die Flüsse Nil, Euphrat und Tigris die Erde mit genug Wasser, so dass die Flora gedeihen konnte. Hier siedelten sich dann viele Menschen an, andere wanderten weiter nach Europa oder nach Asien. Die arabische Halbinsel zu einem Melting Point, der sich heute noch in den Genen widerspiegelt.

    Durch die Wanderungen und Abspaltungen trennten sich die verschiedenen Menschengruppen, so dass sich verschiedene DNA-Profile entwickelten, welche heute eben „Haplogruppen“ genannt werden. Haplogruppen definieren also nicht nur eine genetische Verwandtschaft, sondern auch unsere Herkunft in der Urzeit.

    Es gibt Haplogruppen, die sich stark verbreiteten, wie die mitochondriale H, und andere, die nur in ganz wenigen Gebieten anzutreffen sind (z. Bsp. die mitochondriale U6 auf den Kanarischen Inseln). Diese Menschengruppen lebten aber keinesfalls isoliert, sondern trafen Mitglieder anderer Haplogruppen, vermischten sich mit diesen und erzeugten zahlreiche Nachfahren. Deswegen können zwei Menschen der gleichen Linie trotzdem verschiedene Haplogruppen haben. Sie bestimmt lediglich unsere Wurzeln in der Urzeit.

    Urvater / Adam des Y-Chromosoms

    Dieser Mann ist zwar nicht der Urvater aller Menschen, aber er ist der historisch letzte Mann, der mit allen zu einem bestimmten Zeitpunkt lebenden Männern über eine ununterbrochene Linie ausschliesslich männlicher Nachkommen verwandt ist. Dieser Mann vererbte sein Y-Chromosom weiter, aber im Laufe der Generationen kamen immer mehr Mutationen hinzu, so dass sich das Profil immer weiter veränderte. So entstanden die Haplogruppen, an deren Anfang immer ein Urvater steht, also der erste Mann, der diese Mutation trug. Mit der Zeit wird der genetische Stammbaum immer grösser und komplexer. Es kommen immer neue SNPs dazu, die neue Untergruppen bestimmen.

    Urmutter / Die mitochondriale Eva

    Die Mitochondriale Eva ist die Frau, aus derer mitochondrialen DNA (mtDNA) die mitochondriale DNA aller heute lebenden Menschen hervorgegangen ist. Analog zum Adam des Y-Chromosoms ist sie sozusagen die Urmutter aller Menschen, wenn dies auch nicht heisst, dass es nur eine Frau gegeben hat: Man meint damit das Profil. Neben der mitochondrialen Eva gibt es zahlreiche Urmütter, die ganz am Anfang einer Haplogruppe stehen und somit die erste Frau repräsentieren, die diese eine Mutation trug.

    Beispiel für eine Haplogruppe: E3b1a2

    [h4]Urvölker[/h4]
    Urvölker bezeichnen Völker aus der Antike, die sich nicht nur durch eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte definieren, sondern auch eigene DNA-Profile aufweisen. Wichtig ist folglich nicht die gemeinsame sprachliche Abstammung oder die historisch-anthropologische Einordnung, sondern die individuelle genetische Ausprägung des Volkes.

    Dank Erbmaterial-Analysen aus archäologischen und anthropologischen Funden konnten in diversen Studien ein DNA Profil der Kelten, Germanen, Illyrer, Germanen, Slawen, Wikinger, Skythen, Iberer, Araber, Berber, Perser, Turkvölkern, Finnougrer, Balten, Hunnen, Gepiden, Alanen, Wandalen, und weiterer Völker der Antike isoliert werden. In Fällen, in denen die Funde nicht einer Kultur eindeutig zugeteilt werden konnten, wurden die gewonnen DNA-Profile mit dem Erbmaterial von Menschen aus einer diesem Volk zugeteilten Region verglichen. Auf diese Weise konnte z.B. das keltische Profil entdeckt werden.

    Die Archäologie bedient sich der Objekte, die bei Ausgrabungen gefunden werden. Diese Objekte ermöglichen einen Rückschluss auf die zugehörige Kultur. Problematisch wird es dann, wenn die gefundenen Überreste zum Beispiel einer Person gehörten, welche während der Jagd oder in der Hitze eines Gefechts zu Tode kam und somit kein Begräbnis stattfand. Da Kelten und Germanen sich bestimmte Gebiete teilten, konnten diese Funde lange Zeit nicht eindeutig identifiziert werden. Dank des Vergleichs der genetischen Profile mit Menschen aus typischen keltischen Gegenden, in denen noch die gälische Sprache benutzt wird, konnte das keltische Profil entdeckt werden. Die „germanische DNA“ war ein Nebenprodukt dieser Studie, die im Ausschlussverfahren entstand.

    Diverse Studien belegen, wie vielfältig unsere Wurzeln sind und wie weit und oft unsere Vorfahren gewandert sind. Selbst wenn unsere Eltern dem selben Bauerndorf entstammen, ist es wahrscheinlich, dass sie verschiedene Abstammungen haben. Wir können zwar Urvölker genetisch differenzieren, doch damit werden keine „Rassen“ oder genetisch homogene Herkünfte bestimmt. Sie werden vielleicht in einer Linie keltisch sein, in der anderen germanisch. Jede Linie hat eine Herkunft, aber unsere DNA hat zahlreiche Linien.

    Jede Person muss für sich selber entscheiden, wie viel sie über die eigenen Vorfahren wissen möchte. Verschiedene Rassenlehre wie die des Nationalsozialismus und Völkerverfolgungen in der Geschichte haben die Abstammung oft zu einem prekären Thema gemacht. Es mag der Eindruck entstehen, als könnten solche Tests Individuen unwiderruflich als Mitglieder bestimmter Gruppen identifizieren und somit als eine Art gelber Stern fungieren. Möglicherweise stellt sich jedoch heraus, dass die genetische Forschung genau den gegenteiligen Effekt hat.

    Vielleicht wird es in zukünftigen genetischen Tests möglich sein, nicht nur eine, sondern viele Abstammungslinien nachzuweisen. Heute stehen Testverfahren für die mitochondriale DNA und das Y-Chromosom zur Verfügung. Diese Tests erkennen einzelne Abstammungslinien, die in die Vergangenheit zurückreichen. Die Forschung arbeitet an Testverfahren, die anhand genetischer Marker auf den Chromosomen die ganze Vielfalt unserer Abstammung nachzuweisen versuchen. Dies sind Bestrebungen von Genetikern zeigen zu können, dass eine Person ein Teilstück des Chromosoms 21 von jüdischen Vorfahren hat, ein Teilstück des Chromosoms 3 von afrikanischen Vorfahren und so weiter.

    Die Fokussierung auf die europäische Herkunft ist umso spannender, da die alte Welt uns mehr als in jedem anderen Kontinent eine Diversität an historischen Quellen liefert. Die Methoden der Genetik erlauben uns heute, diese Überlieferungen zu untersuchen.

    Beispiel für ein Urvolk: Illyrer

    (Quelle: igenea.ch)

  10. #30

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    Zitat Zitat von Theodisk Beitrag anzeigen
    Im Großen und Ganzen stimmt das was du sagst. Aber mit deiner Aufführung der Kelten muss ich dich korrigieren. Die britannischen Kelten waren hauptsächlich R1b1b2. Die römischen Söldner aus dem Gebiet des damaligen Kosovo waren E3b1a2.

    Als die Römer aus Britannien abzogen, blieben wohl einige der E3b1a2 Leute dort. Ob sie von den Briten assimiliert wurden ist fraglich, gut möglich das sie weiterhin in den römischen Siedlungen wohnten. Denkbar wäre auch, dass sie ein eigener kleiner Stamm wurden, der sich der Lebensweise der Kelten anpasste.

    Durch die römische Besatzung waren die britischen Stämme allerdings so wirtschaftlich geschwächt, vor allem weil ihre Lebensweise wieder die alte werden musste, dass die Angeln und Sachsen später ein leichtes Spiel hatten.
    Ich frage mich, .............. Ob es stimmt,
    was du sagst..........
    Hast du ne Quelle oder irgendetwas in der Richtung?

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