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Die Geschichte über Attila, der Hunne

Erstellt von , 02.07.2006, 18:35 Uhr · 16 Antworten · 2.571 Aufrufe

  1. #1

    Die Geschichte über Attila, der Hunne

    Ich möchte hier die Geschichte von Attila, dem Hunnenkönig aufschreiben.

    Mit dem Tod des hunnischen Großkönigs Ruga übernahmen zwei Brüder die Herrschaft: Bleda und Attila. Kurz nach ihrem Machtantritt tötete Attila seinen Konkurrenten. Eine gemeinsame Regentschaft hätte traditionell auch eine Teilung des Reiches bedeutet. Dies wollte der Emporkömmling um jeden Preis verhindern.
    Attila strebte durch die Ermordung seines Bruders die Alleinherrschaft über die Hunnen und die unterworfenen Völker an. Dabei war natürlich für ihn von Interesse, sein Herrschaftsgebiet möglichst weit auszudehnen. Der neue Anführer forderte von seinem Gefolge einen uneingeschränkten Treueschwur. Nur so konnte er seine Politik erfolgreich durchsetzen.

    Attila baute auf zwei Punkte: den alten Glauben, der tief in der Bevölkerung verwurzelt war, und auf einen Personenkult, der sich um ihn selbst als charismatischen Kriegsführer drehte. Die Quellen erzählen, dass in den Steppen ein Schwert gefunden wurde, das für das Schwert des Gottes Mars gehalten wurde, dem Gott des Krieges. Mit diesem Schwert besaß Attila eine Art Naturgewalt, die ihm stets den Sieg garantierte

    Das Schwert nahm im Leben der Hunnen einen besonderen Stellenwert ein. Im Nahkampf war es ihre wichtigste Waffe. Es konnte Untergang oder Sieg bedeuten. In hunnischen Gräbern wurden zusammen mit Schwertern goldene Amulette gefunden. Mit den Amuletten versuchten die Hunnen, ihre wichtigste Waffe nach dem Reflexbogen zu schützen. Mit einem Lederband wurde das Amulett an der Schwertscheide befestigt. Und sollte so das Schwert schützen und dem Krieger Sicherheit und Kraft verleihen. Es diente damit der Übel-Abwehr und der Stärkung der eigenen Kräfte.

    Attilas Eroberungspolitik kannte keine Grenzen. Nicht ein einziger Ort auf seinem Weg zum Erfolg schien vor seinen Männern sicher. Auch befestigte Städte boten keinen Schutz mehr.



    Im Spätsommer 451 nach Christus kam es zur entscheidenden Schlacht. Nahe der französischen Stadt Orléans standen sich das römische Heer und die hunnischen Truppen auf den Katalaunischen Feldern gegenüber. Die Zahl der Soldaten war auf beiden Seiten etwa gleich groß.



    Der Kampf war eine Vielvölkerschlacht. Es kämpften nicht nur Hunnen gegen Römer, sondern auch Germanen gegen Germanen.

    Die Führer beider Heere hatten Fehden zwischen den einzelnen Völkern bewusst einkalkuliert. General Aetius zeigte sich dem Gegner ebenbürtig. Seit seiner Jugend kannte er die Kriegslist der Hunnen. Nun konnte er sie mit ihren Waffen zu schlagen: Er setzte Bogenschützen ein. Und seine Strategie ging auf.



    Ein brutales Gemetzel entbrannte: Mann gegen Mann kämpften über Stunden. "Es kam zu einem schrecklichen, maßlosen und erbitterten Ringen", erinnert der Gote Jordanes. Für viele Soldaten endete die Schlacht mit dem Tod. Diesmal hatten die Hunnen nur wenige berittene Krieger - zu wenige gegen die Übermacht der Römer



    Das Schlachtfeld war so weitläufig, dass eine zentrale Befehlsgebung kaum möglich war - das heißt, der taktische Überblick fehlte. Irgendwann im Getümmel gelang es den Westgoten, dass Kampfgeschehen zu beherrschen. Sie umzingelten die hunnischen Krieger. Attilas Soldaten saßen in der Falle, gaben aber nicht auf. Eine Pattsituation.

    Beide Parteien waren zu erschöpft, eine Entscheidung herbeizuführen. Tote, wohin das Auge blickte, darunter auch der König Westgoten. Die Verluste waren so groß, dass die Schlacht auf den katalaunischen Feldern als Geisterschlacht in die Sagenwelt einging. Zum ersten Mal in seiner Laufbahn hatte Attila den Sieg eingebüßt.



    Für die Schlagkraft seines Heeres war Aetius zu einer generösen Tat bereit. Er ließ Attila, den gefürchteten Hunnenkönig, ziehen. Der römische General Aetius verdankte den Hunnen, dass er selbst überlebt hatte. Es war nicht der richtige Zeitpunkt, sie zu vernichten. Sie konnten als Alternative zu den Goten, die nach den großen Verlusten, den Römern möglicherweise nicht länger trauten, noch nützlich sein

    Doch Attila ging zunächst seine eigenen Wege. Sein Ruf als unbesiegbarer Feldherr war zerstört. Attila musste seine Soldaten unterhalten - er ließ seine Armee nach Italien marschieren. Ihr Weg durch Norditalien brachte Tod und Verderben. Die Hunnen waren weiterhin fähig, befestigte Städte zu erobern und große Beute zu machen.

    Deshalb lautete die Parole - ein neuer siegreicher Feldzug musste her. Rom fühlte sich bedroht. Und ebenso die christliche Kirche. Die Reichtümer der Stadt durften nicht in die Hände der Barbaren fallen. Der Legende nach, zog Papst Leo I. vor die Tore Metropole, um Attila von einem Angriff abzuhalten. Allein das Wort Gottes soll den Barbaren zum Umkehr bewegt haben. Tatsächlich traf Leo I. den König der Hunnen. Jedoch nicht vor den Toren Roms - sondern bei Mantua. Attila war bereits auf dem Rückzug.

    Vor der Stadt bahnte sich der hohe Würdenträger einen Weg zum Zelt des Hunnenkönigs. Er wusste, dass der heidnische Fürst Mailand und Bergamo geplündert, die Stadt Aqiliea sogar vollständig zerstört hatte. Papst Leo kam nicht mit der Bitte, Rom zu verschonen, sondern er kam in der Absicht ein Geschäft zu machen.

    Den Plan, die blühende Metropole am Tiber einzunehmen, hatte Attila längst verworfen. Seine Männer lagen danieder, von Seuchen und Krankheiten heimgesucht. Malaria forderte zahlreiche Todesopfer. Die Überlebenden sahen sich nicht imstande, neue Kriege zu führen. Ihr einziges Ziel lautete, die Beute sicher in die Heimat zu bringen. Erschöpft traten Attila und seine Soldaten den Weg nach Ungarn an - zurück an den hunnischen Herrscherhof.



    Ein Jahr nach der Schlacht feierten die Hunnen die Hochzeit ihres Königs. Nach zahllosen Frauen - wie es in seinem Volke Sitte war - heiratete Attila Ildiko, eine germanische Prinzessin. Er nahm die Frau an seine Seite, um die politischen Beziehungen zu ihrem Volk zu festigen. Seine Hochzeitsnacht wurde zugleich seine letzte. Betrunken starb Attila an einem Blutsturz. Die Frage ist hier, war es ein Blutsturz oder Mord? Hat Ildiko ihn ermordet? Wenn ja, warum?



    Seine trauernden Krieger hüllten ihn in seidene Tücher, legten ihn in einen Sarg aus Gold und Silber. Weder das Grab noch die Beigaben wurden je entdeckt. Seine Leichenbestatter, so heißt es, habe man aus Sicherheitsgründen umgebracht.


    vgl hierzu
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2137187,00.html

  2. #2
    Attila, etwa um 395 geboren, ging um 410 als Geisel an den königlichen Hof von Ravenna, wo er die Kultur sowie die lateinische Sprache erlernte.
    Nach dem Tod seines Onkels Rugila 436, des Königs der Hunnen, ging die Macht auf Attila und seinen Bruder Bleda über. Um 438 erhöhte Attila die Forderungen von Ostrom von 350 Pfund Gold auf 700 Pfund Gold.
    440 erklärten die Hunnen die Römer für Vertragsbrüchig und fielen in das Ostreich ein und eroberten Viminacium. Ein Jahr später eroberten sie Sirmium, Singidunum und Naissus. Wiederum ein Jahr später drangen sie zum Hellespont vor. Nach dem Sieg über ein kaiserliches Heer, erfolgte ein Waffenstillstand.
    445 tötete Attila seinen Bruder Bleda, der weniger kriegerisch wie sein Bruder war. Zwei Jahre später fiel er wieder in das Ostreich ein, besiegte den Heermeister Arnegisel und eroberte 70 Städte, darunter Seridca und Marcianopel. Als sich die Hunnen auf Konstantinopel zubewegten, schloß Kaiser Theodosius mit den Hunnen Frieden, und zahlte ihnen eine Kriegsentschädigung von 6000 Pfund Gold. Außerdem wurde der Jahretribut auf 2100 Goldpfund erhöht, aus hunnischer haft entflohene Römer zurückgegeben und freigekauft werden, ebenso alle hunnischen Überläufer. Außerdem ernannte Theodosius (wohl um den Tribut zu schönen) Attila zum Heermeister ehrenhalber.
    Auf Anraten seines Obereunuchen Chrysaphios, einem seiner Berater, beschloß der Kaiser 448 Attila durch einen Gesandten ermorden zu lassen. Attila endeckte das Komplott und schickte den Attentäter mit einem Sack voll Gold - das er für die Tat erhalten sollte - um den Hals zurück. Nur durch enorme Geschenke konnte Attila beruhigt werden.
    Als Theodosius am 28. Juli 450 tödlich verunglückte, bestieg Marcian am 25. August 450 den Thron. Er verweigerte den Hunnen den Tribut, und Attila mußte (die Donauprovinzen waren verheert), um seine Landsleute zufrieden zu stellen, sich ein neues Ziel suchen.

    Er fand es in Gallien, und der Vorwand sollte die Schwester des Kaisers Valentians III. Honoria liefern (möglicherweise wurde Attila auch von dem 448 zu ihm geflohenen Eudoxius, der Führer der Bagaudenbewegung aufgestachelt). Diese sollte zum Ruhme des Hofes ihre Jungfräulichkeit wahren, wurde jedoch mit ihrem Liebhaber ertappt. Darauf schickte sie Attila einen Brief und ihren Ring mit der Bitte, ihr zu helfen und sie als Frau zu nehmen. Attila forderte darauf als Mitgift die Hälfte des Westreiches. Unmittelbarer Anlaß für die Invasion war jedoch nicht die Ablehung des Angebots, sondern Streitigkeiten um das Königtum der Franken. Während der ältere Bruder Attila um Hilfe bat, bat der jüngere Aetius um Hilfe.
    Mit angeblich (übertriebenen) 500.000 Mann überschritt Attila den Rhein und verheerte Gallien in unbekanntem Ausmaß.
    In Spätsommer 451 kommt es dann zur Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Die Verluste auf beiden Seiten werden zwischen 165.000 und 300.000 Mann angegeben. Das Ergebnis der Schlacht ist ungewiß, Attila jedoch tritt am nächsten Tag den Rückzug zur Donau an. Aetius läßt ihn ziehen, da er wußte, daß wenn er die Hunnen vernichtete, ein Bündnis für die Westgoten nicht mehr notwendig war.
    452 hatten sich die Hunnen von ihren Verlusten erholt und überfielen Italien. Aquleia, Ticinum, Pavia, Mailand und andere Städte fielen ihnen zum Opfer.
    453 zog er mit reicher Beute in die Theiß-Ebene, wo er in seiner Hochzeitsnacht mit der Germanin oder Gotin Iidico starb.

  3. #3
    Eine Ergänzung: Auch wenn man es immer wieder liest, es gibt keinen Beleg dass Attila als Geißel in Ravenna war. Tatsächlich wissen wir über die Jugend von Attila überhaupt nichts, über die ganzen ersten 4 Lebensjahrzehnte von Attila ist nichts bekannt, er wird von den Antiken Autoren nicht erwähnt.

    Wir wissen ja ohnehin nur wenig über ihn, noch nicht mal seinen wahren Namen!, Attila kommt nämlich aus dem Gotischen und heißt nur Väterchen, gotisch: atta = vater

    Was nun nicht heißt, dass er nicht trotzdem bei den Römern eine Geißel war, aber dafür gibt es keinen Beleg. Wenn man die Stärke der Hunnen in dieser Zeit betrachtet und daß die Hunnen auch sonst in diesem Zeitabschnitt keine Geißeln stellten, sondern nur welche nahmen, dann kann man sehr daran zweifeln. Und wenn er überhaupt eine Geißel war, dann noch viel eher in Ostrom und in Konstantinopel, denn in Ravenna.

    Erst so um 430 taucht Attila auf, so z.B. 435 beim Frieden von Margus, den noch er und Bleda zusammen mit den Römern schließen. Und dort kam es dann auch schon zum ersten Familienmord um die Macht, zum Frieden von Margus gehörte die Auslieferung von zwei hunnischen Prinzen aus Attilas eigener Familie, die Söhne der Fürsten Mam und Atakam, diese wurden von den Oströmern in einer Festung bei Dobrudscha festgehalten, sie wurden an Attila und Bleda ausgeliefert und dann von ihnen gekreuzigt.

    Interessant mit Rugilas Tod ist auch, dass er angeblich vom Blitz getroffen wurde....

    Die Jahre 434 bis 439 gehören zu den absolut dunkelsten im Hunnenreich.
    Es gibt nur ganz kurze und wiedersprüchliche Erwähnungen von Erreignissen aus diesem Zeitabschnitt, so ist es durchaus auch nicht so klar, dass Rugila 436 starb.

    Wir wissen nur, daß Attila zwischen 434 und 437 die Macht ergriff, anfangs noch mit Bleda zusammen, spätestens seit 437 ist er belegbar König, und 433 war er es noch nicht, der Rest ist Spekulation.

  4. #4
    Avatar von marimatamari

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    Attila's Kampagne war meine liebste bei Age of empires 2 8)

  5. #5
    Zitat Zitat von marimatamari
    Attila's Kampagne war meine liebste bei Age of empires 2 8)
    Die war Cool, aber auch die mit Dshingis Kahn oder mit den Azteken hatte es in sich.

  6. #6
    Avatar von marimatamari

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    Zitat Zitat von Athleti_Christi
    Zitat Zitat von marimatamari
    Attila's Kampagne war meine liebste bei Age of empires 2 8)
    Die war Cool, aber auch die mit Dshingis Kahn oder mit den Azteken hatte es in sich.
    Ja Dschingis Khan war auch der Wahnsinn! Azteken gefielen mir nicht, die hatten keine Kavallerie. Saladin war auch geil, hab mich richtig als Moslem gefühlt .

  7. #7
    Zitat Zitat von marimatamari
    Zitat Zitat von Athleti_Christi
    Zitat Zitat von marimatamari
    Attila's Kampagne war meine liebste bei Age of empires 2 8)
    Die war Cool, aber auch die mit Dshingis Kahn oder mit den Azteken hatte es in sich.
    Ja Dschingis Khan war auch der Wahnsinn! Azteken gefielen mir nicht, die hatten keine Kavallerie. Saladin war auch geil, hab mich richtig als Moslem gefühlt .
    Verdammt, ... jetzt hab ich wieder lust zum gamen.

  8. #8

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    Irgendein Albaner hat hier doch behauptet , das Attila tatsächlich Albaner war und er als Kind von denn Hunnen gekippnet wurde

  9. #9
    Avatar von Monte-Grobar

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    Zitat Zitat von Albanesi
    Irgendein Albaner hat hier doch behauptet , das Attila tatsächlich Albaner war und er als Kind von denn Hunnen gekippnet wurde
    Ja , du

  10. #10
    pqrs
    Zitat Zitat von Albanesi
    Irgendein Albaner hat hier doch behauptet , das Attila tatsächlich Albaner war und er als Kind von denn Hunnen gekippnet wurde
    Ja, dieser Gjon aka albalb und nicht nur Attila, auch Abraham Lincoln, obwohl der eigentlich Jude war..

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