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Gjergj Kastrioti (Skanderbeg) als Serbe bzw Grieche

Erstellt von ooops, 16.03.2010, 03:04 Uhr · 92 Antworten · 18.900 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Kokosnuss Beitrag anzeigen
    Seine Konfession dürfte wohl in der Tat eine entscheidende Rolle bei der Identität damals gespielt haben.

    Gjergj Kastrioti ließ sogar Albaner hinrichten, die sich weigerten zum Christentum zu konvertieren. Passt nicht so richtig in das nationalkommunistische Bild des "Die Religion des Albaners ist das Albanertum" (ein verdrehtes, entstelltes Zitat von Pashko Vasa), deshalb wird es meistens in den albanischen Schulbüchern lieber weggelassen.

    Skenderbeg war bereits kurz nach seinem Tod bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bei fast allen Albanern in Vergessenheit geraten. Nur in einigen Volksliedern katholischer Berg-Albaner erlebte er eine Renaissance und dann fanden die Gründer der albanischen Nationalbewegung ab 1878 in ihm eine Art Legitimationsbasis. Ähnlich war es bei allen anderen balkanischen Nationalbewegungen, die Serben beriefen sich auf Zar Dusan, die Bulgaren auf Zar Samuil.

    Der Doppelkopfadler auf rotem Grund wurde sogar erst ab dem 20. Jahrhundert auf albanischem Boden wieder öffentlich gehisst.
    Danke für diese Informationen.
    Das wusste ich bisweilen nicht.


  2. #72
    Avatar von artemi

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    natürlich Makedone.

  3. #73
    Avatar von Kokosnuss

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    Zitat Zitat von artemius Beitrag anzeigen
    natürlich Makedone.
    Wenn dann Bulgare, ein mazedonisches Identitätsbewusstsein gab es im 15. Jahrhundert nicht.

  4. #74

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    Zitat Zitat von Kokosnuss Beitrag anzeigen
    Wenn dann Bulgare, ein mazedonisches Identitätsbewusstsein gab es im 15. Jahrhundert nicht.
    Doch, das gabs schon im 7.Jahrhundert vor Christi Geburt. Junge!

  5. #75
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Doch, das gabs schon im 7.Jahrhundert vor Christi Geburt. Junge!
    ach was, vor Gottes Geburt

  6. #76
    Avatar von Rockabilly

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    Zitat Zitat von Kokosnuss Beitrag anzeigen
    Seine Konfession dürfte wohl in der Tat eine entscheidende Rolle bei der Identität damals gespielt haben.

    Gjergj Kastrioti ließ sogar Albaner hinrichten, die sich weigerten zum Christentum zu konvertieren. Passt nicht so richtig in das nationalkommunistische Bild des "Die Religion des Albaners ist das Albanertum" (ein verdrehtes, entstelltes Zitat von Pashko Vasa), deshalb wird es meistens in den albanischen Schulbüchern lieber weggelassen.

    Skenderbeg war bereits kurz nach seinem Tod bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bei fast allen Albanern in Vergessenheit geraten. Nur in einigen Volksliedern katholischer Berg-Albaner erlebte er eine Renaissance und dann fanden die Gründer der albanischen Nationalbewegung ab 1878 in ihm eine Art Legitimationsbasis. Ähnlich war es bei allen anderen balkanischen Nationalbewegungen, die Serben beriefen sich auf Zar Dusan, die Bulgaren auf Zar Samuil.

    Der Doppelkopfadler auf rotem Grund wurde sogar erst ab dem 20. Jahrhundert auf albanischem Boden wieder öffentlich gehisst.
    Was für ein Quark.
    Skenderbeg wurde von der Bevölkerung zwecks Schuldbildung vergessen. Wenn man nicht lesen und schreiben kann dann ist es schwieriger den Mythos von Skenderbeg aufrecht zu erhalten. Und durch Volkslieder wurd das Bild Skenderbegs natürich stäker "mythonisiert". Aber Geistliche hielten schon immer die Legende hoch wie Marin Barletti, der Biograph Skenderbegs. Wenn sich schon der Westen an Skenderbeg erinnerte und selbst Vivaldi Skenderbeg eine Oper widmete, dann kann es schwer sein, dass die Albaner bis im 20Jahrundert nicht wussten wer Skenderbeg ist.
    Skenderbeg liess seine albanischen Soldaten hinrichten, welche er in seinem Osmanischen Herr hatte. Natürlich sagte die Religion viel aus, ob die Soldaten ihm seine Loyalität bewiesen.


    Die Flagge kam nicht erst im 20 Jahrundert in Gebraucht sondern schon im 19Jahrundert: 170jährige Flagge aus Mirdita




    Es stimmt, dass Skenderbeg mit der aufstrebenden Nationalisierung im 19Jahrundert eine Wiederbelebung und Vergöttung bekam, aber vergessen wurde er nie.

  7. #77

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    23.02.2016
    Beiträge
    39
    Streitet euch nicht die Sache ist ganz einfach. Man muss einfach nur wissen wie Zeitzeugen ihn optisch beschrieben. War er hellhäutig, blond groß und kräftig, dann wahr er wahrhaft shqipetare. Wenn er dunkel klein und schwach war, kann er nur türkischer Abstammung gewesen sein und somit Serbe oder Grieche.
    Da er meines wissens aber kanunkonform jeden Einzelkampf mit bravour gemeistert hatt, kann nur ersteres zutreffen.

  8. #78
    Arminius
    Zitat Zitat von lotus Beitrag anzeigen
    Skenderbeg war ein Germane.
    Ich dachte, er wäre Illyro-Albaner?

  9. #79
    Avatar von Poliorketes

    Registriert seit
    30.12.2012
    Beiträge
    6.361

  10. #80
    Username123
    Zitat Zitat von Rockabilly Beitrag anzeigen
    Was für ein Quark.
    Wenn sich schon der Westen an Skenderbeg erinnerte und selbst Vivaldi Skenderbeg eine Oper widmete
    Du vergisst wohl oder übel das Skanderbeg vor allem durch das Christentum in Europa in aller Munde war. Die Kastrioti Familie hatten gute Beziehungen zu den Italiener und besassen selbst Land und einen gepflegten Familienbaum in Süditalien. Diese Indizien alleine reichen für Vivaldis Operette aus. Wenn man es genau nimmt hätte Skanderbeg nicht annähernd so viel Anerkennung erlangt ohne die Katholische Kirche.

    Zitat Zitat von arvanitis Beitrag anzeigen
    Streitet euch nicht die Sache ist ganz einfach. Man muss einfach nur wissen wie Zeitzeugen ihn optisch beschrieben. War er hellhäutig, blond groß und kräftig, dann wahr er wahrhaft shqipetare. Wenn er dunkel klein und schwach war, kann er nur türkischer Abstammung gewesen sein und somit Serbe oder Grieche.
    Da er meines wissens aber kanunkonform jeden Einzelkampf mit bravour gemeistert hatt, kann nur ersteres zutreffen.
    Und wer hat dir ins Gerhin geschissen?

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