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Geschichte von Rumänien

Erstellt von Vlad, 13.03.2005, 18:51 Uhr · 33 Antworten · 2.513 Aufrufe

  1. #21

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    na und!!! ist es nicht ihre heimat wenn sie seit jahrhunderten dort leben???

    ausserdem sind wir ein mischvolk ya...wir sind zum teil türkisch zum teil slawisch...sogar wenn ich das nicht wahr haben will... es ist so!!!

    ja ich war des öfteren schon mal in rumänien!!! und ich freu mich für das land sehr!!!

  2. #22
    Avatar von Schiptar

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    Daß es die Heimat von einer gewissen Anzahl Tataren war, heißt noch nicht, daß die ganze Region tatarisch war. Wie gesagt, die Dobrudscha scheint historisch eine ethnisch ziemlich durchmischte Landschaft gewesen zu sein.

  3. #23
    Avatar von Schiptar

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    Rumänien

    Historische Grundzüge


    Von der Entstehung des modernen Staates bis zum Ende des Ersten Weltkriegs

    In der Pariser Konvention von 1858 hatten die Großmächte den politischen und administrativen Status der beiden Donaufürstentümer Moldau und Walachei als Principautés Unies de Moldavie et de Valachie festgeschrieben. Die gleichzeitige Wahl des Militärs Alexandru Ioan Cuza zum Fürsten beider Länder im Januar 1859 führte zur "Personalunion". Dem Einverständnis der Großmächte zu diesem Schritt folgte schließlich die verwaltungsmäßige Realunion 1862. Cuza war bestrebt, eine Reihe von notwendigen gesellschafts-, wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen durchzuführen. Die Agrar- und Wahlgesetze wurden wegen des heftigen Widerstandes der *Bojaren allein vom Fürsten erlassen, ohne das Parlament einzuschalten. Der Widerstand gegen diese allzu "liberale" Vorgehensweise führte zum Komplott gegen den Fürsten, der 1866 zur Abdankung und zum Verlassen des Landes gezwungen wurde.

    Als Gegengewicht zu den verschiedenen Bojarencliquen wählte das Parlament den deutschen Fürsten Karl von Hohenzollern-Sigmaringen zum Oberhaupt des jungen Staates. In einer ersten Übergangsphase erhielt Rumänien (rum. România) eine Verfassung nach belgischem Vorbild, die in ihren grundlegenden Teilen bis 1938 Gültigkeit besaß. Der mit weitreichenden Machtbefugnissen ausgestattete Monarch stand über Regierung und Zweikammerparlament. Eine innenpolitische Krise, die 1871 beinahe zum Rücktritt des Fürsten führte, konnte überwunden werden. Es gelang Karl, das Land bis 1914 mit straffer Hand zu lenken, indem er abwechselnd die Konservativen und die Liberalen an der Regierung beteiligte. Diese beiden Parteien, die auf westliche Vorbilder zurückgingen und sich in einer erbitterten Rivalität gegenüberstanden, basierten nicht auf gewachsenen Strukturen oder genau konturierten Ideologien, sondern waren Vereinigungen von Individualinteressen zur politischen Machterlangung, wobei die jeweiligen Parteiführer prägend wirkten. Ein politischer Höhepunkt war die Erklärung der Unabhängigkeit Rumäniens vom Osmanischen Reich während eines erneuten russisch-osmanischen Konfliktes 1877. Der Berliner Kongreß sprach Rumänien die Dobrudscha zu. 1881 folgte schließlich die Rangerhöhung des Fürsten zum König Carol I.

    Ein erster wirtschaftlicher Aufschwung entstand durch den Eisenbahnbau und den Anschluß an die Schienennetze des Habsburger- und des Zarenreichs. Während der Herrschaft Carols gelang der Einstieg in die Industrialisierung, und Bukarest wurde zur Metropole. Doch das Grundproblem Rumäniens, die Agrarfrage, die bereits Cuza zu lösen versucht hatte, blieb nach wie vor akut. Die Bauern hatten bereits in mehreren Erhebungen auf ihre prekäre Lage aufmerksam gemacht, bevor es 1907 zum größten Aufstand in Südosteuropa kam; er wurde mit Waffengewalt unterdrückt und kostete über 11.000 Menschen das Leben.

    Die Einmischung in den Zweiten Balkankrieg 1913 führte zur Angliederung der bulgarischen Süddobrudscha an Rumänien. Nach Beginn des Ersten Weltkriegs blieb das Land zunächst neutral. Erst der Bündnisvertrag mit den Entente-Mächten vom 17. August 1916, der den Schutz des Territoriums garantierte sowie Zusagen auf weitere Gewinne (Siebenbürgen und das Banat, ostungarische Komitate, die südliche Bukowina und Grenzkorrekturen zu Lasten Bulgariens) enthielt, führte zum Kriegseintritt Rumäniens.

    Die Zwischenkriegszeit und der Zweite Weltkrieg

    Mit dem Zusammenbruch der Mittelmächte und dem in Mittel- und Westeuropa als Bedrohung empfundenen russischen Bolschewismus errang Rumänien, selbst auf der Siegerseite, eine gewisse außenpolitische Bedeutung. Nach den Anschlußerklärungen durch sog. Nationalversammlungen der Rumänen Bessarabiens (Moldawien), der Bukowina und Siebenbürgens mit dem Königreich, ratifizierte das Bukarester Parlament die Vereinigungsgesetze Ende 1919. Zusätzlich erhielt Rumänien den östlichen Teil des Banats. Die Pariser Friedenskonferenz bestätigte die Schaffung "Großrumäniens" in den Vorortverträgen. Mit 295.049 qkm und knapp 14,7 Mio. Einwohnern (1919) wurden Territorium und Bevölkerungszahl weit mehr als verdoppelt. Der neue Staat verkörperte nicht nur den Zusammenschluß fast aller Rumänen, er vereinigte in seinen Grenzen auch eine zahlreiche nichtrumänische Bevölkerung: 1930 lebten hier neben 71,9 % Rumänen 7,9 % Ungarn, 4,1 % Deutsche, 4,0 % Juden, 3,2 % Ukrainer und Ruthenen, 2,3 % Russen, 2,0 % Bulgaren, 1,5 % Zigeuner (Roma), 1,0 % Türken und Tataren u.a. Dennoch sprach die Verfassung von 1923 von Rumänien als "nationalem Einheitsstaat".

    Eine radikale Agrarreform, die die Enteignung der Großgrundbesitzer vorsah, blieb eine grundlegende Aufgabe. Außerdem bildeten die Unterschiedlichkeit der zusammenzuführenden Verwaltungsgebiete und die Minderheitenfrage keine guten Voraussetzungen für die Entwicklung eines parlamentarisch-demokratischen Systems. Schließlich förderten Wahlmißbrauch und -fälschungen, restriktive legislative Maßnahmen wie Belagerungszustand und Zensur, ein schwaches Parlament, die Dominanz einzelner Persönlichkeiten - des Vorsitzenden der Nationalliberalen Partei, Ion I. C. Brǎtianu, in den 20er Jahren sowie des Königs Carol II. in den 30er Jahren - autoritäre Tendenzen. Nach 1930 kam es zum rasanten Aufstieg der rechtsradikalen politischen Gruppierung der "Legion Erzengel Michael", die mit ihrer klaren Ablehnung des existierenden politischen Systems die innenpolitische Krise verschärfte. Die großen Parteien - Nationalliberale Partei und Nationale Bauernpartei - und der König vermochten es aufgrund politischer Rivalitäten, jeweils eigener Machtambitionen sowie der zweideutigen Haltung gegenüber der nationalistischen und antisemitischen Legion nicht, eine Beruhigung der Lage herbeizuführen. Die prekäre wirtschaftliche Lage, die durch die Weltwirtschaftskrise weiter verschlechtert wurde, förderte zudem die innenpolitische Instabilität.

    In seiner Außenpolitik war Rumänien bestrebt, den territorialen Status quo zu wahren. Das zu diesem Zweck aufgebaute Bündnissystem der Kleinen Entente mit der Tschechoslowakei und Jugoslawien und des "Balkanpakts" mit Jugoslawien, Griechenland und der Türkei hielt dem außenpolitischen Druck der expansionistischen Großmächte jedoch nicht stand. Die Sowjetunion hatte nach einem Ultimatum am 28. Juni 1940 Bessarabien und die Nordbukowina besetzt. Ungarn erhielt nach dem "Zweiten Wiener Schiedsspruch" am 30. August 1940 Nordsiebenbürgen. Schließlich mußte Rumänien die Süddobrudscha an Bulgarien abtreten. Als Konsequenz mußte Carol II. abdanken und das Land verlassen. Der neue Machthaber, General Ion Antonescu, rief den Nationallegionären Staat aus. Es kam zu Judenverfolgungen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (wie Nicolae Iorga) wurden ermordet. Nach Ausschaltung der Legionäre nach einem Putschversuch regierte Antonescu als Militärdiktator. An der Seite Deutschlands trat Rumänien 1941 in den Krieg gegen die Sowjetunion ein. Der Kriegsverlauf nach der Schlacht um Stalingrad führte schließlich am 23. August 1944 zum Staatsstreich und Seitenwechsel: König Mihai I. setzte Antonescu ab und erklärte Deutschland und Ungarn den Krieg.

    Rumänien nach dem Zweiten Weltkrieg

    Nach dem Sturz Antonescus ernannte der König eine Regierung aus parteilosen Fachleuten sowie aus Mitgliedern der Bauernpartei, Nationalliberalen, Sozialdemokraten und Kommunisten und setzte die Verfassung von 1923 wieder in Kraft. Bereits im Oktober beendete die KP das Bündnis und formte die linksgerichtete Nationaldemokratische Front. In der im März 1945 eingesetzten vierten Regierung seit dem Umschwung hatte diese vierzehn von achtzehn Kabinettssitzen inne. Dadurch war das erste sowjetische Ziel einer kommunistisch kontrollierten Staatsführung erreicht, auch wenn es eine Koalitionsregierung unter einem nichtkommunistischen Ministerpräsidenten war.

    Die Machtübernahme der KP - die bis zum Ende des Weltkriegs nicht nur verboten, sondern auch bedeutungslos war - erfolgte de facto nach der Beseitigung der bürgerlichen Parteien und ihrer Politiker sowie der Monarchie und nach der Ausrufung der Volksrepublik Ende 1947. Formal fand die Machtübernahme durch die Rumänische KP nach der Fusion mit den Sozialdemokraten zur Rumänischen Arbeiterpartei (RAP) unter Gheorghe Gheorghiu-Dej statt. Bei den daraufhin stattfindenden "Wahlen" erreichte die RAP 405 von 414 Sitzen, und das neugewählte Parlament nahm jene Verfassung einstimmig an, aufgrund derer die rumänische Gesellschaft und Politik eine sozialistische Umgestaltung erfuhr. Von der Sowjetisierung betroffen waren alle Lebensbereiche wie Wirtschaft und Produktionsstrukturen, Bildungswesen, Kultur, Besitzverhältnisse, aber auch die RAP selbst. In dieser setzten sich die sog. Heimatkommunisten gegen die "Moskowiter" - diese waren zumeist Angehörige ethnischer oder nationaler Minderheiten - durch und ebneten den Weg zur zweiten Verfassung, welche die konstitutionelle Gleichschaltung mit den sozialistischen Blockstaaten durch eine weitgehende Anlehnung an das sowjetische Modell von 1936 vollendete.

    Mit dem Tod Stalins 1953 und der beginnenden Destalinisierung in der Sowjetunion setzte in Rumänien eine unterschwellige Derussifizierung und eine allmähliche Abweichung der Politik vom sowjetisch-internationalistischen Kurs ein, die sich in einer Umdeutung der nationalen Geschichte, dem Ersetzen russoslawischer Elemente im geistigen Bereich durch dakoromanische und einer außen- und wirtschaftspolitischen Neuorientierung offenbarte. Diese innerrumänische Umgestaltung schuf die realpolitischen Voraussetzungen für die neue Politik, die sich ab 1963 (sino-sowjetischer Konflikt und Annäherung Rumäniens an China) und besonders ab 1965 festigte, als sich mit der Wahl Nicolae Ceauşescus zum ersten Sekretär der RAP, deren Umbenennung in Rumänische Kommunistische Partei (RKP) sowie der Verabschiedung einer neuen Verfassung - in der das übliche Bekenntnis zur Freundschaft mit der Sowjetunion fehlte und die Souveränität und Unabhängigkeit des Landes betont wurde - ein nationalkommunistischer Kurs etablierte.

    Nach einer relativ positiven Entwicklungsphase - die aufgrund der rumänischen Weigerung, am Einmarsch in der ČSSR teilzunehmen, auch international rezipiert wurde - erfolgte 1971 unter dem Eindruck der Ergebnisse der chinesischen Kulturrevolution eine Zäsur: Durch eine gezielte Veränderung des Machtgefüges konzentrierten sich immer mehr Befugnisse in der Hand Ceausescus, die gefestigt wurde durch eine entsprechende Personalpolitik im Kaderwesen, Modifikationen im Sicherheitswesen, eine Ämterkumulation und Kaderrotation, die den Aufbau einer innerparteilichen Opposition verhinderte. Die nach chinesischem Vorbild initiierte "Kleine Kulturrevolution" des selben Jahres markierte sowohl den Beginn eines immer restriktiver werdenden minderheitenfeindlichen Kurses als auch einer ausgeprägt rumänisch-nationalen Politik, aber auch einer forcierten Industrialisierungs-, Bevölkerungs- sowie einer sozioökonomischen Vereinheitlichungspolitik. Dieser Restalinisierung und rigiden Innen- und Wirtschaftspolitik stand eine auf Unabhängigkeit bedachte Außenpolitik gegenüber, die Rumänien sowohl im RGW als auch im Warschauer Pakt eine Sonderrolle zukommen ließ. Diese Haltung wurde von den westlichen Staaten als antisowjetisch honoriert, weshalb keine Perzeption der innerstaatlichen Repressionen, des stetig anwachsenden Personenkults um Ceauşescu und der in den 80er Jahren katastrophalen Versorgung der Bevölkerung stattfand. Erst mit den Reformen in der UdSSR durch Gorbatschow, die Rumänien nicht übernahm, sondern seine Innenpolitik noch verschärfte, setzte ein Wandel in der internationalen Auffassung über Rumänien ein. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Tauwetters und nach dem Bekanntwerden des Systematisierungsprogramms, das die Vernichtung eines Großteils der Dörfer und eine Konzentrierung der Bevölkerung in agroindustriellen Produktionszentren vorsah, änderte sich die Rezeption rumänischer Politik, und es wurden die Verstöße gegen Menschen- und Minderheitenrechte sowie die Diskrepanz zwischen Verfassungsanspruch und -realität offen kritisiert.

    Der bedeutendste Schnitt erfolgte im Dezember 1989, als eine Volkserhebung, die in einen Staatsstreich mündete, die Diktatur Ceauşescu gewaltsam beendete und reformkommunistische Eliten um Ion Iliescu - organisiert in der Front der Nationalen Rettung (FNR) - an die Macht brachte. Deren Kurs manifestierte sich in einer speziellen Definition von Demokratie, die nicht einen Parteienpluralismus etablieren wollte, sondern einen Meinungspluralismus innerhalb des von ihr vorgegebenen Rahmens. Während der beiden Präsidentschaften Iliescus kam es zu einer erneuten Nationalisierung der Politik durch eine Zusammenarbeit von Gegnern einer Demokratisierung und nationalistischen Parteien, die eine Transformation in einen demokratisch-marktwirtschaftlich orientierten Staat verzögerte und die angestrebte Aufnahme in die westlichen militärischen und politisch-wirtschaftlichen Institutionen behinderte.

    Forschungsfragen

    Während die ersten Jahrzehnte des modernen Staates Rumänien sowie die Zwischenkriegszeit gut bearbeitet sind, fehlen nach wie vor Darstellungen über die Zeit 1880-1920. Außerdem stehen neuere Arbeiten über die außenpolitischen Verbindungen und die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Sozialgeschichte des 19. und 20. Jhs. aus. Als wichtige Forschungsstätten sind die Historischen Institute der Rumänischen Akademie in Bukarest (Bucureşti; Iorga-Institut und Institut für Totalitarismusforschung), Iaşi und Klausenburg (Cluj), sodann das neue Methoden propagierende Zentrum für die Geschichte des Imaginären an der Universität Bukarest sowie das ebenfalls in Bukarest angesiedelte Institut für südosteuropäische Studien zu nennen. Über bedeutende Bücherbestände verfügen die Bibliothek der Akademie und die Zentrale Staatsbibliothek in Bukarest, die Rumänische Bibliothek in Freiburg/Br. und das Siebenbürgen-Institut in Gundelsheim/Neckar. Das Nationalarchiv in Bukarest und die zugehörigen Kreisdirektionen besitzen überwiegend gute und zugängliche Bestände; die Akten der Nachkriegszeit sind nur zum geringen Teil erschlossen und oft gesperrt (-> Moldau und Walachei).

    [Bibliographie lasse ich weg.]

    Ralf Thomas Göllner & Hans-Christian Maner, in: Studienhandbuch Östliches Europa, 340-346.

  4. #24

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    Transsylvanien zu Ungarn

    Moldawien zu Rumänien 8)

  5. #25
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Srpski-Cedo
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  6. #26

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    Zitat Zitat von Schiptar
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    Genau und noch Srem zu Kroatien. Idiot was weisst du schon über die geschichte vojvodinas, Tzzz! 8)

  7. #27
    Avatar von Schiptar

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    08. März 2005

    Name Moldawien geht auf Nazi-Diktion zurück

    Die Republica Moldova wird landläufig Moldawien genannt. Die korrekte deutsche Bezeichnung für das Land zwischen Rumänien und der Ukraine ist allerdings Republik Moldau. Der Begriff Moldawien geht auf die Diktion der Nazis zurück, die das damals rumänische Bessarabien im geheimen Zusatzprotokoll des Nicht-Angriffspaktes zwischen Hitler und Stalin zunächst der Sowjetunion überließen. 1941 eroberten Hitlers rumänische Verbündete den Landstrich wieder zurück, "Moldawien" blieb bis zum Einmarsch der Roten Armee 1944 rumänisch. Bis 1991 war Moldau dann (eine der reichsten) Sowjetrepubliken. Seither ist das Land unabhängig. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 5.3.2005)

    ---
    Na ja, wen's juckt...

  8. #28

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    Vojvodina:



    Ethnische Karte von Heute
    ---------------------------------------------------------------------------------


    Results of different censuses in Vojvodina between 1880 and 2002

    1880 census
    Serbs = 416,116 (35.5%)
    Germans = 285,920 (24.4%)
    Hungarians = 265,287 (22.6%)
    Croats, Bunjevci and Šokci = 72,486 (6.2%)
    Romanians = 69,668 (5.9%)
    Slovaks = 43,318 (3.7%)
    Rusins and Ukrainians = 9,299 (0.8%)
    Other = 10,635 (0.9%)

    1890 census
    Serbs = 457,873 (34.4%)
    Hungarians = 324,430 (24.4%)
    Germans = 321,563 (24.2%)
    Croats, Bunjevci and Šokci = 80,404 (6.0%)
    Romanians = 73,492 (5.5%)
    Slovaks = 49,834 (3.7%)
    Rusins and Ukrainians = 11,022 (0.8%)
    Other = 12,525 (1.0%)

    1900 census
    Serbs = 483,176 (33.7%)
    Hungarians = 378,634 (26.4%)
    Germans = 336,430 (23.5%)
    Croats, Bunjevci and Šokci = 80,901 (5.6%)
    Romanians = 74,718 (5.2%)
    Slovaks = 53,832 (3.8%)
    Rusins and Ukrainians = 12,663 (0.9%)
    Other = 12,394 (0.9%)

    1910 census
    Serbs = 510,186 (33.8%)
    Hungarians = 424,555 (28.1%)
    Germans = 323,779 (21.4%)
    Romanians = 75,223 (5.0%)
    Slovaks = 56,689 (3.8%)
    Croats = 34,089 (2.3%)
    Rusins = 13,479 (0.9%)
    Other = 72,804 (4.8%)

    1921 census
    Serbs = 526,134 (34.7%)
    Hungarians = 370,040 (24.4%)
    Germans = 333,272 (22.0%)
    Croats = 122,684 (8.1%)
    Romanians = 65,197 (4.3%)
    Slovaks = 58,273 (3.8%)
    Rusins = 13,664 (0.9%)
    Other = 25,182 (1.7%)

    1931 census
    Serbs = 528,000 (33%)
    Hungarians = 413,000 (26%)
    Germans = 343,000 (21%)
    Croats = 120,000 (7%)
    Romanians = 78,000 (5%)
    Slovaks and Czechs = 67,000 (4%)
    Rusins = 21,000 (1%)
    Jews = 21,000 (1%)
    Other = 37,000 (2%)

    1941 census
    Serbs = 577,067 (35.3%)
    Hungarians = 465,920 (28.5%)
    Germans = 318,259 (19.4%)
    Croats = 105,810 (6.5%)
    Other = 169,311 (10.3%)

    1948 census
    Serbs = 841,246 (50.6%)
    Hungarians = 428,932 (25.8%)
    Croats = 134,232 (8.1%)
    Slovaks = 72,032 (4.3%)
    Romanians = 59,263 (3.6%)
    Germans = 31,821 (1.9%)
    Montenegrins = 30,589 (1.9%)
    Rusins and Ukrainians = 22,083 (1.3%)
    Macedonians = 9,090 (0.5%)
    Roma = 7,585 (0.4%)
    Slovenians = 7,223 (0.4%)
    Russians = 5,148 (0.3%)
    Czechs = 3,976 (0.3%)
    Bulgarians = 3,501 (0.2%)
    Yugoslavs = 1,050 (0.1%)
    Other = 5,441 (0.3%)

    1953 census
    Serbs = 865,538 (50.9%)
    Hungarians = 435,179 (25.6%)
    Croats = 127,027 (7.5%)
    Slovaks = 71,153 (4.2%)
    Romanians = 57,218 (3.4%)
    Montenegrins = 30,516 (1.8%)
    Rusins = 23,038 (1.4%)
    Macedonians = 11,622 (0.7%)
    Other = 78,254 (4.6%)

    1961 census
    Serbs = 1,017,713 (54.9%)
    Hungarians = 442,560 (23.9%)
    Croats = 145,341 (7.8%)
    Slovaks = 73,830 (4.0%)
    Romanians = 57,259 (3.1%)
    Montenegrins = 34,782 (1.9%)
    Other = 83,480 (4.4%)

    1971 census
    Serbs = 1,089,132 (55.8%)
    Hungarians = 423,866 (21.7%)
    Croats = 138,561 (7.1%)
    Slovaks = 72,795 (3.7%)
    Romanians = 52,987 (2.7%)
    Montenegrins = 36,416 (1.9%)
    Rusins = 20,109 (1.0%)
    Macedonians = 16,527 (0.8%)
    Germans = 7,243 (0.4%)
    Other = 94,897 (4.9%)

    1981 census
    Serbs = 1,107,375 (54.4%)
    Hungarians = 385,356 (18.9%)
    Croats = 119,157 (5.9%)
    Slovaks = 69,549 (3.4%)
    Romanians = 47,289 (2.3%)
    Montenegrins = 43,304 (2.1%)
    Rusins and Ukrainians = 24,306 (1.2%)
    Germans = 3,808 (0.2%)
    Other = 234,628 (11.6%)

    1991 census
    Serbs = 1,151,353 (57.2%)
    Hungarians = 340,946 (16.9%)
    Croats = 74,226 (3.7%)
    Slovaks = 63,941 (3.2%)
    Montenegrins = 44,721 (2.2%)
    Romanians = 38,832 (1.9%)
    Rusins = 17,889 (0.9%)
    Macedonians = 16,641 (0.8%)
    Other = 263,970 (13.1%)
    Note: the third largest ethnic group in 1991 census were Yugoslavs (about 8%), but in this listing they are counted in category "other".


    2002 census
    Serbs = 1,321,807 (65.05%)
    Hungarians = 290,207 (14.28%)
    Slovaks = 56,637 (2.79%)
    Croats = 56,546 (2.78%)
    undeclared = 55,016 (2.71%)
    Yugoslavs = 49,881 (2.45%)
    Montenegrins = 35,513 (1.75%)
    Romanians = 30,419 (1.50%)
    Roma = 29,057 (1.43%)
    Bunjevci = 19,766 (0.97%)
    Rusins = 15,626 (0.77%)
    Macedonians = 11,785 (0.58%)
    regional affiliation = 10,154 (0.50%)
    Ukrainians = 4,635 (0.23%)

    --------------------------------------------------------------------------------

    Wie man sieht waren wir schon lange lange die Mehrheit in der Vojvodina 8)

  9. #29
    Avatar von Vasile

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    Zitat Zitat von Alen
    Roma Romanija sag ich nur! 8) Werd wohl im April einige Monate dort sein! Aber was viel mehr sorgenerregend ist,ist die ungarische Mehrheit im nord-westen rumäniens!!!!
    1. Die Ungarn sind eine Minderheit.
    2. Das einzige sorgenerregende bei denen ist dass sie zu viele Rechte besitzten.

  10. #30
    Avatar von Vasile

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    Zitat Zitat von Lara_TR
    war die dobrudscha net tatarisch? meine familie ist von dort!
    Die Tataren in der Dobrudscha stammen aus der heutigen südlichen Ukraine. Sie wurden von den Russen vertrieben und siedelten Mitte des 19. Jh. in die Dobrudscha, die damals dem Osmanischen Reich gehörte.

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